MONSANTO, adé! Es gibt sie – Länder, die Monsanto mit Erfolg verbannen!

GMOImmer mehr Regionen, Länder, Staaten haben Zweifel an der Ungefährlichkeit der gentechnisch veränderten Saaten und verbannen sie aus ihren Gebieten.

Gegenwärtig sind dies:

ALBANIEN: 12 Präfekturen sind genfrei.

BANGLADESH: die Zulassung von GMO Melanzani wurde im September per gerichtlicher Verfügung ausgesetzt, bis entsprechende Studien vorliegen.

BELGIEN: 1 Region mit 124 Gemeinden hat sich für ein Leben ohne GMO entschieden.
CHILE: „No Ala Ley Monsanto“ rufen die Demonstranten und tragen auch entsprechende Transparente mit – kurz darauf wird ein entsprechender Antrag auf GMO-Verbot im Senat eingebracht. Hoffentlich werden die Stimmen des Volkes erhört!

COSTA RICA: Seit 2004 verändert sich auch hier das Bewusstsein gegenüber GMO. Nun sind 56 von 81 Kantonen GMO-frei und es werden sicher noch mehr. Somit ist anzunehmen, dass Costa Rica auch 2014 wieder Platz 1 im Happy Planet Index haben wird.

EL SALVADOR: 53 Pflanzenschutzmittel darunter das Glyphosat Mittel RoundupReady® werden ab sofort verboten.

FRANKREICH: hat GMO-Mais verbannt, das Höchstgericht hat im Juni 2013 jedoch beschieden, dass ein solcher Rückzug von Bt-Mais nicht möglich sei und kein Verbot ausgesprochen wird.

HAWAII: Mit einer Abstimmung von 6:2 wurde die Bill 133 angenommen, sodass auf Big Island mit Ausnahme der bereist ausgesetzten GMO Papaya keine weiteren GMO Feldversuche mehr zugelassen werden.

HOLLAND: Was als kleine Initiative mit einer Petition begann, wurde ein Sensationserfolg. 600 000 Bürger von Rotterdam setzten sich für ein Verbot von RoundupReady® ein. Die Stadt Rotterdam verwendet jetzt keine Unkrautvernichtungsmittel mehr und errichtet sogar neue Grünflächen, Parks und Spielplätze

ITALIEN: erwirkt immerhin ein Aussetzen von GMO Mais für 18 Monate, wobei die EU die EFSA zur Untersuchung der italienischen Argumente bemüht.

JAPAN: Japanische Behörden haben am 30. Mai 2013 eine Einladung zur Abgabe eines amerikanischen Lieferangebotes für Weizen storniert, nachdem bekannt wurde, dass auf einem Feld in Oregon nicht genehmigter GMO Weizen gefunden war.

Andere Weizen-Großimporteure aus Südkorea, China und den Philippinen gaben ebenfalls bekannt, die Lage überprüfen zu wollen, nachdem dieser Fund Befürchtungen erregte, dass es der gentechnisch veränderte Weizen bereits seinen Weg in den Markt gefunden haben könnte, merkte der Bericht an.

Mittwoch hatte die amerikanische Landwirtschafts-Behörde zugegeben, einen Gen-Test am Weizen durchgeführt zu haben, der ergab, dass es sich um eine Versuchssorte von Monsanto gehandelt habe, der noch keine Zulassung besitze.

KANADA/British Columbia: Am 19. September 2013 bringt die Provinz B.C. den Antrag sein, GMO-Saaten und GMO-Tiere auf Dauer der Legislaturperiode nicht mehr zuzulassen

KROATIEN: in 14 von 20 Provinzen ist nun GMO Geschichte.

MEXIKO: Das eigens in Leben gerufene Mais-Fest wurde laut gefeiert mit Slogans wie “ Queremos frijoles, queremos maíz, queremos a Monsanto fuera del país“ = „Wir wollen Bohnen, wir wollen Mias, wir wollen Monsanto außerhalb unseres Landes“ und nur wenige Monate später wurden GMO-Saaten verboten.

PERU: 2008 hat Peru ein Gesetz verlangt, das GMO-Aussaat verbietet. Es sollte bis zum Mai 2013 dauern, dass es inkrafttreten konnte. Damit ist der Import, die Aussaat und die Verbreitung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln verboten. Damit will man verhindern, dass es zu unliebsamen Kreuzungen kommt, die Perus einzigartige Biodiversität zerstört.

PHILIPPINEN: auch hier werden per Ende September 2013 per Gerichtsentscheid die GMO-Melanzani künftig verboten. Außerdem zerstörten 400 Farmer am 8. August ein Feld mit Golden Rice, indem sie die Pflanzen ausrissen und eingruben. Das war nur der Auftakt zu einem Begehren, die Aussaat dieser mit Vit. A angereicherten Art von GMO-Reis In Zukunft generell zu verbieten.

POLEN: alle 16 Provinzen haben nun GMO abgeschworen.

PORTUGAL-AZOREN: haben sich als GMO-freie Zone erklärt.

RUSSLAND: Am 15. Oktober 2013 verbot Minister Dmitry Medvedev die Einfuhr gentechnisch veränderter Lebensmittel und wies gleichzeitig Rospotrebnadzor, das Gesundheitsministerium, das Landwirtschaftsministerium und das Handels- & Ökonomieentwicklungs-Ministerium an zu prüfen, ob ein totales Importverbot für gentechnisch verändertes Saatgut möglich ist.

