Entsetzlich: Das Europäische Patentamt hat erneut Patent auf Schimpansen für Pharma erteilt

Jane Goodall Institute Deutschland

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„Aus einem Mitgeschöpf wird eine Ware von ökonomischem Wert“

Seit das Europäische Patentamt vor gut 20 Jahren ein Patent auf die sogenannte Krebsmaus erteilte, sind Patente auf Tiere zu Recht  in der Diskussion. Der jüngste Eintrag in der Liste der rund 1000 Tier-Patente: ein Schimpanse.

Das Europäische Patentamt (EPA) hat ein weiteres Patent auf ein menschliches Gen sowie damit gentechnisch veränderte Schimpansen und andere Tiere vergeben. Das Patent mit der Kennzeichnung EP1364025 sei am 31. Juli für die australische Firma Bionomics erteilt worden, bestätigte der stellvertretende Pressesprecher des EPA, Rainer Osterwalder.

Es gehe um eine Gen-Sequenz, die insbesondere bei Krebs aber auch bei entzündlichen Prozessen und Immunkrankheiten eine Rolle spiele. Bei Ratten, Mäusen, Ziegen, Meerschweinchen, Hunden, Katzen, aber auch kleinen Affen oder Schimpansen solle die Gensequenz für pharmazeutische Forschungen deaktiviert werden. Das Patent bedeute aber keine Genehmigung für den Tierversuch.

„Bionomics hat über ein Dutzend Patentanträge eingereicht, in denen gentechnisch veränderte Schimpansen beansprucht werden, die alle möglichen Krankheitssymptome zeigen sollen. Wir kennen kein anderes Unternehmen, das so viele dieser umstrittenen Patente beantragt hat. Bionomics gehen die Geschäfte anscheinend über alles. Dabei wird gerade von Menschenaffen angenommen, dass sie über ein menschenähnliches Bewusstsein verfügen“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Die Investoren von Bionomics, zu denen auch viele namhafte Banken gehören, müssen sich fragen lassen, warum sie nicht die Einhaltung ethischer Grenzen verlangen.“

Aktien von Bionomics werden in Australien an der Börse gehandelt. Die Homepage des Unternehmens nennt als Investoren u. a. die HSBC-Bank, UBS, JP Morgan, Citicorp und BNP Paribas.

Das Europäische Patentamt in München erteilte 2012 drei Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen.

Tiere mit Insekten-DNA manipulieren

Zwei der Patente gehören der US-Firma Intrexon (EP1456346 und EP1572862). Sie ist im Bereich der synthetischen Biologie tätig und beansprucht ausdrücklich Tiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde, Schafe, Affen und insbesondere Schimpansen als Erfindung. Unter Einsatz von Insekten-DNA soll sich die Aktivität der Gene dieser Tiere angeblich gezielt verändern lassen.

Die US-Firma Altor BioScience erhielt ein Patent auf Schimpansen, deren Immunsystem „humanisiert“ wurde (EP1409646). Sie kooperiere mit der Firma Genentech, die zu Hoffmann-La Roche gehört, und entwickele unter anderem Medikamente mit Antikörpern, die dann auch an Menschenaffen getestet würden, so die Gegner der Patentierungen.

Wer Menschenaffen zu patentierbaren Erfindungen macht, scheint jeden Respekt vor den Tieren verloren zu haben.

Bald Tierversuche in Mauritius

Sehr geehrte Netzfrauen,

ich beziehe mich auf Ihren online-Artikel vom 23. Juni 2013 „STOP- dem Ausverkauf der Menschenaffen

in dem Sie u. a. das Leid der Affen aus Mauritius schildern, die unter unwürdigen Bedingungen gefangen,  gehalten und zu Tierversuchszwecken in alle Welt verschifft werden.

Ich habe mich in Mauritius um Belange des Tierschutzes gekümmert. Dort bekam ich mit, wie eine machtlose Minderheit von engagierten Tierfreunden gegen einen korrupten, geldgierigen Staatsapparat ankämpft, der an den Geschäften mit den Versuchsaffen kräftig mit verdient.

Dank der Hilfe ausländischer Webseiten wie Ihnen konnte der Druck auf die Regierung von Mauritius erhöht werden und da auch zunehmend mehr Fluglinien die Mithilfe beim Transport der Affen nach Übersee ablehnen, sieht sich die dortige Regierung nun vor der Situation, bald eine lukrative Einkommensquelle zu verlieren: den Handel mit Versuchsaffen.

http://www.buav.org/monkey-slaughter-gallery

http://www.buav.org/monkey-slaughter-gallery

2012 wurden auf Grund nachlassender Nachfrage nach Versuchsaffen zahlreiche Tiere getötet: http://www.buav.org/monkey-slaughter-gallery

Ende 2012 kündigte die Regierung ein Gesetz an, dass die Durchführung von Tierversuchen auf Mauritius ermöglicht. Der Hintergrund dieser Gesetzgebung liegt auf der Hand: dem internationalen Druck besser zu entgehen und gleichzeitig noch mehr Geld mit den Versuchsaffen verdienen zu können – da die durchführenden Pharmaunternehmen sich in Folge direkt auf der Insel ansiedeln werden.

