„Problemkind Pflege“ Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel

MerkelPflegebedürfigkeit betrifft momentan 2,25 Millionen Menschen der Bevölkerung in Deutschland. Auf Grund des demografischen Wandels ist in den nächsten Jahrzehnten ein enormer Anstieg der Pflegebedürftigen zu erwarten. Für 2030 werden bereits 3,3 Millionen pflegebedürftige Menschen prognostiziert. Kritiker sprechen schon jetzt von katastrophalen Zuständen.

Lieber Kollege, liebe Kollegin, liebe Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und alle, die etwas zum Gesundheitssystem zu sagen haben,

wir wollen am 01. 03. 2014 einen Brief an Frau Merkel abschicken, um auf unsere momentane Situation in der Pflege aufmerksam zu machen.

So erhoffen wir, dass wir doch etwas Aufmerksamkeit bekommen und wir nicht nur öffentlich unser „Problemkind Pflege“ ansprechen. Hierzu habe ich ein Musterbrief ausgearbeitet, damit der Einstieg eventuell etwas leichter fällt. Ihr könnt den unten stehenden Brief entweder so übernehmen oder ihr schreibt selbst einen Brief mit Euren Erlebnissen in der Pflege.

Wichtig ist der gemeinsame Einwurftermin, am 01. 03. 2014, im gelben Briefkasten der Deutschen Post.

Macht mit und lasst den Briefkasten im Kanzleramt überquellen:

Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin
Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin Datum

Betreff: Pflege Aktivisten/ Veränderungen in allen sozialen Bereichen

Sehr geehrte Frau Merkel,

kennen Sie Ihre Worte noch?

„Pflegekräfte haben einen härteren Job als ich“ 
„Pflegekräfte sind die stillen Helden in Deutschland“

Das, Frau Merkel, waren Ihre Worte im Wahlkampf 2013 zur Pflegesituation in Deutschland.

Mehr als diese zwei Sätze waren wir Ihnen damals nicht wert und werden wir es wohl auch die nächsten Jahre nicht sein, bis es wieder Wahlen gibt.

Aber NEIN, Frau Merkel, wir sind nicht mehr still. Wir teilen Ihnen nun auch mit, warum wir nicht mehr still sind.

In der Pflege ist es nicht mehr 5 vor 12, wie oft geschrieben und zitiert, 5 vor 12 war es vor sieben Jahren. Nun haben wir bereits 18 Uhr überschritten. Die Pflege in Deutschland ist ein Trümmerland geworden. Unterversorgte Patienten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und in der ambulanten Versorgung. Die Unterversorgung dieser Patienten endet oftmals tödlich.

Blutige Entlassungen aus den Krankenhäusern dank eines Abrechnungssystems (DRGs), das jeder Beschreibung spottet.

Pflegepersonal wird in den Kliniken abgebaut, um Gewinne zu maximieren.

Pflegepersonal wird geoutsourct, über Tochterfirmen zu niedrigeren Gehältern wieder eingestellt, für was wohl? Für die Gewinnmaximierung.

Heimisches Pflegepersonal verlässt fluchtartig die deutsche Pflegelandschaft und arbeitet in den skandinavischen Ländern, der Schweiz, Luxemburg usw.

Seit Jahren wird versucht, jenseits der EU-Grenzen Pflegepersonal zu finden, das hier arbeiten soll, jedoch flüchten auch diese Menschen wieder zurück in ihre Heimat.

Der schlechte Ruf des deutschen Pflegesystems hat sich längst bis in die hintersten Ecken unseres Planeten herumgesprochen.

Aber Nein, immer noch glauben die verantwortlichen Politiker, wir seien auf dem richtigen Weg, um die aktuellen und noch kommenden Probleme lösen zu können. Welch irre Gedanken reiten eigentlich einen Politiker?

Statt hier die Verhältnisse der Pflege endlich nachhaltig zu verbessern, wird seit Jahren nur Flickschusterei betrieben.  Die Kettenbetreiber der Pflege maximieren ihr Gewinne in Millionenhöhe, lassen diese Gelder aber nicht mehr in die Pflege zurückfließen, um die Pflegesituation zu verbessern. Im Gegenteil: Es wird weiter gespart und ausgepresst, und Sie, Frau Merkel, sehen dabei zu und sagen NICHTS.

Auch bei den pflegenden Angehörigen ist die Situation ein reines Desaster. Wer heute seinen Angehörigen pflegt, muss damit rechnen, ein Harz-4-Fall zu werden. Es gibt so gut wie keinerlei staatliche Unterstützung außer einer Aufwandsentschädigung in Form eines lächerlichen Pflegegeldes.

Schämen Sie sich eigentlich nicht, Frau Merkel?  Schämen Sie sich nicht dafür, wie in diesem reichen Land mit Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und dem Pflegepersonal umgegangen wird? 

Politik ist nicht nur, im 14-tägigen Intervall Europa zu retten oder anderen Staaten vorzuschreiben, wie sie mit ihren Geldern umzugehen haben. Politik beginnt mit der Innenpolitik und auch mit der Pflege. Das gesamte Gesundheitssystem ist ein innenpolitisches Thema, um das Sie sich schleunigst kümmern sollten. Wie oben bereits erwähnt: Wir wollen und werden keine stillen Helden mehr sein und werden unseren Mund auch nicht mehr halten. 

Wir fordern von Ihnen:

– die Pflegesituation in Deutschland sofort zur Chefsache zu machen.
– Ein Verbot weiterer Privatisierung von Krankenhäusern und Pflegeheimen.
– Rückführung privatisierter Krankenhäuser und Pflegeheime in staatliche Hand.
– Eine grundsätzliche Reform des gesamten Gesundheitssytems im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und nicht im Sinne der privaten (Versicherungs)-Wirtschaft.

Bitte handeln Sie schnell, Frau Bundeskanzlerin. Sie haben die Verantwortung für alle Menschen, die in diesem Land leben und nicht nur Verantwortung für einige wenige, die auf unsere Kosten ihre Taschen vollmachen. Ich möchte von Ihnen auch keine vorgefertigte Antwort bekommen, indem Sie oder Ihre Mitarbeiter auf den tollen Koalitionsvertrag verweisen mit Auszügen aus dem selben.

Und bitte auch keine Aufstellung der letztjährigen Tätigkeiten Ihrer Regierungspolitik im Bereich des Gesundheitssystems. Diese Tätigkeiten und Beschlüsse kennen wir alle auswendig. Sie haben die Situation jedes Mal nur weiter verschärft statt zu entlasten.

Wir wollen endlich Taten für die Menschen in diesem Land sehen. 

Mit freundlichen Grüßen

Lieber Kollege, liebe Kollegin, liebe Pflegebedürftige, Pflegende Angehörige und alle die etwas zum Gesundheitssystem zu sagen haben

wir wollen am 01. 03. 2014 einen Brief an Frau Merkel abschicken, um auf unsere momentane Situation in der Pflege aufmerksam zu machen.