SERBIEN: hat nach allgemeinem GMO-Verbot nun auch Glyphosat und den Import von GMO-Sojabohnen als Futtermittel verboten.

SPANIEN: Nach Málaga, Àlava, Vizcaya, sowie den Inseln Menorca, Mallorca, Cabildo und Lanzarote haben sich nun 4 weitere Regionen als GMO-frei deklariert: Asturien, Baskenland, Balearen und Kanaren.

UNGARN: hat schon vor einigen Jahren ziemlich spektakulär einen Teil der 1000 ha GMO-Mais angezündet und den Rest eingeackert. Auch für Ungarn gilt ein totales GMO-Verbot.

EUROPA: Am 4. Feber 2005 wurde die Charta von Florenz von Deutschland (mit 7 von 16 Bundesländern, nämlich Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Niedersachsen. Schleswig-Holstein war ursprünglich mit dabei, trat 2005 aus dem Bündnis aus, 2012 aber wieder ein), Österreich (entsprechendes Gesetz für ein gentechnikfreies Land wurde 1997 nach einem entsprechenden Volksbegehren, in dem sich 1,2 Mio Wahlberechtigte gegen Gentechnik aussprachen, verabschiedet), Griechenland, Italien (11 der 20 Regionen haben die Charta unterzeichnet), Frankreich (14 von 27), Großbritannien (nur Wales und die Highlands), Spanien (nur Asturien und das Baskenland) begründet. 2007 trat noch Kroatien bei.

Ohne Gentech-Anbau sind im Jahr 2010 Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Irland, Schottland, Wales, Luxemburg, Polen, Ungarn, Litauen, Estland, Lettland, Griechenland, Bulgarien, Kroatien, Slowenien. Und in den übrigen Ländern gibt es zahlreiche Regionen und Gemeinden, die ihr Territorium gentechnikfrei erklärt haben. Der Wunsch nach Selbstbestimmung ist längst nicht mehr allein ein Thema der Gentechnikfrei-Bewegung, sondern bestimmt auch die politischen Diskussionen zwischen den EU-Ländern und der EU-Kommission. Prominente EU-PolitikerInnen kämpfen gegen die EU-Kommission um mehr Selbstbestimmung. Die Europäische Kommission hat nun angekündigt, abzuklären, ob den Mitgliedstaaten mehr Entscheidungsfreiheit in der Frage des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten zugestanden werden soll.

Erwartungsgemäß scheiterte ein Kompromissvorschlag der dänischen Ratspräsidentschaft bei einem Treffen der EU-Umweltminister endgültig an der Blockadehaltung Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Belgiens. Es war zu dem Zeitpunkt noch unklar, ob Zypern während seiner Ratspräsidentschaft ab Juli 2012 das Thema aufgreifen wird. Zunächst steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit der Zulassung weiterer Gentechnik-Pflanzen durch die EU-Kommission stark an.

Nach dem ursprünglich im Februar von Dänemark vorgelegten Vorschlag sollten sich Gentechnik-Saatgut-Produzenten wie Monsanto direkt mit den Mitgliedsstaaten über ein Anbau-Verbot im jeweiligen Land einigen können. Die Mitgliedsstaaten sollten dafür aber einheitlich für die Zulassung der neuen Anträge stimmen. Eine Verbesserung des Zulassungsverfahrens war im Gegensatz zum Entwurf des Parlaments nicht enthalten. Das Parlament hatte am 5. Juli 2011 einen Vorschlag eingebracht, der den EU-Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eines rechtsicheren und umfassenden Verbots gentechnisch veränderter Pflanzen einräumt. Der sogenannte Lepage-Bericht stellte eine deutliche Verbesserung zum ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission von 2010 zur Änderungen des Gentechnikrechts dar, der deutliche Mängel aufwies und von vielen Seiten kritisiert wurde.

Zypern hat die brisante Materie der umstrittenen Gentechnik während seiner EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 2012 erst gar nicht aufgegriffen, um die sichtlich allmächtige Gen-Lobby nicht nachhaltig zu vergrämen.

Kommt es zum angestrebten Freihandelsabkommen USA – Europa, könnte sich dies bedauerlicherweise ins Gegenteil umkehren.

Dieses Abkommen birgt eine Menge schlimmer Überraschungen für uns Europäer: Gentechnik­produkte beispielsweise dürften dann „durch die Hintertür“ wieder in die EU, und ebenso das Fleisch von Tieren, die mit massiven chemischen Hilfen (Wachstumsförderer, Hormonspritzen, usw.) großgezogen wurden. Umweltschützer, Verbraucherschützer etc. laufen bereits jetzt Sturm dagegen.

Kommt dieses Freihandels-Abkommen, so dürfen (US-) Firmen gegen alle staatlichen Maßnahmen klagen, und zwar in jeder Branche.

Netzfrau Lisa Natterer

# MarchOct12 – 12TH OCTOBER – IN ALL THE WORLD, UNITED AGAINST MONSANTO & Co!

Offener Brief an ARD Tagesschau

Kampf der Giganten – Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion

Die Schattenseite des Freihandelsabkommens – Monsanto, Fracking „Investoren-Schutzklausel“…

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. EU bedeutet noch weniger Transparentz, noch mehr Einfluss der Konzerne, sprich Korruption wird professioneller. Und das soll gut für den Verbraucher sein?
    Lol

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