Monsanto mit Gift und Genen – Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben

Monsanto9Die aktuellsten News zu Monsanto 2014: Von dem Sieg über Monsanto in Argentinien bis zu Monsanto darf Landwirte verklagen, deren Felder versehentlich mit Monsanto-Produkten kontaminiert werden. Doch leider überwiegen die negativen Nachrichten und Monsanto – ein Ende nicht in Sicht.

Wer ist Monsanto?

Das 1901 in Saint Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen „Monsanto Chemical Works“ war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde.

In der Vergangenheit machte „Monsanto“ mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Rindern sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter anderem unter dem Handelsnamen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.

Heute ist „Monsanto“ weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle sind „Monsanto“-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von „Monsanto“. Aber noch nie hat ein agroindustrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt.

Er gilt als Oscar der Nahrungsmittelbranche:

Nicht zu fassen, Monsanto gewann den  World Food Prize 2013  für genmanipuliertes Saatgut!
Der Welternährungspreis (World Food Prize) ist eine internationale Auszeichnung für Personen, die besondere Leistungen für die Verbesserung der Quantität, Qualität oder Verfügbarkeit von Lebensmitteln erbracht haben.

Aber wenn man berücksichtigt, dass Monsanto im Jahr 2008 fünf Millionen Dollar an diese Stiftung, die den Preis vergibt, überwiesen haben soll, dann brauchen wir uns nicht mehr zu wundern.

  • Gentechnisch veränderte Pflanzen werden auf 420 Millionen Hektar von 17,3 Millionen Landwirten auf der ganzen Welt angebaut.
  • Mehr als 90 Prozent von ihnen sind Kleinbauern in Entwicklungsländer.

Und zu dem Freihandelsabkommen: In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien, und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die EU gerne Gesetze wörtlich so beschließt, wie die Lobbyisten sie ihnen vorlegen. So unterhalten US-Konzerne im Internet-Bereich eine eigene Stiftung, die ihnen den Zugang zu Abgeordneten sicherstellt. Siehe: USA/EU – TTIP – Stand der Verhandlungen – und die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik

Monsanto hält eine Monopolstellung bei der Produktion von genverändertem Saatgut.  Die mit Monsanto eng verbundene Verwendung von RoundUpReady® ist ein weiterer Kritikpunkt. Weltweit mehren sich die Stimmen von Ärzten und Wissenschaftlern, die feststellen, dass das Glyphosat, das sich so in den Böden festsetzt, die Gesundheit schädigt. Siehe Studie – GVO verursacht Glutenunverträglichkeit – 18 Millionen Amerikaner betroffen, aber nicht nur die!

Monsanto darf Landwirte verklagen, deren Felder versehentlich mit Monsanto-Produkten kontaminiert werden

Seit 2011 zieht sich ein Gerichtsstreit um Monsanto, der massenweise Landwirte verklagte, deren Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen – deren Patente der Konzern hält – “verunreinigt” waren. Für die konventionellen Landwirte gab es nun vor dem Supreme Court eine böse Überraschung, Monsanto triumphiert.

Das US-Verfassungsgericht bestätigte die Ansprüche des Biotech-Riesen Monsanto auf die Patente von gentechnisch verändertem Saatgut. Das Recht des Konzerns, Landwirte zu verklagen, deren Felder versehentlich mit Monsanto-Produkten kontaminiert werden, wurde auch bestätigt.

Monsanto meldet gleich zum Beginn des Geschäftsjahresstart ein Gewinnplus

Wie das Unternehmen mit Sitz in St. Louis mitteilte, wurden im Zeitraum September bis November 2013 die Nettoerlöse um 6,9 % auf gut 3,14 Mrd $ (2,24 Mrd Euro) und der Gewinn um 8,6 % auf 368 Mio $ (270 Mio Euro) gesteigert.

