Chinas Durst auf Milch – Nestlé ist weltgrößtes Milchunternehmen

NestlemilchChinas Durst auf Milch wird weitgehend von einigen wenigen in- und ausländischen Großunternehmen gestillt, darunter Nestlé aus der Schweiz, Danone aus Frankreich sowie CampinaFriesland aus den Niederlanden.

Nachdem eine Studie im Auftrag von Nestlé und Dairy Australia die wachstumsgläubigen Politiker in Beijing davon überzeugt hatte, dass Kinder durch Milch größer werden, brachte ein landesweites Schulmilchprogramm, das 1998 gestartet wurde, den Durchbruch für den Konsum von Milch, Milchpulver und Joghurt.

Die holländische Rabobank, die auf den Agrarbereich spezialisiert ist, lobte: “Die chinesische Regierung hilft, eine neue Generation von Milchkonsumenten zu schaffen. Chinesische Firmen haben dadurch genügend Möglichkeiten, durch den wachsenden einheimischen Markt ihre Produkte abzusetzen”.

Zwei Drittel der Milch lieferten rund 1,5 Millionen kleine Familienbetriebe mit durchschnittlich fünf Kühen. Parallel dazu entwickelte sich die Verarbeitungsindustrie. Mehrere hundert größere Betriebe entstanden, darunter zahlreiche Gemeinschaftsunternehmen mit ausländischen Konzernen. Der neuseeländische Genossenschafts-Konzern Fonterra beispielsweise, der weltweit größte Exporteur von Milchprodukten, tat sich mit der Sanlu-Gruppe, einem staatlichen Unternehmen aus der Milchprovinz Hebei, zusammen, das französische Unternehmen Danone im Dezember 2006 mit Mengniu Dairy, Chinas größtem Milchverarbeiter. Der Schweizer Lebensmittelgigant Nestlé baute über 20 Verarbeitungsbetriebe und das größte Milchforschungszentrum in Asien auf.

Schon 2008 erschütterte ein Skandal um giftiges Milchpulver China: Damals waren sechs Babys mit Melamin gestrecktem Milchpulver gestorben, 300.000 weitere wurden davon krank. Das Misstrauen der Chinesen gegenüber einheimischen Produkten ist seither groß.
Das wussten auch ausländische Konzerne wie der Schweizer Nestlé-Konzern, auch Danone aus Frankreich, Mead Johnson, Wyeth , Abbott aus den USA sowie CampinaFriesland aus den Niederlanden.
Die chinesischen Behörden ermittelten dieses Jahr wegen mutmaßlicher Preisabsprachen gegen diese genannten Unternehmen und hat wegen Preisabsprachen Geldstrafen in Höhe von 82 Millionen Euro gegen diese sechs ausländische Milchpulver-Produzenten verhängt.

Fast fünf Jahre sind nach dem Skandal vergangen. Die Angst ist aber nach wie vor riesig. Sogar offiziell importiertes Milchpulver kommt bei vielen Eltern nicht in Frage. Sie wollen für ihren Nachwuchs nur Milchpulver, das im Ausland hergestellt wird und dort im Laden ausliegt. In den Produkten „Made in Germany“ haben sie einen Ersatz gefunden, dem sie vertrauen. Nun könnten Sie sagen, wieso „Made in Germany“, es sind keinerlei Deutsche Konzerne dabei, aber gerade Nestlé produziert seine Babynahrung u. a. in Deutschland.

In der VR China werden immer mehr Milchprodukte konsumiert. Insbesondere die Nachfrage nach höherwertigeren Produkten nimmt zu. Das heimische Angebot kann mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Deutsche Molkereien sind inzwischen führend bei Trinkmilchexporten nach China – und die Zahlen zeigen weiter nach oben.

Deutschland ist für die VR China wichtigstes Bezugsland von Konsummilch. In den letzten fünf Jahren bis 2012 sind die Exportzahlen geradezu explodiert. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge verneunzigfachte sich der Trinkmilchexport aus Deutschland in die VR China in diesem Zeitraum. Allein im Jahr 2012 lieferten deutsche Molkereien knapp 47,3 Mio. t Konsummilch – ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 150,4%. Auch Magermilchpulver mit einem Zuwachs von 40,2% auf 11,1 Mio. t und Käse legte um ganze 106,1% auf 0,54 Mio. t zu. Der Trend nach oben hält auch 2013 ungebrochen an.