P.S.: Telefonnummer und E-Mailadresse findet Ihr hier

https://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Service/Kontakt/kontakt_node.html

Veranstaltungslink:

https://www.facebook.com/events/410984945670794/permalink/411822392253716/

Möchten Sie so behandelt werden?

“So, nun bin ich fast 90 Jahre alt. Nachdem mein Mann vor ein paar Jahren starb, habe ich mir mein Leben in meiner Wohnung neu eingerichtet.

Mein Leben lang bin ich gerne spät ins Bett gegangen, habe Krimis geguckt und bin auch gerne morgens etwas länger im Bett geblieben, wenn es mir möglich war. Es gibt so manches Essen, welches ich auf den Tod nicht ausstehen kann, und meine Kanne Kaffee in der Früh ist mir heilig, auch die paar Gläser Wein am Abend genieße ich jedesmal.

Ich liebe meine Wohnung, die voll mit Erinnerungen an mein Leben ist. Schöne und nicht so schöne Erinnerungen. Meine Umgebung ist mir so vertraut, ich kenne jeden Stein und Baum vor meiner Wohnung. Wenn ich aus dem Fenster sehe, erinnere ich mich, wie ich früher, als die Kinder noch klein waren, diese beim Spielen beobachtete. Ich erinnere mich, gesehen zu haben, dass mein Mann von der Arbeit kam und an all solche Dinge.

Ich finde, einmal in der Woche ein Bad reicht völlig, ansonsten reicht es, sich täglich zu waschen. Meine Wäsche darf auch nicht so oft in die Waschmaschine, vom vielen Waschen geht diese ja nur schneller kaputt.

Ich habe früher auch sehr gerne gelesen, doch mittlerweile fällt es mir schwer, meine Augen werden schneller müde. Auch bin ich nun bereits nicht mehr so gut auf den Beinen, weswegen ich einmal gestürzt bin auf dem Weg zum Bad. Auch habe ich mal vergessen, dass das Bügeleisen noch an war und auf der Bluse stand, als ich abgelenkt wurde durch das Telefon, welches ich nicht sofort finden konnte.

Und der Herd war mal an, als ich noch schnell zum Supermarkt wollte, um etwas für Mittags einzukaufen, na das alles ist mir ja früher in jüngeren Jahren auch schon mal passiert.

Nun hat der Familienrat, zu dem ich wegen meines hohen Alters wohl nicht mehr gehöre, beschlossen, es sei besser, mich in ein Pflegeheim zu geben, sonst würde mir noch etwas passieren. Mir wurde gesagt, ich bin da besser aufgehoben und ich könnte dort leben wie bisher, es ist so ähnlich wie in einem Hotel im Urlaub. Nur, dass ich ja noch nie wirklich in einem Hotel war.

So, und da bin ich nun. Ich vermisse meine ganzen Möbel und Erinnerungsstücke von zu Hause. Die Bettwäsche ist steif und klamm, wie in einem Krankenhaus. Mir wurde gesagt, ich dürfte meine eigene Betwäsche nicht mitnehmen, das sei unhygienisch. Morgens um sechs Uhr kommt eine Schwester rein und schaltet das Licht an und brüllt mir ”guten Morgen” entgegen, und das, obwohl ich noch so gerne ein bisschen schlafen würde.

Nun muss es aber ganz schnell gehen und ich werde nun so oft geduscht, gewaschen etc. dass bestimmt meine Haut ganz dünn wird, das ist doch so. Jeden Tag wird mir etwas Frisches angezogen, und das von gestern in die Wäsche gebracht. Ja wissen die denn nicht, dass zu vieles Waschen meine Kleidung kaputt gehen lässt? Meine Kanne Kaffee vermisse ich schmerzlich, fast genauso wie den Blick aus meinem Fenster und die Bäume und die Steine. Meine Erinnerungen wurden weggeworfen, nur ein paar Fotoalben und eine Kommode haben Platz gefunden in diesem Zimmer, das nun meine Wohnung sein soll.

Nur ich kann nicht abschließen, ständig kommt jemand herein, ungefragt und ohne anzuklopfen. Mir wird Essen hingestellt, wenn ich noch gar keinen Hunger habe, oder Essen, dass ich einfach nicht mag. Dann holen sie den Arzt, da ich nichts mehr essen möchte.

Auf meinen Wein abends, so wurde mir gesagt, soll ich doch verzichten, der sei nicht gut für mich und ins Bett gehen soll ich möglichst schon um 19 Uhr. Mir fehlen meine Krimis, die ja immer erst um 20:15 beginnen. Nachts kommt die Schwester, macht das Licht an, um zu sehen, ob alles gut ist. Es war alles gut, doch dann liege ich wach.

Mir wurde gesagt, es würde mir dort, wo ich hinkomme besser gehen. Es wäre zum Besten für mich. Das Beste für mich wäre, ich könnte zurück in mein Leben, um die letzten Jahre, die ich vielleicht noch habe, glücklich sein zu dürfen. Hier bin ich es nicht!”

In zehn Jahren wird es 3,4 Millionen Pflegebedürftige bundesweit geben, eine Million mehr als heute. Kritiker sprechen schon heute von katastrophalen Zuständen. Möchten Sie so behandelt werden, wie uns die 90 jährige Dame berichtet hat?

Damit in Deutschland wieder in Würde gealtert werden kann und auch im Krankheitsfall die Würde nicht verloren geht.

Ihr könnt den oben stehenden Brief entweder so übernehmen oder ihr schreibt selbst einen mit Euren Erlebnissen in der Pflege.

Wichtig ist der gemeinsame Einwurftermin, am 01. 03. 2014, im gelben Briefkasten der Deutschen Post.

Netzfrau Tania Zimmer

Kritik am Gesundheitssystem – Grundstein für Gewerkschaft Interessen Fairtretung Gesundheit, Pflege und Soziales gelegt

Wir fordern: Menschenwürdiger Umgang mit ‪Pflegebedürftigen, ‪Kranken und‪ Pflegekräften

Erfahrungsbericht einer Pflegekraft

Altenheim oder Gefängnis?

