Die braune Brause – Coca Cola

Cola Zucker

Die Phosphorsäure in Cola sei so aggressiv, dass sie innere Organe schädigen könne, behaupten Kritiker.

Gleichzeitig scheinen einige Menschen den amerikanischen Drink als medizinisches Wundermittel zu sehen. Cola gegen Durchfall ist ein bekanntes Hausrezept.

Und einigen Internetnutzern zufolge ist der Softdrink sogar ein Verhütungswunder.

Nichts ist schädlicher für die Zähne als Cola, sagen Gegner der Koffeinbrause. Massig Zucker und Säure sollen dem Zahnschmelz laut Mythos besonders hart zusetzen.

Besonders schädlich sei es, die Zähne direkt nach dem Cola-Trinken zu putzen. Dann nämlich sei der Schmelz schon angegriffen und würde von der Zahnbürste regelrecht weggeschabt.

Cola soll Fleisch auflösen können. Das ist eine der bekanntesten Spekulationen um das US-Getränk. In einem Atemzug mit der Zersetzung von Steaks erwähnen Cola-Kritiker oft auch, dass die Phosphorsäure den Magen reizen und die Schleimhaut angreifen kann.

Die bisherigen Mythen besagten alle, nichts sei schädlicher als Cola. Fast nichts. Nur Cola light könnte nach Meinung einiger Internetnutzer noch schlimmer sein. So schreibt einer im Originalbeitrag mehr schlecht als recht: „Cola light ist gefährlich bzw. gesundheitsschädigend wegen des künstlichen Süßstoff Aspartam.“ Cola enthält viel Zucker, Zucker verursacht Diabetes. Eine Flasche Cola trinken, ein Kaubonbon der Marke Mentos essen – dann hilft nur noch beten. Der Mythos um einen kleinen brasilianischen Jungen, den eben diese Mischung das Leben gekostet haben soll, hält sich hartnäckig.

Cola soll auch gegen Durchfall helfen

Ist der Enkel an Durchfall erkrankt, weiß die Oma sofort ein Hausmittelchen. „Cola und Salzstangen“, rät sie dann.

Manche glauben an Cola als Verhütungsmittel – ein Fehler

Kondome oder Antibabypille – für die Verhütung überflüssig, wenn es nach dem folgenden Colamythos geht: „Eine Scheidenspülung mit Diät-Cola wirkt Wunder“, behaupten User immer wieder in Internetforen.

Um kein anderes Getränk ranken sich so viele Mythen wie um den US-Exportschlager. Die Tatsache, dass die Rezeptur besser geschützt ist als jedes Staatsgeheimnis, heizt die Gerüchteküche zusätzlich an. Chemiker haben den Cola-Code aber zumindest teilweise geknackt: Neben Wasser enthält das Getränk vor allem Zucker, Kohlen- und Phosphorsäure. Allein die letzte Zutat leistet wildesten Spekulationen Vorschub.

„Cola-Trinken kann durchaus zum Problem werden“, bestätigt Ulrich Rubehn, Präsident des Vorstands der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein. Gerade die in Cola enthaltene Phosphorsäure sei gefährlich. Das Problem: Sie löst das Kalzium der Zähne und greift die Oberfläche des Schmelzes mikroskopisch an. Karies ist die Folge. Eine Reaktion, die nicht nur Cola auslöst: „Auch Menschen, die regelmäßig Fruchtsäfte trinken, leiden vermehrt unter Karies“, sagt Rubehn.
Generell seien Cola wie auch Saft in Maßen kein Problem, sagt Rubehn. „Problematisch wird die Sache erst, wenn jemand regelmäßig einen Liter oder mehr pro Tag trinkt.“ Wer immer wieder einen Schluck aus der Cola-Flasche nimmt, hält den Speichel dauerhaft in einem sauren Bereich. Das kann den Zahnschmelz erheblich schädigen.

Wenn man ein Steak in Cola legt, passiert gar nicht viel. Besonders appetitlich sieht es nach einem Tag zwar nicht mehr aus, aber es ist in jedem Fall noch da. Grund für den Mythos ist wieder der geringe Anteil an Phosphorsäure, die Cola enthält. „Diese kann vielleicht Fasern des Fleischs ablösen, aber sicher kein ganzes Steak zersetzen“, sagt Biochemiker Rüdiger Blume von der Universität Bielefeld.
Eine ähnliche Antwort kommt von der Firma Coca Cola: Während der Einwirkungszeit in vermeintlich sauren Getränken wie Cola, Mineralwasser und Orangensaft würden organische Substanzen umgeformt. Durch diesen Prozess verändere sich das Aussehen des Fleischs. „Das Fleisch wird nicht aufgelöst, sondern erfährt eine durch Quellung bedingte Gewichtszunahme“, sagt Pressesprecher Bernhard Taubenberger.

Für den menschlichen Magen stellt Cola in keinem Fall eine Gefahr dar. Dieser ist gut durch Schleimhäute geschützt. „Die im Magen enthaltene Salzsäure ist ohnehin weitaus stärker als die Phosphorsäure der Cola“, erklärt Biochemiker Blume.

Cola-Getränke bestehen aus Zucker, Koffein und Phosphorsäure. Sie enthalten pro Liter rund 140 Milligramm Phosphat. „Der hohe Gehalt von Phosphat in Colagetränken bringt den Kalziumstoffwechsel des Körpers aus dem Gleichgewicht, indem er die Aufnahme des Mineralstoffs Kalzium in den Knochen verhindert“, sagt Oecotrophologin Anja Baustian, von der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET). Das könne die Knochendichte mindern.

Bleibt die Phosphorsäure. „Als anorganische Säure bildet sie mit Kalzium ein Salz“, erklärt Erich Elstner den chemischen Vorgang im Körper. Dieses Salz sei für den Knochenaufbau wertlos, da die Kalzium-Moleküle darin gebunden sind. „Besonders in den Wachstumsphasen von Jugendlichen kann somit der Knochenaufbau und die Knochendichte durch übermäßigen Colakonsum negativ beeinflusst werden“, sagt Anja Baustian.

Zu einem ähnlichen Schluss kam auch eine Studie der amerikanischen Harvard School of Public Health. Die Forscher befragten Teenager zu ihren Trinkgewohnheiten und bisherigen Knochenbrüchen. Dabei fiel auf: Mädchen, die Getränke wie Cola oder Limonade konsumieren und außerdem sportlich aktiv sind, erleiden dreimal häufiger Knochenbrüche als Mädchen, die etwas anderes trinken. Die Frakturrate weiblicher Teenager, die nur Cola trinken, ist fünfmal höher als bei Mädchen, die keine Cola trinken.
Die Experten sehen da nur eine Möglichkeit: Kinder sollten nicht regelmäßig Cola oder andere phosphathaltige Limonaden trinken. Zum Cola light mit Aspartam: Selbst wenn der Nutzer Recht hätte: „Süßstoffe wie Aspartam sind bis zu 1000 Mal süßer als Zucker, deshalb sind sie in wesentlich geringerer Konzentration in den Getränken enthalten,“ erklärt Rüdiger Blume, Biochemiker an der Universität Bielefeld. Zudem sei der Süßstoff offiziell als Lebensmittelzusatz zugelassen. Damit ist der Verzehr in Maßen auf jeden Fall unbedenklich.

Auch das Märchen, dass Süßstoff mehr Appetit auf Süßes und damit dicker als Zucker selbst macht, stimmt so nicht. „Nach Konsum von Süßstoff kann Insulin im Körper freigesetzt werden, obwohl kein Zucker zugeführt wurde“, sagt Peter Stehle, Ernährungsphysiologe am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften an der Universität Bonn. „Dies könnte später zu mehr Hungergefühl führen.“ Die Gleichung könnte also lauten: mehr Hunger, mehr essen, mehr Gewicht. Diese Gleichung geht aber nicht auf: „Studien zeigen, dass Süßstoffe nicht zu mehr Kalorienaufnahme führen“, sagt Stehle. Auch die Firma Coca-Cola bestreitet diesen Vorwurf: Es gebe keine wissenschaftlichen Studien, die zum Ergebnis kämen, dass Softdrinks Fettleibigkeit förderten, sagt Pressesprecher Bernhard Taubenberger gegenüber FOCUS Online.

Zum Zuckergehalt im Cola:

Eine genauso einfache, wie falsche Rechnung, die diesem Mythos zugrunde liegt. „Die Behauptung, dass Cola-Getränke Diabetes verursachen, ist aus wissenschaftlicher Sicht unmotiviert“, sagt Peter Stehle, Ernährungsphysiologe am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften an der Universität Bonn. Es gebe erhebliche wissenschaftliche Dispute, ob der Konsum von großen Mengen an Zucker das Risiko, Diabetes zu bekommen, überhaupt erhöhe. „Diese Diskussion lässt sich aber unmöglich auf ein einzelnes Lebensmittel herunterbrechen.“

Dennoch mahnen Ernährungsexperten wie Anja Baustian zur Vorsicht. „Wer täglich zu einem süßen Getränk wie Cola und Limonade greift, nimmt vermutlich an Gewicht zu“, sagt Baustian. Schließlich enthalte das Getränk pro Liter etwa 36 Stücke Würfelzucker. Übergewicht gepaart mit geringer körperlicher Aktivität plus Rauchen könne das Risiko erhöhen, an Diabetes Typ II zu erkranken. Auch der Biochemiker Erich Elstner vom Forschungsinstitut Weihenstephan mahnt, dass vor allem der Lebenswandel Diabetes fördere: Wer viel Cola trinke, esse oft auch viel Junk Food. Diese Kombination sei in keinem Fall gesund.