Die Organisation „British Union against Vivisection“ unterstützt die wenigen lokalen Tierrechtsaktivisten bereits in ihrem Protest

http://www.buav.org/article/1298 ;http://saveourmonkeys.mu/_assets/userfiles/files/SoMAd-Selected-Feb13-V3.pdf bzw.

https://www.facebook.com/SayNoToAnimalExperimentsInMauritius )

Doch trotz des bisherigen Widerstands hat der zuständige Minister Mr. S. Faugoo nun die Umsetzung des Gesetzes zur Legalisierung von Tierversuchen angekündigt: (http://mauritiusassembly.gov.mu/English/bills/Documents/intro/2013/bill1513.pdf).

Die Durchführung von Tierversuchen auf Mauritius hätte dramatische Folgen:

– durch die unzureichende Gesetzgebung wären die Tiere in keiner Weise vor Missbrauch geschützt

– es gibt keinerlei kontrollierende, unabhängige Gremien, die die Versuche überwachen

– Versuche werden vom Minister genehmigt und nicht von einem unabhängigen Expertenteam.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auch unter: http://www.buav.org/article/1298

Ich möchte Sie um Ihre Hilfe bitten, denn nur mit noch mehr internationaler Medienpräsenz können wir den Druck auf die Regierung erhöhen. Mauritius ist vom Tourismus abhängig (Einkommensquelle Nr.1), daher wäre es uns hilfreich, wenn Sie diese Fakten – die Einführung von Tierversuchen auf Mauritius und deren dramatische Folgen – auf Ihrer Webseite veröffentlichen könnten, z. B. zusammen mit einem Aufruf, die Petition zu unterschreiben:

https://secure.avaaz.org/en/petition/Say_No_to_Animal_Experiments_in_Mauritius

oder auch, wie von Ihnen auf Ihrer Webseite empfohlen, durch Protestbriefe an die deutsche Botschafterin bzw. den mauritischen Hotelierverband: ahrim@intnet.mu

Für Unterstützung wäre ich Ihnen sehr dankbar, so per Mail einer Leserin, die nicht genannt werden möchte.

STOPP- dem Ausverkauf der Menschenaffen und Kein Patent auf Leben!

Nun, jeder, der uns kennt, weiß, dass wir tierlieb sind. Wenn es um Tiere geht, sind wir kompromisslos. Es gibt nur eines, das für uns zählt: der Schutz dieser wundervollen Geschöpfe. Um immer wieder ausreichend informiert zu werden, haben wir uns mit zahlreichen Organisationen und Verbänden vernetzt, so auch mit dem „Jane Goodall Institute“ in Deutschland.

Mehr Informationen zur Petition: STOPP – dem Ausverkauf der Menschenaffen

„Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“ Albert Schweitzer.

© Netzfrau Doro Schreier

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist nicht zu tolerieren. Menschen können nicht einfach über andere Lebewesen herrschen. Geldgier kennt hier keine Grenzen. Ich werde nie wieder nach Mauritius fahren und auch andere davon abhalten, sollte dies so umgesetzt werden.

    • Liebe Denise,

      ich kann natürlich Deine Empörung absolut verstehen, aber nach Deiner Bewertung darfst du nirgend wo mehr hinfahren und musst sogar sofort Deinen Heimatort verlassen ! Oder habt ihr keinen Schlachthof in der Nähe, gibt nirgendwo in Deiner Nähe eine Fleisch- und Wursttheke oder Tierleichenteile in den Kühltruhen im Discounter. Wo willst du anfangen, wo aufhören mit deiner Empörung? Das Geld- und Wirtschaftssystem ist wie ein Krebsgeschwür, das sich über die Erde zieht. Hätten wir den Zinses-Zins nicht und nicht so viele gierige Anleger, die aus 1 Euro 4 Euro machen wollen, gäbe es das alles nicht. Das meiste Leid, nicht nur Tierleid, sondern auch Kriege werden aus wirtschaftlichen Gründen geführt. 99 % aller Probleme weltweit sind hausgemacht und hängen mit dem Geldsystem zusammen. Dabei hätten wir ohne das und an dem 1 % natürlicher Probleme schon genug zu tun …. es ist echt schlimm. Wir könnten alle etwas tun dagegen, aber man kriegt ja nicht mal 5 Leute unter einen Hut auf Dauer.

  2. Es ist ein Skandal, wiw weit Menschen gehen nur um Geld zu scheffeln dabei hat das letzte Hemd doch keine Taschen einfach unmoeglich.

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