Sommer, Sonne und Ozon

sonne_ozonWer meint, dass ich jetzt die Lust auf wunderbares Sommerwetter vermiesen will, irrt.

Alle Lebewesen lieben Luft, Licht und Sonne. Gerade in diesen Tagen ist die Wetterlage hervorragend und das sollten wir auch ausgiebig nutzen. Wer jetzt ein „aber“ ahnt, hat Recht.

„Aber“ einige Tipps, u. a. für gefährdete Menschen (Allergiker mit Atembeschwerden, Asthmatiker, Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen) zum Thema Sonne im Zusammenhang mit Ozon sind doch nicht von der Hand zu weisen?

Versprochen, ganz kurz, ohne Formeln, ohne weit ausholende Erklärungen, die jeder bei Wikipedia nachlesen kann.

Grenzwerte für Ozon

Es gibt auch für Ozon Grenzwerte, die irgendwann diskutiert, beschlossen und gesetzlich bestimmt wurden. Mit den Grenzwerten ist das so eine Sache und jeder kennt die Messlatte der „Experten“.

Die EU hat auch Richtwerte für die Ozonkonzentration festgelegt. Laut dieser Richtlinie besteht keine Gefahr für die Gesundheit durch Ozon unter einem Gehalt von 110 µg/m3. Ab einem Ein-Stunden-Mittelwert von 180 µg/m3 erfolgt die Unterrichtung der Bevölkerung, da bei dieser Konzentration die Leistungsfähigkeit empfindlicher Menschen bereits beeinträchtigt werden kann. Ab ca. 200 µg/m3 Ozon können Symptome wie Reizung der Atemwege,  Tränen- und Hustenreiz, Kopfschmerzen, Beeinträchtigung der Lungenfunktion auftreten.1)

Das schädliche bodennahe Ozon entsteht hauptsächlich während sommerlicher Hochdruckwetterlagen und wird fast ausschließlich dadurch gebildet, indem u. a. Stickoxide und Kohlenwasserstoffe auf ultraviolette Strahlung treffen. An Stadträndern und angrenzenden ländlichen Gebieten werden die höchsten Ozonwerte gemessen, da Stickstoffmonoxid, das in Autoabgasen enthalten ist, mit Ozon reagiert.  Da die Vorläuferstoffe von Ozon (u. a. Stickstoffoxide und leicht flüchtige organische Substanzen ohne Methan -NM VOC-)  je nach Windverhältnissen aus den Städten transportiert werden, können sie entfernt von der eigentliche Quelle zur Ozonbildung beitragen.

Viele Menschen sind gegenüber Ozon empfindlich (ca. 10 – 20 %)  und zeigen auch bereits bei einer Unterschreitung der kritischen Grenzwerte gesundheitliche Reaktionen.

Wer Sport treibt, sollte dabei beachten, dass durch die körperliche Aktivität die Ozonbelastung durch die schnellere und tiefere Atmung forciert wird.

Generell gilt, dass, wer gegen Ozon empfindlich ist, bereits bei Werten die bei 150 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegen, auf starke körperliche Betätigung im Freien verzichten sollte.

Vorsicht ist geboten für Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen und Kranke, besonders bei starker Sonneneinstrahlung zu Tageszeiten von 10 bis 19 Uhr.

Sicherlich gibt es zum Thema Ozon noch vieles mehr zu sagen (Thema Drucker, Fotokopierer u. a.). Das jedoch demnächst bei den Netzfrauen.

© 2013 Netzfrau Birgitt Becker

Hier ist ein ganz nützlicher Link, um den Ozongehalt in euer Stadt festzustellen:

https://services.allergie-helfer.de/ah/luftdaten.jsp

1) https://de.wikipedia.org/wiki/Ozon 

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke, Birgitt! Ich kann das Zeug sogar riechen. Erinnert an die Waschküchenluft in meiner Kindheit. Ich bleib an solchen Tagen jetzt lieber zu Hause.

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