Die dunkle Geschichte von DuPont – Von der Atombombe über Nylonstrümpfe zum Genmais

DupontEine weitere genveränderte Maissorte könnte demnächst auf Europas Äckern wachsen, die Maissorte 1507 des US-Herstellers Dupont Pioneer. 

Der Mais 1507 ist resistent gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel und Mottenlarven. Sein Verkauf als Lebens- und Futtermittel ist in der EU bereits genehmigt. Der Antrag für die Anbaugenehmigung hatte die Herstellerfirma bereits 2001 gestellt und im September hatte das EU-Gericht der EU-Kommission dann auf die Finger geklopft, weil immer noch keine Entscheidung gefallen war. Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hat insgesamt sechs Gutachten veröffentlicht, in denen sie sich für eine Anbau-Zulassung für 1507 ausgesprochen hatte, aber dazu später mehr.

Die Geschichte von Pioneer

Das Unternehmen wurde 1926 von Henry A. Wallace gegründet, 1946 expandierte es nach Kanada. Bis 1949 wurden mehr als eine Million Einheiten Mais verkauft. Zwei Jahre später wurde die erste Forschungsstation außerhalb der Vereinigten Staaten in Japan gegründet und 1970 wurde die Hi-Bred Corn Company in Pioneer Hi-Bred International, Inc. umbenannt. Im Jahr 1971 expandierte Pioneer nach Westeuropa, Mittelamerika und Südafrika und 1976 zusätzlich nach Zentraleuropa und Asien. 1973 wurde Pioneer zu einer Aktiengesellschaft. Im Jahr 1982 überstieg das jährlich verkaufte Saatgut 10 Millionen Einheiten. 1996 begann Pioneer als erstes Unternehmen damit, transgenen Mais zu erforschen. 1997 kaufte DuPont 20 % der Pioneeraktien, 1999 übernahm es auch die restlichen 80 %.

Die Europäische Kommission genehmigte 1999 die Übernahme des Sortenzüchters Pioneer Hi-Bred International Inc. (Pioneer) durch die DuPont de Nemours & Co. (DuPont), einen Hersteller biologischer, chemischer und agrochemischer Erzeugnisse.

Der damalige Text der EU -Kommission lautete:

„Pioneer liefert Saatgut in die Europäische Union, DuPont hingegen abgesehen von sehr geringen Mengen Weizenhybridsaatguts nicht. Pioneer ist nicht im Kulturpflanzenschutz tätig. Dennoch wurden mögliche Folgen der engen Verbindung von Maissaatgut und Maisherbiziden sowie die Auswirkungen der FuE-Tätigkeit von DuPont in der Biotechnologie genauer untersucht. Pioneer ist der größte Maissaatgutanbieter der Welt. In Europa werden die Parteien in bestimmten – vor allem südlichen – Mitgliedstaaten über eine starke Marktstellung verfügen. Besonders mächtig ist Pioneer als Maissaatgutanbieter in Italien. Da starke Wettbewerber jedoch das Marktverhalten von DuPont bei Mais-Pflanzenschutzmitteln beeinflussen können, gibt es keine Hinweise darauf, dass die Übernahme als solche zur Begründung oder Stärkung einer beherrschenden Stellung bei Maissaatgut oder auf einem anderen betroffenen Markt führen könnte.

Mit Pioneer übernimmt DuPont einen großen Saatgutzüchter, der ihm umfangreiche Vertriebsmöglichkeiten und eine Erhöhung der erwarteten Einnahmen aus gentechnisch verändertem Saatgut eröffnet. Da sich das Know-how der Parteien gegenseitig ergänzt, wird die Zusammenführung der FuE-Tätigkeit der beiden Parteien in der Biotechnologie nicht zu signifikanten Überschneidungen führen. Weil die Akzeptanz gentechnisch veränderter Sorten in Europa noch äußerst unsicher ist und konkurrierende integrierte Unternehmen über fortgeschrittene FuE-Programme im Bereich transgenes Maissaatgut verfügen, wirft der Zusammenschluß keine ernsthaften Wettbewerbsbedenken auf, sodass die Kommission ihn für mit dem Gemeinsamen Markt vereinbar erklärte.“

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Tödliche Praktiken

Von Monsanto wissen wir bereits, dass auch deren Geschichte eine „dunkle“ Vergangenheit hat.

