3 Years After Fukushima: Der Brief einer japanischen Mutter – Letter from a Fukushima mother

FFukushima: „Wir wollen unser altes Leben zurück“

Drei Jahre ist die Katastrophe von Fukushima nun her.

Aus diesem Grund veröffentlichen wir den Brief einer japanischen Mutter. 

Der Ursprung dieses Briefes ist nicht eindeutig nachvollziehbar. Es wird angegeben, dass Tomoko Hatsuzawa aus Fukushima City, eine Mutter von zwei Kindern, das folgende Schreiben an jemanden ausgehändigt hat, der über die Intensität radioaktiver Strahlung in den Schulen in der Nähe des Atomkraftwerkes berichten wollte.

Der Übersetzer ins Englische wird als Hiroko Tabuchi genannt. Doch ungeachtet der mangelnden Überprüfbarkeit der Authentizität sprechen die Worte für sich. Und sie zeigen auf, wie sich das tägliche Leben im Umkreis von Fukushima abspielt.

An die Menschen in den Vereinigten Staaten und rund um die Welt!

Ich entschuldige mich für das Uran und das Plutonium, das Japan in die Umwelt abgegeben hat. Der radioaktive Niederschlag hat die Welt bereits viele Male umrundet, und dabei Hawaii, Alaska und sogar New York erreicht.

Wir leben 60 km vom Kraftwerk entfernt und unsere Heimat wurde schlimmer verseucht als es in Tschernobyl der Fall war. Das Cäsium-137, das in der Erde gefunden wird, bleibt für die nächsten 30 Jahre hier. Doch die Regierung wird uns nicht helfen. Sie sagen uns, wir sollen einfach hier bleiben. Unseren Kindern sagen sie, sie sollen Hüte aufsetzen, Gesichtsmasken tragen und weiter zur Schule gehen.

In diesem Sommer wird es unseren Kindern nicht möglich sein, schwimmen zu gehen. Sie werden nicht im Freien spielen können. Sie können nicht Fukushimas leckere Pfirsiche essen. Nicht einmal den Reis können sie essen, der von den Bauern in Fukushima geerntet wird. Sie können Fukushimas wunderschöne Flüsse, Berge und Seen nicht mehr besuchen. Es macht mich so traurig. Es erfüllt mich mit so viel Bedauern.

Stattdessen werden unsere Kinder den Sommer in ihren Klassenzimmern verbringen. Ohne Klimaanlage. Im Schweiß gebadet, während sie sich auf den Unterricht konzentrieren. Wir wissen nicht einmal, wie viel Strahlung sie bereits ausgesetzt wurden.

Ich war acht Jahre alt, als das Fukushima-Dai-ichi-Kernkraftwerk eröffnet wurde. Hätte ich damals verstanden, was sie da bauten, dann hätte ich dagegen angekämpft. Ich begriff damals nicht, dass es eine Gefahr in sich birgt, die meine Kinder bedrohen sollte, die Kinder meiner Kinder und deren Kinder.

Ich bin dankbar für all die Hilfe, die uns von der Welt gesandt wurde.

Worum wir euch jetzt bitten, wäre, gegen die japanische Regierung Stellung zu nehmen. Fordert sie doch dazu auf, dem Schutz der Kinder höchste Priorität einzuräumen.

Meinen verbindlichsten Dank,

Tomoko Hatsuzawa

Letter from a Fukushima mother

When Tomoko-san, a mother of two in Fukushima City, heard from an NGO worker that I was going to be in Fukushima to report on a story about radiation levels at local schools, she was kind enough to volunteer her time to speak to me – and handed me this letter. I promised to translate it and share it with you. So here it is:

To the peopleof the United States and around the world, 

I am so sorry for the uranium and plutonium that Japan has released into the environment. The fallout from Fukushima has already circled the world many times, reaching Hawaii, Alaska, and even New York.

We are living 60 kilometers (37 miles) from the plant and our homes have been contaminated beyond levels seen at Chernobyl. The cesium-137 they are finding in the soil will stay here for 30 years. But the government is not going to help us. They tell us to stay put. They tell our kids to put on masks and hats and keep going to school.

This summer our children won’t be able to go swimming. They won’t be able to play outside. They can’t eat Fukushima’s delicious peaches. They can’t even eat the rice that the Fukushima farmers are making. They can’t go visit Fukushima’s beautiful rivers, mountains and lakes. This makes me sad. This fills me with so much regret.

Instead, our children will spend the summer in their classrooms, with no air conditioning, sweating as they try to concentrate on their lessons. We don’t even know how much radiation they’ve already been exposed to.
I was eight years old when the Fukushima Daiichi plant opened. If I had understood what they were building, I would have fought against it. I didn’t realize that it contained dangers that would threaten my children, my children’s children and their children.

I am grateful for all the aid all the world has sent us. 

Now, what we ask is for you to speak out against the Japanese government. Pressure them into taking action. Tell them to make protecting children their top priority. 

Thank you so much, 
Tomoko Hatsuzawa 
Fukushima City 
[Translated by Hiroko Tabuchi]

Fukushima: „Wir wollen unser altes Leben zurück“

Drei Jahre ist die Katastrophe von Fukushima nun her.

Netzfrau Lisa Natterer

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