Pestizide – „Mord auf Raten“ ! Die Macht der Agrarlobby!

Pestizide – Rückstände im Trinkwasser, Brot, Babybrei und Tee

Pestizide7Wenn wir es zulassen, dass die Weltmarktführer der Pestizidproduktion, nämlich Monsanto, Dow und DuPont aus den USA, Syngenta aus der Schweiz oder Bayer und BASF aus Deutschland wie bisher ihre Giftbrühe auf den Feldern versprühen, so ist es „Mord auf Raten“.

Das Müsli zum Frühstück, das Brötchen als Snack zwischendurch – Getreideprodukte gehören zu unseren Grundnahrungsmitteln. Aber gesund sind sie nicht wirklich. Eine nicht sichtbare Gefahr lauert auf unseren Tellern. Pestizide, wohin man auch schaut. Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat

IHRE Produktion von Umweltgiften gefährdet die Gesundheit, die Biodiversität, das Wasser, die Luft, die Böden. Die Produktion von Pestiziden muss sofort gestoppt werden.

Der massive Pestizideinsatz reduziert nicht nur die Biodiversität, sondern verändert die Evolution des Lebens. Die in Großplantagen mit viel Maschinerie betriebenen Monokulturen brauchen das in Jahrhunderten erworbene und von Generation zu Generation weitergegebene Wissen der Bauern nicht mehr, es geht verloren! Über die Vielfalt der Agrokultur dominiert die Einfalt der Agromonokultur und mit ihnen das Agrar-Kartell

Eine entscheidende Rolle im Kampf um den milliardenschweren Saatgutmarkt spielen aber auch die Pflanzen-Patente. Sie sind das eigentliche Machtwerk, mit dem Monsanto und Co. versuchen, unabhängige Pflanzenzüchter aus dem Markt zu drängen. Mit Erfolg, der Marktanteil kleiner Saatgutbetriebe schwindet. Das Europäische Patentamt (EPA) kann die Flut von Patentanträgen – auch für gentechnisch veränderte Pflanzen – kaum noch bewältigen.

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Beispiele der Verflechtungen!
  • Monsanto und Dow AgroSciences LLC, eine Tochtergesellschaft der The Dow Chemical Company, haben in April 2013 ein neues Lizenzabkommen über Pflanzeneigenschaften für transgene Sorten geschlossen.
  • Monsanto und Bayer CropScience haben im April  wechselseitige Lizenzabkommen über Technologien der nächsten Generation im Bereich der Pflanzenbiotechnologie geschlossen.
  • Monsanto und BASF haben sich 2012 gegenseitig Lizenzen erteilt
  • Monsanto und DuPont schließen im März 2013 Lizenzvereinbarung für Saatgut
  • Monsanto und Syngenta haben sich die ehemals zerstrittenen Parteien 2008 gegenseitig Lizenzen eingeräumt
Wie Sie sehen, ist die Verflechtungen dieser Konzerne „unheimlich“ – Monopoly einiger weniger Agrarkonzerne!

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In den vergangenen 20 Jahren fand in der Gentechnik – parallel zu einer Ausweitung des Patentschutzes beim Saatgut – ein umfassender Konzentrationsprozess statt. Gewinner dieser Entwicklung waren die oben genannten Agrarkonzerne: Monsanto, Syngenta, Bayer, BASF, DuPont und  Dow AgroSciences LLC. Allesamt Firmen, die originär aus dem Chemiegeschäft stammen und jetzt ganz oben auf der Liste der transnationalen Saatmultis stehen. Damit sind sie Big Player im Millionenspiel der Patentstreitigkeiten, in dem nur überleben kann, wer Konkurrenten aufkauft und sich zusätzliche Exklusivrechte sichert.