26 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Diese Politiker sind einfach nur eine Schande und Verbrechen an der Bevölkerung, die sie so anhimmeln. Als Gipfel der Frechheit werden andere vielfach sozialere Staaten (die wahrscheinlich auch deshalb sterben mussten z. B. DDR, Libyen, wer will schon ein Bsp. wie es besser geht für die Bevölkerung) als pöse Unrechtstaaten bezeichnet.
    Aus eigener Erfahrung ist mir nun schmerzlich bewußt geworden, woher diese viele Pflegebedürftigen wirklich kommen, gerne wird dafür die prima Gesundheitsversorgung an den Haaren herbei gezogen, die jetzt noch mehr verbessert werden soll mit Maßnahmen, wie keine Rehakuren mehr für ab 75jähige (lt. GroKo-Vertrag) z.B. nach einer verpfuschten OP, an deren Folgen sich dann gleich noch die „Pharmagötter“ gesundstoßen und mit reichlich Antibiotika und Krankenhauskeimen eine normale Heilung fast unmöglich machen. Warum soll man dann solchen Patienten noch eine Reha bezahlen, da sie ja ohnehin schon alt und zu dick sind (wie zu dick kann man nach 2Monaten künstl. Ernährung noch sein, es sei den das viele Fett hat sich versteckt. Zum Alter sollte man eben draussen an die Krankenhäuser dran schreiben „Behandlung nur bis max. 75Jahre“ außer Beamte, Politiker und GroKos!
    Wenn man wegen eine Lapalie ins KH geht und als Pflegefall wieder raus kommt, ist man dann auch selbst noch Schuld!!!!
    Zu den exorbitanten Profiten der Pharma… kommt noch der Profitwahn im deutschen UnGesundheitssystem und den Verwaltungsmolochen der zig. Krankenkassen, wo das Wort Mindestlohn nicht bekannt ist. Da wir ja in einem demokr. Rechtsstaat leben (bitterer Reflux) werden dann sicher auch die über 75j. keine Krankenkassenbeiträge mehr zahlen brauchen. Sorry Gesundheitskassenbeiträge, es gab früher schon mal solche Verhöhnungen – Jedem das Seine usw.
    Ihr seid das Volk, man sieht es ganz deutlich.

  2. Guten Morgen liebe Netzfrauen,

    danke für die Mitteilungen,für den Musterbrief,für Ihre Zeilen.Tief haben mich die Zeilen der 90 jährigen Frau berührt. Gern denke ich da an meine Mutter zurück,die ich leider vor vielen Jahren in ein Seniorenheim untergebracht hatte,da uns 700 km trennten,ich selber krank war,heute noch mit einigen Problemen zu kämpfen habe. Wir hatten ein gutes Seniorenheim ausgesucht(unterschied sich nicht von anderen Seniorenhäusern),wo der ältere Mensch die Hauptperson war,nicht abgestellt erschien. Auch versuchte ich damals mehrmals meine Mutter zu sehen. Sie wurde dann stark Demenz,erkannte mich,uns nicht mehr,bis ich ihr bei Besuchen die Nahrung reichen mußte.Habe es so gern getan,hat nicht gerade die Mutter uns ,als wir klein waren, so umsorgt?
    Ich werde diesen Brief am 01.03.2014 absenden,hoffe,viele werden sich daran beteiligen,denn es ist ein Skandal,wie hier schon geschrieben steht,wie unser „Volksvermögen“ verteilt wird,nur nicht ausreichend genug für die autochthonen Deutschen,die das mehrheitlich erarbeitet haben.

  3. „Wir fordern von Ihnen:
    – Die Pflegesituation in Deutschland sofort zur Chefsache zu machen.
    – Ein Verbot weiterer Privatisierung von Krankenhäusern und Pflegeheimen.
    – Rückführung …“

    Sie beklagen, das Merkel als gewählte Vertreterin des Volkes, als Vertreterin eine allmächtigen Staates ihre Macht „falsch“ einsetzt, falsche Prioritäten setzt u.v.m. Aber sie fordern dann, dass wieder eine staatliche Macht genau ihre „Wünsche“ umsetzt. Wie blöd ist das denn? Eine staatliche Macht soll die andere staatliche Macht korrigieren? Das ist doch unlogisch.
    Eine Änderung der schlechten Verhältnisse wird es erst geben, wenn es jedem frei steht in dieser Welt so zu leben, wie er es will. Will jemand private Gesundheitsvorsorge. Ok. Soll er haben. Will jemand eine öffentliche Gesundheitsvorsorge? Auch ok. Aber jeder soll sich frei entscheiden dürfen, wohin er sein Geld verteilt. Eine Abstimmung mit dem Portemonaie sozusagen. Sie sagen, das wäre Anarchie? Ich sage das ist Freiheit. Denn staatliche Zentralisation, und Macht haben noch nie irgendetwas positives bewirkt, ausser Unfreiheit, Ausbeutung breiter Massen und Geldverschwendung.

  4. Hallo Zusammen, gestern las ich in der Zeitschrift ‚Brigitte‘ einen interessanten Bericht über die Dissertation der Juristin Susanne Moritz, die sich mit den offenkundigen Missständen in dt. Pflegeheimen befasst hat u zu dem Schluss kommt, dass die Grundrechte der Pflegebedürftigen verletzt werden. Der VdK prüft derzeit die juristischen Möglichkeiten, Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht zur Verbesserung der Pflege einzulegen.
    Vielleicht sollte dieser Aspekt auch noch mit in das Schreiben an unsere Bundeskanzlerin einfließen, um die Dringlichkeit der Reform zu verdeutlichen.
    Ich kann nur hoffen, dass Fr. Merkel bis zum 1.3. von einer Tsunami-Welle an entsprechenden Briefen überrollt wird, um endlich ins Handeln zu kommen und sich nicht weiter von Lobbyisten auf Kosten der Pflegebedürftigen beeinflussen zu lassen. Meinen Brief erhält sie auf jeden Fall!

  5. Ich sage nur eins liebe Frau Merkel,ich wünschen Ihnen ausgeruhte Hände und zufriedene Hände ,sollten sie sie einmal brauchen. aber sie verdienen ja genug um sich dann im Ausland pflegen zu lassen .Oder?

  6. Ich habe meinen Brief zum flashmob am 1.3.2014 bei den Pflegeaktivisten eingegeben und zitiere hier noch dazu ein Gedicht von Erich Fried:

    Den Herrschenden

    Hat es euch Herz und Augen ausgebrannt?
    Sind nicht mehr zehn Gerechte in dem Land?
    Ihr seid nicht tierisch, denn so schlägt kein Tier.
    Keins eurer Opfer ist so tot wie ihr.

    (Erich Fried)

    Eine an der „Pflege-Front“ tätige Pflegende Angehörige …
    Marion Reinartz

  7. Hier der Entwurf meines Briefes zum Briefflashmob am 1.3.2014 aus der Sicht einer seit jJahren pfelenden Angehörigen an Frau Dr. Merkel. Seid dabei, denn menschenwürdige Pflege geht uns alle an!
    Der Entwurf meines Briefes an Frau Dr. Merkel zum flashmob am 1.3.2014:

    Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
    die Menschenwürde ist ein in unserem GG gemäß § 1 verankertes Grundrecht und wird in unserem maroden Gesundheitssystem täglich neu mit Füßen getreten.

    Seit über 30 Jahren
    habe ich meinen schwerstbehinderten Sohn gepflegt und betreut und seit nunmehr sechs Jahren meine an Alzheimer erkrankte Mutter.