Monsanto hat eine lange Geschichte der Herstellung von Chemikalien und deren vernichtenden Wirkung. Die Firma nahm am Manhattan Projekt teil und half so während des II. Weltkriegs mit, die Atombombe zu entwickeln. Das Herbizid ‚Agent Orange’ sorgte im Vietnamkrieg für geschätzte 500 000 Missgeburten, in Indien haben in den letzten Jahren Hunderttausende Bauern wegen ihrer Abhängigkeiten zu Monsanto Selbstmord begangen, weil sie durch unrückzahlbare Kredite für das Saatgut und die verlangten Lizenzgebühren nicht mehr in der Lage waren, ihre Familien zu ernähren. Das Unternehmen produziert Saatgut und Herbizide und setzt seit den 1990er-Jahren Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte ein. Bekannte Produkte sind verschiedene transgene Maissorten und Breitbandherbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat unter dem Namen Roundup. Zu den Großaktionären gehört die Bill & Melinda Gates Foundation.

Doch wer ist Dupont? –  Dazu gehen wir etwas weiter zurück in der Geschichte:

Aus dem Spiegel von 1966 – Ich habe mir erlaubt, diese Passage zu kopieren, denn hier wird die dunkle Vergangenheit des Konzerns deutlich – wie schon erwähnt – von 1966 (!!).

Die dunkle Geschichte von Du Pont – Pulver und Politik

„Den amerikanischen Bürgerkrieg gewann der Norden mit Du-Pont -Schießpulver, im Ersten Weltkrieg verhinderte Du-Pont-Munition den Sieg Deutschlands, und du Pont baute auch die Atombombe, die den Zweiten Weltkrieg beendete.“

„Über die du Ponts kann man nur in Superlativen sprechen“, schreibt der amerikanische Journalist William H. A. Carr, „sie sind die reichste Familie der Welt*.“ Ihr Privatvermögen beträgt mehr als zwölf Milliarden Mark. Von 1600 Familienmitgliedern halten 250 den Kern des Du-Pont-Vermögens; 27 haben einen Vorstandsposten inne.

Machtvollstes Instrument des Du-Pont-Klans ist der größte Chemiekonzern der Welt, die „E. I. du Pont de Nemours & Company“ im US-Bundesstaat Delaware. In der Rangliste der Umsatz-Milliardäre hält der Trust den 14. Platz, seine Profit-Rate indes ist mit 16,9 Prozent vom Erlös die höchste der führenden Industrie-Unternehmen der Welt.

Du-Pont-Erzeugnisse revolutionierten die Textil-Industrie. Das Unternehmen stellte als eines der ersten Kunstseide her und seine Nylonfäden machten das Frauen-Bein zum Fetisch des 20. Jahrhunderts. Letzter Du-Pont-Schlager: Corfam, ein neuartiges Kunstleder, das so porös ist wie Naturleder und so haltbar wie Chemiefaser (SPIEGEL 52/1964).

Den Chemie-Trust leitet heute Lammot („Motts“) du Pont Copeland, 60, ein Ur-Ur-Enkel des Firmengründers Eleuthere Irénée du Pont. Die Klan-Tradition verlangt, dass jeder neue Du-Pont-Chef den Umsatz des Unternehmens verdoppelt. Copeland-Vorgänger Crawford H. Greenewalt brach mit der Tradition: Er verkaufte dreimal soviel.

Du Ponts saßen im Repräsentantenhaus und im Senat. T. Coleman du Pont kandidierte sogar für das Amt des Präsidenten (1916). Samuel F. du Pont wurde der erste Konteradmiral der amerikanischen Marine (1861). Richard C. du Pont stellte einen Weltrekord im Segelflug auf (1934). Viele der du Ponts starben bei Explosionen ihrer Schießpulver-Fabriken; einen, Alfred V. du Pont, erschoss 1893 ein Freudenmädchen im Bordell – mit Du-Pont-Munition.

Keimzelle des Industriegiganten war die „E. I. du Pont de Nemours Schießpulverfabrik“, 1802 in Wilmington im US-Staate Delaware gegründet. Gründer Irénées erste Marktforschung verhieß gute Umsätze: „Der Kriegszustand, der in Europa herrscht, ist sehr günstig für mein Unternehmen. Ich werde mein möglichstes tun, um davon zu profitieren.“

Mit in Frankreich aufgenommenem Startkapital und gleichfalls dort angeheuerten Spezialisten betrieb der Firmengründer in den USA seine erste Schwarzpulverfabrik, die er ursprünglich nach seinem Lehrmeister, dem Chemiker Lavoisier, benennen wollte, dann jedoch selbstbewusst auf seinen eigenen Namen taufte: „Eleutherian Mills“.