Ein Professor stellte folgende These auf: Der in Cola light enthaltene Süßstoff soll sich mit Mentos zu einer neuen, giftigen Substanz verbinden. Weder die oft zitierte Substanz Ta9V4, noch den gerne bemühten Professor gibt es wirklich. „Die Nachricht wird daher auch in einschlägigen Websites als Urban Legend geführt“, sagt Bernhard Taubenberger, Pressesprecher von Coca-Cola.

Der Mythos hält sich aber weiter hartnäckig. Grund für die Spekulationen ist ein beim Internet-Videoportal Youtube äußerst beliebtes Experiment. Denn Cola und Mentos reagieren heftig, fast explosiv. Mit einer Packung Kaubonbons und einer zwei Liter Cola-light-Flasche lässt sich die Softdrinkbombe starten. Ergebnis ist eine meterhohe Fontäne, die nach Sekunden aus der Flasche schießt.

Grundsätzlich würde das auch mit anderen sprudelnden und schäumenden Getränken funktionieren, meint Biochemiker Rüdiger Blume. Also ist die Fontäne keine Cola-spezifische Reaktion. Was auf den Youtube-Videos in freier Wildbahn klappt, funktioniere ansatzweise auch im Körper, sagt Blume. „Gänzlich auszuschließen ist solch ein Todesfall nicht. Egal, ob mit Cola, Sekt oder Mineralwasser.“ Durch die Kombination von sprudelnden Getränken und Mentos-Kaubonbons könne im Magen rein theoretisch eine große Menge CO2 freigesetzt werden. „Wenn diese Gasansammlung nicht aus dem Körper entweichen kann, drückt die Gasblase auf das Herz und kann es in seiner Funktion behindern“, sagt Blume. Dies sei aber vor allem ein Problem älterer Menschen.

Dennoch gab es bisher laut Bernhard Taubenberger von Coca-Cola keinen vergleichbaren Fall: „Täglich werden Millionen Mentos und große Mengen an Diet Coke konsumiert – ohne dass bestätigte Berichte bekannt wären, wonach es jemals zu der beschriebenen Reaktion gekommen wäre.“

Die Oma-behandelt-Durchfall-mit-Cola-Geschichte ist eigentlich gar kein so schlechter Gedanke, wie Anja Baustian von der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention bestätigt: „Das alte Hausrezept Cola und Salzstangen soll bei Durchfallerkrankungen den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust ausgleichen.“ Der Körper benötige für den Transport von Salz aus dem Darm auch Zucker, was die Mischung der Salzstangen mit dem stark zuckerhaltigen Softdrink eigentlich ideal mache.

Eigentlich. Denn ganz so optimal ist die Kombination dann doch nicht. „Leider ist das Verhältnis von Zucker und Salz unausgeglichen“, sagt Baustian. Der Überschuss an Zucker aus der Cola in Kombination mit zu wenig Salz könne den Darm noch zusätzlich schwächen. Die Folge: schlimmerer Durchfall. Baustian empfiehlt deshalb eher folgendes Hausmittel: „Alternativ bieten sich abgekochtes Wasser mit einem halben Teelöffel Salz und fünf Teelöffeln Traubenzucker an. Dazu ein Fruchtsaftgetränk für den Geschmack.“ Bei länger anhaltendem Durchfall sei der Gang zum Arzt unvermeidlich.

Im Gegensatz dazu ist Cola-ist-ein-Verhütungsmittel ein Reinfall. „Man kann spülen, so viel man will, und es wird nichts helfen“, sagt Wolfgang Cremer, Facharzt für Frauenheilkunde aus Hamburg. Bereits zehn Minuten nach dem Geschlechtsakt dringen Spermien in den Gebärmutterkanal ein. Ausspülen ist deshalb völlig wirkungslos“, sagt Cremer. Die Brausespülung könne die bewährten Methoden in keinem Fall ersetzen.

„In Afrika gibt es einige Naturvölker, die auf die Scheidenspülung zur Verhütung bauen – mit mäßigem Erfolg.“ Woher der Mythos kommt, kann Cremer nur mutmaßen: Eine Schwangerschaft sei selbst bei ungeschütztem Sex und optimaler Fruchtbarkeit beider Partner recht unwahrscheinlich. Auch wenn einige Frauen schon beim ersten Sex schwanger werden – statistisch sei die Wahrscheinlichkeit dafür trotzdem relativ gering. Insofern könnten Frauen, die mit Cola verhüten wollten, einfach nur Glück gehabt haben, dass sie nicht schwanger geworden seien. Für Cremer vielleicht der Ursprung des Mythos – der natürlich „vollkommener Schwachsinn“ ist.

Eine Studie der Uni Hamburg aus 2004 (Produkthaftung für Colagetränke, Prof. Dr. Michael Adams und Dr. Maja Kraas-Littger) stellt jedoch ziemlich eindeutig einige schwerwiegende Gesundheitsrisiken bei regelmäßigem Trinken von Coca Cola fest, unter anderem auch:

Neben den Risiken von Übergewicht und Diabetes kann Coca-Cola auch zu einer „Mangelernährung“ beitragen. Coca-Cola ersetzt als „Erfrischungsgetränk“ teilweise nahrhafte Alternativen wie Obst oder Milch – ohne dass das Getränk in signifikanter Weise Nährstoffe, Vitamine oder Mineralstoffe liefert

Bei Kindern kann das zu einer regelrechten Mangelernährung führen, weil das zuckerhaltige Getränk die Kinder sättigt, sodass sie keinen Appetit mehr auf andere Lebensmittel haben, die ihnen die entsprechenden Mikronährstoffe liefern könnten. Das gilt vor allem für kleine Kinder (4-5 Jahre), bei denen man festgestellt hat, dass sie die Energie, die sie in flüssiger Form aufnehmen, bei späteren Mahlzeiten kompensieren, indem sie weniger essen.

Aber auch unabhängig von einer Mangelernährung bei kleinen Kindern wird Zucker heute (mit)verantwortlich gemacht für eine weit verbreitete Vitamin-B-Mangelkrankheit. Um Zucker verarbeiten zu können, benötigt der Körper bestimmte Vitamine und Enzyme, z. B. Vitamin B 1. Gebleichter Industrie-Zucker enthält kein Vitamin B, sodass der Körper das Vitamin aus der restlichen Nahrung entnimmt. Vitamin B ist unter anderem wichtig für die Funktion der Nervenzellen. Symptome für einen Vitamin-B-Mangel sind z. B. schnelle Ermüdbarkeit, Nervosität, Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, Gedächtnisschwäche oder Kopfschmerzen.

Auch im Chemie-Lexikon finden sich einige Erklärungen, die die Firmenphilosophie von der Erfrischungslimonade nicht unterstreichen.

Rezeptur und Inhaltsstoffe

Ursprünglich waren die Hauptzutaten der Cola die an Koffein reiche Kolanuss und der Extrakt aus Blättern von Erythroxylum-Arten. Zur Herstellung von Coca Cola wurde allerdings nicht die kokainhaltige Art Erythroxylum coca verwendet, sondern Erythroxylum-Arten, deren Gehalt an Koffein – ähnlich dem Guaraná – besonders hoch ist und deshalb bevorzugt zur Herstellung von Erfrischungsgetränken eingesetzt werden.

Ihren typischen Geschmack erhält die heutige Cola neben der Kolanuss durch die Zutaten Vanille, Zimtöl, Nelkenöl und Zitrone, wobei der Zitronenanteil in Deutschland anders als in den USA ist. Gelegentlich werden auch Ysopkraut-, Mazisblüten-, Kalmus-Tinktur, Korianderöl oder destilliertes Limettenöl als Bestandteile eines Cola-Rezeptes genannt. Die genauen Formeln zur Herstellung der verschiedenen Colas werden von den Produzenten geheim gehalten.

Darüber hinaus enthält sie in der Regel Koffein, Phosphorsäure, große Mengen an Zucker, Kohlensäure und als Hauptbestandteil Wasser. Die charakteristisch dunkle Farbe erhält Cola durch den Zusatzstoff E 150d (Zuckerkulör). Die unterschiedlichen Wasser- und Zuckersorten sind dafür verantwortlich, dass Cola in allen Regionen der Erde unterschiedlich schmeckt. In Asien wird Rohrzucker, in Europa meist Rübenzucker und in den USA Mais-Sirup verwendet.

Fast alle Hersteller haben seit Mitte der 1980er-Jahre auch Light-Produkte im Angebot, die anstelle von Zucker Aspartam und Acesulfam enthalten. Weniger verbreitet sind koffeinfreie Varianten („Kindercola“), nicht eingefärbtes „Crystal Cola“ sowie spezielle Geschmacksrichtungen (Kirsche, Vanille, Zitrone).

Der Koffeingehalt der Colagetränke kann durch Zusatz von koffeinreichen Pflanzenextrakten oder chemisch hergestelltem Koffein erzielt werden.

Ein wichtiger Inhaltsstoff der Cola war früher die Zitronensäure; heutzutage ist die Phosphorsäure (E 338), die aufgrund des Verdünnungsgrades in Form der Orthophosphorsäure vorliegt, charakteristisch. Die Phosphorsäure ist für den typischen Cola-Geschmack mitverantwortlich und wirkt emulsionsstabilisierend.