    Ich bin eine von den ca. 2,5 Millionen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen und zum Teil nach Beendigung der Pflege in die durch die schwierigen Bedingungen in unserem Land vorprogrammierte Altersarmut fallen, in unseren Berufen finden wir nach so vielen Jahren der Pflege meist alle nicht mehr zurück und wenn, mit erheblichen finanziellen Einbussen. Wir pflegenden Angehörigen stellen den größten Pflegedienst der Nation.

    Noch nie wurde uns die Pflege so schwer gemacht, insbesondere auch durch zermürbenden Verwaltungsaufwand, Papierkrieg etc. Dokumentationen etc.

    Während der zurückliegenden Betreuungs- und Pflegezeit meiner Mutter habe ich auch mit diversen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern Bekanntschaft gemacht. Was sich dort für mich als Gesunder abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung.

    Es ist erschreckend zu erfahren, dass kranke Menschen nicht als geheilt aus Krankenhäusern entlassen werden, sondern im Gegenteil mit noch schlimmeren Folgekrankheiten aufgrund der oft fatalen medikamentösen Behandlung, die im Ruhigstellen von insbesondere alten Patienten ihren Grund hat. Jhrl. werden in Pflegeheimen gegen ihren Willen ca. 240.000 Patienten und Bewohner sediert. Die Chemische Gewalt am alten Menschen hört nicht auf und resultiert daraus, dass immer weniger qualifiziertes Personal eingestellt wird. Das verbliebene Personal für eine Station ist oftmals dermaßen überfordert, dass Fehlleistungen in ihrer Praxis nicht selten sind. Überforderung, Bournout und Mobbing sind oft die Folge davon, die uns heute schon die Aussicht aufs Altern in einem erschreckenden Licht erscheinen lassen. Wir sind die nächsten Alten …

    Ich habe mich mit den Pflegeaktivsten bei facebook seit ein paar Jahren solidarisch erklärt und auch mit anderen Pflegegruppen diverse Petitionen, die eine Forderung auf verbesserte Pflege in unserer Gesellschaft zum Inhalt hatten, nämlich Menschenwürde statt Gewinnmaximierung im Gesundheitssystem, ein besserer Personalschlüssel, damit Fehlleistungen in der Pflege vermieden werden, und eine respektable Entlohnung des Pflegepersonals in unserem Land.

    Es geht nicht an, dass Sie, insbesondere unsere Alten, die nach dem Krieg diesen Staat unter schwierigsten Bedingungen mit aufgebaut haben, heute so allein lassen, indem ihnen eine dem Grundgesetz nach gebührende menschenwürdige Pflege verwehrt wird und sämtliche Trittbrettfahrer in diesem Gesundheitssystem bedient werden, sich goldene Nasen verdienen durch unserer aller Krankenkassenbeiträge. Da, wo das Geld hingehört, kommt es nie an. Nämlich bei den zu Pflegenden, dem Pflegepersonal und den pflegenden Angehörigen.

    Ich hätte gerne gewußt, wann endlich nach all den Jahren die von Ihnen und Ihrem Stab gemachten Wahlversprechen eingehalten werden. Nehmen Sie sich dieses sehr wichtigen und ernsten Themas bitte schnellstmöglich an, denn in der Pflege ist es bereits fünf nach zwölf. Das Maß an menschenverachtender Ignoranz ist schon lange voll ..

    Es geht nicht an, dass Pfleger wegen der Chemischen Gewalt am alten Menschen, die Personal einspart und die noch verbliebenden Vitalfunktionen des alten Menschen zerstört, ja oft zum vorzeitigen Tode führt, bereits von “subtiler Euthanasie” sprechen.

    Selbst in Krankenhäusern ist dies mittlerweile gang und gebe. Selten kommt ein Patient oder ein alter Mensch heil aus diesen zurück. Im Gegenteil, oftmals mit vorher nicht vorhanden gewesenen Folgekrankheiten, die durch die oft nicht ausgiebig genug erprobten Medikamente entstehen. Warum gebieten Sie, als Verantwortliche für diese Missstände in unserem Gesundheitssystem all dem nicht endlich Einhalt?

    Ich habe seit sechs Jahren alles darüber dokumentiert, wie mit meiner alten Mutter in Pflegeheimen und Krankenhäusern verfahren wurde. Ich bin immer noch entsetzt und gehe mit dem Pflegepersonal, das sich dagegen auflehnt, weil es so nicht menschenwürdig arbeiten kann, unbedingt einig.

    Nicht nur den Patienten, Pflegebedürftigen, sondern auch dem Pflegepersonal und ebenso uns Pflegenden Angehörigen gebührt Respekt, den ich in dieser Gesellschaft, die auf Gewinnmaximierung aus ist, so sehr vermisse. Menschenwürdige Pflege geht uns alle an! Und dazu gehört auch ein besserer Personalschlüssel!

    Euthanasie hatten wir in diesem Land schon einmal! Das sollte Sie doch hellhörig machen und endlich handeln lassen.

    Menschenwürde ist ein Grundrecht und wird in dieser Gesellschaft täglich neu mit Füßen getreten. Wie können Sie dabei immer wieder Wahlversprechungen machen, die Sie nicht einhalten?

    Schauen Sie doch einfach mal genauer hin und lesen Sie unsere seit Jahren von Tausenden von Betroffenen unterzeichneten Petitionen, damit Sie endlich erkennen, was an der Peripherie krankt und schaffen unbedingt schnelle Abhilfe!

    Ich halte nichts von den jahrelangen Versprechungen, die positive Veränderungen zum Inhalt hatten, dann aber nie in die Tat umgesetzt wurden. Das macht Sie unglaubwürdig.

    Ich könnte in Ihrer Position, in der Sie die Macht haben, all das abzuändern und es doch nicht tun, angesichts der herrschenden maroden Zustände im Gesundheitssystem nicht mehr ruhig schlafen.

    Es reicht eben nicht aus, an das Ehrenamt zu appellieren. Gute Pflege ist Vertrauenssache und braucht mehr gutes examiniertes Personal und keine Chemische Gewalt am Menschen als Kompensator für diese Misere, wie sie sich derzeit in Deutschland in unserem Gesundheitssystem stellt.