Maßgeblich für das kräftige Umsatzwachstum im Berichtsquartal war nach den Zahlen von Monsanto die kräftige Zunahme des Pflanzenschutzmittelgeschäfts. Aus Sicht von Monsanto-Vorstandschef Hugh Grant hat die bisherige Entwicklung im neuen Geschäftsjahr den Kurs beziehungsweise die Wachstumsstrategie des Unternehmens bestätigt. Bedeute nicht anderes, als das Monsanto uns noch lange beschäftigen wird.

Keine neue Fabrik für Monsanto in Malvinas Argentinas

Im Oktober 2013 hatte Monsanto das richterliche OK für den Baubeginn in der ersten Instanz erhalten. Sollte die Fabrik tatsächlich einmal produzieren, besäße Argentinien nach Angaben von Monsanto die zwei weltgrößten Anlagen dieser Art. Bereits seit einigen Jahren ist in Rojas in der Provinz Buenos Aires eine ähnliche Anlage in Betrieb.

Die Einwohner von Malvinas Argenitas in der Provinz Cordoba wollten das aber nicht hinnehmen und zogen vor Gericht. Dieses stoppte den Bau einer Saatgutfabrik des US-Chemie- und Saatgutkonzerns Monsanto. Monsanto hat bereits angekündigt, dagegen Einspruch zu erheben. Wir stehen mit der argentinischen Anti-Monsanto-Aktivistin Sofía Gatica in Kontakt. Die Justiz in Argentinien entschied zugunsten der Umweltschützer und gegen Monsanto. Monsanto zog das Bürogebäude von der Baustelle in Argentinien ab. Gratulation an die argentinische Anti-Monsanto-Aktivistin Sofía Gatica und das Camp der “Madres de “Ituzaingó”. Siehe auch Argentinische Anti-Monsanto-Aktivistin Sofía Gatica brutal angegriffen,!!! geschlagen und mit Steinen beworfen

Italien: Monsanto bietet Brasilienreise für Melonenbauer

Wer zwischen dem 7. Januar und dem 30. April 2014 einen Einkauf von 5000 (und mehr) Saaten  oder Setzlingen der neuen Melonensorte SV5448 ML und SV9424ML von Monsanto kauft, kann eine Reise nach Brasilien gewinnen, um Italien bei der Weltmeisterschaft 2014 sehen zu können. Also auch in Melonen hat Monsanto schon das Sagen. 

Terminator Trees – die neuen Killermaschinen 

Brasilien hat die Entscheidung, diese Terminator Trees zuzulassen, in den Februar verschoben. Diese Bäume wurden darauf getrimmt, unfruchtbar zu sein, damit die Gegner der GMO-Technik nicht mehr damit argumentieren können, dass sich die Samen unerwünschterweise in nicht GMO-Anbaugebiete verteilen.

A Silent Forest erklärt (in Englisch), wie diese Bäume als “Todesmaschinen” agieren. Und die Frage stellt sich anschließend, was der nächste Schritt der Biotech-Industrie ist. Wie lange dauert es, bis alle Bauern weltweit nur noch Samen bei Monsanto und Co. kaufen können? Die neuen Bäume sind nicht nur resistent gegen alle herkömmlichen Herbizide, sie selbst agieren als solche!

Monsanto steht davor, Delta & Pine Land (DPL) zu kaufen, die der weltgrösste Konzern für Baumwollsaat ist, im Besitz von drei US-Patenten auf Terminator -Technologie und auch ebensolcher Patente in Europa und Kanada. Auch Syngenta hat um ein derartiges Patent in Kanada angesucht. Siehe dazu auch: Die Schattenseite der Blüten – Monokulturen, Ausbeutung, Pestizide, Genmanipulation

Monsanto spendet Saatgut und Geld an Hochwasseropfer 2013

In den vergangenen Monaten wurde Saatgut im Wert von über 80 000 EUR gespendet. So waren die Landwirte in der Lage, die zerstörten Felder neu zu bestellen und finanzielle Einbußen auf Grund von Ertragsausfällen konnten weitgehend  vermieden werden. Zusätzlich zur mittelbaren Unterstützung wollte Monsanto Deutschland gleichzeitig mithelfen, die zerstörte Infrastruktur in den betroffenen Gebieten wieder aufzubauen. Daher hat sich das Unternehmen entschlossen,  75 000 EUR an die Schorlemer Stiftung zu spenden.