Pestizide – Rückstände im Trinkwasser, Brot, Babybrei und Tee

Rückstandshöchstgehalte sind Grenzwerte für Rückstände in Lebensmitteln und Futtermitteln, die für jeden Wirkstoff aufgeschlüsselt nach Produkten festgelegt werden. Die Festlegung dieser Werte erfolgt in einem europäischen Gemeinschaftsverfahren. Das Prinzip dabei ist: Nicht höher als nötig, aber niemals über der toxikologisch vertretbaren Grenze. Doch auch diese Grenzwerte scheinen schon zu gesundheitlichen Schäden zu führen. Siehe auch: Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an

Mit dem Inkrafttreten der Verordnung (EG) 396/2005 am 2. September 2008 sowie dem Abschluss der EU Altwirkstoffbewertung nach Richtlinie 91/414/EWG zum Jahresende 2008 werden im nationalen Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel in Deutschland mittlerweile praktisch ausschließlich die auf EU-Ebene festgesetzten Grenzwerte umgesetzt. Wenn Sie die Grenzwerte der einzelnen Produkte erfahren möchten, gibt es dafür eigens eine Plattform der EU.

Einige Beispiele
Freihandelsabkommen und Gentech-Markt

Bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, [Transnationale Trade and Investment Partnership] – kurz [TTIP], geht es auch um die Marktöffnung für genmanipulierte Pflanzen und hormonbehandeltes Rindfleisch. Chefverhandler der US-Regierung für den Bereich Landwirtschaft ist Islam Siddiqui, der von 2001 bis 2008 als registrierter Lobbyist den Branchenverband CropLife America vertrat, in dem auch Monsanto Mitglied ist. In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass die EU gerne Gesetze wörtlich so beschließt, wie die Lobbyisten sie ihnen vorlegen. So unterhalten US-Konzerne im Internet-Bereich eine eigene Stiftung, die ihnen den Zugang zu Abgeordneten sicherstellt.

Neben Alexander Alvaro sitzen in der Stiftung faktisch Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien : Die Mitglieder kommen allesamt aus der Politik, Business, Nicht-Regierungs-Organisationen, Verbänden, Instituten und anderen privaten oder öffentlichen Einrichtungen.  Da gibt es auch zum Beispiel: SITZUNG DES AUSSCHUSSES FÜR BÜRGERLICHE FREIHEITEN, JUSTIZ UND INNERES.

Antwort von Alexander Alvaro auf eine Frage auf abgeordnetenwatch.de . Alvaro ist Vizepräsident des Europäischen Parlaments, FDP und die Antwort ist vom 26. September 2013.

„Der aktuelle Entwurf der neuen Saatgutverordnung sieht eine Festigung und Aktualisierung der bestehenden Rechtsvorschriften vor. Die bereits vorhanden 12 Richtlinien in diesem Themenbereich sollen aufgehoben werden und durch eine Verordnung ersetzt werden. Ziel ist es somit die Produktivität, Biodiversität, Gesundheit und Qualität zu erhalten, zu stärken und zu fördern. Die älteren Sorten sollen jedoch nach den bestehenden Richtlinien weiterhin mit geringeren Anforderungen belastet werden, sodass ihr Erhalt in den landwirtschaftlichen Betrieben nicht gefährdet wird. Im Bereich der neuen und verbesserten Saatgutsorten sieht die Kommission die Festlegung bestimmter Anforderungen vor, was jedoch nicht bedeutet, dass Bauern und Gärtner grundsätzlich benachteiligt werden sollen… Informationen zu diesem Aspekt finden Sie in Art. 2, Art. 3(6) und Art. 36.“

Bei der EIF zahlen Unternehmen jährlich für die Mitgliedschaft einen Beitrag in Höhe von 10 000 Euro. Als Gegenleistung erhalten sie einen exklusiven Zugang zu EU-Abgeordneten. Das ist ganz einfach: Das Geld kommt von den Konzernen und die Abgeordneten sind gleich selbst Mitglieder der Stiftung. Die Stiftung wird von US-Internet-Giganten finanziert, aber wie Sie dem 2. Schaubild entnehmen können, sind auch ARD und BBC vertreten. Wie immer, man kennt sich.

www.eifonline.org

www.eifonline.org

www.eifonline.org

www.eifonline.org

Wie sehr sie ALLE miteinander verbandelt sind, zeigt auch dieser Fall:

Im März 2013 haben Testbiotech e. V und weitere Nichtregierungsorganisationen vor dem Gerichtshof der Europäischen Union gegen die EU-Zulassung der gentechnisch veränderten Soja „Intacta“ von Monsanto geklagt (T-177/13-5). Die Gründe: Die EFSA hat nach Ansicht der Kläger die Risiken nicht ausreichend geprüft. Monsanto, die EFSA und die britische Regierung eilen der EU-Kommission jetzt zu Hilfe. Sie wollen dem Gerichtsverfahren beitreten, um die Gentechnik-Soja zu verteidigen. Trauen Sie da noch der EU-Kommission, wenn es um die Gesetze zum Schutz von uns Verbrauchern geht?

Nun wieder zu dem Thema Pestizide und deren „Mord auf Raten“

Dem nächsten Schaubild können Sie die  NEUESTEN ZULASSUNGEN / WIEDERZULASSUNGEN von Pflanzenschutzmitteln entnehmen. Allein 2013 sind es bis zu 100 neue oder wiederzugelassene Sorten – schon beängstigend, was da auf uns zukommt.

http://www.raiffeisen.com/

http://www.raiffeisen.com/

Pflanzenschutz-MANAGER Elektronische Pflanzenschutzsuche Stand: 17. 09. 2013 – Diese Datenbank beinhaltet 1839 Pflanzenschutzmittel.

  • BASF 142 Pflanzenschutzmittel
  • Monsanto 36 Pflanzenschutzmittel – davon 35 mit Glyphosat
  • Syngenta 177 Pflanzenschutzmittel
  • Bayer 267 Pflanzenschutzmittel
  • Dow AgroSciences 61 Pflanzenschutzmittel
Was sind hochgefährliche Pestizide?

Pestizide werden auch Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel genannt. Es sind Stoffe, die gezielt eingesetzt werden, um unerwünschte Lebewesen zum Schutz von Agrarerzeugnissen, zur Arbeitserleichterung oder aus ästhetischen Gründen zu beeinflussen, zu schädigen oder zu töten. Zu den hochgefährlichen Pestiziden zählen solche, die akut sehr giftig sind, Langzeiteffekte verursachen oder für die Umwelt sehr schädlich sind.

  1. Syngenta hat einen Weltmarktanteil von 19 %,
  2. Bayer Crop Science, die Nummer 2, einen Anteil von 17 %, und
  3. die BASF ist mit immerhin 11 % die Nummer 3.

Diese großen drei multinationalen Chemie-Konzerne kontrollieren fast die Hälfte des Pestizid-Weltmarktes.

Um einen Eindruck davon zu erhalten, ob die großen Drei in nennenswertem Umfang hochgefährliche Pestizide zum Kauf anbieten, führte PAN Germany eine Internet-Recherche unter dem Titel:„Hochgefährliche Pestizide von BASF, Bayer und Syngenta“.durch.

Durch ihr riesiges Vertriebssystem haben BASF, Bayer und Syngenta einen großen Einfluss darauf, wie und mit welchen Pestiziden Lebensmittel angebaut werden. Und weil es kaum noch unabhängige Beratung für Bauern gibt, sind es oft die Pestizid-Konzerne, die vor Ort gegenüber den Bauern die Rolle der Berater einnehmen. Dadurch fördern die Konzerne gleichzeitig auch ihren Pestizidabsatz.

Die Recherche von 10 BASF-Websites, 10 Bayer-Websites und 7 Syngenta-Websites ergab,
  •  dass BASF 55 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe anbietet,
  • dass Bayer 64 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe anbietet und
  • dass Syngenta 56 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe anbietet,

die auf der PAN International-Liste hochgefährlicher Pestizide gelistet sind. Damit gehen von den durch BASF, Bayer und Syngenta zum Kauf angebotenen Pestiziden beträchtliche Gefahren aus. Die Wirkstoffe sind jeweils mit gefährlichen Eigenschaften behaftet. Hierzu zählt zum Beispiel:

  • dass sie die Fortpflanzung beeinträchtigen
  • Geburtsschäden wie etwa verringertes Geburtsgewicht oder Missbildungen verursachen
  • die kognitive Entwicklung von Kindern beeinträchtigen
  • die Entstehung von Krebs fördern oder
  • akut sehr toxisch sein können.
BASF

• in Afrika 5 hochgefährliche Pestizide,

• in Asien 13 hochgefährliche Pestizide und

• in Lateinamerika 26 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe,

Ein Vergleich der in Deutschland auf der BASF Crop Protection Website angebotenen Wirkstoffe einerseits mit den auf BASF-Websites in Afrika, Asien und Lateinamerika angebotenen Wirkstoffen andererseits, ergab,

► dass 11 Wirkstoffe in Afrika, Asien oder in Lateinamerika angeboten werden, die auf der deutschen Website nicht angeboten werden. Von diesen 11 hochgefährlichen Wirkstoffen sind 9 Wirkstoffe in Deutschland nicht zugelassen.

Bayer

• in Afrika 37 hochgefährliche Pestizide,
• in Asien 25 hochgefährliche Pestizide und
• in Lateinamerika 31 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe,

Ein Vergleich der in Deutschland in deutscher Sprache auf der Bayer CropScience Website angebotenen Wirkstoffe einerseits mit den auf Bayer-Websites in Afrika, Asien und Lateinamerika angebotenen Wirkstoffen andererseits, ergab,

► dass 15 Wirkstoffe in Afrika, Asien oder in Lateinamerika angeboten werden, die auf der deutschen Website nicht angeboten werden. Von diesen 15 hochgefährlichen Wirkstoffen sind 11 Wirkstoffe in Deutschland nicht zugelassen.

Syngenta

Liste hochgefährlicher Pestizide stehen auch von den durch Syngenta zum Kauf angebotenen Pestiziden gehen also beträchtliche Gefahren aus.Im Einzelnen sind es nach Kontinenten unterschieden:

• in Afrika 35 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe,

• in Asien 11 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe und

• in Lateinamerika 39 hochgefährliche Pestizid-Wirkstoffe, die auf dortigen Syngenta-Websites identifiziert wurden.

Ein Vergleich der auf der deutschsprachigen Syngenta-Website des schweizerischen Stammsitzes angebotenen Wirkstoffe einerseits mit den auf den Syngenta-Websites in Afrika, Asien und Lateinamerika angebotenen Wirkstoffen andererseits ergab, dass:

  • 24 Wirkstoffe in Afrika, Asien oder in Lateinamerika angeboten werden, die auf der deutschsprachigen Website nicht angeboten werden.
  • Von diesen 24 hochgefährlichen Wirkstoffen sind 9 Wirkstoffe in der Schweiz, also dem Hauptsitz von Syngenta, nicht zugelassen

 Pestizid – Einsatz  weltweit

In den letzten Jahrzehnten hat die Menge der für agrarische Zwecke vermarkteten Pestizide kontinuierlich zugenommen. Allein in der Europäischen Union werden jährlich mehr als 200 000 Tonnen Pflanzenschutzmittel (Wirkstoffe) verwendet.Von 2005 bis 2010 ist der Umsatz auf dem Weltmarkt von $31 Milliarden auf $38 Milliarden gewachsen. Im Vergleich zu 1950 ist die Menge der eingesetzten Pestizide um das Fünfzigfache gestiegen. China ist derzeit der größte Nutzer und Produzent von Pestiziden.Beispiel:

So können bei Erzeugnissen einheimischer Produktion unzulässige Pestizide genutzt worden sein , z. B. bei Pflaumen und Kopfsalat. Aber auch bei Ananas, Tomaten, Pfirsichen, Nektarinen, Kopfsalat und Zucchini werden akute gesundheitliche Beeinträchtigungen für möglich gehalten.