Tatsächlich ist Milch in der VR China teuer und fast ein Luxusprodukt. Ein Liter Frischmilch im Supermarkt kostet rund 15 RMB; importierte H-Milch aus Deutschland zwischen 15 und 20 RMB – das sind umgerechnet rund 1,83 bis 2,43 Euro. Das ist auch der Grund, warum  deutsche Milcherzeuger angesichts der boomenden Nachfrage im Reich der Mitte und bei Milchpreisen in Deutschland von 0,65 Euro pro Liter die Milch exportieren.

Auf nach China, die deutsche Milchwirtschaft hat im chinesischen Markt noch große Chancen und sollte diese auch nutzen. Dieses Fazit zog 2012 Staatssekretär Dr. Gerd Müller nach seinem Besuch in Peking. Diesen Namen sollten Sie sich merken, denn der Kemptener Bundestagsabgeordneter Dr. Gerd Müller (CSU) ist neuer Entwicklungsminister und somit Nachfolger von Dirk Niebel. (S. Niebel gegen Menschenrechtsgruppe – Entwicklungshilfe – Die deutsche Wirtschaft bereichert sich auf Kosten der Armen). „Für Deutsche Firmen gibt es hier ein großes Markt- und Wachstumspotential“, so Müller.

2011 wurden insgesamt 38 Mio. t Milch erzeugt. Bis 2015 soll die Erzeugung auf 50 Mio. t  anwachsen. Dennoch wird auch in den kommenden Jahren ein stetig wachsender Bedarf an importiertem Milchpulver und an Milchprodukten bestehen. Bei Milch sehen die chinesischen Verbraucher die Lebensmittelsicherheit besonders kritisch, nachdem 2008 der Melaminskandal die komplette Branche erschütterte. „Wir sollten die sich uns bietenden Chancen einer verstärkten Kooperation nutzen. Es geht dabei nicht nur um den Export von Milchprodukten, sondern auch um unseren Beitrag beim Ausbau der Infrastruktur“, so Dr. Müller im September 2012.

Da stellt sich mir die Frage, was wird aus uns?

Der Eid, den die Bundestagsabgeordneten schwören müssen, lautet: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“ 

Bereits im April dieses Jahres kaufte der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle die Babynahrungsabteilung seines amerikanischen Konkurrenten Pfizer und wurde so auch in Asien zu einem führenden Anbieter.

“Der Kauf wird Nestlés Präsenz im Mittel- und Oberklassemarkt für Milchpulver in China stark ausbauen”, erklärte Zhou Siran, ein Forscher der CIConsulting. Milchpulver für Neugeborene und Kleinkinder sind ein riesiges Geschäft in China. (S: China: Muttermilch als neuer Champagner – und für Babys Milchpulver mit giftigen Bakterien)

Von Biessenhofen in die Welt – Großprojekt abgeschlossen – Weltweit bedeutender Standort für hypoallergene Säuglingsmilchnahrung im Nestlé-Werk eröffnet

Aus der Pressemitteilung von Nestlé vom 31. 03. 2011

„Rund drei Fußballfelder groß, 23 Meter hoch und eine Kapazität von bis zu 45 Millionen Packungen jährlich: Ab sofort ist eine der weltweit größten und modernsten Anlagen zur Herstellung hypoallergener Säuglingsmilchnahrung (H.A.) im Nestlé Werk Biessenhofen offiziell in Betrieb. Das Großprojekt verdoppelt die Produktionskapazität für H.A.-Säuglingsmilchnahrung am Standort Biessenhofen auf 28 000 Tonnen pro Jahr. Gebaut wurde sie in knapp zwei Jahren für 117 Millionen Euro.“

So reiste zur offiziellen Einweihungsfeier auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer an und drückte auf den roten Knopf und mit ihm der neue Minister für Entwicklungshilfe Dr. Gerd Müller.

