Rette ich als Veganer die Welt, sterbe ich vorher an meinen Mangelerscheinungen, oder – was noch schlimmer wäre – verhungere ich, weil vegan so teuer ist?

MarktNichts davon trifft wohl zu – jedenfalls nicht direkt oder sofort. Nur weil ich mich für eine vegane Lebensweise und Ernährung entschlossen habe, rette ich nicht die Welt. Die Tiere, dich ich nicht esse, landen in einem anderen Topf, ihr Fell trägt eine andere Frau, ihr Leder hat jemand anderes an seinen Füßen und alles, was sich nur irgendwie von ihnen verwerten lässt, landet – mehr oder weniger ersichtlich – auf die eine oder andere Weise – in den unterschiedlichsten  Produkten. Sie stehen trotzdem in Massentieranstalten, häufig ohne eine Möglichkeit, sich zu bewegen, und sie leiden bis zu ihrem Tod unsagbare Qualen. Weiterhin werden Regenwälder in einem Tempo abgeholzt, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Trotzdem, mein Entschluss trägt ein kleines bisschen zu einer besseren Welt bei. Ein Tropfen auf den heißen Stein, ich weiß. Aber: mehrere Tropfen ergeben ein Rinnsal, kommen noch weitere dazu, wird daraus ein Bach; erhöht sich die Anzahl stetig, ein Fluss und dann – wenn sich immer mehr anschließen, kann daraus ein Strom entstehen!
Logisch, was dies bedeutet, oder? Weil weniger Tiere gegessen würden, müssten weniger Nutztiere gezüchtet werden. Getreide, das jetzt als Tierfutter verarbeitet wird, stünde der Weltbevölkerung direkt zur Ernährung zur Verfügung. Eine Menge Wasser würde gespart. Für die Herstellung von einem Kilo Rindfleisch werden 15 000 Liter Wasser benötigt. Dieselbe Menge Kartoffeln benötigt lediglich 900 Liter und Getreide 1300 Liter, bis sie auf unserem Teller landen. Wir würden also verantwortungsvoller mit unseren Ressourcen umgehen und es gäbe weniger Leid auf unserer wunderbaren Erde.

Ich lebe mit einem ruhigeren Gewissen und – auch wenn ich es vorher für unmöglich gehalten habe – ich bin zufriedener und vor allen Dingen gesünder! Womit wir dann bei den Mangelerscheinungen angelangt sind. Ich finde es ja schon etwas eigenartig, dass sich seit meiner Ernährungsumstellung plötzlich so viele Menschen für meine Blutwerte interessieren. Kollegen oder flüchtige Bekannte stellen mit Bestürzung fest, dass ich jetzt kein Vitamin B 12 mehr bekomme und fragen mich doch tatsächlich „Oh mein Gott, und was machen jetzt deine Eisenwerte?“, oder „hast du schon mal dein Calcium überprüft?“. Nein, hab ich nicht, wie denn auch? Aber kontrollieren lassen, mit einer Blutuntersuchung in einem Labor. Und nicht nur diese beiden Werte, sondern viele andere auch. Schließlich geht es um meine Gesundheit, und die ist mir nun mal wichtig! Es ist vielleicht eine Überraschung, aber Gemüse und gutes Getreide enthalten auch Eisen, Calcium UND sogar Vitamine.

Aber jetzt mal ernsthaft. Als Veganer kann man sich durchaus so ungesund ernähren, dass Mangelerscheinungen auftreten. Aber das kann jeder Mischköstler auch. Und gerade was das Vitamin B 12 angeht, kenne ich einige Mischköstler aus meiner Familie und meinem Freundeskreis, die einen zum Teil erheblichen Mangel aufweisen bzw. aufgewiesen haben. Aber ich kenne keinen Veganer, der davon betroffen ist. Warum? Ganz einfach. Als verantwortungsbewusster Veganer ist man sich der Gefahr bewusst, lässt den Wert regelmäßig kontrollieren und sorgt mit Supplementierung vor.