    In der Hoffnung, dass Sie diesen Brief lesen und ihn, sowie die vielen anderen Petitionen auch, endlich ernst nehmen, verinnerlichen und kraft Ihres Amtes schnellstmöglich für Verbesserungen eintreten,

    verbleibe ich als pflegende Angehörige,
    und Mitglied der Pflege Aktivisten
    mit freundlichen Grüßen

    Marion Reinartz

  8. Liebe Netzfrauen !
    Durch Zufall landete ich auf Eurer Seite und las von dem flashmob.
    Eure Idee ist großartig – ich mache mit !! – und gebe es weiter!!! Wir selbst haben als Angehörige leider sehr traurige Erfahrungen, auf Grund viel zu weniger Personalstellen für Pflegekräfte, machen müßen..
    Es gehen mir verschiedene Fragen durch den Kopf : sollte man vielleicht in Eurem Schreiben noch ganz konkret die Forderung nach einem – für Pflegebedürftige und Patienten menschenwürdigen – und für Pflegekräfte verträglicheren – Personalschlüßel miteinbauen ?
    Wäre es vielleicht sinnvoll, einen „Rundumschlag“ zu machen und gleichzeitig einen Brief mit ähnlichem Inhalt an – den neuen Gesundheitsminister, den Finanzminister (da er die Gelder „verteilt“), sowie an an den
    Bundesverband für Arbeitgeber (da dieser vermutlich die Reformschritte des Bundestages in Sachen „Pflege“
    mitentscheidet) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft – schicken? Man sollte, finde ich, die Lobby-isten, die einen großen Anteil an der Misere haben, ruhig miteinbeziehen.
    Sollte man vielleicht auch darauf hinweisen, daß der 3-wöchige Schnellkurs in Deutsch (Grundkenntnisse) für osteuropäische Pflegekräfte (die kommen sollen) nicht ausreicht, um unseren Pflegebedürftigen (mit oft starkem Dialekt) gerecht zu werden? Ich fände es es vernünftiger, wenn man ihnen diese verant-wortungsvolle Aufgabe – in einer, für sie anfangs trotzdem fremden Sprache – erst nach einem mindestens 12 monatigen Aufenthalt und einer danach anschließenden Sprachprüfung auftragen würde.
    Ansonsten sind Fehlerhäufungen auf Grund mangelhafter Deutschkenntnisse zum Schaden der Patienten und Pflegebedürftigen so gut wie vorprogrammiert.
    Was meint Ihr dazu ?
    Viele Grüße von Claudia

  9. Ich bin selbst Krankenschwester auf einer pulmologisch-kardiologischen IMC Station in einem großen Krankenhaus. Was bei uns alles vorkommt, das versteht KEINER im Bundestag. In Glanzzeiten sind zwei examinierte Schwestern zuständig für 32!!! Patienten die von Monitoren überwacht werden, Stress ist alltäglich, die Pause leider nicht… Vor allem MEHR geschultes und gutes Pflegepersonal benötigt dieses Land!!!

  10. ich habe drüber nachgedacht, nach der Entscheidung in Schleswig, werde ich diesem Brief etwas mehr Volumen verleihen. Eine (saubere) Windel werde ich einpacken… Ist ja passend… durch das komplette Leben:
    vom Anfang(Geburt) – bis zum Ende(Altenheim/Pflege)…
    Denn wir werden nur „Wattebausch-Aktionen“ unternehmen können…
    Würde jemand eine gewaltsame Aktion zur Sicherung unserer Gesundheit unternehmen, würden der schwarze Block mit weißen Helmen auf uns gehetzt werden… und dann wäre es schon vorbei mit Zukunft und Gesundheit.
    (Übrigens, die Mauer gab es wirklich und den Fall auch!)

  11. Da war doch tatsächlich der Schreibfehler-Teufel am Werk: – Es ist natürlich “ ein ca 3 – monatiger Intensiv-Kurs in Deutsch “ gemeint !

  12. Ich kann ebenso meine Erfahrungen hier einbringen,ich bin 60 Jahre leider nicht gesund leide seit vielen Jahren an Morbus Bechterew, durch die sehr starke Verkruemmung ist es mir nicht moeglich wenige Schritte zu bewegen da es sehr schmerzvoll ist.Ein Besuch durch den MDK war fur mich ein Ratsel da ich die Pflegestufe zwei habe ok, notwendig,aber die Fragen der Dame unter aller Kannone, meine mir anvertraute Person und ich schauten uns nur an und dachten wir kommen vom andeten Stern, nach dem Besuch bei uns klingelte mein Telefon und mam fragte ob ich nicht doch in ein Heim gehe wolle, NEIN will nicht nach dem Tod meinrs Mannes in 2007, wohne ich immer noch in der 2Etage ohne Dusche, weil wen ich sie auch beanzrage zrotz der Fordermittel die mein toller Vermieter bekommt hatte ivh ein Mietserhohung die mir ins Haus flattert kann ich mir nicht leisten, da ich eine kleine Witwenrente erhalte eine behindertengerechte Wohnung kann ich vergessen warum dreimal wurde dazu geschwiegen, na gut ab aufs Duschbett wie ich das schafge fragt mich liebet nicht trotzdem ich liebe diese Wohnung auch ohne Dusche habeich doch viele Jahre hier sehr froh gelebt solange mein Mann lebte, ,eine mir so gut anvertraute Person ist Spitze, gibt sich alle Muhe liest mor jeden Wunsch von den Augen ab nd da fragt diese MDK Tante ihn im nachhinein ob er mich nicht doch ins Heim genen mochte auch von ihm ein klares NEIN,,,,,, es ist unglaublivh so ein Verhalten, ivh lag in dieser Nacht mit offenen Augen da und die Tranen liefen ohne Ende welch Unmenschlichkeit ich bin fassungslod.Wir beide geben nicht auf nicht ich und auch nicht diese liebebolle Person der immer fur mich da ist zur jeder Zeit und Stunde ich bin ihm so sehr dankbar, den selbstverstantlich ist das nicht, er ist da und och sage ich sage ich danke dir unentlich.

  13. Vor 2 Jahren habe ich als 100 prozentige Schwerbehinderte hier in Hamburg Wandsbek im zustandigen Amt , bewilligt wurde mir 600 Euro damit ich mir Hilfe einkaufen kann um am offentlichen Leben teilzu haben .Problemlos verlief es nicht, ich brauchte Durchhaltevermogen gesagt getan‘ schon bald bemerkte ich das ich damit nicht rum komme also beantragte ich ein hoheres Byget um das ich mehr Hilfe in Anspruch nehmen kann, gesagt getan ich muss dazu sagen inzwischen gab es eine neue Vorgesetzte der vorhergehende spurlos verschwunden, auf meine Frage wo den der mittlerweile etwad zugangliche Herr verblieben sei das sollte mich nicht interresieren nun ware sie ja da und genau das sollte ich auch zu sputen bekommen.Nachdem ich schriftlich ein neuey Byget beantragte, bekam ich es postwendent zuruck, NEIN, sie denken jetzt mit einem Kommentar, NEIN warum auch der Krieg begann, im Oktober 2013 lief das alte Byget ab also gab es einen neuen Termin da sotte ich erfahren, wie man mit Menschen mit Behinderung nun umgeht.Einen Guten Tag gab es nur meinerseits, vollige Ablehnung dieser Vorgesetzten ein Gesprach NEIN, sie legte es darauf an mich auf die Palme zu bringen, was ihr leider nicht gelang schliesslich habe ich selbst 6 Jahre als Niedergelassene Betreuerin mit Menschen gearbeitet, mit geistiger Behinderung, glauben Sie mir ich war mir Herz und vollem Einsatz dabei, bis meine Erkrankung mich einholte Morbus Bechtetew das laufen gelingt mir nur mit ein paar Schritten im Schwerbehindertenausweis sind alle Merkmale vohanden, ich wunsche mir es ware nicht so daher auch der Antrag auf Byget,diese Frau war nur auf Krawall aus, sie brach ihrerseits das Gesprach ab das nie eines war, den so geht man nicht mit Menschen um, ja und wen es ihr zuviel ist sollte sie eben einen Job annehmen wo sie nichts mit behinderten Menschen zutun hat.Ich ging an diesem Tag, nun habe ich mich dementsprechend Hilfe gesucht derKampf geht seit Oktober 2013 ohne das mir Hilfe im taglichen Leben zuteil wird, den dieseFrau strich mir dieses Byget nun ganz als Argument ging mir per Post zu, benotigt sie nicht mehr, 100 prozent Schwerbehindert,Pflegestufe zwei, brauche ich nicht mehr sagt sie, Fahrzeugpauschale wurde gestrichen vom gleichem Amt momentan bin ich soweit das ich diese Angelegenheit Leuten gegeben haben die jeden Tag für Menschen wie mich kampfen und sich viel besser damit auskennen damit man nicht so mit Behinderten umgeht.Inzwischen sind wir soweit das es wohl vor dem Sozialgericht verhandelt wird seitdem sitze ich ohne jegliches Byget hier ohne Hilfe, ich frage Sie wo ist das gerecht das eine Frau so mit Menschen umgeht ich bin masslos entauscht und warte nun geduldig das mir schnell geholfen wird aber ich denke ein langer Weg wird es wohl werden.