OpenCola ist eine Cola, deren Rezept unter der GPL steht.

Wirkung

Durch die Kombination von Zucker und Koffein wirkt Cola anregend. Das Koffein hat jedoch bei Erwachsenen bei mäßigem Konsum (z. B. 1 Glas Cola) wegen der geringen Konzentration meist kaum eine Wirkung.

Der Phosphorsäure als Bestandteil der Cola werden einige Wirkungen nachgesagt, die bisher jedoch nicht belegt sind. Die physiologische Wirkung der Phosphorsäure auf den menschlichen Organismus ist umstritten. Bisher gibt es keine gesicherten Belege, dass Phosphorsäure in den in Cola auftretenden Konzentrationen über die Wirkung von Parathormon zu Kalziummangel in den Knochen führt, wie gelegentlich behauptet wird. Zu einem solchen kann es jedoch kommen, wenn neben der Cola nicht ausreichend kalziumhaltige Getränke oder Speisen konsumiert werden. Zudem bestehen die menschlichen Knochen zu knapp 70% aus Calciumphosphat, das dem Körper in Form von Phosphat-Verbindungen wie der Phosphorsäure zugeführt werden muss. Phosphor-Verbindungen sind auch an anderen Stellen im Körper zu finden, so z. B. im Adenosintriphosphat.

Cola – häufig in Kombination mit Salzstangen oder Erdnussflips – gilt außerdem als eine Möglichkeit zur raschen Eigentherapie bei einer Durchfallerkrankung. So ist sichergestellt, dass der Verlust an Flüssigkeit, Kochsalz und Nahrung ausgeglichen wird; besonders in tropischen Regionen haben Fertiggetränke den Vorteil, steril zu sein. Die Salzstangen führen zusätzlich Salze als Ersatz für die ausgeschiedenen Elektrolyte bei und sind nebenbei auf Grund von Form, Größe und Volumen eines der am einfachsten aufzunehmenden Nahrungsmittel. Eine besonders hilfreiche Wirkung gerade von Cola ist jedoch wissenschaftlich unbelegt.

Ernährungsphysiologen werten den Konsum von zuckerhaltiger Cola als für den Körper schädlich. Unbestritten ist, dass übermäßiger und regelmäßiger Konsum des stark zuckerhaltigen Getränks zu Übergewicht führen kann. 100ml normale Cola enthalten etwa 42 kcal. Daneben ist der ständige Konsum zuckerhaltiger Getränke ein Hauptrisikofaktor für Karies (Zahnfäule), besonders bei Kindern.

Der Anteil des Farbstoffs in der Brause variiert von Land zu Land – in Kalifornien hat der Konzern den Anteil drastisch gesenkt, damit er keinen Warnhinweis anbringen muss. Der US-Bundesstaat hatte die Substanz auf die Liste karzinogener Stoffe gesetzt.

Äußerlich und im Geschmack sind sie gleich. Doch wer in Brasilien eine Büchse Coca-Cola trinkt, bekommt nach Auskunft von US-Wissenschaftlern eine weitaus größere Dosis der umstrittenen Substanz 4-Methylimidazol (4-MEI) ab als ein Cola-Trinker in Kalifornien. Das berichtet Michael Jacobson, Chef der Verbraucherorganisation „Zentrum für Wissenschaft im öffentlichen Interesse“ (CSPI), im „International Journal of Occupational and Environmental Health“.

Die Coca-Cola Company erklärte in einer Stellungnahme zu dem Bericht: „Alle unsere Produkte sind sicher und wir halten die gesetzlichen Vorschriften in allen Ländern ein, in denen wir tätig sind.

Die Gesetzgeber haben weltweit die Verwendung von Karamell (Zuckerkulör) in unseren Produkten zugelassen.“ Die Verbraucherorganisation CSPI mit Sitz in Washington hatte im März davor gewarnt, dass der Farbstoff, der Cola und andere Softgetränke dunkel werden lässt, eine möglicherweise krebserregende Substanz enthält. In Kalifornien wurde der Anteil an 4-MEI von den Herstellern drastisch gesenkt, nachdem der US-Bundesstaat die Substanz auf seine Liste karzinogener Stoffe gesetzt und ab bestimmten Konzentrationen Warnhinweise auf dem Etikett von Büchsen und Flaschen verlangt hatte.

Den nun präsentierten Messwerten zufolge enthalten 355 Milliliter Coca-Cola – eine verbreitete Dosengröße – in Kalifornien nur noch vier Mikrogramm 4-Methylimidazol. In Brasilien seien es 267 Mikrogramm, in Kenia 170. In Großbritannien, Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Mexiko liege der Anteil zwischen 145 und 160 Mikrogramm je 355 Milliliter des Getränks. Für Deutschland lag keine Angabe vor.

Zum Glück tränken die meisten Menschen in anderen Ländern weniger Cola als viele in den USA, wird Jacobson in einer CSPI-Mitteilung zitiert. Da nach den Änderungen in Kalifornien nun klar sei, dass sich das Getränk auch mit geringen 4-MEI-Werten produzieren lasse, gebe es keinen Grund mehr, dies nicht auch in anderen Ländern zu tun. Eine Ursache sei möglicherweise der höhere Preis. Die kalifornischen Gesundheitsbehörden gingen bei ihrer Entscheidung von der Annahme aus, dass bei Menschen, die täglich 30 oder mehr Mikrogramm 4-MEI aufnehmen, über die gesamte Lebenszeit hinweg ein Krebsfall mehr je 100 000 Konsumenten auftritt. „Fakt ist, dass es keine wissenschaftlich stichhaltige Begründung gibt, die 4-MEIWerte herabzusetzen – weder in Kalifornien noch anderswo“, erklärte Coca-Cola. „Wir haben unsere Zulieferer gebeten, den 4-MEI-Wert in Kalifornien zu senken, weil wir vermeiden wollten, dass wir unsere sicheren Getränke mit einem wissenschaftlich unbegründeten Warnhinweis versehen müssen.“ Im CSPI-Beitrag fehle zudem der Hinweis, dass unter anderem die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) die Daten zu 4-MEI bewertet habe und zur Schlussfolgerung gelangt sei, dass die Werte unbedenklich seien. Bei der EFSA heißt es in einer Mitteilung von 2011 allerdings, es sei zu empfehlen, den Gehalt von Nebenprodukten wie 4-Methylimidazol „so niedrig wie technisch möglich“ zu halten, auch wenn diese nach derzeitiger Datenlage weder als genotoxisch noch als karzinogen einzuschätzen seien.

In Hamburg befindet sich einer der größten Abfüllbetriebe von Coca-Cola, nämlich die Getränkefirma des früheren Boxweltmeisters Max Schmeling. Unser Protest gilt Coca-Cola. Und das nicht, weil dieses Getränk so hässliche Löcher in den Zähnen verursacht, sondern, weil Coca-Cola der Inbegriff des Amerikanismus ist. Die Entwicklung des Coca-Cola-Konzerns weist ganz typische Parallelen zur Entwicklung der USA auf. Grenzenlose Profitgier, gewissenloses Machtstreben und eiskalte Morde kennzeichnen die Vorgehensweise des Coke-Imperiums und verschiedener US-Regierungen gleichermaßen.

Zwei Jahre nach der Erfindung von Coca-Cola beginnt die Kommerzialisierung des Getränks, das ursprünglich von dem Apotheker John Pemberton als Medizin gegen Müdigkeit und Kopfschmerzen erfunden wurde. Asa Candler erwirbt 1888 die vollständigen Rechte und gründet vier Jahre später in Atlanta die Coca-Cola-Company mit einem für damalige Verhältnisse beachtlichen Grundkapital von 100 000 Dollar. 1895 hatte der Konzern sein erstes Etappenziel erreicht: Coca-Cola hatte sich binnen drei Jahren über die ganzen USA ausgebreitet. Candler vergibt die Rechte an Konzessionäre, das Lizenzsystem beginnt. Für 25 Millionen Dollar verkauft die Familie Candler das Unternehmen im Jahre 1919 an ein Bankkonsortium in Atlanta. 1926 schuf dann der neue Coca-Cola-Boss Robert Woodruff die organisatorischen Voraussetzungen für den weltweiten Vertrieb durch die Gründung des Foreign Sales Department, das mittlerweile als Coca-Cola Export Corporation firmiert.

Am 8. April 1929 wird die erste Coca-Cola in Deutschland abgefüllt. Ein Jahr später gründet Max Keith die Coca-Cola GmbH mit Sitz in Essen. Der Standort wurde mit Bedacht gewählt, denn das Ruhrgebiet hatte schon damals die größte Bevölkerungsdichte in Deutschland. Hier war ein großer Absatzmarkt direkt vor den Firmentoren mühelos erreichbar.

