Nach Syngenta klagt nun auch BASF gegen EU-Pestizid-Einschränkungen – und nehmen Bienensterben weiterhin in Kauf

Bienensterben

Bienensterben

Wie viele Studien und Beweise sind noch notwendig?

Erst kürzlich erfuhren wir, dass die Bundesregierung schriftlich im Gerichtsverfahren artikulierte, dass nicht erwünscht isei, dass die Imkerei zu einer Gefährdung für die Agro-Gentechnik wird! Die Imker scheiterten vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen Monsanto.

Nachdem die Schweizer Chemiefirma Syngenta  bei der EU-Kommission Klage gegen das Verbot eines ihrer Pflanzenschutzmittel einreichte, das nach Angaben der EU ein Risiko für Bienen darstellt, klagt nun auch BASF.

Pestizide – “Mord auf Raten” ! Die Macht der Agrarlobby!

„Wir haben vor der Entscheidung Kontakt mit der Kommission aufgenommen, doch leider wurden unsere validen wissenschaftlichen Studien und Erkenntnisse nicht ausreichend berücksichtigt“, so Dr. Jürgen Oldeweme, Senior Vice President, Global Product Safety and Regulatory Affairs, BASF Crop Protection. „Aus diesem Grund haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Fipronil ist eine wichtige Technologie der modernen Landwirtschaft, auf die die Landwirte zählen“, ergänzte Oldeweme.

Die Argumentation von BASF: Der Rückgang der Bienenpopulation werde durch zahlreiche und komplexe Faktoren verursacht und die Beschränkungen beim Einsatz von Fipronil würden nicht zum Schutz der Bienen beitragen.

BASF unterstützt Forschungsprojekte, in denen die Ursachen für den Rückgang der Bienenpopulation untersucht werden und die darauf abzielen, die Qualität des Lebensraums von Bienen, Insekten und sonstigen Wildtierarten zu verbessern. So lautet die Presseerklärung auf ihrer Homepage, was nichts anderes bedeutet, als dass BASF versuchen wird, weiterhin beweisen zu wollen, dass ihre Pestizide nicht Schuld am dramatischen Bienensterben haben, was wir schon von Syngenta kennen.

Argumentation von Syngenta vom August 2013.

Die Entscheidung der Kommission habe sich auf ein «fehlerhaftes Verfahren sowie eine ungenaue und unvollständige Prüfung» durch die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gestützt und sei zudem nicht von allen Mitgliedstaaten unterstützt worden, teilte Syngenta in Zürich mit. Ursache für das Bienensterben in Europa sei nicht das Pflanzenschutzmittel Thiamethoxam, sondern «laut Experten Krankheiten, Viren, schwindender Lebensraum sowie mangelnde Nahrung».

Die EU-Kommission hatte im Frühjahr eine zweijährige EU-weite Nutzungseinschränkung für Pestizide auf Neonikotinoid-Basis verhängt. Gemäß einem Gutachten besteht ein „hohes, akutes Risiko“ für Bienen durch die drei Stoffe Clothianidin und Imidacloprid von Bayer und Thiamethoxam von Syngenta.

Erst kürzlich mussten wir entsetzt feststellen, dass der Welternährungspreis 2013 an Monsanto und Syngenta vergeben wurde.

Im Bereich Agrarchemie gehört Syngenta neben Bayer und BASF zu den Großen. Syngenta enstand vor 13 Jahren, als die beiden Chemie-Riesen AstraZeneca und Novartis ihre auf Saatgut und Pflanzenschutzmittel spezialisierten Töchter miteinander verschmolzen. Zuletzt kaufte Syngenta in Afrika das Maissaatgut-Unternehmens MRI. In den ersten sechs Monaten erzielte Syngenta 8,4 Mrd. Dollar Umsatz sowie 1,4 Mrd. Dollar Gewinn.

www.msu.edu

www.msu.edu

Geld spielt also keine Rolle, so dachte sich sicher Syngenta, als das Unternehmen, nach Bekanntgabe, um ein europaweites Verbot zu verhindern, im Agrarstaat Frankreich eine massive Kampagne lanciert. In der Zeitung «Le Monde» erschien ein ganzseitiges Inserat, in dem Syngenta den Zusammenhang zwischen Pestiziden und dem Tod der Bienen bestritt.

