FUKUSHIMA – NICHT UNTER KONTROLLE! Fukushima-Arbeiter stärker verstrahlt als gedacht! Tausende Leiharbeiter im Einsatz!

ES GEHT UM UNSER ALLER LEBEN! Fukushima Update: 10. – 13. Oktober 2013

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Japan ist weit weg von uns. Offenbar auch gedanklich.

Eine vom öffentlichen Rundfunksender NHK in Auftrag gegebene Studie kam zu dem Ergebnis, dass die erlaubte Strahlung von einem Millisievert pro Jahr noch immer in 33 der 43 Distrikte in Fukushima überschritten werden. Und auch Takumi Nemoto, der Wiederaufbauminister gesteht: „Es gibt Gegenden in Fukushima, in die die Menschen noch für sehr lange Zeit nicht werden zurückkehren können.“

Trotzdem plant Nemoto, der in Koriyama geboren wurde, einer Stadt in der Präfektur Fukushima, namens der Regierung, die Region wieder aufzubauen und für die Bewohner eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Denn längst nicht alle Teile Tohokus haben mit radioaktiver Strahlung zu kämpfen, jenseits der Präfektur Fukushima bereiten aber die Folgen des Erdbebens und des Tsunami genügend Sorgen. Sein Budget dafür, 25 Billionen Yen (190 Milliarden Euro), wäre vielleicht besser zum akkordierten Aufräumen im zerstörten Atomkraftwerk zu verwenden? Taifun DANAS ist ein tropischer Wirbelsturm geworden, aber die Vorhersagen meinen, dass es schweren Regen in Fukushima geben werde. Seit Mitte September versucht Tepco, das Wasser in den Tanks zu dekontaminieren und in den Pazifik zurückzuleiten. Sie behaupten, dass das in den Pazifik zurückgeleitete Wasser wie Regenwasser zu werten sei.

Wenn sie nun die Kontamination vor dem nächsten Regen analysieren, beweist dies, dass sie darauf setzen, dass das Regenwasser das kontaminierte Wasser so verdünnen wird, dass sie es ohne vorherige Dekontaminierung auslassen können. Ob sie dies tun bzw. veröffentlichen, ob sie es tun und wie die Messwerte aussehen, darüber wird die Öffentlichkeit weiterhin nicht informiert werden.

In der Bucht von Fukushima ist die Belastung mit radioaktivem Cäsium dramatisch auf den 13-fachen Wert des Vortages gestiegen. Nahe der Wasseraufnahme für den Reaktor 2 wurden 370 Becquerel pro Liter an Cäsium-134 und 830 Becquerel pro Liter an Cäsium-137 gemessen. Am Tag zuvor waren noch 26 beziehungsweise 64 Becquerel gemessen worden. Tepco vermutet als Ursache, dass während Bauarbeiten zur Abdämmung des Uferbereichs gegen den Zufluss von Grundwasser Teile des mit Cäsium verseuchten Erdbodens ins Wasser gelangten.

Noch immer tritt aus den havarierten Reaktoren radioaktive Strahlung aus. Trotzdem: Japan will in Fukushima ein Wunder schaffen. Die Regierung will das verlorene Land komplett von Strahlung säubern. Es ist eine Fläche fast so groß wie Nordrhein-Westfalen. Knapp fünf Milliarden Euro stehen für diese Mammut-Aufgabe bereit.

Tausende Leiharbeiter im Einsatz

Tausende Leiharbeiter aus ganz Japan sind dafür angeheuert. Sie fällen verstrahlte Bäume und  tragen kontaminierte Erdschichten ab. Jedes einzelne Haus muss per Hand abgewaschen werden. Ein Job, den kaum einer will, aber viele dringend brauchen.

Sind die auch am AKW-Gelände tätig? Das würde die vielen Zwischenfälle erklären – manche können ja nur durch Dilettanten bei der Arbeit hervorgerufen werden.

11. Oktober:

Noch ist nicht bekannt, was im Reaktor 2 passierte, als es zum Unfall kam.

Am 20. und am 24. September 2013 unternahm Tepco den Versuch, den Wasserstand innerhalb der Unterdruckkammer mithilfe von Ultraschallwellen zu ermitteln, aber dies schlug fehl, da die Oberfläche der Kammer in einem schlechteren Zustand ist als erwartet.