„Überall dort, wo wir Geschäfte betreiben, verstehen wir uns als Partner der Gesellschaft.“

So lautet einer der Grundsätze von Coca-Cola. Im Klartext: Der Konzern biedert sich an, wo immer es geht, Hauptsache, die Kasse stimmt. Und Max Keith war im Anbiedern weltmeisterlich. Fast so weltmeisterlich wie sein boxender Mitarbeiter Max Schmeling, der sich in den Jahren 1930-1932 als „Botschafter“ für Coca-Cola hergab. Zum Zeitpunkt der Einführung von Coca-Cola in Deutschland zeichnete sich bereits ab, dass die nationalsozialistische Massenbewegung ein politischer Machtfaktor werden würde. Max Keith hofierte die Nationalsozialisten förmlich, denn er witterte das ganz große Geschäft. Nach der Regierungsübernahme im Jahre 1933 war Coca-Cola bei allen größeren Massenveranstaltungen der Nationalsozialisten als Sponsor dabei, selbst in Einsatzbüchern der Hitlerjugend fand sich Coca-Cola-Reklame und im „Völkischen Beobachter“ erschienen sogar die „Coca-Cola-Nachrichten“. Interessante Fakten, die heute in der offiziellen Firmengeschichte verschämt verschwiegen werden, weil sie die kapitalistische Anbiederei des Konzerns zu offenkundig machen würden. Zumal Coca-Cola als ausländisches Unternehmen nicht einmal behaupten könnte, dass sie damals keine andere Wahl gehabt hätten. Nicht die Nationalsozialisten brauchten Coca-Cola, sondern Coca-Cola brauchte die Gunst der Nationalsozialisten. Coca-Cola bediente sich aber auch anderer Werbeträger, die das falsche Bild einer politischen Sympathie mit den „Nazis“ ganz schnell zurechtrücken. Die „Comedian Harmonists“ beispielsweise, eine Gruppe von gänzlich unnationalsozialistischen „Unterhaltungskünstlern“, warben in den 1920er Jahren mit dem Lied „Alle Welt trinkt Coca-Cola“ sehr erfolgreich für den US-Import.

Für Global Player wie Robert Woodruff spielte es keine Rolle, wie und mit wem sie ihr Geld verdienen. Woodruff dazu wörtlich: „Meine Politik heißt Coca-Cola“

Die Geschichte von Coca-Cola ist eine Geschichte der Anbiederei um des Profites Willen. Dabei hat Coca-Cola stets darauf geachtet, dass man auf der Seite der Sieger steht: War es beim Frankreichfeldzug noch die Wehrmacht, die aus feldgrauen LKWs mit Coca-Cola versorgt wurde, so kamen nach dem Kriegseintritt der USA nur noch die US-Truppen in den zweifelhaften Genuss von Coca-Cola, die vom amerikanischen Präsidenten Roosevelt 1941 zum „wichtigsten Kriegsgut“ erklärt worden war. Aus der braunen Suppe war damit über Nacht ein Demokratie einflößendes Getränk geworden…

Nun begann der globale Feldzug für die amerikanische Definition von „Freiheit und Demokratie“. Aus Coca-Cola-Angestellten wurden Offiziere, ohne dass diese beim Militär gedient haben mussten. Sie wurden in Uniformen gesteckt und zu „technischen Betreuern“ ernannt, eine Bezeichnung, die es bis dahin nur für Panzertechniker gab. Das Unternehmen ordnete an, dass jeder US-Soldat überall in der Welt für fünf Cent seine Coca-Cola kriegen sollte.

„Coca-Cola ist wieder da“ höhnt es im Jahre 1949 von Wagenrückwandplakaten herab. Millionen Deutsche hatten zu dieser Zeit nicht einmal genug zu essen oder ein Dach über dem Kopf – aber das Kriegsgetränk der Besatzer stand schon wieder in den Regalen …

Bis heute hat sich an der Philosophie des Coca-Cola-Konzerns nichts geändert. Da sich auch die Machtverhältnisse nicht geändert haben, steht Coca-Cola nach wie vor für den „American way of Life“. Für den Inhaber einer Frankfurter Agentur für Unternehmenskommunikation steht der Coca-Cola Schriftzug sogar “ für Freiheit und freie Marktwirtschaft, für Lebensgenuss und ein sympathisches Amerika“.

Die kolumbianische Lebensmittel-Gewerkschaft führt seit langer Zeit eine weltweite Kampagne gegen die Firmenpolitik von Coca-Cola. Die Gewerkschaft verzeichnete in den vergangenen Jahren über 120 Anschläge auf ihre Mitglieder, acht ihrer Gewerkschaftsführer starben dabei in kolumbianischen Coca-Cola-Werken – ermordet von paramilitärischen Gruppen im Auftrag des Unternehmens. Zuletzt erschossen sie den Gewerkschaftsführer Lopez am 31. August 2002, nachdem dieser zehn Tage zuvor einen Arbeitsprozess gegen Coca-Cola gewonnen hatte.

Der Konflikt zwischen Coca Cola und den indischen Gemeinden

2003 machte ein Konflikt in Kerala/Indien Schlagzeilen. Eine Gruppe von indischen Bauern und Bäuerinnen protestierte gegen das Abfüllwerk von Coca Cola. Sie warfen der Firma vor, zu viel Wasser zu verbrauchen. Coca Cola wies diese Behauptungen zurück.

1998 bis 1999 wurde in Plachimada im Distrikt Palakkad ein Coca Cola-Werk errichtet. Das Unternehmen hat circa 16 Hektar Land für das Werk gepachtet und 70 ständige ArbeiterInnen sowie 150 bis 250 GelegenheitsarbeiterInnen beschäftigt. In der Fabrik wurden pro Tag 85 Wagenladungen Getränke mit bis zu 600 Kisten à 24 Flaschen zu 300 ml hergestellt. Dafür ließ das Unternehmen auf dem gepachteten Land 65 Brunnen bohren und führte daraus täglich 1,5 Millionen Liter Wasser ab. Für die Produktion von 1 Liter Coca-Cola werden neun Liter Wasser benötigt. Die intensive Ausbeutung des Grundwassers führte zur Senkung des Grundwasserspiegels in diesem Gebiet von 45 auf 150 m unter der Erdoberfläche. Weil viele Brunnen austrockneten, müssen die Frauen im Gebiet das Wasser von weit her holen. Die Reisbauern/-bäuerinnen können zum Bewässern der Felder die Pumpen nicht lange genug laufen lassen. Deshalb fällt ihre Ernte schlechter aus. Zusätzlich wurde das Wasser durch steigenden Salzgehalt und steigende Härtegrade ernsthaft verschmutzt. Es wurden ein so hoher Kalzium- und Magnesiumgehalt festgestellt, dass das Wasser für den menschlichen Konsum und zur Bewässerung nicht mehr verwendet werden konnte. Das Coca Cola-Werk verteilte schlammigen Abfall als kostenloses Düngemittel, der wegen extrem hoher Dosen an Kadmium und Blei zu Verschmutzungen und Hautproblemen führte. Als Konsequenz daraus fasste am 7. April 2003 die Gemeindeversammlung (Perumatty Panchayat) den Beschluss, die dem Coca Cola-Werk erteilte Genehmigung zu widerrufen. Der Oberste Gerichtshof hatte jedoch einen Erlass zur Beibehaltung angeordnet bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Am 30. August 2003 war von der People’s Union for Civil Liberties, Kerala eine friedliche Demonstration vor der Grundwasserbehörde von Kerala (Kerala Ground Water Board) organisiert worden. Sie wollten damit ihren Protest gegen die Wirkungslosigkeit der Behörde, die von Coca Cola verursachten Grundwasserprobleme in Angriff zu nehmen, kundgeben. Bei dieser Demonstration wurden 13 AktivistInnen verhaftet und fünf Tage in Untersuchungshaft behalten. Sie wurden fälschlich des Versuches, das Bürogebäude zu zerstören, beschuldigt und wurden als „Terroristen“ hingestellt. Dies ist nur die letzte einer Reihe von Verhaftungen, seit die Proteste gegen das Coca Cola-Werk begonnen haben.

Die Bundesregierung in Kerala ist auf die Steuereinnahmen von Coca Cola angewiesen. Sie registriert aber, dass der Protest zunimmt. Man überlegt, ob das Ausbeuten von so großen Wassermengen mit dem Artikel 21 der indischen Verfassung übereinstimmt, wonach jedem Menschen ein Recht auf Leben garantiert wird. Der apex court , das höchste indische Gericht, hat mehrfach darauf hingewiesen, dass der Artikel 21 auch das Recht auf saubere Luft und unverschmutztes Wasser abdeckt.

Coca Cola verweist darauf, dass es ungewöhnlich wenig Niederschlag in den vergangenen Jahren gab und dass Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem werden die Dorfbewohner beraten, wie sie sich selbst Regenauffangsysteme bauen können und es gab kostenlosen Dünger. Die Belastungen streitet das Unternehmen ab.

Ähnliche Probleme, wo Industriebetriebe das Gemeingut Grundwasser privatisiert und/oder verschmutzt haben, gibt es mittlerweile weltweit. Oft fehlen Gesetze, die so etwas regeln. Es gibt widersprüchliche Ansichten, welche Auswirkungen der Ankauf von Flüssen und Wasserquellen durch große Unternehmen haben wird und welche Verwaltungsebene welche Sachverhalte regeln soll.

Coca Cola

–        stützt sich auf Studien, die zeigen, dass das Problem nicht besteht bzw. durch geringe Niederschläge ausgelöst wird, stellt dar, dass sich die Firma an das geltende Recht hält,

  –    weist auf Projekte zur Regenwasseraufbereitung hin, mit denen Coca Cola sogar zum Steigen des Grundwasserspiegels beitrage, – verweist auf seine Bedeutung für die Region (Arbeitskräfte), – beliefert als Kompensation Dörfer mit Trinkwasser und Düngemittelschlamm.