  14. Das Thema liegt mir sehr am Herzen – es muss endlich eine Verbesserung für alle Pflegebedürftigen sowie für die Pflegekräfte eintreten – zumal
    Deutschland kein armes Land ist!
    Ich vermute nur, dass unsere Kanzlerin, das alles gar nicht alleine erreichen oder durchsetzen kann, deshalb wiederhole noch mal meine Frage : Wäre es evtl. sinnvoll, den Brief auch zusätzlich noch gleichzeitig an
    den Gesundheitsminister,
    den Finanzminister („verteilt“ er nicht die Budgets ?)
    den Bundesverband der Arbeitgeber (entscheidet er evtl. die Reform-
    schritte in Sachen Pflege mit ?)
    die Deutsche Krankenhausgesellschaft(kommt von dort nicht die“Empfeh-
    lung“, dass 1 Nachtschwester „gut“
    35 oder 34 Patienten alleine ver-
    sorgen könne ?
    Wer kennt sich damit aus ?
    Weiterhin viel Kraft für uns alle!
    CLaudia

  15. @ „Pflegekräfte haben einen härteren Job als ich“
    http://www.gesetze-im-internet.de/arbschg
    Ein erster Schritt wäre über die Informationsfreiheitsgesetze (Bund/Länder – z.B. IZGSH) die Dokumentation gem. § 6 ArbSchG anzufordern, soweit es sich um eine informationspflichtige Stelle i.s.d. IFG/IZG handelt, ist dies problemlos möglich.
    MfG.
    J.Hensel (ehem. Gewerbeaufsicht a. zuständig für Pflegeheime in SH)

  16. Hallo,
    vielen Dank für die tollen Kommentare und Ideen für Briefe.
    Da wir vorhaben, die Presse zu informieren und diese eventuell dazu zu bringen ein paar der Briefe zu veröffentlichen, wäre es toll, wenn noch möglichst viele individuell geschriebene Briefe in unsere Veranstaltung bei Facebook (link oben im Artikel) gepostet oder per Email an gruberrobert@arcor.de
    geschickt werden.

    Grüße Netzfrau Tania

  17. Ich denke schon lange nach darueber ob Frau Merkel sich schon einmal ein Heim angesehen hat wo Menschen liegen, die nicht das grosse Geld für eine Residenz haben oder ob sie irgendwann uberhaupt ein Heim für Sozialhilfeempfanger von innen gesehen hat.Zur Antwort wurde ich bekommen nicht mein Job glaubt ihr das der neue Gesundtheitsminister vor Ort zu sehen ist ich mache mir da gar keine Hoffnung.Den ganzen Tag sprechen sie davon wie wichtig der Mensch sei, ja wie wichtig sind wir den diesen Politikern das wir die Rentenkasse voll machen, Steuern zahlen damit diese dumme Entscheidung greift das alte Bundesprasidenten so herrlich abgefunden werden ist das noch Gerechtigkeit nie und nimmer ist es das, lesen sie es aufmerksam Frau Merkel damit sie wirklich sehen was die Menschen uber sie denken ich sage es noch einmal ganz LAUT———ich will von euch kein Geschenk allso denkt daruber nach was ihr da jeden Tag aufs neue vollbringt auf keinen Fall einen neuen Erfolgsschlager auch Herr Gabriel kann das nicht lassen sie nicht alles teurer werden nehmen sie uns nicht immer mehr weg, den ich und alle anderen haben dafur gearbeitet.Ich wurde mir wunschen das euch allen da oben ein grosses Licht auf geht dann konnt ihr euch zurucklehnen und aufatmen den dann ist die Menscheit zufrieden, jetzt ist sie aufgebracht und gewillt ihnen das ganz knallhart zu sagen.

  18. Mal ganz abgesehen von den unverantwortlichen, irreversiblen, manchmal sogar tödlichen Folgen für die Pflegebbedürftigen und Patienten, ist das Pflegepersonal ständig in einer untragbaren Zwickmühle:
    Durch die, auf Grund von Dauerstress bedingten Fehler in Heimen und Kliniken – ( – bzw. die sogenannten „unerwünschten Ereignisse“ wie es in der Fachsprache heißt– schon allein die Bezeichnung ist eine menschenverachtende Verharmlosung und Untertreibung ) steht letztlich das Pflegepersonal oft mit einem Fuß im Gefängnis.
    Der Appell, im Team zusammenzuhalten und gute Arbeit zu leisten, soll
    möglicherweise dafür sorgen, dass alles so weiterläuft, wie gehabt .
    Normalerweise, unter guten Kolleginen, arbeitet man „sozialverträglich“
    zusammen und versucht das unmöglich zu leistende, immense Pensum gemeinsam „irgendwie “ – mehr schlecht als recht, bei diesen fast unzu-mutbaren Arbeitsbedingungen auf die Reihe zu bekommen … Aber stützt man dadurch nicht auch zum Teil die bestehenden Missstände der personellen Unterbesetzung in der Pflege….? –
    Viel Auswahl zum Protest hat das Pflegepersonal nicht. Demonstrieren kann nur, wer dienstfrei hat, sonst macht er sich strafbar, da dies sonst – sogar verständlicher Weise – „Patientengefährdung“ wäre. Somit wird leider jedes Mal auch immer nur ein Teil der betroffenen Pflegekräfte in der Öffentlichkeit zu sehen sein……dabei wäre es auch Sache des „nichtpflegenden“ Bürgers gegen diese MIssstände anzugehen. … Er sollte endlich begreifen, dass es dabei zum wesentlichen Teil auch um i h n geht…wenn auch vielleicht noch nicht heute, so doch spätestens morgen oder in ein paar Jahren.
    Bei „Stuttgart 21“ waren die Aktionen gewaltig. Wann verstehen die Bürger, dass sie – vielleicht ähnlich – noch mehr um eine gute Pflege kämpfen sollten ?
    Claudia