Und für die Biertrinker:

Auch Bier kann Pestizide belastet sein, schon 2008 teilte Greenpeace mit: „Die Braugerste wird mit Pestiziden und Kunstdünger angebaut, Hopfen wird nach der Ernte geschwefelt. Die Industrie verwendet Hopfenextrakt, der durch die Zugabe von Lösungsmitteln wie Methylenchlorid oder Hexan entsteht. Obergäriges Bier darf zudem mit Zucker versetzt oder mit Zuckerkulör eingefärbt werden. Der Kunststoff Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) wird zum Klären und Stabilisieren zugesetzt.“

Und sind sie TeetrinkerIn, dann wird sie der aktuelle Bericht ebenfalls schockieren:

Das Teegeschäft boomt – doch die Gewinne haben einen bitteren Beigeschmack: Monokulturen und Chemikalien schädigen das Land und die Leute. Was sagen die großen Teefirmen dazu?

http://youtu.be/mfVFHZaA3FQ?t=1s

Wenn Sie nun den Artikel bis hierher gelesen haben, dann eine Frage: Wenn die Pestizide-Hersteller in Lateinamerika, Asien oder Afrika Wirkstoffe verwenden, die hier verboten sind, konsumieren wir diese Gifte nicht auch?  Allein schon durch den Teeimport oder Soja? Ganz zu schweigen von den Lebensmittelimporten aus China gelangen sehr viel Gifte in unseren Körper. Aber dazu demnächst mehr auf unserer Homepage, denn das Thema Pestizide wird uns noch länger beschäftigen. Pestizide > Mord auf Raten.

Saatgut und Patente auf Leben

Die Umsätze des globalen kommerziellen Saatgutmarktes werden für 2009 auf 27,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die 10 größten Konzerne kontrollieren 74% des weltweiten Saatgutmarktes. Drei Unternehmen – Monsanto, DuPont (Pioneer) und Syngenta – beherrschen 53% des Marktes, der weltweit größte Saatguthersteller Monsanto allein kontrolliert 27%. Bei Zuckerrüben beträgt der Marktanteil der drei größten Saatgutproduzenten 90%, bei Mais 57% und 55% bei Sojabohnen.

Top10desSaatgutmarktes

2010 wurden beim Europäischen Patentamt etwa 250 Patente auf gentechnisch veränderte Pflanzen und 100 Patente auf ohne Gentechnik gezüchtete Pflanzen angemeldet. Der Anteil von Patenten auf konventionelle Züchtungen nahm stark zu und macht bei Unternehmen wie Monsanto und Syngenta mittlerweile 20%-30% der Anträge aus. Und es kommt noch schlimmer:Das Europäische Patentamt (EPA) erteilt derzeit offenbar wieder vermehrt Patente auf Pflanzen aus konventioneller Zucht. Und das, obwohl ein entsprechendes Grundsatzurteil der Großen Beschwerdekammer über ein Patent auf Tomaten noch aussteht, empört sich das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut“.

Wie deren Sprecher Christoph Then mitteilt, soll etwa ein Dutzend Patente erteilt werden, die Pflanzen wie Brokkoli, Zwiebeln, Salat, Gurken und Melonen betreffen. Allein gestern habe die Behörde zwei Patente auf Gurken und Salat erteilt, heißt es. „Diese neue Praxis der Patenterteilungen wird offensichtlich durch die persönliche Meinung des Präsidenten des Europäischen Patentamtes Benoit Battistelli beeinflusst, der jüngst eindeutig Stellung für derartige Patente bezogen hat“, vermutet Then. Christoph Then klagt, wie schon erwähnt,  mit weiteren NGOs gegen Monsanto vor Gericht.Bis zum Jahr 2013 hat Monsanto 142 Prozesse wegen angeblicher Patentverletzungen bei Saatgutarten geführt. Mehr als 23 Millionen Dollar an Entschädigungszahlungen hat der Konzern bisher erstritten. Nur wenige Landwirte in den USA schaffen es, sich gegen den Agrokonzern zur Wehr zu setzen.

Ich erlaube mir, nachdem ich Ihnen dargestellt habe, wie alle miteinander verbandelt sind, zu sagen, dass es auch nicht verwunderlich ist, dass diese Konzerne gewinnen.