Quelle Nestlé

Quelle Nestlé

Ministerpräsident Horst Seehofer, Gerhard Berssenbrügge, Vorstandsvorsitzender Nestlé Deutschland AG, Helmut Maucher, Nestlé Ehrenpräsident, Professor Dr. Werner Bauer, Generaldirektor Nestlé S.A, Nandu Nandkishore, Stellvertretender Generaldirektor Nestlé S.A., und Landrat Johann Fleschhut Staatssekretär Dr. Gerd Müller, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beim Eröffnen der neuen Produktionslinie für hypoallergene Säuglingsnahrung: Quelle Nestlé

Die Firma Nestlé produziert in ihrem Werk in Biessenhofen (Ostallgäu) auch speziell für den asiatischen Markt. „China ist für uns ein wichtiges Exportland.“

Wie sagte der neue Entwicklungshilfe-Minister Dr. Gerd Müller im September 2012? :  „Auf nach China!“

Nestlé

Nestlé

Merkel legte am  31. 05. 2013 den Grundstein für das Nestlé-Kaffeekapselwerk.

Obwohl der Nestlé-Chef findet, dass Wasser kein Menschenrecht ist und privatisiert werden muss.

Der Chef des Lebensmittel-Konzerns Nestlé hatte in einem kontroversen Statement behauptet, dass Wasser kein Menschenrecht darstelle. Laut Peter Brabeck ist es nur ein Lebensmittelstoff und muss deshalb wie andere auch privatisiert werden. Wasser ist eine Ressource, die am besten von Geschäftsleuten gemanagt werde, so Brabeck. Brabeck und Merkel – es wird gemunkelt, sie höre auf seinen Rat. (Nestle und die CDU-Spendenaffäre)

Engpässe bei Baby-Milchpulver

In den letzten Monaten war die Nachfrage aus China so groß, dass es in deutschen Drogerien zu einem Engpass kam. Mehrere Drogerieketten ordneten inzwischen aus Angst vor Hamsterkäufen die Rationierung der Milchpulver-Produkte an. In vielen Regalen stehen Schilder: „Die Abgabe kann nur in haushaltsüblichen Mengen erfolgen. Wir bitten um Verständnis“, heißt es dort.

Damit es nicht wieder heißt, die Netzfrauen verbreiten Panik, hier ein aktuelles Beispiel:

Damit die Regale nicht vor Geschäftsschluss leer geräumt sind, geben die dm-Filialen im Kreis Marburg Babytrockennahrung nur in haushaltsüblichen Mengen aus. Teilweise zum Leidwesen von Müttern und Vätern, die ihren Großeinkauf erledigen wollen, schreibt die op-marburg im Oktober 2013.

Der Geschäftsführer der größten deutschen Drogeriekette, Christoph Werner, erklärte am 28. 10. 2013: „Die mengenmäßige Abgabebeschränkung in haushaltsüblichen Mengen betrifft derzeit noch die Marken Hipp, Bebivita und Topfer. 

  „Wir arbeiten mit voller Kraft daran“, sagte Geschäftsführer Claus Hipp ,“Spätestens bis zum Jahresende solle die Versorgung wieder sichergestellt sein.

Doch zu welchem Preis? In einer großen Drogerie wurde für Bebivita 2er Nahrung der Preis von 2,99 € auf 3,99 € erhöht. Humana soll schon vor Monaten gleich mal 3 € teurer geworden sein.

Spekulanten in China machen Kasse mit der Angst der Mütter

Milupa-Sprecher Stefan Stohl: „Chinesen misstrauen landeseigenen Produkten und setzen „lieber auf deutsche Qualität“. Findige Asiaten haben daraus eine Geschäftsidee entwickelt: Sie decken sich in Online-Shops und Läden mit Milchpulver ein und versteigern die Ware zum Beispiel auf der Internetplattform Taobao, dem chinesischen Pendant zu Ebay. Dort wird die 800-Gramm-Dose Aptamil für 295 Yuan angeboten. Umgerechnet wären das etwa 36 Euro. Hierzulande kostet sie nur bis zu 12 Euro.