1804 machten die ersten Kunden in New York ein Du-Pont-Fass Schießpulver auf. Hundert Jahre lang beschränkte sich die Firma darauf, Explosivstoffe herzustellen.

Zusammen mit fünf großen anderen Munitionsfabrikanten unterzeichnete Gründersohn Henry du Pont 1872 in seinem Wallstreet-Büro einen Vertrag über den Zusammenschluss ihrer Firmen zur Gunpowder Trade Association (GTA). Durch Dumping-Verkäufe zwang die Gruppe kleinere und unabhängige Firmen zum Aufgeben ihrer Pulver-Mühlen. 1879 kontrollierten die du Ponts bereits 61 Prozent der amerikanischen Schießmehl-Produktion. Am 23. Oktober 1899 wurde die Du-Pont-Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Einzige Aktionäre: sechs du Ponts.

Obgleich die explosive Sippe in jenen Jahren ihre Werke beachtlich vergrößerte, brachte ihr erst der Weltkrieg von 1914 bis 1918 eine Expansion, durch die ihr Unternehmen eines der größten in den Vereinigten Staaten wurde.

Der Erste Weltkrieg trug den du Ponts 948 Millionen Mark Reingewinn sowie den Titel „Grossisten des Todes“ ein. Du Pont stieg groß ins Geschäft ein und lieferte 40 Prozent der Munition, die gegen das kaiserliche Deutschland verfeuert wurde. Lord Moulton, Generaldirektor der englischen Explosionsstoff-Versorgung, meinte nach Kriegsende: „Die britischen und französischen Armeen hätten die Deutschen ohne du Pont nie abwehren können.“

Im eigenen Lande dagegen galten die Propheten des Schießpulvers weniger. US-Kriegsminister Newton D. Baker bezeichnete die du Ponts als „eine Art Banditen„. Oberst E. G. Bruckner, Verkaufsleiter des Konzerns, verteidigte sich: „Natürlich machten wir ungeheure Gewinne. Aber wenn wir uns die Millionen entgehen ließen, würde man uns Idioten und Dummköpfe nennen.“

Mit den Weltkriegs-Millionen startete der Trust seine Expansion in friedliche Branchen, in denen er heute mehr als 90 Prozent seiner Umsätze macht. Du Pont kaufte insbesondere Chemiefirmen auf.

Die größte Beute aber erlegten die Pulvermänner im Automobil-Revier. Für 49 Millionen Dollar erwarben sie einen Kapitalanteil von 27,6 Prozent an dem umsatzstärksten Unternehmen der Welt, General Motors.

Zwischen den beiden Hochsaison-Zeiten Weltkrieg I und II nutzte der Pulver-Klan seine wirtschaftliche Macht auch für politische Händel. Mit fast einer Million Mark pro Jahr stärkte er beispielsweise dem späteren US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt den Rücken.

Doch die du Ponts erachteten ihr Votum für Franklin D. Roosevelt sehr bald als kapitalen Fehler. Der sozialliberale Wirtschaftsplan New Deal schockierte die konservative Kapitalistensippe. Roosevelt hieß bei ihr fortan „der Kerl in Washington“.

Am 22. August 1934 gründeten die du Ponts sogar eine Partei, die „American Liberty League“. Spottete „Newsweek“: „Die Ultrakonservativen sind aus ihren Verstecken gekommen.“

Die Ultras bliesen zum Sturm gegen Roosevelt. Ihr Protagonist wurde der stockkonservative Alfred E. Smith, den Roosevelt in der Demokratischen Partei ausgespielt hatte. Der Du-Pont-Spezi nannte den New Deal schlichtweg Kommunismus. Smith: „Es kann nur die klare, reine, frische Luft des freien Amerika oder den übelriechenden Atem des kommunistischen Rußland geben.“

Dennoch wurde Roosevelt bei der Wahl 1936 mit der größten Mehrheit seit James Monroe gewählt. Nur zwei US-Staaten verweigerten ihm ihre Stimmen. Die Freiheitsliga löste sich auf.

Nicht alle du Ponts freilich standen zur Rechten der Nation. Aushängeschild du Pont’scher Toleranz war die Sozialistin Zara du Pont. Noch im Alter von 70 Jahren stand sie regelmäßig in Streikpostenketten. Obgleich sie in der Sippe als „Verrückte der Familie“ galt, (Zara: „Es gehört Verstand dazu, verrückt zu sein“), zählte „Tante Zadie“ zur Kerntruppe des Klans.

