Oh Tannenbaum – wie geklont, genmanipuliert und giftig sind deine…

Tanne3Die meisten verkauften Christbäume stammen aus Plantagen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden – eine enorme Belastung für Böden und Gewässer. Und auch im Wohnzimmer möchte man diesen Giftcocktail nicht haben.

Der Großteil der  Weihnachtsbäume, die Ihnen angeboten werden, sind aus ökologisch bedenklichem Anbau in Monokulturen, die mit Chemikalien behandelt werden. Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich in Deutschland verkauft. Etwa 10 Prozent davon werden importiert, vor allem aus Dänemark, aber auch aus Ungarn, Österreich, Polen und Tschechien.

Der allergrößte Teil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen. Nur etwa 15 Prozent aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft. Aber auch diese Bäume stammen häufig nicht direkt aus dem Wald, sondern wachsen auf Sondernutzungsflächen (z. B. auf durch den Wald führenden Trassen für Hochspannungsleitungen oder Gas-Pipelines) oder auf zum Forstbetrieb gehörenden Landwirtschaftsflächen.

In Weihnachtsbaumplantagen werden Herbizide gegen Unkräuter wie Brombeeren oder Weidenröschen verwendet. Dazu kommen Spritzungen gegen Schädlinge wie Läuse oder Spinnmilben und natürlich gegen Pilzkrankheiten wie Botrytis oder Hallimasch. Letzterer ist mancherorts ein geschätzter Speisepilz – aber überall auch ein gefürchteter Forstschädling. Die Schönheitspflege ist das A und O einer erfolgreichen Christbaumkultur, Bäumchen mit optischen Makeln verderben die Preise oder sind unverkäuflich, so auf den Foren für Forstwirte. Selbst zum Anhübschen der Nadeln gibt’s eine spezielle Düngung, die direkt auf die Bäumchen gesprüht wird. So leuchten sie sattgrün. Dieses fand ich bei meiner Recherche um den allzeit geliebten Weihnachtsbaum und nicht nur dies.

Viele suchen ihn, den „perfekten“ Baum, und so manch einer erinnert sich an den Streit, da der Baum zu schief ist, die Zweige nicht richtig platziert sind oder er einfach nur eine „jämmerliche“ Gestalt darstellt. Das hat auch die Branche erkannt und damit die Bäume ein „Hit“ werden, wird geklont, genmanipuliert und sie werden mit einem Chemiecocktail versehen. Sogar Monsanto mischt mit, ob die Aussage stimmt, dass Monsanto an Weihnachtsbäume eine Lizenzgebühr von 2$ pro Baum erhält, ist nicht nachprüfbar.

Und dann ist noch Syngenta:

Für Tannenbaumkulturen hat Syngenta die zugehörigen Pflanzenschutzmittel. Laut Aussage eines Baumgärtners wird  im Frühjahr  eine Herbizidbehandlung durchgeführt, dazu wird eine Feldspritze mit extra hohem Gestänge eingesetzt. Spätere Herbizidbehandlungen werden dann mit einer speziellen Unterblattspritze vorgenommen.
Um einem Läusebefall vorzubeugen, gibt es spezielle  Insektizide. Die Insektizide werden von oben auf die Tannen gespritzt, so kann man sich sicher sein, dass die Läuse vernichtet werden. Zur Läusebekämpfung wird z. B. KARATE FORST von Syngenta flüssig eingesetzt.

Wie wirken diese Insektizide bei Insekten?
Die Wirkstoffe wirken als Kontakt- und Fraßgift über das Nervensystem der Insekten in der Weise,
dass die erregten Nerven nicht wieder in den Ruhezustand zurückversetzt werden (Daueralarm!).
Dies führt bei sensiblen Insekten zunächst zu unkoordinierten Bewegungen und danach zum Tod.

Mehr Informationen: Das tägliche Gift – Risiko Pestizide

Screenshot Syngenta

Screenshot Syngenta

Schon mehrfach haben wir über Glyphosat berichtet und auch bei den Weihnachtsbäumen mischt Monsanto mit. Alarmierend ist vor allem der hohe Einsatz von Pestiziden gegen unerwünschten Unterbewuchs. Besonders beliebt, weil besonders giftig, ist das Totalherbizid Glyphosat, bekannt unter dem Namen Roundup von Monsanto. Einmal versprüht, reichert sich das Pflanzengift in den Böden an, gelangt in das Grund- und Oberflächenwasser und gefährdet die Trinkwasserqualität. Und nicht nur das:

Screenshot http://forst.pflanzenschutz-information.de/

Screenshot http://forst.pflanzenschutz-information.de/

 In 45% der Stadtbevölkerung Europas befindet sich Glyphosat! “Roundup” von Monsanto. Glyphosat – das ist das Pflanzengift, das zuerst von dem US-amerikanischen Weltkonzern Monsanto auf den Markt gebracht wurde. Dieses Totalherbizid wird überall eingesetzt, auf dem Gehweg zu Hause, in Kleingartenanlagen oder in der Landwirtschaft. Der Einsatz des Giftes gegen Unkraut steigt an. Selbst kurz vor der Ernte wird oft noch gespritzt. Die Pflanzen sind dann tot und das Korn an den vertrockneten Stängeln kann leichter eingebracht werden. Glyphosat steht in Verdacht, etwas mit dem massiven Tiersterben zu tun zu haben. Seit Jahren erforscht die Mikrobiologin Professor Monika Krüger von der Universität Leipzig das Rinder- und Kälbersterben in Deutschland. In den betroffenen Herden sieht sie vielfältige massive Lähmungen. Es steht sogar in Verdacht von Missbildungen bei Mensch und Tier! Dazu ein aktuelles Video von FAKT vom 12. November 2013.  Mehr Informationen zu Glyphosat finden Sie hier.