Derzeit gibt es 2000 Patente auf Bestandteile von Muttermilch.

Wasser, auch ein Thema von Nestlé, das Übelkeit verursacht. Schritt für Schritt reißen sich die Konzerne die Natur unter die gierigen Nägel, um die Kontrolle über Nahrungsmittel der Welt zu erlagen. So auch jetzt mit Milch und  Babynahrung (S: Es wird immer verrückter: Monsanto-Nestlé besitzt jetzt Patente auf Muttermilch)

Trotz Preisaufschlägen und Skandalen – Chinesen wollen Milchpulver aus dem Ausland!

Muttermilch als neuer Champagner – was lassen sich die Chinesen noch alles einfallen?
Nach Angaben der Zeitung “Southern Metropolis” bietet unter anderem die Vermittlungsagentur für Dienstpersonal, Xinxinyu, ihren Kunden Ammen an, die für viel Geld Neugeborene, Kranke und Wohlhabende mit ihrer Milch versorgen.

“Unsere erwachsenen Kunden können die Milch direkt aus der Brust erhalten oder sie abpumpen lassen, sollten sie sich zu sehr genieren”, zitierte das Blatt den Chef der in Shenzen beheimateten Agentur, Lin Jun. Dem Bericht zufolge müssen erwachsene Kunden für eine Amme monatlich umgerechnet 2000 Euro zahlen – das entspricht in etwa dem vierfachen Durchschnittslohn. “Gesunde und hübsche” Ammen erhalten demnach deutlich mehr.
In China ist das Stillen wenig verbreitet, laut einem UNICEF-Bericht von 2012 geben nur 28 Prozent der Mütter ihren Kindern die Brust. Als Gründe werden die kurzen Mutterschutzzeiten genannt sowie die aggressive Werbung für Ersatzmilch. (S: China: Muttermilch als neuer Champagner – und für Babys Milchpulver mit giftigen Bakterien)

Chinas Durst auf Milch

Angesichts der fortgesetzten Verstädterung und der wachsenden Mittelschicht ist daher mit einem weiteren Anstieg des Milchkonsums zu rechnen. Einen weiteren Markttreiber stellen die sich ändernden Einkaufsgewohnheiten dar: Traditionelle Märkte spielen eine immer geringere Rolle und werden von modernen Super- und Hypermärkten verdrängt, welche in ihren Kühlregalen entsprechend Milch- und Molkereiprodukte anbieten können.

Auch andere Konzerne wollen an der wachsenden chinesischen Milchindustrie mitverdienen. So hat die deutsche Firma Müller Milch bereits in chinesische Molkereien investiert. Modern Dairy genießt – wie auch andere große chinesische Milchfarmen – staatliche Unterstützung. 2010 und 2011 erhielt das Unternehmen 7,6 Millionen Dollar an Subventionen.

Mit Subventionen kennt sich der Herr Müller ja aus. Müller, berühmt für seine Werbung und die Milch- & Joghurt-Palette, hat fleißig expandiert – so gehört nicht nur Weihenstephan, sondern auch Unternehmenszweig Milbona, welches für Lidl produziert, dazu und viele, viele andere Produkte, was so manchem vermutlich gar nicht bewusst sein dürfte. (S. Alles Müller, …oder was? – der große Konzern des Herrn Müller)

Nach einer Studie der niederländischen Rabobank gehört die schweizerische Nestle mit Abstand zu den weltgrößten Milchunternehmen mit einem Umsatzanteil von rd. 15 %.

Erst dann folgen die beiden französischen Konzerne Danone (10 %) und Lactalis (9% ). Frankreich hat noch zwei weitere Milchunternehmen mit Weltbedeutung Sodiaal (4%) und Bongrain(3%).

zmp.de

zmp.de

Lebensmittel dürften sich auch künftig stärker verteuern als andere Waren – vor allem Milchprodukte. So erfuhren wir Verbraucher, dass besonders die Preise für Butter (+32,1 Prozent), Milch (+18,2), Käse und Quark (+8,8) angestiegen seien, weil: „auf nach China“.

Netzfrau Doro Schreier

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