(Dabei stellte sich heraus, dass dieser giftig ist wegen hoher Konzentrationen von Cadmium und Blei. Das wird von Coca Cola abgestritten.)

Die Regierung von Kerala

Es gab einen Konflikt zwischen dem Gemeinderat und der Staatsregierung:

–     Im April 2003 entschied der Gemeinderat des Kreises Perumatty, die Lizenz für Coca Cola wegen des Wasserproblems nicht zu verlängern.

–     Nach über einem Jahr des Protestes stellen verschiedene Behörden fest, dass ein Problem mit dem Grundwasser besteht: Kerala State Pollution Board bestätigt im August 2003 Verschmutzung des Grundwassers.

Das Gesundheitsministerium bestätigt, dass das Wasser nicht als Trinkwasser verwendbar ist. Kerala Ground Water Board bestätigte Wasserabnahme. Andere Regierungsstudien (State Water Ground Department) zeigen, dass kein Problem besteht: Nur in drei der zwanzig Brunnen gäbe es Wasserprobleme. Außerdem sei der geringere Niederschlag der letzten beiden Jahre verantwortlich.

–     Der Gemeinderat entscheidet Ende 2003, nach internationalen Medienberichten über das Thema, die Fabrik zu schließen. Diese Entscheidung wird von der Regierung blockiert.

–      Die Kommunen gehen vor Gericht. Ergebnis:

Coca Cola soll alternative Quellen suchen. Doch dann wird ein Expertenkomitee eingesetzt zur Untersuchung, ob Wassermangel wirklich durch Coca Cola verursacht (was lange dauern kann).

–      Am 17. Februar 2004 musste der Ministerpräsident von Kerala unter dem zunehmenden Druck der Bewegung und der akuten Wasserknappheit, die mittlerweile zu einer Dürre geführt hatte, die Coca-Cola-Anlage schließen lassen.

Es existieren aber noch über 50 andere Abfüllanlagen von Coca Cola mit ähnlichen Problemen.

–     Den Protesten begegnen die lokalen Regierungen meist mit Gewalt: Während der zwei Jahre dauernden Proteste wurden über 300 Personen festgenommen.

–     Das Austrocknen von Brunnen erhöht das Risiko der Pestizidbelastung.

Mittlerweile sind Pepsi und Coke in der Provinz Rajasthan verboten, weil sie die Pestizide enthalten.

Die Bauern

–        Am 20.Januar 2005 formierten sich vor allen indischen Abfüllanlagen von Coca Cola und Pepsi Menschenketten. Die Demonstranten forderten die „Hydropiraten“ auf, das Land zu verlassen.

2006 schließt sich das Kölner Studentenparlament Aktionen von US-Unis an und ruft dazu auf, die weltweit bekannteste Limonade zu meiden. Getränkemulti Coca-Cola dementiert die Vorwürfe, die von Ausbeutung über Umweltverschmutzung bis zur Verstrickung in Morde reichen.

Das Studentenparlament der Universität Köln hat einen Boykott sämtlicher Getränke des Coca-Cola-Konzerns in den Mensen und Cafeterien der Hochschule beschlossen. Als Grund nannte die Evangelische Studentengemeinde (ESG) heute, der Konzern sei mitverantwortlich für Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien und Morde an Gewerkschaftern durch Todesschwadronen.

Der Boykott gründet auf einen Antrag der Evangelischen Studentengemeinde im Kölner Studentenparlament. Der Aufruf ist Teil einer internationalen Kampagne, mit der sich seit einigen Monaten vor allem US-amerikanische und kanadische Studenten vehement gegen den Getränkeriesen wenden. In Deutschland haben nach Angaben der Studentengemeinde bereits die Asten der Universitäten Bonn und Wuppertal zum Brause-Boykott aufgerufen. Die Liste der Hochschulen, die die Coca-Cola-Gegner unterstützen, umfasst weltweit rund drei Dutzend Universitäten.

Die Kölner Studentenvertreter fordern die Auswechslung der Coca-Cola-Produkte aus sämtlichen Automaten, die in Uni-Gebäuden und Gebäuden des Studentenwerkes stehen. In den USA zeigte der Protest bereits durchschlagende Wirkung: Mehrere große Universitäten, darunter die University of Michigan und die New York University, beugten sich dem Druck der Aktivisten und kündigten millionenschwere Verträge mit dem Getränkemulti.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Unter anderem soll der Konzern an der Ermordung von sieben Gewerkschaftsführern in Kolumbien beteiligt gewesen sein, in seinen Abfüllanlagen Dumping-Löhne eingeführt und in Indien schwere Umweltschäden angerichtet haben.

Der Slogan der Kampagne gegen „Killer-Coke“ ist plakativ-bissig: „Murder – It’s the real thing.“ Coca-Cola wehrte sich bereits gegen die Vorwürfe der amerikanischen Aktivisten: Die Anschuldigungen gegen die kolumbianischen Betriebe, sie missachteten Arbeiterrechte, seien falsch, so die Firma im, Januar in einer Stellungnahme gegenüber SPIEGEL ONLINE. Außerdem gebe es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass durch Cola-Produktion Umweltverschmutzungen in Indien verursacht wurden. Zum Vorwurf der Verstrickung in Morde äußerte sich der Konzern nicht im Detail.

Das Unternehmen sorgt sich um das Ansehen seiner weltberühmten Marke. Die Protestwelle hat längst Europa erreicht, unter anderem mit Aktionen bei den Olympischen Winterspielen in Turin, wo Coca-Cola einer der Hauptsponsoren war – ebenso wie jetzt bei der Fußball WM.

Der Boykott an der Kölner Uni soll alle Produkte des Coca-Cola-Konzerns betreffen, neben Coca-Cola also auch Fanta, Sprite, Lift und Bonaqua. An der Berliner Universität der Künste organisiert die Arbeitsgemeinschaft Ethik des Asta und des Studentenparlaments für den 6. Juli eine „Cola-Konferenz“, an der neben Studenten auch Vertreter des Konzerns, der Gewerkschaften und des Studentenwerks teilnehmen sollen.

Coca-Cola-Boykott gegen Massenerschießungen

Studenten und Gewerkschaften auf der ganzen Welt, u. a. der u-asta, beteiligen sich 2006 an einer Boykottaktion gegen Coca-Cola-Produkte. Der Protest richtet sich vor allem gegen die Praxis des Unternehmens, seine gewerkschaftlich engagierten Angestellten in Kolumbien durch Paramilitärs und Armee unter Androhung von Gewalt zu erpressen oder auch direkt erschießen zu lassen. Dass das Unternehmen der Auftraggeber für diese Gewaltausübung ist, ist inzwischen recht gut dokumentiert.

Das ist allerdings eine fiese Sache und sollte – gerade unter wissbegierigen Studenten – die Frage aufwerfen, wieso ein Unternehmen darauf kommt, Mord und Erpressung in Auftrag zu geben. Wieso sind das die adäquaten Geschäftsmittel von Coca Cola in Kolumbien?

Killer-Coke?

Die von US-amerikanischen Studenten und kolumbianischen Gewerkschaften getragene Boykott-Kampagne stellt die Gewalt gegen Gewerkschaftsaktivisten als einen Skandal dar. Dafür fehlt dieser Behandlung aber eigentlich der Charakter einer Ausnahme. „In den letzten 18 Jahren wurden 5000 gewerkschaftlich engagierte Arbeiterinnen und Arbeiter von Paramilitärs oder Armeeangehörigen ermordet.“ (Artikel in Telepolis)

Anscheinend ist Coca-Cola also gar kein gemeiner Einzelfall, sondern ein Exemplar der regelmäßigen Schikane, die den kolumbianischen Gewerkschaftern auch bei anderen Unternehmen angetan wird. Aber wieso? Kann diese Kette von Gewalttaten Zufall sein? Oder gibt es nicht vielleicht einen notwendigen Grund für die Feindschaft, die Unternehmen sogar regelmäßig in Zusammenarbeit mit Militär und Paramilitär gegen die Gewerkschaften austragen?
„The Coca-Cola company exists to benefit and refresh everyone who is touched by our bussines.“ (Laut firmeneigener Werbebroschüre „Die Coca-Cola Story“)

Diese Selbstdarstellung kann nicht so ganz stimmen – gäbe es Coca-Cola wirklich nur, um die durstige Menschheit mit kühlen Getränken zu versorgen, wären die firmeneigenen Getränkeautomaten nicht mit Münzschlitzen versehen. Schließlich wünscht sich so manch einer einen Softdrink, kriegt ihn aber nicht, weil das Geld nicht reicht. Wäre Coca-Cola wirklich um „Nutzen und Erfrischung“ ihrer Konsumenten besorgt, sollte das Unternehmen diese Preisschranke doch möglichst schnell aus dem Wege räumen. Coca-Cola „berührt“ die durstigen Leute eben gar nicht nach Maßgabe ihrer Bedürfnisse, sondern nach Maßgabe ihrer Zahlungsfähigkeit. Wer nicht zahlt, bleibt auf dem Trockenen sitzen.