Offenbar ist Monsanto daran interessiert, sich als Wohltäter zu zeigen. Das tun ja auch Melinda und Bill Gates, die bekanntlich dem Monsanto-Konzern nahe stehen. Siehe Entwicklungshilfe in privater Hand – Hand in Hand mit Bayer und Bill Gates

Monsanto baut auf 40% der US- und auf 27% der weltweiten Getreidefelder an

Chris Parker schrieb in der Wochen-Zeitschrift Village Voice, dass Monsanto in America 40% und weltweit 27% der Getreideanbaufläche beherrscht. Monsanto ist mit den Gesetzmachern Washingtons vernetzt und hat allein im letzten Jahrzehnt 20 Millionen, seit 1998 $ 70 Millionen für Lobbying ausgegeben. Seit Michael Taylor, der frühere Monsanto Vizepräsident für Public Policy, von Präsident Barack Obama als stellvertretender Kommissar der FDA bestellt wurde, hat diese Nähe eine noch greifbarere Dimension angenommen. Monsanto bestreitet dies selbstverständlich und meint, es gäbe auch noch andere Saatgutfirmen, die dasselbe tun wie sie selbst. Chris Parker hingegen meint, Monsanto würde durch seine Monopolstellung verhindern, dass es unabhängige Forschung auf dem Gebiet der Gentechnik auf Saaten und somit Lebensmittelsicherheit gibt.

Monsanto gibt Dokumentar-Filmemacher kein Interview

Im Jahr 2010 machte der junge Aktivist Jeremy Seifert mit einem Budget von $ 200, einer ausgeborgten Kamera und viel Herzblut den Film DIVE! (über die Problematik weggeworfener Lebensmittel in Amerikas), der bei diversen Filmfestivals 22 Preise einheimste. Damit gründete er die Produktionsfirma Compeller Pictures, die den Film „GMO OMG“ auf die Leinwand brachte. Inhalt des Films: Die Geschichte der Übernahme der Lebensmittelproduktion durch riesige Chemiefirmen – und so wurde die Landwirtschaftskrise zur Kulturkrise. Ausschnitte und ein ausführliches Interview gibt es in diesem Video: „A Silent Forest“
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Monsanto –  Das Geschäft mit dem Erbgut – Patente auf Lebewesen

Wissen Sie nun, wer Monsanto ist? Wenn  nicht, schauen Sie sich dieses Video an. Das 1901 in Saint Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen „Monsanto Chemical Works“ war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde.

Unfassbar: Nicht nur Smartstax – 49 verschiedene gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU zugelassen.
SmartStax ist der Super-Gen-Mais der amerikanischen Firma Monsanto.
Wissenschaftler warnen, denn Tiere wurden in Versuchen krank. Auch Menschen haben Rückstände des umstrittenen Pflanzenschutzmittels für SmartStax schon jetzt im Körper. Dennoch hat die EU-Ebene die Genehmigung der umstrittenen Maissorte zugestimmt. Unfassbar: Nicht nur Smartstax – 49 verschiedene gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU zugelassen

Netzfrau Doro Schreier

Wir sind empört! Umstrittener Gen-Mais Smartstax kommt nach Europa!- jetzt ist es amtlich!

USA/EU – TTIP – Stand der Verhandlungen – und die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik

Erfolg gegen Monsanto – EPA widerruft Tomatenpatent

Unglaublich! Staatliche Erpressung zugunsten Monsanto – US requires El Salvador to buy Monsanto’s GMO seeds or no aid money

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Was soll ich sagen? Nach dem man das liest, muss man sich fragen, was sich die Politiker erlauben. Wie sich diese Politiker als Volksvertreter schimpfen und nur für die Industrie Entscheidungen trifft.
    Der Mammom und die Posten in den Vorständen sind eben verlockender, als die Zukunft der eigenen Bevölkerung.
    Ist es jetzt ungezogen, wenn ich diesen Wesen nicht das Beste wünsche?

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