Et voilá, es kommt gar nicht erst zu einem Mangel. So ist es mit vielen anderen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen auch. Viele Veganer achten sehr darauf, was sie essen und leben alleine schon deshalb sehr gesund. Mal eben beim goldenen „M“ anhalten und sich den Bauch vollstopfen, an der Tanke noch schnell einen Schokoriegel mitgenommen, sowas ist dann nämlich nicht drin. Alleine das ist schon ein Umstand, für den unser Körper sich bedankt. Meine Blutergebnisse waren nach einem halben Jahr veganer und gesunder Ernährung so gut wie vorher beinahe 20 Jahre nicht. Meine Dosierung meiner Blutdrucktabletten konnte auf ein Minimum gesenkt werden, meine Leber hat sich erholt (nein, ich habe vorher auch nicht getrunken), die Gefahr eines Diabetes ist laut Diabetologe und Nephrologe praktisch nicht mehr vorhanden, mein damaliger Hausarzt musste zähneknirschend zugeben, dass mein Cholesterinwert endlich im Normbereich liegt und ebenfalls auf wundersame Weise hatte ich das erste Mal seit mehr als 20 Jahren keine erhöhten Entzündungswerte in meinem Blut. Verdammt! Und nun? Sollte ich mir doch nicht zu viel von der Ernährungsumstellung versprechen.

Allein mit einer Ernährungsumstellung könne ich meine schlechten Blutwerte nicht so verbessern, dass ich auf die Medikamente, die ich bisher verweigert hätte, jetzt auch tatsächlich verzichten könnte. Das wurde mir gesagt. Doch, nun konnte ich! Und weg war das schnell verdiente Geld für den Arzt. Es spräche zwar nichts mehr gegen diese Ernährung, meinte er,  aber eine abschließende „Aufklärung“ darüber, wie gefährlich eine vegane Ernährungsweise ist, musste ich mir trotzdem noch anhören. Und damit war dann auch ich weg – zu einem neuen Hausarzt. Praxiswechsel nach über 20 Jahren. Ich lasse mein Blut nun einmal jährlich kontrollieren und bin damit auf der sicheren Seite.

Und warum muss ich nicht verhungern? Weil ich je nach Jahreszeit in der Familie und bei Freunden nach den Grünabfällen ihrer Gemüseausbeute frage. Glaubt ihr nicht? Stimmt aber! Ok, ich ernähre mich nicht nur von Grünabfällen, aber einmal am Tag ein Smoothie schmeckt mir schon gut. Neulich auf dem Markt bei meinem Biodealer hatte ich ein tolles Erlebnis. Vor mir wurde eine Dame bedient, die hatte sich eine Sellerieknolle ausgesucht und gab sie zum Wiegen ab. Nach dem Wiegen sagte sie der Verkäuferin: „Das Grünzeug können Sie abmachen, das will ich nicht!“ Ich fragte sofort, ob das jetzt in den Müll käme und ob ich das dann nicht bekommen könnte. Klar, kein Thema, ab in meinen Korb. Die Dame neben mir wollte dann von mir wissen, ob das für meine Kaninchen sei. „Nö, das kommt in die frische Suppe“, antwortete ich ihr. Ich erntete einen etwas mitleidigen Blick und sie kaufte weiter ein. Als sie dann auch noch das Grün von den Möhren nicht mitnehmen mochte, wurde ich wieder flott. „Das kommt auch in Ihre Suppe?“, fragte sie mich etwas angewidert. „Nein, das schmeiße ich mit anderen Sachen in den Mixer und dann trinke ich es.“ Das Gesicht hättet ihr sehen sollten, herrlich.

Wirklich hungern muss ich aber auch deshalb nicht, weil es mittlerweile in den unterschiedlichsten Geschäften vegane Lebensmittel zu kaufen gibt. In beinahe allen Reformhäusern ist veganer Käse, veganer Aufschnitt, vegane Bockwurst, veganes Grillfleisch, Soja-Joghurt und noch vieles mehr zu bekommen. Einzelhändler, Ketten und Discounter sind mit einer mehr oder weniger abwechslungsreichen Auswahl auf den kommerziellen Zug aufgesprungen. Vegan liegt nun mal im Trend – und mit einem Trend lässt sich „ne Mark machen“.

Am Anfang halfen mir die ganzen Ersatzprodukte sehr, auch wenn ich sie mir damals noch im Internet bestellen musste. Einen genießbaren Käse gab es damals noch nicht zu kaufen. Hach, was geht es uns doch heute gut! Eis, „Käse“, „Wurst“, „Grillfleisch“… alles zu bekommen.

Eine Ernährungsumstellung ist ein schleichender Prozess. Darüber sollte man sich klar sein. Den wenigsten gelingt der Sprung direkt auf völlig vegan. Und selbst dann geht die Entwicklung noch weiter. Denn lediglich vegan heißt ja nicht zwangsläufig gesund. Hartweizennudeln mit Tomatensoße sind auch vegan, auf Dauer aber einseitig und damit keine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Wie ernähre ich mich denn nun vegan und gesund?