Nicht nur das: Die Geldsumme, die man für eine Flasche Coke hinlegt, muss auch über dem Herstellungspreis der Produkte liegen. Erst dann und nur dann, wenn man einen Beitrag zur Profitsteigerung des Unternehmens liefert, kommt man in den Genuss eines Softdrinks von Coca-Cola. Angesichts dessen wäre der Schluss angebracht, dass Coca-Cola dann wohl auch einzig und allein dafür existiert, dass das vorgeschossene Kapital sich vermehrt und dass die Bedürfnisse der Konsumenten diesem Zweck untergeordnet sind. Das Verlangen nach Limonade ist also ein Mittel des Unternehmens, seinen Profit zu mehren. Dabei hat Coca-Cola diese Praxis nicht für sich gepachtet: nur unter diesen Umständen und allein zu diesem Ziel werden in der gegenwärtigen Gesellschaft nützliche Güter produziert.

Was hat dieser Unternehmenszweck nun mit kolumbianischen Arbeitern einer Abfüllanlage nämlicher Firma zu tun? Mal ganz naiv gefragt: wieso finden sich eigentlich überhaupt noch Leute, die bei Coca-Cola (oder beispielsweise Nestlé, die es in Kolumbien auch nicht anders halten) arbeiten wollen? Wieso gehen die dortigen Angestellten überhaupt zu einem Arbeitgeber hin, der vor Waffengewalt als Erpressungsmittel nicht zurückschreckt? Sollen die Firmenbesitzer ihre Flaschen doch selber abfüllen. „Tja, Coca-Cola, tut uns leid, aber mit der Waffe im Gesicht arbeiten wir nicht.“ Es fragt sich, warum die Arbeiter diese Firma nicht selbst boykottieren.

Die Frage mag zynisch erscheinen, weil jeder weiß, welche Wahl die dortigen Arbeitnehmer haben: In einer Gesellschaft, in der man eben nicht nur von gekühlter Limo, sondern von allen, auch den elementarsten Lebensmitteln ausgeschlossen ist, wenn man das Profitinteresse der Unternehmen nicht bedient, muss man sich nach Geld umschauen. Und da die meisten Kolumbianern eben kein Geld und folglich kein Kapital haben, müssen sie jemanden finden, der das hat und bereit ist, sie für seine Bereicherung anzustellen und ihnen dafür einen Lohn zu zahlen. Ihre Arbeitskraft ist also das letzte Mittel, das die meisten Kolumbianer besitzen, um überhaupt an das Geld zu kommen, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

Diese Not der kolumbianischen Lohnabhängigen trifft auf Coca-Colas Lebenszweck, das Bedürfnis nach Erfrischung für die Vermehrung von Geld auszunutzen. Das Unternehmen benötigt dafür nämlich Produzenten, die das Getränk herstellen und – z.B. in Kolumbien – in Flaschen abfüllen, das dann später gewinnbringend verkauft werden soll. Die Firma kauft also genau das, was die anderen anzubieten haben: Arbeitskraft. Der Lohn, der dafür weggegeben wird, ist für die Angestellten zwar das einzige Lebensmittel, für Coca-Cola aber eine Schranke des Unternehmensziels. Als Kostenfaktor bedeutet er nämlich eine Schmälerung der zu erwartenden Gewinns. Für die Limonadenabfüller soll der Lohn also möglichst hoch, für Coca-Cola kann er gar nicht niedrig genug sein.


Die überlebensnotwendige Gegenwehr der Lohnabhängigen

Wegen der Freiheit der Unternehmer, sich aus einer Vielzahl von derart existentiell vom Lohn abhängigen Leuten die billigsten und willigsten herauszusuchen, haben die Beschäftigten von Coca-Cola allerdings im Regelfall keine andere Wahl, als für einen Lohn und unter Arbeitsbedingungen zu arbeiten, die noch nicht einmal das eigene Überleben so recht sicherstellen. Daher sind die kolumbianischen Angestellten von Coca-Cola – wie alle anderen Lohnarbeiter auch – gezwungen, sich nach der harten Arbeit auch noch zusammenzutun, um dafür zu kämpfen, dass sie von ihrem Lohn überhaupt noch leben können, dass sie von der Arbeit nicht vollständig fertiggemacht werden, dass sie überhaupt noch nach Hause gehen dürfen etc. Sie gründen also Gewerkschaften.

In Folge dieses gewerkschaftlichen Kampfes bleibt den organisierten Flaschenabfüllern nichts anderes übrig, als das Unternehmen zu schädigen, das sie bezahlt. Einmal, indem sie überhaupt Rücksicht auf ihre Interessen erkämpfen, was dem Gewinn des Unternehmens abträglich ist, und dann noch einmal, indem sie das Unternehmen durch Schädigungen zwingen, diese Rücksichten zu nehmen. Wenn die kolumbianischen Coca-Cola-Angestellten sich organisieren, um gleich zweifach den Lebenszweck ihres Arbeitgebers anzugreifen, reagiert der Konzern dementsprechend feindselig. Das ist nicht nur in Kolumbien so. Auch in Deutschland hat es mit der blutigen Auseinandersetzung erst ein Ende, seitdem der Staat die Gewerkschaften schützt und ihnen ihre Kampfmittel gewährt, ihre Macht also im Wesentlichen auf ein für den Staat nützliches Maß beschränkt. Dass der Gegensatz dadurch nicht aus der Welt ist, sieht man daran, was auch heutzutage nötig ist, um als ein Kollektiv von Lohnabhängigen Ansprüche geltend zu machen.

…und die Gegengewalt ihrer Ausbeuter

Warum engagiert Coca-Cola jetzt Paramilitärs, die Gewerkschafter bedrohen und im Zweifelsfall sogar töten? Die Antwort ist so schlicht wie brutal: Wenn in dieser Gesellschaft so gewirtschaftet wird, dass die Bedürfnisse der Leute – sei es als Konsumenten, sei es als Produzenten – nur als Mittel für den Zweck der Profitmehrung vorkommen und im Falle der Arbeitnehmer dieses Ziel auch noch behindern, dann ist konsequenterweise Gewalt gar keine bedauerliche Entgleisung, sondern ein diesem Ziel angemessenes Instrument. Indirekt macht Coca-Cola, wie in der Marktwirtschaft üblich, doch bereits nichts anderes, als die Not seiner Angestellten auszunutzen und diese vor die Wahl zu stellen: entweder ihr mehrt meinen Profit, oder ihr verhungert. Wieso sollte die Firma dann ausgerechnet vor einer Erpressung mittels direkter Gewaltandrohung zurückschrecken?

Die elende Behandlung der Arbeiternehmer nicht nur von Coca-Cola und nicht nur in Kolumbien genauso wie die sehr beschränkte Ausstattung der Weltbevölkerung mit Softdrinks (von solchen Grundbedürfnissen wie sauberem Trinkwasser ganz zu schweigen) liegt also in dem Zweck begründet, weswegen es Unternehmen wie Coca-Cola überhaupt gibt. Wer sich daran stört, dem bleibt keine andere Wahl, als Gegner einer Produktionsweise zu werden, die alle Interessen diesem Ziel der Profitmaximierung unterordnet.

Stimmt es, dass Coca Cola den Weihnachtsmann erfunden hat?

Fast. Santa Claus gab es schon früher, aber in völlig unterschiedlichen Darstellungen: dünn oder dick, groß oder klein, als ernsten Bischof und als leicht gruseligen Gnom. Für eine Anzeige des Unternehmens drückte der Werbezeichner Haddon Sundblom 1931 einem rot gekleideten, weißbärtigen Schmerbauch eine Cola in die Hand. Der gutmütige Geschenkeonkel hatte zwar ohnehin schon begonnen, sich durchzusetzen, aber die Anzeige etablierte ihn endgültig. Coca Cola behauptet, es sei Zufall, dass er die Firmenfarben rot und weiß trägt; Sundblom habe keine Vorgaben bekommen.

So ist das mit Coca Cola: Viele Mythen umgeben das Produkt, und die umfangreiche Werbeabteilung tut alles, um sie im Sinne der Firma aus Atlanta, Georgia zu verbreiten. Mit der Weihnachtskampagne 1931 wollte das Unternehmen den schwachen Winterumsatz beleben und eine neue Kundengruppe erschließen: Kinder. Begonnen hatte Coca Cola nämlich als Medikament für Erwachsene gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen

Ganz am Anfang steckte sogar Alkohol drin. Der Pharmazeut John Stith Pemberton, mit einer Beinverletzung aus dem US-Bürgerkrieg zurückgekehrt, litt unter chronischen Schmerzen. Auf der Suche nach Linderung durchsuchte er, heißt es bei Coca Cola stolz, „die Häfen von Savannah nach der perfekten Mischung aus frischen Zutaten und Gewürzen aus aller Welt“.

Dabei entdeckte Pemberton wohl den Vin Mariani, ein 1863 von Angelo Mariani gebrautes Getränk aus Bordeaux-Wein und Extrakten des Koka-Strauchs. Pembertons erstes eigenes Gebräu enthielt Wein, Kolanüsse, die als aphrodisisch geltende Safranmalve Damiana und Koka-Extrakt. Er nannte es French Wine Coca. Weil Atlanta Ende 1885 beschloss, die Prohibition einzuführen, ersetzte Pemberton den Wein durch Zuckersirup. Am 8. Mai 1886 verkaufte Jacob’s Pharmacy in Atlanta erstmals den alkoholfreien Pembertonschen Sirup, mit Sodawasser gemischt, für fünf Cent das Glas.