  19. Juristischer Notfallkoffer für Krankenhauspersonal
    Im Allgemeinen Krankenhaus von Wien liegt eine Notfallbroschüre aus, die im Bedarfsfall den Mitarbeitern als juristisches “Survival Kit” zur Verfügung steht.
    Der “Juristische Notfallkoffer” wurde 500 Mal ausgelegt und ist somit für die Mitarbeiter in kürzester Zeit zu erreichen. Sinn und Zweck dieses “Juristischen Notfallkoffers” ist es gerichtlichen Prozessen mit Patienten vorzubeugen, wenn den Krankenhausmitarbeitern ein Fehler unterlaufen ist.
    Fehler durch Krankenhauspersonal haben, abgesehen von dem verursachten menschlichen Leid, oft ein juristisches Nachspiel, bei dem es vermehrt zu Schadensersatzforderungen kommt.
    Quelle: http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erholung/Gesellschaft/Recht/News/10422.php
    Was könnte das in Deutschland z.B sein? Und gut oder nicht? Was ist euere Meinung dazu?
    – See more at: http://anerkennung-pflege.de/juristischer-notfallkoffer-fuer-krankenhauspersonal/#sthash.nyS6o2wA.dpuf

  20. Ein Beitrag des Pflegeexperten Herrn Werner Kollmitz zur bevorstehenden Verabschiedung des Pflegestärkungsgesetzes, welches den aktuellen fragwürdigen Zustand der Pflege
    für mehrere Jahre festzementieren wird, falls Nichts dagegen unternommen wird – und Einiges mehr.
    Mehr Info und PDF-Anhängeunter:
    http://www.menschenwuerde-in-der-altenpflege.de

    .
    Lilienthal, den21.08. 2014

    Sehr geehrte Damen und Herren !
    Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter !
    Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete !
    Sehr geehrte Journalistinnen und Journalisten !

    Verantwortungslose Schönfärberei !

    Der Pflegewissenschaftler Herr Dr. Wingenfeld hat mehrere Interviews in verschiedenen Zeitungen gegeben.
    In diesen Interviews widerspricht Herr Dr. Wingenfeld massiv dem Gutachten (Dissertation) von Frau Dr. jur. Susanne Moritz sowie der Verfassungsbeschwerde des VdK (Verletzung der Menschenwürde in der Pflege).
    Er spricht davon, dass die Pflege in den Pflegeheimen zufriedenstellend sei und die Verfas-sungsklage mit der Wirklichkeit nichts zu tun habe.
    Frau Dr. jur. Susanne Moritz stelle unreflektiert Behauptungen auf, die sie aus der Skandal- berichterstattung der Medien übernommen habe.
    Was berichtet wird, seien alles realitätsferne Übertreibungen und skandalisierende Über-schriften.
    Soll hier der Versuch gemacht werden, die Dissertation von Frau Dr. jur. Susanne Moritz als unglaubwürdig darzustellen ?

    Ferner sagt Herr Dr. Wingenfeld in der Zeitschrift des Vereins für öffentliche und private Fürsorge (NDV – Aktuelles) Folgendes:
    Unqualifizierte Diskussionsbeiträge über die Versorgungsqualität der Pflegenden und an Skandalen interessierte Berichterstattung der Medien fördern Abwanderungstendenzen von Fachkräften und tragen damit dazu bei, die Voraussetzungen zur Bewältigung der grossen Aufgabe, welche die demographische Entwicklung mit sich bringt, zu untergraben.
    Die Fachdiskussion trägt in diesem Zusammenhang ebenfalls Verantwortung. Diskurse auf der Basis abwegiger, wissenschaftlicher nicht haltbarer Behauptungen, die sich weit weg von der Lebenswirklichkeit bewegen, tragen weder in der Pflege, noch in der Sozialpolitik, aber auch nicht im Sozialbereich zu wirklichen Problemlösungen bei..

    Ich aber meine:

    Diese unqualifizierten, wissenschaftlich nicht haltbaren und realitätsfernen Behauptungen des Pflegewissenschaftlers Herrn Dr. Wingenfeld, tragen weder in der Pflege, noch in der Sozial-Politik, aber auch nicht im Sozialbereich zu wirklichen Problemlösungen bei !
    Durch die beschönigenden Aussagen von Herrn Dr.Wingenfeld wird eine Verbesserung der Personal- und Pflegesituation verhindert.
    Die jetzige totale Überlastungs- und Überforderungssituation des Pflegepersonals führt durch solche Aussagen zu Resignations- und Ausstiegstendenzen und verhindert die Einstiegstendenzen in die Altenpflege !

    Herr Dr.Wingenfeld hat mit seiner Studie selbst nachgewiesen,
    (NRW Studie:“Pflegebedarf und Leistungsstruktur in vollstationären Pflegeeinrichtungen“)
    dass unter diesen Bedingungen eine menschenwürdige Pflege nicht möglich ist.
    (Im Anhang: „Studie, Leserbrief, Verfassungsbeschwerde Herr Rieger“)
    Könnte es sein, dass hinter dieser Art von Interviews ein System steckt – mit einer durchdachten, wenn auch durchschaubaren Struktur….gerade jetzt, so kurz vor der bevorstehenden Verabschiedung des Pflegestärkungsgesetzes ?
    Wird etwa beabsichtigt, dass sich in den Köpfen der Bundestagsabgeordneten vor der Verabschiedung des Pflegestärkungsgesetzes das Bild einer zufriedenstellenden Pflege verankern soll?
    Ist es möglich, dass dahinter die Angst vor den Verfassungsbeschwerden steckt ?
    Wird vielleicht beabsichtigt, dass den Verfassungsrichtern vorab schon mal das Bild einer zufriedenstellenden Pflege in Deutschland signalisiert werden soll ?
    Ist es möglich,dass sich in den Köpfen der Verfassungsrichter verankern soll, Frau Dr. jur. Susanne Moritz hätte – laut Aussage von Herrn Dr. Wingenfeld – diese massive Kritik nicht mit Fakten belegt ?
    Steht dahinter die Absicht, dass die Verfassungsrichter glauben sollen, es handle sich nur um realitätsferne Übertreibungen und skandalisierende, unwahre Überschriften in der Öffentlichkeit, die mit der Realität nichts zu tun haben ?
    Soll vielleicht den Bundestagsabgeordneten, sowie den Verfassungsrichtern eingeredet werden, die Dissertation von Frau Dr. jur. Susanne Moritz enthielte unreflektierte Behauptungen, die Sie aus der Skandalberichterstattung der Medien übernommen habe ?