Google hat eigens eine Suchmaschine, die nur Patente ausweist. Allein wenn ich Monsanto eingebe, ist das Ergebnis erschreckend:

  • Monsna Ungefähr 2 410 000 Ergebnisse (0,43 Sekunden)
  • Syngenta: Ungefähr 168 000 Ergebnisse (0,62 Sekunden)
  • Bayer: Ungefähr 2 770 000 Ergebnisse (0,34 Sekunden)
  • Monsanto Mais: Ungefähr 102 000 Ergebnisse (0,44 Sekunden)

Und bevor ich es vergesse, die Verbraucher in der USA kämpfen für eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel. Allein Monsanto pumpte daher in zwei Raten 4,8 Millionen Dollar in die Kampagne gegen eine verpflichtende Gentechnik-Kennzeichnung. Konkurrent Dupont spendete insgesamt 3,4 Millionen, Bayer 590 000 Dollar. Auch die Grocery Manufacturers Association, der Interessenverband der Lebensmittel- und Agrarindustrie mit Mitgliedern wie Nestlé, Unilever und Pepsi, steuerte über zwei Millionen bei. Sie sehen, eigentlich können wir nun Fazit daraus schließen, dass alles zu spät ist, doch wer aufgibt, hat schon verloren.

Nach dem Bericht, und der ist noch lange nicht vollständig, können wir diesen Konzernen, die über Saatgut, deren Patente und dazu gleich noch die Pflanzenschutzmittel herstellen, nur die „Rote Karte“ zeigen. Und bedenken Sie: Die „Giftbrühe“ ist sogar in landwirtschaftlichen Erzeugnissen enthalten, die zur Herstellung von Getreidebeikost und anderer Beikost für Säuglinge und Kleinkinder verwendet werden.

Dass ein Kampf sich durchaus lohnt, zeigt die Regierung von El Salvador. Sie  hat die Verwendung von Glyphosat (Roundup) und 52 andere gefährliche Chemikalien verboten, nachdem immer mehr Landarbeiter an einer mysteriösen Nierenerkrankung leiden.

Weltweit sind vermutlich alle Bevölkerungsgruppen einer Belastung mit Pestiziden ausgesetzt. Die allgegenwärtige Verteilung dieser Stoffe zeigt sich insbesondere durch Daten über Rückstände in Lebensmitteln sowie im Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser.

Eine schleichende Vergiftung von Menschen durch Pestizid-kontaminierte Nahrungsmittel stellt fast überall eine Gefahr für Erkrankungen da – ein Mord auf Raten.

Fortsetzung folgt!

Netzfrau Doro Schreier

dazu auch:

Kampf der Giganten – Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion

Die EU verkauft unsere biologische Vielfalt

Samen des Todes und der Versklavung – Alternativ eigenes Bio-Saatgut statt Saatgut-Abhängigkeit…Biopiraterie…Nein Danke!

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin mir sicher , es geht nicht um die Menschen es geht um Profit und bei den bestehenden Erkrankungen
    weltweit, durch unsere Lebensmittelindustrie ergibt sich von selbst wer alles wieder profitieren wird, die Pharmaindustrie

  2. Krebs steht zur Zeit noch an 2ter Stelle vor Herzkreislauferkrankungen, laut diverser Studien wird Krebs bald an 1ter Stelle stehen. Ich bin sicher das der Krebstod meiner Geschwister und vielen Bekannten auf verseuchte Lebensmittel mit Pestizid zurückzuführen ist. Alle haben im ländlichem Raum gelebt. Kürzlich las ich einen Bericht über Pestizidrückstände in Kartoffeln und Getreide, also auch im Mehl und Brot. Seid einigen Jahren kaufe ich überwiegend in Biomärkten und auf dem Markt bei regionalen Biobauern, es geht ganz schön ins Geld, aber meine Gesundheit ist es mir Wert. Ich bin nie für die EU / Brüssel gewesen, bitte Deutschland so schnell wie möglich austeigen, und Bayer BASF und Co und Bauern die Produktion / Benutzung von aller Art Giften verbieten.

  3. Pingback: Freihandelsabkommen Die Macht der Agrarlobbygreenfairplanet | greenfairplanet

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