Es ist sogar unklar, ob im Reaktor 2 überhaupt eine Explosion stattgefunden hat. Durch die Untersuchung des Wasserstandes innerhalb des Reaktors, der Unterdruck-Kammer genannt wird, hätten sie erfahren können, ob dieser Behälter ein Loch hat oder nicht.

Die Absicht war, einen ferngesteuerten Roboter um den Behälter zu schicken. Der Roboter hätte mithilfe von Ultraschallwellen den Wasserstand ermitteln können. Konstruiert wurde der Roboter von der Agentur für natürliche Ressourcen und Energie. Jedoch konnte dieser die reflektierten Wellen nicht erkennen.

2 Jahre und 7 Monate sind vergangen, aber es ist immer noch nicht bekannt, was wirklich im Reaktor 2 geschah.

Einer Studie der Uni Göttingen zufolge wird sich die freigesetzte Radioaktivität weithin über den Pazifik verteilen.

Fuku

Nicholas Fisher, ein Meeres-Biochemiker der Stony Brook University, USA, sagt dazu:

„Von besonderer Bedeutung für Verbraucher auf oberster Ebene ist das Potenzial, dass sich diese Radioisotopen konzentriert auf den Weg in die Nahrungskette machen, was Ökologen Biomagnifikation nennen. Glücklicherweise zeigt Cäsium nur bescheidene Biomagnifikation in marinen Nahrungsketten – viel weniger als Quecksilber, ein giftiges Metall, oder viele andere schädliche organische Verbindungen wie das Insektizid DDT und polychlorierte Biphenyle (PCB)“.

Das kontaminierte Wasser wird diesen oben angegebenen Weg von Japan in die Welt nehmen (müssen) und die Küste Amerikas ein bis acht Jahre nach dem Unglück erreichen. Die Meldungen über Meeresfrüchte, die verstrahlt gefischt wurden, sind ja schon bekannt. Bereits im Frühjahr 2012 wurde vor den Küsten Kaliforniens belasteter Blauflossenthunfisch (auch Roter Thun) gefangen.

IPPNW-Aktivist Dr. Alex Rosen warnt davor, dass etwa 10 000 bis 20 000 zusätzliche Krebserkrankungen in Japan als Folge von Fukushima auftreten werden – vielleicht sogar mehr.

http://youtu.be/TFD0VJPIKmU?t=1s

Gibt es nun eigentlich gangbare Lösungen für die vielen Probleme im AKW Fukushima? Hr. H. Körber aus Bitterfeld stellt zum Beispiel einen Ionen-Austauscher in Form eines Granulats her, das aus Holzspänen hergestellt wird, in einem Reaktor erhitzt und dann mit Harnstoffen und Phosphaten versetzt, sodass es neue Eigenschaften hat. Hr. Körber merkt an, dass einer seiner Kunden damit 300 000 Tonnen Grundwasser gereinigt und 21 Kilo Uran herausgefiltert hat. Ist das tatsächlich wahr? Und: Ob er dieses Verfahren Tepco bereits angeboten hat?

Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil hält die Situation in Fukushima für äußerst kritisch. Die Lage ist zunehmend kritisch durch den Verfall der Ruinen. Die Brennstäbe sind nicht geborgen. Die Reaktorblöcke sacken ab. Tausende Tonnen verseuchtes Wasser werden in das Meer abgelassen. Der Untergrund, auf dem der Reaktor ruht, ist nicht mehr belastbar – er schwimmt. Es hat sich alles bereits so verschoben, dass über ein Meter Höhenunterschied von einer Ecke zur anderen besteht. Die dadurch hervorgerufenen Spannungen haben bereits zu beängstigenden Rissen in der Gebäudekonstruktion geführt