    Oder warum geht der Pflegewissenschaftler Herr Dr.Wingenfeld an die Öffentlichkeit und redet menschenunwürdige Pflege schön?
    Der MDK verteilt in Deutschland Heimnoten,die im Bundesdurchschnitt bei „1,2“ liegen und völlig fern jeglicher Realität sind.
    Der Gesundheitsminister Herr Gröhe will ab Januar 2015 laut seiner Rede im Bundestag zum Pflegestärkungsgesetz,die bereits bestehende Pflege – nach seiner eigenen Auffassung “ eine qualitativ hochwertige “ Pflege – in Deutschland mit einem neuen Pflegestärkungs-
    gesetz noch weiter stärken.
    Noch mehr stärken als „qualitativ hochwertig“ bedeutet für mich Note “ 1+“ !
    Damit hat selbst der Bundesgesundheitsminister den Versuch gemacht,
    menschenunwürdige Pflege noch schöner als schön zu reden.
    Siehe untenstehenden Link: Rede von Herrn Gröhe – „ 1. Lesung – Pflegestärkungsgesetz“

    Und jetzt schließt sich dem – anscheinend gezielt – ein Pflegewissenschaftler an, der es nicht nur besser wissen müsste, sondern auch besser weiß.

    Das Pflegepersonal schweigt aus Angst vor Konsequenzen.
    Die Familien sind überfordert, haben mit sich zu tun und schweigen, weil sie für ihre zu pflegenden Angehörigen Nachteile befürchten.
    Es schweigt die Gesellschaft, weil das Thema Alter, Pflege und Tod verdrängt wird und ein unangenehmes und unbequemes Tabuthema ist, obwohl es uns alle schon heute oder morgen treffen kann!
    Somit fehlt die Lobby und der Druck für eine menschenwürdige Pflege, damit Politiker sich intensiver mit den wirklichen Lebensbedingungen der hilfs – und pflegebedürftigen Menschen auseinandersetzen und sich in deren Sinn für eine menschenwürdige Pflege engagieren.

    Eigentlich liefe für die Verantwortlichen alles nach Plan, wenn die Pflegekritiker nun auch noch schweigen würden.
    Und es liefe alles nach Plan, wenn die Petitionen – besonders die des VDK, sowie die von Frau Kleischmantat, mit je über 100 000 Unterschriften – nicht wären.
    Diese Pflege-Petitionen zeigen, dass die Bevölkerung auch nicht mehr schweigen will.

    Es darf nicht auf Kosten von hilfs – und pflegebedürftigen Menschen der Versuch gemacht werden, eine menschenunwürdige Pflege schön zu färben.

    Das ist für mich ein unverantwortliches Spiel mit der Menschenwürde wehrloser Menschen!
    Ganz abgesehen von den irreversiblen gesundheitlichen Folgen, welche die betroffenen
    Menschen durch den Zeitmangel des Pflegepersonals und den daraus entstehenden Fehlern
    und Schäden mitunter erleiden müssen….

    Dieses Geschehen können und dürfen wir nicht zulassen.
    Wenn wir jetzt nicht massiv gegensteuern, werden unsere Angehörigen und wir selbst die Leidtragenden sein, da dann die menschenunwürdige Minutenpflege weiterhin für die nächsten Jahrzehnte festzementiert sein wird.
    Das sogenannte Pflegestärkungsgesetz – für mich ein „Pflegeberuhigungs – und Pflege-
    schwächungsgesetz“ – darf in der 3. Lesung so nicht beschlossen werden.

    Wir sollten alle Möglichkeiten nutzen, dem im Sinne einer menschenwürdigen Pflege zu widersprechen.
    Falsche Behauptungen, Beschönigungen , sowie Verharmlosungen der Probleme sind gefährlich und fördern das SCHWEIGEN in unserer Gesellschaft. Das Verschweigen von Missständen – in diesem Fall Missstände einer menschenunwürdigen Pflege – kann sehr gefährliche Konsequenzen haben.

    Verbreiten Sie diese Infos in Ihrem Netzwerk !
    Schreiben oder sprechen Sie mit den Bundestagsabgeordneten in Ihrem Wahlkreis, besonders aber mit den Mitgliedern, die im Gesundheits- und Sozialausschuss vertreten sind.
    Konfrontieren Sie Herrn Wingenfeld mit Ihren eigenen Erfahrungen und Ihrer Sichtweise !
    Sicherlich gibt es auch noch andere gute Ideen.

    Im Sinne einer menschenwürdigen Pflege
    Mit freundlichen Grüßen
    Werner Kollmitz
    http://www.menschenwuerde-in-der-altenpflege.de
    .
    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun !

    Jean Molière

    Zeitungsinterview-Herr Dr. Wingenfeld

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-mit-pflegeexperte-heime-arbeiten-ordentlich.0c995fbd-ed52-4674-a821-20ea809016a4.html

    https://www.station24.de/news/-/content/detail/6491140

    Artikel-Pflege-Prisma

    http://pflege-prisma.de/pflegewissenschaftler-sieht-keinen-klagebedarf/

    Rede des Gesundheitsministers Herrn Gröhe

    https://www.youtube.com/watch?v=qcM4pxatF2Q

    Verfassungsbeschwerde Herr Rieger

    http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Fuer-bessere-Bedingungen-Heimchef-zieht-vors-Verfassungsgericht-id31050717.html?utm_content=buffer3c164&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

    Behörden durchstöberten Pflegeeinrichtung

    http://www.dorstenerzeitung.de/staedte/dorsten/46286-Rhade~/Vorwuerfe-sollen-geklaert-werden-Die-Behoerden-rueckten-im-Haus-der-Geborgenheit-an;art914,2442630

    Wichtige Urteile

    http://www.mg-heute.de/31818/nach-unfall-im-pflegeheim-richterin-will-omnipraesente-pflegefachkraefte-das-urteil-sorgt-fuer-entsetzen/

    http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=1838.0

    http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/866076/unfall-heim-richterin-will-omnipraesente-pflegefachkraefte.html

    http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/866076/unfall-heim-richterin-will-omnipraesente-pflegefachkraefte.html

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    AGB | Datenschutz.

  21. Der Anwalt einer betroffenen Pflegkraft hat sich an den Europäischen Gerichtshof gewandt. Das Gericht hat in seinem Urteil nun der betroffnen Pflegekraft Recht gegeben und zumindest für sie eine Abfindung von 90.000 € gesorgt.

    Altenpflegerin erhält 90.000 Euro – Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/erfolg…altenpflegerin…-/6672302.html
    25.05.2012 – Brigitte Heinisch, Altenpflegerin in einer Berliner Einrichtung, war gefeuert worden, …

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