Das Geschäftsgebaren des Unternehmens wird heftig kritisiert

Nachdem der Kronkorken erfunden war, wurde Coke seit 1899 in die typischen geschwungenen Flaschen abgefüllt und eroberte nach den städtischen Soda-Bars die Provinz. Dabei halfen das Alkoholverbot in immer mehr US-Staaten und später die Verbreitung von Kühlschränken und Getränkeautomaten. Als das Konsortium um Ernest Woodruff das Unternehmen 1919 erwarb, war es 25 Millionen Dollar wert.

1923 wurde Robert W. Woodruff, Ernests Sohn, Präsident der Company und verwandelte die Brause in das amerikanischste aller Getränke. Nachdem General Dwight D. Eisenhower im Zweiten Weltkrieg drei Millionen Flaschen für die Armee bestellt hatte, belieferte Woodruff US-Soldaten mit Cola zum Vorzugspreis. 64 Abfüllanlagen entstanden an den Kriegsschauplätzen. Auch die erste Coke in einer Dose wurde 1950 für das Militär abgefüllt; Bis heute bekommen US-Soldaten Cola-Rationen. 1985 flog erstmals eine Cola-Dose in einem Spaceshuttle ins All. Seit 1928 sponsert Coca Cola die Olympischen Spiele.

Das Image als US-Getränk schlechthin hat eine Kehrseite: Das Geschäftsgebaren des Softdrink-Giganten gibt aber auch seriösen Beobachtern Anlass zu Kritik. So soll das Unternehmen Mitverantwortung für die brutale Unterdrückung unliebsamer Gewerkschafter in Südamerika tragen, Umweltstandards verletzen und durch den hohen Zuckergehalt seiner Produkte mit schuld an Gesundheitsproblemen sein.

Trotzdem gilt Coca Cola als wertvollste Marke der Welt. Die Coca Cola Company, die rund 3500 weitere Getränke wie Sprite, Fanta, Lift und Powerade vertreibt, ist nach eigenen Angaben der größte Getränkeproduzent der Welt, mit einem Umsatz von 35 Milliarden Dollar im Jahr. Das Wort Coke ist nach Angaben des Konzernarchivars Philip Mooney das weltweit zweitbekannteste der englischen Sprache nach okay. Der Weihnachtsmann hat seinen Teil dazu beigetragen.

Coca-Cola-Jubiläum – Zwischen Mythos und Kritik

Coca-Cola, die weltbekannte braune Brause, blickt 2014 auf 85 Jahre in Deutschland zurück. Als Anti-Kopfschmerz-Sirup entwickelt, brachte sie den zuckersüßen Geschmack des „American way of life“ über den Teich.

„Alle Welt trinkt Coca-Cola“, besangen bereits in den 30er Jahren die Comedian Harmonists einen amerikanischen Mythos. Wie Kaugummi, Blue Jeans oder Rock’n’Roll prägte Coca Cola das Lebensgefühl ganzer Generationen. Das Erfrischungsgetränk aus Atlanta gilt als Vorreiter der Globalisierung und eine der ersten weltumspannenden Marken. Nach dem amerikanischen „okay“ ist Cola wohl der weltweit am besten verstandene Begriff. In mehr als 200 Ländern löschen heute die Menschen ihren Durst mit einer Coke. Vor 75 Jahren wurde die Cola erstmals auf den deutschen Markt gebracht.

Doch Coca-Cola ist nicht nur Kult und Mythos vom „American way of life“. Ärzte und Ernährungswissenschaftler warnen immer wieder vor dem Genuss des süßen koffeinhaltigen Muntermachers. So berge Cola erhebliche gesundheitliche Risiken. Bei übermäßigem Genuss soll die Limonade Knochenschwund und Diabetes verursachen. Bei Kindern führt die Brause nicht selten zu Übergewicht und Karies.

Was vielen nicht bewusst ist: Allein eine 0,33 Liter Dose Cola enthält 12 Stücke Würfelzucker. In Deutschland verklagte vor zwei Jahren ein zuckerkranker Richter die Hersteller von Limonaden und Süßigkeiten auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Der schwergewichtige Jurist aus Mecklenburg-Vorpommern wollte damit auch den Zusammenhang von Cola-Konsum und seiner Krankheit nachweisen.

Unheimlich geheim seit 1886

1886 entwickelte der Apotheker John S. Pemberton in Atlanta einen Sirup gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit, der mit Soda zur Coca-Cola aufgemischt wurde. Die genaue Rezeptur – Cola besteht aus Wasser, Zucker, Kohlensäure, Lebensmittelfarbstoff, Aromen und Koffein – ist wohl weiterhin eines der bestgehüteten Firmengeheimnisse. Der Name wurde ursprünglich abgeleitet aus den Zutatenlieferanten Kokablatt (englisch: coca leaves) und Kolanuss (englisch: cola nut).

Am 8. April 1929 wurde in Essen die erste Cola-Flasche in Deutschland abgefüllt, ein Jahr später die Coca-Cola GmbH gegründet. Mittlerweile ist der deutsche Markt für Coca-Cola der fünftgrößte der Welt und der größte Europas. Rund 12 000 Menschen arbeiten für die US-Tochter, das nach eigenen Angaben größte deutsche Getränkeunternehmen. 2003 wurde die Deutschland-Zentrale von Essen nach Berlin verlegt. In der vergangenen Woche feierte Coca-Cola anlässlich der Ausstellung des New Yorker Museums of Modern Art in der Neuen Nationalgalerie in Berlin Jubiläum.

Fanta entstand aus der Rohstoff-Not heraus

Nicht ganz unumstritten war die Rolle Coca-Colas in Deutschland zur Zeit der Nationalsozialisten, als Geschäftsführer Max Keith nicht nur gute Kontakte zu den damaligen Machthabern pflegte, sondern auch 1936 die Berliner Olympiade mit der US-Brause belieferte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Cola-Produktion wegen Rohstoffmangels immer schwieriger und schließlich 1942 ganz eingestellt. Doch Not macht erfinderisch. Auf Molkebasis erfanden die deutschen Cola-Hersteller ein neues Produkt: Fanta, abgeleitet von Fantasie, heute eine Orangenlimonade.

Auch die Flasche ist kultig

Erst vier Jahre nach Kriegsende wurde die deutsche Cola-Produktion wieder aufgenommen. Seit dem Mauerfall 1989 gibt es Cola in ganz Deutschland – so wie es Billy Wilder in seiner Komödie ‚Eins, Zwei, Drei‘ schon fast 40 Jahre zuvor vorausgesehen hatte. In dem Kultfilm mit Horst Buchholz will Cola-Filialleiter McNamara (James Cagney) noch vor dem Mauerbau vom damaligen Westberlin aus die amerikanische Brause im gesamten Ostblock vermarkten.

Der Wert der Marke Coca-Cola wird heute auf stolze 68 Milliarden Dollar geschätzt. Zum Kult wurde auch die klassische kleine Konturflasche mit den legendär weiblichen Formen. Als ihr Vorbild diente eine Tiffany-Vase.

Leichte Zukunftspläne

Coca-Cola will in Deutschland künftig mehr Getränke mit weniger Kalorien anbieten. „Wir reagieren damit auf die veränderten Konsumgewohnheiten“, sagte der deutsche Coca-Cola-Chef Götz-Michael-Müller am Dienstag in Berlin. So werde in diesem Jahr ein neues Fanta-Produkt mit weniger Zucker eingeführt, das vor allem für Erwachsene gedacht ist. Außerdem soll das Mineralwasser-Angebot ausgebaut werden. Coca-Cola setzte in Deutschland 2003 wie im Vorjahr rund 3,8 Milliarden Liter Getränke ab. Das US-Unternehmen ist seit 75 Jahren in Deutschland präsent. An 80 Standorten sind hier 12 000 Menschen tätig.

Das Dosenpfand habe sich auch bei Coca-Cola negativ ausgewirkt. Wegen des großen Sortiments von mittlerweile 40 Produkten habe das Unternehmen darauf allerdings flexibel reagieren können. „Mit Plus-Minus-Null im Vergleich zum Vorjahr haben wir uns gut behauptet“, sagte Müller. Durch das Dosenpfand seien aber „erhebliche Investitionen“ in Flaschen und Kisten nötig gewesen. Zahlen, auch zu Umsatz und Ergebnis, wurden nicht genannt.

Der deutsche Markt sei für Coca-Cola der größte in Europa und der sechstgrößte der Welt. China habe hinsichtlich des Absatzes die Deutschen im vergangenen Jahr überholt. Der Erfolg in Deutschland im europäischen Vergleich sei auf unterschiedliche Gewohnheiten zurückzuführen.

Andere Produkte von Coca Cola:

Coca-Cola kehrt nach 60 Jahren nach Birma zurück

Die Sanktionen gegen Birma werden gelockert. Nach rund 60 Jahren kehrt Coca-Cola in das Land zurück. Jetzt gibt es nur noch zwei Länder, in denen man das Getränk nicht kaufen kann. Von Sophie Mühlmann

Coca-Cola ist so typisch amerikanisch wie McDonald’s, Country Music oder die Route 66. Die Coca-Cola-Company in Atlanta ist der berühmteste Softdrinkhersteller der Welt. Coke ist längst ein Symbol für den Westen und seinen Lebensstil geworden.