Wenn die Brennstäbe nicht mehr gekühlt werden, dann kommt es zu einer Katastrophe. Dann werden gigantische Mengen an Radioaktivität freigesetzt. Da reicht ein Riss im Becken und das Kühlwasser läuft aus. Die Brennstäbe würden sich entzünden. Die Brennstabhüllen bestehen aus Zirkonium. Wenn das brennt, bekommt man es nicht mehr unter Kontrolle. Die Hüllen brechen dann auf. Dann strömt Radioaktivität in großem Umfang aus – gasförmig, leichtflüchtig, mittelflüchtig. Auch die Brennelemente in den anderen Blöcken des Kernkraftwerkes werden dann in absehbarer Zeit zerstört, weil die Mitarbeiter das Gebiet wegen der extremen Strahlenbelastung sofort verlassen müssen. Es genügt ein kleiner Erdbebenstoß oder ein Sturm oder einfach das Versagen der Gebäudestrukturen, um diese Katastrophe in Gang zu setzen.

Die Gefahr, die von den alten Brennelementen ausgeht, ist gigantisch. Darüber sind sich alle Experten einig. Wenn es zu diesem schlimmsten Fall kommt, müssen riesige Gebiete evakuiert werden. Wenn der Wind in die Richtung von Tokio zieht, müsste Tokio vollständig evakuiert werden. Aber das geht nicht. Die Folgen würden nicht nur Japan, sondern die ganze Nordhalbkugel der Erde betreffen. Denn die Luftströmungen verlaufen auf der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel einigermaßen getrennt voneinander. Tschernobyl war immerhin mehr als 1000 km weg. Die zuständigen Fachleute und Politiker haben damals versichert, dass wir in Deutschland keine Gesundheitsschäden zu befürchten hätten. Es kam anders: Mehr behinderte Kinder wurden geboren, die Säuglingssterblichkeit stieg, Downsyndrom und Leukämie bei Kindern nahmen zu. Andere Folgen waren noch dramatischer: In Westeuropa, der Tschernobyl-Region und den südlichen Staaten der Sowjetunion wurden etwa eine Million Mädchen wegen der Katastrophe von Tschernobyl nicht geboren. Die Zahl der Opfer allein in Westeuropa geht nachweislich in die Hunderttausenden. Es spricht viel dafür, dass wir das alles nach der Katastrophe in Fukushima noch einmal erleben. Hinzu kommt die Kontamination des Pazifiks, in dem komplizierte und langdauernde Nahrungsmittelketten ablaufen, die eine wichtige Rolle für die menschliche Ernährung spielen. Das wird den gesamten Pazifik und die von ihm lebende Bevölkerung treffen.

Warum sind die Schätzungen der Opfer so unterschiedlich? Zum einen fehlt es an vielen Informationen, etwa darüber, wie viel Radioaktivität beim Unfall tatsächlich frei gesetzt wurde.

Zum anderen ist der Nachweis, dass Krebs durch die zusätzliche Strahlung entstanden ist, fast unmöglich. „Niemand kann wirklich sagen, ob es wirklich daran liegt“, räumt auch der Biologe Jablokow ein.

Am allermeisten schwanken die Zahlen jedoch durch unterschiedliche Annahmen dazu, bei welcher Strahlendosis Schäden auftreten. Einige Forscher gehen davon aus, dass jede noch so kleine Menge an Radioaktivität gesundheitliche Folgen hat und beziehen das auch in ihre Schätzungen mit ein.

Die UN-Organisation UNSCEAR – auch ein Mitglied des Tschernobyl-Forums – schrieb dagegen erst kürzlich, dass sie auf Grund „inakzeptabler Unsicherheiten“ keine Modelle zu den Auswirkungen der Niedrigstrahlung berücksichtigen.

In Japan kündigt sich nun eine Wiederholung des Zahlen- und Meinungs-Wirrwarrs an. So erklärte die UNSCEAR erst kürzlich, die Auswirkungen des Unfalls in Fukushima seien geringer als die nach der Katastrophe von Tschernobyl.

GfS-Chef Sebastian Pflugbeil vermutet hingegen, dass auf Grund der hohen Bevölkerungsdichte in Japan bis zu 40 Mal mehr Menschen an den Auswirkungen der Radioaktivität leiden werden.

Doch 40 Mal wie viele? Hier muss auch Pflugbeil passen. Für die Opfer von Tschernobyl werde es immer heißen: „Wie viele es tatsächlich sind, wird man nie sagen können.“

Was ist eigentlich seitens Ban Ki Moon veranlasst worden, der am 13. September einen Brief von 17 Wissenschaftlern erhielt, in dem er um prompte Aktionen gebeten wurde?