Auch Bayer CropScience machte mehrfach deutlich, dass der Konzern den Vorschlag der EU-Kommission ablehne.

Wie viele Studien und Beweise sind noch notwendig? 

Zur Info: 2012 beteiligten sich die Chemie-Konzerne BAYER und BASF mit millionenschweren Spenden an einer Kampagne des amerikanischer Gentechnik- und Pestizid-Hersteller Monsanto, Die Industrie wollte damit eine Initiative von Umweltverbänden zur Deklaration gentechnisch veränderter Lebensmittel stoppen. Die Unternehmen investieren über 40 Millionen Dollar in ihre Werbekampagne, die vor allem aus TV Spots bestand – rund zehnmal so viel wie die Befürworter der Initiative. Leider erfolgreich, BAYER, BASF und MONSANTO siegten gegen die Kennzeichnungspflicht.

Der chronologische Ablauf über die bisherigen Entscheidungsfindungen der EU-Staaten zum Schutze der Bienen und Studien, die das Bienensterben belegen, finden Sie hier:  Bienen-Schutz: Wir fordern Verbot von Pestiziden!

Wir bestehen darauf, dass die Klagen von Syngenta und BASF gegen das Pestizid-Verbot zum Schutz von Bienen abgewiesen werden.  Dazu auch: Pestizide – “Mord auf Raten” ! Die Macht der Agrarlobby!

Netzfrau Doro Schreier

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Bienen-Schutz: Wir fordern Verbot von Pestiziden!

 

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. in der Sendung Netz Natur «Sind die Bienen noch zu retten» (Schweizerdeutsch)“ im Schweizer fernsehen vom
    Donnerstag, 17. Oktober 2013, 20:05 Uhr

    Wird bewiesen dass Syngenta und Co ,nicht nur Bienen und Insekten vergiftet sondern auch alle Gewässer Pflanzen Tiere und Menschen. sie zerstören nachhaltig die ökosysteme unserer Erde …
    und dieser Herr Diriwächter mit seinem dreckigen Grinsen auf den stockzähnen verteidigt seine giftmitmischer bis zum geht nicht mehr….mögen sie zur Hölle fahren diese geldgierigen menschenverachtenden pseudo agrarforscher…

  2. Pingback: Nervengift macht 2,5 Mia CHF Umsatz pro Jahr | Agrar-Info.ch

  3. Zitat:
    „In der Zeitung «Le Monde» erschien ein ganzseitiges Inserat, in dem Syngenta den Zusammenhang zwischen Pestiziden und dem Tod der Bienen bestritt.“
    Ende Zitat.

    SYNGENTA leugnet also den offenkundigen Insekten-Holocoust.
    Ich frage mich:
    Wenn Pestizide u. sonstige Produkte un-giftig für Insekten (inklusive empfindliche Bienen) wären – wie ist es dann möglich, daß sie überhaupt wirksam sind?

    Spieß umdrehen:
    Wie wäre es mal mit einem gerichtlichen Misstrauens-Antrag, welcher die Wirksamkeit (also das Abtöten von Schädlingen + Insekten) in Frage stellt und anzweifelt?
    Oder Konkurrenz-Hersteller könnten ja in ihren Werbe-Kampagnen (für eigene Produkte) behaupten, daß das SYNGENTA-Zeug (also von deren Konkurrenz) völlig wirkungslos sei und damit die anwendenden Kunden betrogen/verarscht werden.
    –> Dann sähe sich SYNGENTA in der Pflicht, die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit ihrer Produkte zu beweisen!

    .. dies mal als kleine Idee von mir, Gruß Norbert
    http://www.pa-technik-team.de/

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