Klimaanlagen: Gefährlicher Chemiecocktail – hochentzündlich!

KlimaanlageAutos gelten an sich ja nicht als umweltfreundlich, wenn dann aber auch vorsätzlich noch Substanzen verwendet werden, die, weil sie mehr Geld einbringen und damit von einer Lobby promotet werden, eigentlich in den Giftschrank gehören, dann zweifele ich am Verstand der Lobbyisten.

Die Rede ist von dem Kältemittel HFO-1234yf, welches seit 2011 als Alternative zum CO2 in den Klimaanlagen von Autos verwendet wird.
HFO-1234yf hat ein geringes Treibhauspotential und damit sind seine Vorteile auch schon erschöpft.

Entzündet sich HFO-1234yf, verwandelt es sich in Flusssäure
(Fluorwasserstoff), eine hochgiftige Substanz, bei der schon eine handtellergroße Benetzung der Haut tödlich enden kann, wenn nicht innerhalb von Minuten Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Geprüft wurde HFO-1234yf auch vom Bundesamt für Materialforschung (BAM).

Zitat: Das neue Kältemittel Tetrafluorpropen (R1234yf) ist ein farbloses Gas. Es ist erheblich weniger klimaschädigend als das bisher eingesetzte Mittel R134a. Das sogenannte Global Warming Potential (GWP) von R1234yf wird mit 4 beziffert; R134a hat dagegen einen GWP-Wert von 1430. Der Wert bezeichnet das CO2-Äquivalent und gibt die mittlere Erwärmungswirkung eines Stoffs in der Regel über einen 100-Jahre-Zeitraum im Vergleich zu Kohlendioxid an. Ein Kilogramm der Chemikalie R1234yf trägt also vier Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als ein Kilogramm CO . Zitatende.

Weiterhin ist bekannt, dass Fluorwasserstoff schon in Konzentrationen unter einem Mikrogramm pflanzenschädlich ist, deswegen unterliegen Betriebe wie Ziegeleien, Glashütten, Erzsinteranlagen und Aluminiumelektrolysen einer intensiven Kontrolle und haben hohe Auflagen zu erfüllen.

Bei erhöhter Temperatur kann durch Einwirkung von Fluorwasserstoff, Flußsäure und wässrigen Lösungen von Hydrogenfluoriden auf Metalle eine größere Menge von Wasserstoff entstehen, sodass bei Feuerarbeiten an Behältern und Leitungen äußerste Vorsicht geboten ist:

Explosionsgefahr! Es sei gleich vorweggenommen, dass die schwersten Verätzungen und Inhalationsschäden mit Todesfolge auf Explosionen mit Flusssäure bzw. Fluorwasserstoff zurückgehen.
Die Frage ist nun, warum HFO-1234yf trotzdem für die seit 2011 zugelassenen Autos vorgeschrieben wurde. Das BAM beschrieb die Entscheidung pro HFO-123yf als eine politische Entscheidung. Der Umstieg von R134a auf R1234yf beruht auf einer Direktive der EU-Kommission, der sich auch die Bundesregierung angeschlossen hat. Begründung: Man wolle eine nationale Insellösung vermeiden!
Interessant ist, dass Hersteller wie Mercedes und Opel sich offen gegen die Verwendung von HFO-123yf sträuben und in Deutschland derzeit von den hiesigen Herstellern die Autos auch anderer Hersteller noch herkömmlich befüllt werden. Nur japanische Marken werden ohne großes Aufsehen schon mit dem neuen Kühlmittel befüllt.

Gefährlicher Chemiecocktail

Schuld an dem Schlamassel ist die Autoindustrie selbst. Die setzte jahrelang auf ein neues Kältemittel, das zwar die Umweltauflagen der EU erfüllt, aber für Autoinsassen und Rettungskräfte gefährlich werden kann. Die Deutsche Umwelthilfe warnt seit Jahren.

http://youtu.be/-cGLPuR1_RY?t=1s

Ein Versuch der Deutschen Umwelthilfe zeigt: Die Chemikalie ist brennbar und entzündet sich bereits bei Temperaturen, wie sie im normalen Betrieb eines Motors herrschen. Brandgefährlich für den Autofahrer im Falle eines Unfalls.

Und es kommt noch schlimmer: Kommt der Brandherd mit Wasser in Kontakt (z. B. beim Löschen nach einem Unfall), wird es lebensgefährlich für Insassen und Rettungskräfte.

Aktuell heißt es, dass das Kraftfahrtbundesamt jetzt klären soll, ob der Chemiecocktail sicher genug ist.

Wie so oft – bleibt die Wahl zwischen Pest und Cholera!

© Netzfrau Antje Klein

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Antje und Doro,

    meine Freundin hat mir den Tipp gegeben, mich an Euch zu wenden.
    Ich habe beruflich mit dem Thema „Sicherheit von Fahrzeugen“ also auch indirekt mit dem neuen Kältemittel R1234yf zu tun und denke, daß die Öffentlichkeit noch viel mehr aufgeklärt werden muß, was da läuft.

    Hier nun meine mail an Sr. Tajani:

    Dear Sr. Tajani,

    as employee of TÜV SÜD (Germany’s largest technical certifier for cars), I am working as trainer for the safety of hybrid and battery cars.

    I am really astonished that the EU tries with all means to push a highly flammable refrigerant into the market, though other alternatives are already known (like for example CO2).
    Daimler is a very good example how the cars of the future could look like: They are building, hydrogen fuel cell cars, battery cars and all other kind of low-emission vehicles.

    Now my personal question to you:

    Why don’t you allow the car manufacturers to use ANY refrigerant (e.g. CO2), which can show that the emissions during production, use and during a fire (very interesting point with R1234yf!) are below certain values?

    If you can answer me this simple question, I will be most happy and stop bothering you.
    If not, I will try to find out who has paid you how much money for supporting this highly toxic substance and bringing DuPont, Honeywell and other manufacturers multi-millions of profit, disregarding the safety of all EU citizens.

    Please don’t understand me wrong, I am really concerned about safety, because this is my job and I would like you to do your job as good as possible, having the safety of the EU citizens in your mind and not the profit of DuPont or Honeywell.

    Mit freundlichen Grüßen / Kind regards
    Christian Machens

    TÜV SÜD Akademie GmbH
    Wasserstoff- und Hochvoltschulungen
    Torgauer Strasse 62
    04318 Leipzig
    Germany

    Mobile: +49 (0) 151 24155887
    mailto:christian.machens@tuev-sued.de

    ++++

    In Anbetracht der Aktualität des Themas und der neuen Untersuchungsergebnisse muß unbedingt der Eu klargemacht werden, daß dies der falsche Weg ist.
    Bitte setzt Euch weiterhin für das Thema ein und klärt die Netzfrauen auf.
    Dankeschön,
    Christian

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