Was nicht perfekt ist, wird perfekt gemacht
Es ist nicht so einfach, die perfekte Tanne für Weihnachten zu finden. Berliner Forscher tüfteln nun an dem idealen Nadelbaum aus dem Labor: genetisch identische Weihnachtsbäumchen ohne Makel. 

Die meisten Weihnachtsbäume, die von dem Verbraucher bevorzugt werden, sind die Nordmanntannen. Genau diese Sorte haben Berliner Wissenschaftler nun genauer unter die Lupe genommen. Das Ziel der Forscher: der perfekte Weihnachtsbaum. Dazu suchte das Team um Kurt Zoglauer von der Humboldt-Universität zu Berlin Nadelbäume mit außergewöhnlichen Merkmalskombinationen, die sie dann klonal vermehrten.

„Jahrelang tüftelten die Forscher an den Methoden, um aus widerspenstigen Nordmanntannen liebenswerte „Laborpflanzen“ zu machen. Nicht die perfekt gewachsene Tanne selbst wird geklont, sondern die Embryonen aus ihren Samen. Um aber aus den farblosen Zellklumpen in der Petrischale grüne Tannenbäumchen heranzuzüchten, müssen die Pflanzenphysiologen mit Pflanzenhormonen nachhelfen: „Sie werden durch einen Cocktail aus Nährstoffen und Pflanzenhormonen dazu gebracht, unzählige somatische Embryonen zu bilden – sozusagen Kopien von sich selbst – aus denen dann Bäume herangezogen werden“, erläutert der Forschungsgruppenleiter. Da die Geschmäcker unterschiedlich sind, werden auch verschieden Varianten des „perfekten Baumes“ gezüchtet. „Wir entwickeln Bäume mit einer Vielzahl an Merkmalen, die auf ihre Weise unterschiedlich schön sind. Grün sollen sie immer sein, aber die Farbnuancen der Nadeln reichen von hell bis dunkel mit Blauton. In Zeiten von Singlehaushalten sind auch schlanke Bäume gefragt, die in kleine Wohnungen passen. Und die Bäume sollen möglichst nicht nadeln“, so Zoglauer. „

Gentechnisch veränderte Bäume

GMO1Künftig sollen gentechnisch veränderte (GV) Bäume und Gehölze (z. B. Rosen) kommerziell genutzt werden. GV-Linien von Forst- und Obstbäumen wurden weltweit bereits in Hunderten von Freisetzungen getestet, wobei der Löwenanteil auf die USA entfällt. Auch in Europa (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Portugal, Schweden, Spanien) wurden bzw. werden Versuche mit GV-Bäumen durchgeführt. Die transgenen Bäume sollen, wie der Großteil der einjährigen GV-Kulturpflanzen, vor allem resistent gegen Herbizide und Insekten sein, doch andere Eigenschaften, angepasst an verschiedene Nutzungen, werden ebenfalls angestrebt. Nicht zuletzt geht es auch darum, aus Bäumen Sprit zu gewinnen. Insbesondere für Plantagen, denen eine zunehmend wichtigere Rolle für die Holz- und Energieproduktion zukommt, wird der Anbau transgener Bäumen diskutiert.

Auch hier kommt wieder Monsanto ins Spiel. Nachdem schon in China angebaut wurde, sollen nun auch in den USA „Frankenstein-Wälder“ entstehen. Wenn das Schule macht und natürlich mehr Profit, wer weiß, vielleicht stirbt dann irgendwann der Weihnachtsbaum aus, da der „perfekte“ Weihnachtsbaum nur zu Weihnachten verkauft wird.

Im Wohnzimmer möchte man diesen Weihnachtsbaum samt seinen Giftcocktails nicht wirklich haben.

Wo gibt’s in Deutschland Weihnachtsbäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen?

Wer nicht auf einen Weihnachtsbaum verzichten möchte und um mit ökologisch gutem Gewissen um den Weihnachtsbaum sitzen zu können, empfiehlt Robin Wood den Kauf von Tannen „die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird“. Die Liste beruht auf Angaben der zertifizierten Betriebe, Stand: 5. 12. 2013 Hier die Liste ansehen oder speichern

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum – wie geklont, genmanipuliert und giftig sind deine Blätter .

Netzfrau Doro Schreier

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  1. Als ich am 15.Dez,2016 im TV eine Sendung über das Spritzen von Ruondup in Christbaumkulturen sah, schrillten bei mir als Imker die Alarmglocken, man zeigte da auch noch ,dass sich das Mittel
    durch Witterung in angrenzende Wiesen verbreitet und dadurch Glyposat auch schon im Honig nachgewiesen wurde. Wir Bienenhalter kämpfen schon Jahre gegen das Bienensterben und da muss
    man sagen dass solcher Wahnsinn mit der Natur eine klare Verhöhnung unserer Arbeit ist.
    Das Gerede auf der Strasse, Einstein sagte……… nehmen wohl viele nicht ernst!

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