Amerikas Feinde lehnten das Getränk deshalb ab. In der Propaganda der Sowjetunion wurde Coca-Cola in den 50er und 60er Jahren als alkoholische Droge dargestellt, die die „Bourgeois“ benutzten, um die Werktätigen zu betäuben und von der Revolutionsbewegung fortzulocken. Außerdem enthalte der Trunk Kokain, daher der Name. Irgendwann aber konnten sich die meisten dem Softdrink nicht mehr entziehen. Inzwischen findet man die rot-weißen Flaschen fast überall auf der Welt. Die eisernen Coke-Gegner werden immer weniger. Demnächst wird ein weiteres Land aus der Cola-freien Zone ausscheren: Birma. Zum ersten Mal seit 60 Jahren wird die Coca-Cola-Company dort wieder ihre Produkte anbieten.

Sanktionen gegen Birma gelockert

Birma ist mit seinen Reformen international wieder gesellschaftsfähig geworden. Sanktionen werden gelockert, und im Mai hatte auch Amerika angekündigt, Investitionen von US-Firmen in dem Land nicht länger einzuschränken. In Birma war Coca Cola zum ersten Mal 1927 auf den Markt gekommen, bevor sich das Unternehmen in den 50er Jahren wieder zurückzog. Nun sollen die Getränke erst einmal über ein Nachbarland eingeführt werden, bevor im Lande selbst Geschäftpartner gefunden sind.

Bleiben nur noch zwei Länder, in denen man weiterhin vergeblich nach Coca Cola sucht: Nordkorea und Kuba.

Netz-Humor zur Coke-Werbung

Eine Coke mit Ohrenschmalzpfropf? Oder Viren? Eine Aktion von Coca Cola, bei der man eigens bedruckte Flaschen bestellen kann, wird zum Lacher im Netz. Doch die besten Vorschläge zensiert der Konzern.

Coke bei drei Grad – so wirbt der Softdrinkriese Coca Cola für seine braune Limonade. Doch die heißen Tage konnte man zum Beginn des Sommers an einer Hand abzählen, der Getränkeabsatz brach ein. Nun soll eine neue Werbekampagne wieder Schwung bringen: Auf der Website www.coke.de/deinname können sich User einen individuellen Schriftzug auf eine Cola-Flasche („Trink ’ne Coke mit …“) drucken und diese nach Hause liefern lassen. Statt Coca Cola steht dann beispielsweise „Schatzi“ oder „Martin“ auf der Flasche. Eigentlich eine nette Idee.

Mit Ohrenschmalz? Oder lieber mit Napfsülze?

Doch Aktionen mit Nutzerbeteiligung sind immer so eine Sache für die Unternehmen: Während solche Social-Media-Kampagnen beim Großteil der User gut ankommen, locken sie auch scharenweise Web-Scherzbolde an. Im Fall von Coca Cola machen sich diese nun einen Spaß daraus, möglichst fiese oder witzige Sachen aufs rot-weiße Etikett zu bringen. Richtig angeheizt wurde die Aktion, als eine Liste mit Begriffen entdeckt wurde, die der US-Konzern auf keinen Fall auf einer Cola-Flasche gedruckt sehen will und von vornherein blockiert. Der Ehrgeiz der Spaßvögel war geweckt: Gibt es lustige Wörter, die nicht auf der Liste stehen?

Neben rassistischen und beleidigenden Wörtern finden sich auf der verbotenen Liste auch einige skurrile Einträge. „Ohrenschmalzpfropf“ darf beispielsweise ebenso wenig auf die Flasche gedruckt werden wie „Abführmittel“ oder „Napfsülze“. Auch „Wanderprediger“, „Leberverfettung“ oder „Hausstauballergie“ werden verweigert. Selbst an Mitbewerber angelehnte Namen wie „Pepssi“ fängt der Filter ab. Die Liste wird ständig erweitert, so konnten am Mittwoch noch „Viren“ und Keime“ eingegeben werden, mittlerweile gibt es mit diesen Begriffen nur noch eine Fehlermeldung. Dass der Begriff nicht erwünscht ist, sagt Coca Cola dem User nicht direkt ins Gesicht. Stattdessen heißt es: „Normalerweise würden wir deinen Namen jetzt prüfen, leider ist das durch die erhöhte Nachfrage im Moment nicht machbar. Aber hey, versuch es gleich noch mal mit einem anderen Namen. Auf geht’s!“

Doch die Scherzbolde stachelt das nur umso mehr an. Die Webseite „deinecola.de“ gibt eine Übersicht sämtlicher gesperrter Begriffe wieder. Auf die Social-Media-Mitarbeiter des Unternehmens dürfte noch einiges zukommen.

Cola-Mentos Raketen:

© Netzfrau Lisa Natterer

weitere Quellen: zeit.de stern.de  chemie.de

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Meine Familie und ich sind gesegnet mit eigenem Brunnen und das ist wohl der schlimmste Tritt in den Hintern dieser Kapitalisten. So, ich bereite uns nun einen herrlich erfrischenden Ingwer-Juice mit etwas Zitrone Stevia und Mentha! Marion

  2. Huhu ;-)
    Mal abgesehen davon, dass die braune „Plörre“, wie ich sie immer nenne, ob des (unter anderen fragwürdigen Zutaten) vielen Zuckers weder als Durstlöscher taugt noch (meiner Meinung nach) irgendeinen anderen Mehrwert hat, außer einem Konzern die Taschen zu füllen:

    Diese „originelle“ Werbekampagne zeigt mal wieder, wie transparent und demokratisch man den Umgang mit dem Konsumenten und seinem eigenen Produkt vorzugehen versucht. Leider zeigt diese Mist tatsächlich eine gewisse Wirkung, was Kundenbindung & Co. angeht. Da frage ich mich dann doch immer mal wieder, wie dumm oder naiv der typische „Werbefernsehzuseher“ ist, um tatsächlich an der entsprechenden Stelle ins Regal zu greifen. GRUSEL! ;-)

    Ich greife nach wie vor zum Wasser, wenn ich Durst habe. Je nach Laune… manchmal ist es auch ein Glas Tomatensaft (nicht aus dem Supermarkt, ich liebe es „rein“), um meinen Kaliumspiegel aufzufüllen. Oder auch mal ein Glas frische Milch (nur pasteurisiert, nicht homogenisiert) vom Hof unweit von unserem Wohnort – regional und ohne Konzernfuttermittel – einfach von der Weide.

    Manch einer ist manchmal ( das sei betont!)… einfach zu verwöhnt. Oder zu gutgläubig. Oder beides.

    Was wollte ich noch? Ach, ja: Schönen Sonntag! ;-)

  3. Ohhh Heiko,

    echt toll Heiko, dass ich endlich mal die Ehre habe etwas vom einzigen schlauen Mensch dieser Welt zu lesen. :-D

    Schonmal vielen dank dafür! Glücklicherweise kannst du die anderen „dummen“ die ja nur
    1 500 000 000 Flaschen pro Tag kaufen locker mit deinem unbeschreiblich großen Wissen in die Tasche stecken, muß echt ein tolles Gefühl sein wenn man so überlegen ist!
    Wenn dich dein übermäßiges Wissen gerade mal nicht blendet, würde es dir mal ganz gut tun wenn du diese Seite komplett liest bevor du nach unten scrollst und dein grenzenloses Fachwissen, oder sollte ich es Populismus nennen, von dir lässt ;-)

    • @Debar: Ich halte mich nicht für so unheimlich schlau, aber Danke! ;-) Nein, mal ernsthaft: Ich sage (schreibe) einfach gerade heraus, was ich denke. Und, das gebe ich zu, ich überspitze gerne mal.

      Mit diesem Kommentar (und mehr ist es nicht) habe ich einfach nur meine Meinung angemerkt, eine Kritik am ursprünglichen Beitrag war das nicht und sollte es auch nicht sein. Aber diese meine Meinung fasse ich gern nochmal zusammen:

      1) Ich mag Konzerne wie den obengenannten Kaltgetränkehersteller und deren Methoden so gar nicht. Ich mache auch keinen Hehl daraus.

      2) Ich halte andere Erfrischungsgetränke für… bekömmlicher. Das mag mein ganz persönlicher Geschmack sein, doch habe ich es mit in den Kommentar geschrieben, weil es für mich eben so ist.

      3) Ja, ich halte „uns alle“ manchmal für ein bißchen zu verwöhnt. Zu bequem, und – da nehme ich mich nicht aus – vielleicht auch hier und da zu „verschwenderisch“.

      Was das „Fachwissen“ oder den „Populismus“ angeht: Weder noch. Ich schreibe hier und da mal meine Meinung, gern auch mal etwas „lauter“. Alter Polterheini eben. Aber ich mache meine Ansichten a) nicht zum Maß aller Dinge und b) sehe ich vieles humorvoller als die im Internet fehlende Betonung vermuten lässt.

      Übrigens: Wer sich auf den Schlips getreten fühlt, darf mir das gerne sagen. Ich kann damit umgehen. Ganz ohne Polemik. ;-)

      LG,
      Heiko

  4. Ist es wirklich Zucker? Wo es billiger ist (da kommen ‚Freihandelsabkommen‘ ins Spiel), wird Mais- Sirup verwendet, US- Maissirup, Gen- Maissirup

    http://www.zuckerinfo.de/inhalte/5_mexiko/5_3_konflikt.htm

    https://de-de.facebook.com/StopTheBigSix/photos/a.174820395999414.1073741826.174815875999866/317414785073307/

    und in dem ‚Freihandelsabkommen‘ steht dann auch gleich, daß Gen- Zucker (weil aus Maissirup aus Genmais) nicht draufstehen darf, weil das ja eine Irreführung der Verbraucher wäre…..

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