Zadie du Pont war überzeugt, dass „einmal ein Jude, ein Neger, ein Katholik und eine Frau zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt werden“. Sie starb 1946, 14 Jahre vor der Wahl John F. Kennedys, des ersten katholischen US-Präsidenten.

Im Zweiten Weltkrieg, 1942, geriet „E. I. du Pont de Nemours & Company“ in gezieltes Feuer der Politiker. Senator Harry S. Truman bezichtigte den Trust des Landesverrats. Grund: Die Du-Pont-Gesellschaft hatte mit dem deutschen Konzern IG-Farben ihre Verkaufsstrategie auf dem Weltmarkt abgestimmt und noch bis 1941 Verbindung gehalten.

Doch Washington schonte die du Ponts. Die Regierung benötigte den Chemie-Konzern für das aufwendigste Kriegsunternehmen der USA, den Bau der ersten Atombombe.

Im Oktober 1942 beauftragte General Leslie R. Groves, Leiter des „Manhattan Engineer District“ (Tarnname für das Bombenprojekt), du Pont mit der Konstruktion einer Isotopen-Trennanlage in Clinton, Tennessee. Nur Du-Pont-Ingenieure waren in der Lage, Verfahrenstechniken der Großchemie in der Atomtrennung anzuwenden.

Du Pont akzeptierte unter der Bedingung, bei diesem Handel kein Geschäft zu machen. So unterzeichneten die Regierung und der Chemie-Konzern einen Vertrag mit dem niedrigsten Profit der Du-Pont-Geschichte: einen US-Dollar.

Nach dem Krieg wurde Amerika dem Industrie-Giganten du Pont zu klein. Der Trust kaufte und baute sich in 16 Ländern an. Heute werden in seinem Imperium jeden Tag etwa vier Millionen Mark in neue Anlagen investiert.

In der Bundesrepublik erwarb du Pont die „Adox Fotowerke“ in Frankfurt am Main und gründete in Düsseldorf die „Du Pont Chemie GmbH“. Noch 1966 wird der Trust in Uentrop (Westfalen) für 300 Millionen Mark eine Fabrik errichten und Nylon sowie die Polyesterfaser Dacron herstellen.

Die du Ponts unternehmen es damit ein zweites Mal, Deutsche zu beschäftigen. Ihr erster Versuch war fehlgeschlagen: Vor hundert Jahren engagierte die Familie Francis du Pont in Delaware eine deutsche Dienstmaid. Doch das Fräulein schlug die Kinder blau, trat mit Galoschen zum Frühstück an und goss sich den Kaffee in das Glas, in dem es nachts sein Gebiß verwahrte. Die Maid wurde nach zwei Wochen entlassen.“

Damit endetet der Artikel aus dem Spiegel von 1966, doch nicht die Geschichte um Dupont. Es gibt nicht viel, was Dupont nicht herstellt, hier einige Beispiele:

Zur Zeit ist das Geschäft mit Chemikalien und Saatgut für die Landwirtschaft, aber auch das Geschäft mit der Ernährungs- und Gesundheitsindustrie das gewinnbringendste. Dupont hat vor rund zwei Jahren den dänischen Lebensmittelzusatz-Hersteller Danisco für sieben Milliarden US-Dollar gekauft. Dieser Konzern ist  ein dänischer Biotechnologiekonzern mit Hauptsitz in Kopenhagen. Er ist einer der weltweit größten Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen.

Dupont produziert  Materialien für die Elektronik- und Kommunikationsbranche, so auch Chemiekomponenten für Smartphones und Tablets, aber auch in der Solarbranche DuPont tätig, unter anderem in der Herstellung von  Metallpasten für Solarzellen.

Für diesen Jahr stellt Konzernchef Kullman einen Umsatz von rund 36 Milliarden Dollar in Aussicht.

„Gemeinsam können wir das schützen, was am meisten zählt“, so Dupont auf deren Homepage, und weiter:

„Eine unserer größten Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten ist ein angemessener Schutz der Menschheit und der Welt, in der wir leben. DuPont entwickelt in Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern, Regierungen und Behörden sowie Nicht-Regierungsorganisationen und weiteren Institutionen ein umfassendes Sortiment an Materialien, Produkten und Beratungslösungen, die zu Schutz und Sicherheit von Mensch und Umwelt beitragen.

