In eigener Sache: Pestizide und Biogasanlage

ErnteIm April d.J. hatte ich darauf aufmerksam gemacht, dass unser Trinkwasser mit Pestiziden verseucht ist. Wir bekamen sogar eine Warnung von unserer Kommune. Und was ist passiert? NICHTS!

Wer hat geholfen? NIEMAND! Weder B.U.N.D – die ja gerne Spendengelder sammeln, noch Greenpeace oder sonst eine NGO, obwohl ich alle informiert hatte.

Auch das Ministerium für Umwelt in Schleswig-Holstein hat sich, obwohl ebenfalls informiert, nicht gerührt. Also erwartet keine Hilfe, solltet ihr Pestizide im Trinkwasser haben. Im Gegenteil, es wird verschwiegen und die Kommune darf euch auch weiterhin mit pestizidbelastetem Trinkwasser versorgen.

Nun weiter: Hinter meinem Garten ist eine landwirtschaftliche Fläche, die letztes Jahr noch für Raps genutzt wurde. Dieses Jahr mit Roggen, welcher – noch nicht mal reif – schon geerntet wurde. Anstatt den Roggen für Mehl zu verwenden, wurde die Ernte gehäckselt und landete direkt in der Biogasanlage. 

Ach ja, diese Biogasanlage befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet und EON(!) teilt auf seiner eigenen Homepage mit, dass diese Biogasanlage noch erweitert wird. Wie schon erwähnt – im Trinkwasserschutzgebiet.

Nun zu meinem Garten. Seit drei Jahren arbeite ich an meinem Naturgarten. Viele schöne, meist seltene Pflanzen haben dort einen Platz gefunden. Ebenso sollten, wie jedes Jahr, die Bienen ausreichend Futter bekommen. Also habe ich reichlich Blumensaat gesät.

Und was ist? – NICHTS!

Meine Stauden gehen aus, die Blumensaat ist erst gar nicht aufgegangen. Keine Bienen im Garten, einige Blumen haben zwar überlebt, aber die reichen bei weitem nicht aus, um diese Fläche noch Blumenbeet zu nennen.

Um meine Gemüsepflanzen ist es ebenso bestellt, sie wachsen nicht und gehen zugrunde. 

Nun frage ich euch – müssen erst wieder Studien durchgeführt werden, vielleicht auch noch von abhängigen Instituten? Oder könnte B.U.N.D. von ihren zahlreichen Spendengeldern nicht einfach Bodenproben aus meinem Garten entnehmen, damit wir nachweisen können, was hier los ist? Ich finde es eine Schande, was hier mit der Natur passiert und frage mich ernsthaft, warum diese sogenannten NGOs nicht das machen, wofür sie da sind: Die Umwelt zu schützen. 

So, nun gehe ich wieder in meinem Garten und reiße die mittlerweile TOTEN Pflanzen raus – sicherheitshalber mit Handschuhen und Mundschutz.

Eine wütende Netzfrau

Doro Schreier

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Doro Schreier,

    mit Interesse und großer Anteilnahme hab ich Deinen Bericht gelesen. Ich lebe im nördlichsten Nordfriesland auf einem gut 2 ha großen, seit einem Vierteljahrhundert von mir giftfrei gehaltenen Grundstück, bin allerdings von Agarflächen umgeben und werde regelmäßig eingegiftet/-gegüllt. Und krank. In diesem Jahr hab ich vergeblich versucht, ein unabhängiges Labor ausfindig zu machen, um die Gülle (durchaus auf meine Kosten) untersuchen zu lassen, um wenigstens zu WISSEN, was da ausgebracht wird. Vielleicht hast Du einen Tipp für mich?
    Die letzte Güllung geschah vor einer guten Woche, an einem Samstag um 14 Uhr bei praller Sonne und 30 Grad – ohne die mindeste Aussicht auf Regen in den nächsten 8 Tagen. Meine Wut ist enorm. Ich träume von einer Anti-Gülle-und Spritz-Bewegung.

    Mit vielen Grüßen –
    Marie Straub

    • Leider verfügt der Umweltbund e.V. 2013 über so gut wie keine Spenden! Die Möglichkeit etwas zu unternehmen muss aus gemeinschaftlichen Engagement wachsen. Eine Klage wegen Verstoß gegen die Wasserrahmenrichtlinie ist bei der deutschen Güllepraxis erfolgversprechend. Hierfür benötigen wir Menschen die bereit sind mit zu klagen. Gegen viele Eu-Verordnungen wird bei uns regelmäßig verstoßen, auch das Pflanzenschutzgesetz hat sich geändert. Es gibt daher mehrere Mensch, Tier und Umwelt schädigende gesetzeswidrige Praktiken die von Eu-Gerichten entschieden werden müssen, um Menschen vor Gülle (Schüttelmedium pathogener Bakterien) und Pestiziden zu schützen.
      Wer macht mit? Es gibt Gründe genug nicht länger zu warten und die gesetzlichen Weichen sind gestellt.

  2. Hier und jetzt sollte sich jeder entscheiden mitzumachen, nicht nur nicken und sagen gut zur Kenntnis genommen, es fehlt den Menschen wieder der Mut nicht alles hinzunehmen sich nicht berieseln zu lassen ich glaube es muss ein UMDENKEN eingrleitet werden

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