Am 13. April 2013 hat Akio Matsumura (Ehemaliger Sonderberater beim UN-Entwicklungsprogramm, Gründer und Sekretär des Globalen Forums Geistiger und Parlamentarischer Führungspersönlichkeiten für das Überleben der Menschheit sowie Generalsekretär des Parlamentarischen Weltgipfels in Rio de Janeiro, 1992) an Ban Ki Moon geschrieben:

„Ich spreche mich schon lange für ein internationales Expertenteam aus, das die Situation untersuchen sollte. Die Vereinten Nationen sind eine der geeigneten Körperschaften, um ein solches Team zusammenzustellen und auszusenden. Die IAEA aber sollte nicht in die Verantwortung eingebunden werden.

Die Aufgabe der IAEA ist es, die friedliche Nutzung der Atomenergie voranzutreiben. Die Gefahr einer nuklearen Weiterverbreitung [Proliferation] besteht in diesem Fall nicht und das Desaster selbst wirft (wieder) die Frage auf, was die friedliche Nutzung der Atomenergie eigentlich ist und ob sie weiter gefördert werden soll. Auch wenn die IAEA schon mal Sicherheitsprüfungen in Fukushima eingefordert hat: Ihre offizielle Linie zielt – was verkehrt und nicht zu erklären ist – darauf ab, dass TEPCO weiter am Ruder bleibt.“

Wir fragen jetzt Herrn Ban Ki Moon ebenfalls: „Wo bleibt Ihre Reaktion? Was gedenkt die IAEO zu tun, außer Tepco nahezulegen, internationale Experten zuzulassen? „

Wir, die Netzfrauen, schließen uns der E-Mail-Aktion mit Schreiben an Ban Ki Moon und Barack Obama an.

FUKUSHIMA NEWS 12.10.2013

Laut dem Bericht, den TEPCO der Nuklear-Aufsichtsbehörde vorlegte, kann etwa die Hälfte der Flansch Typ Tanks 5 Jahre nicht überleben.

http://fukushima-diary.com/

http://fukushima-diary.com/

Flansch Typ Tanks sind leicht zu bauen. Um mit dem rasant steigenden verunreinigten Wasser Schritt halten zu können, baut Tepco diese Art von Tanks statt geschweißter Tanks. Diese sind jedoch anfälliger für Lecks. Derzeit gibt es im Fukushima-Kernkraftwerks-Bereich 350 Flansch Typ Tanks.

Normalerweise halten Flansch Typ Tanks für 5 Jahre. Weil jedoch einige von ihnen provisorisch gebaut wurden, wird ihre Haltbarkeit kürzer als 5 Jahre sein.

Auf dem Bild sind die dauerhaften Tanks, die länger als 5 Jahre halten, in Rot eingezeichnet, die in Blau sind die Flansch Typ Tanks, die keine fünf Jahre halten werden.

Die Präfektur Fukushima hat in 2 Säcken Reis, die 2013 in Minamisoma, Stadt Fukushima produziert wurden, Cäsium-134/137 über der Sicherheitsgrenze gemessen. Beide Messungen waren ähnlich hoch: 120 Bq/kg. Die Fukushima Präfektur-Regierung gab dies am 8.Oktober 2013 bekannt.

Sie implementierten den Screening-Test an 52 Säcken Reis, die alle von einem Bauern stammen. Jeder der 44 untersuchten Säcke wies Cs-134/137 aus.

Die niedrigste Messung war 57 Bq/Kg, aber alle diese Reissäcke mit Ausnahme der ersten beiden erwähnten mit 120 Bq/kg sollten versandt werden.

TV-Beitrag Sonntag, 13. 10. 2013, 20.15 Uhr: http://www.rtv.de/sendungsdetails/5303031/nachrichten-aus-fukushima.html

Zur Petition: http://act.rootsaction.org/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=8598

Wir, die Netzfrauen, schließen uns der E-Mail-Aktion mit Schreiben an Ban Ki Moon und Barack Obama an und werden weiterhin über Fukushima berichten.

Netzfrau Lisa Natterer

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