Von Schutzkleidung und Autopanzerung zum Schutz von Menschenleben über saubere Kältemittel bis hin zu nachhaltigen Lösungen – wir arbeiten daran mit, dass unsere Erde und ihre Bewohner vor Schäden bewahrt werden.“

Die Geschichte der Dupont zeigt, es wird produziert, wo es am meisten Profit gibt.

Daher gab der US-Konzern DuPont bekannt, man werde sich stärker auf seine Agrar-Sparte konzentrieren und trennt sich dazu nun von einem Teil seines Chemiegeschäfts. Der Bereich ist bekannt für seine Beschichtung Teflon, die etwa in Pfannen das Anbrennen der Lebensmittel verhindert..

Dupont-Chefin Ellen Kullman warb für die Abtrennung und betonte, dass der Bereich sehr produktiv arbeite und gut am Markt platziert sei. Das Geschäft sei jedoch volatil und Dupont wolle die eigenen Forschungsinvestitionen lieber in andere Bereiche mit größeren Wachstumschancen stecken.

Auch vom Farben- und Lackebereich hat sich Dupont schon getrennt und zwar für 4,9 Milliarden Dollar an den Finanzinvestor Carlyle verkauft. Die Bin Laden Familie soll bis Oktober 2001 mit 2 Mio US-Dollar an der Carlyle Group beteiligt gewesen sein.

Pioneer-Mais 1507 und  die  EU-Kommission

Zusammen mit SmartStax und einem weiteren Mais mit dem Markennamen Powercore, der kürzlich ebenfalls zugelassen wurde, sind derzeit 49 verschiedene gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln zugelassen, fast alle produzieren Insektengifte und/oder seien gegen Spritzmittel resistent gemacht.

Die EU-Kommission sprach sich am 06. Novermber für eine Anbau-Zulassung des gentechnisch veränderten Maises „1507“ der Firmen Pioneer Hi-Bred und DowAgroSciences aus. Wie wir schon berichteten, ließ sie auch den umstrittenen gentechnisch veränderten Mais SmartStax für Lebens- und Futtermittel zu und bezieht sich auf ein Urteil vom 26. September 2013, wo der Gerichtshof zugunsten des amerikanischen Unternehmens Pioneer Hi-Bred International, Inc., entschied. Dieser Konzern ist der weltgrößte Entwickler und Anbieter von Anbaupflanzen und Saatgut.  Das Unternehmen beliefert über 70 Länder. Es gehört , wie Sie nun erfahren konnten, zum Konzern DuPont.  Monsanto und DuPont schlossen übrigens im März 2013 einen Lizenzvereinbarung für Saatgut ab. Man kennt sich! Zu dem Gerichtsurteil und die Zulassung lesen Sie bitte unseren Artikel: Unfassbar: Nicht nur Smartstax – 49 verschiedene gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU zugelassen

Heute,11. 02. 2014 wird in der EU über die Zulassung des Gentechmaises 1507 abgestimmt. Die deutsche Regierung wird sich enthalten – wieder mal – was einem JA zum Genmais gleichkommt. Sollten sich Deutschland und andere EU-Staaten bei der anstehenden Abstimmung enthalten, wäre die Zulassung für den Mais des US-Unternehmens Pioneer nicht mehr zu verhindern. Denn es käme im Ministerrat zu einem Patt, woraufhin dann die EU-Kommission die Entscheidung treffen darf – ihr „Ja“ gilt als sicher. Siehe dazu: ACHTUNG EU-Kommission! Kein Gen-Mais auf unsere Felder und Hände weg von unserem Saatgut.

Die Macht der Agrarlobby

In den vergangenen 20 Jahren fand in der Gentechnik – parallel zu einer Ausweitung des Patentschutzes beim Saatgut – ein umfassender Konzentrationsprozess statt. Gewinner dieser Entwicklung sind die Agrarkonzerne: Monsanto, Syngenta, Bayer, BASF, DuPont und  Dow AgroSciences LLC. Allesamt Firmen, die originär aus dem Chemiegeschäft stammen und jetzt ganz oben auf der Liste der transnationalen Saatmultis stehen.

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Netzfrau Doro Schreier

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Unser Saatgut ist in Gefahr – Freiheit für die Vielfalt – JETZT PETITION UNTERZEICHNEN!

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  1. Soweit ich gelesen habe, brauchten die Nazis für die Kohle-Benzin Umwandlung Chemikalien. Diese wurden von Dupond geliefert. Dieses soll den Krieg verlängert haben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Behrens

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