Wichtig ist es, sich so abwechslungsreich wie möglich zu ernähren.  Ich koche heute mit Getreidesorten, die ich vorher weder kannte, noch wusste, wie sie aussehen oder wie man sie schreibt. Oder kennen Sie Quinoa oder Amaranth? Beide gehören zur Familie der Fuchsschwanzgewächse, sind getreideähnlich und gelten als glutenfreie Pseudogetreide. Mit ihnen lassen sich wunderbare Gerichte zaubern, genauso wie mit Hirse, Bulgur oder Couscous. Früher wählte ich zwischen Nudeln, Reis und Kartoffeln. Eindeutig eine Bereicherung.
Frisches Obst und Gemüse bevorzugen. Sind keine regionalen Produkte zu bekommen, kann sich auch mal ein Blick in die Tiefkühlabteilung lohnen. TK-Ware hat häufig mehr Vitamine als lange gelagertes Gemüse. Obst und Gemüse sind wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten.

Milch enthält sehr viel Kalzium, das ist richtig. Wichtig ist aber zu wissen, dass das Kalzium der Milch an das Kasein (Eiweiß) in der Milch gebunden ist und damit zu groß ist, um die Blutgefäße zu verlassen. Eine Übersäuerung ist die Folge. Um diese Übersäuerung zu neutralisieren, benötigt der Körper mehr Kalzium als ihm durch die Verdauung der Milch zur Verfügung steht. Er nutzt also körpereigenes Kalzium und entzieht dieses unseren Knochen. Dadurch steigt die Osteoporose-Anfälligkeit. Mandeln und andere Nüsse, Samen und alle dunkelgrünen Gemüsesorten haben einen hohen Kalziumgehalt. Auch viele Mineralwässer sind reich an Kalzium. Den täglichen Bedarf zu decken, ist keine Herausforderung.

Eine ausreichende Eisenzufuhr ist durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Samen und Kernen, Nüssen, Hülsenfrüchten, grünes Blattgemüse oder Soja-Fleischersatzprodukte gewährleistet. Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen fällt etwas geringer aus, deshalb ist es empfehlenswert, eisenhaltige Lebensmittel mit der Aufnahme von Vitamin C zu kombinieren, z. B. Paprika, Petersilie, Erdbeeren oder einem Vitamin-C-haltigem Saft.
Gleichzeitig sind Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte neben Obst und Gemüse ebenfalls wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten.

Ernährt man sich als Veganer vernünftig und abwechslungsreich, braucht man sich um seine Eiweißversorgung keine Gedanken zu machen. Mit einer abwechslungsreichen und vernünftigen Ernährung, die den täglichen Kalorienbedarf deckt, erhalten sie automatisch ausreichend Protein. Besonders gut als Eiweißlieferanten eignen sich Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen, Sojaprodukte wie Tofu, Tempeh und Soja-Drinks.

Mein Fazit – Vegan ist:
•    eine Bereicherung für den Speiseplan,
•    ohne Tierleid,

•    gut für die Gesundheit – wenn man sich abwechslungsreich ernährt und so oft wie möglich zu (regionalen) Bio-Produkten greift

•    gut für unsere Umwelt und deshalb auch gut für meine Kinder!

Vegan: Eine der besten Entscheidungen in meinem Leben!

Netzfrau Kerstin Hördemann

Was steckt wirklich in der Milch? Milch schadet den Knochen…

Schweine für den Müllcontainer- Warum ist das Fleisch so billig und woher kommt es?

Fleisch – ARD erkennt und veröffentlicht endlich die echte Problematik- “Fleischatlas 2014″

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Nie wieder Fleisch? Über die verheerenden Auswirkungen…

26 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Netzfrau Kerstin Hördemann,
    danke für den tollen Aufsatz, der mir aus der Seele spricht !

    • Ich freue mich, dass Ihnen mein Bericht gefällt und aus der Seele spricht Herr Stoeth.

  2. Hallo Kerstin, danke für deinen Artikel!

    Leider ist es aber so, dass Körper unterschiedlich sind.

    Ich freue mich, dass es dir besser geht. Aber kann es sein, dass du dich vor der Umstellung recht ungesund ernährt hast…?

    Bei mir ist es nämlich so – ich bin Berufssportler und mache viele Stunden die Woche sehr harten Sport. Ich war lange Vegetarier und habe auch oft versucht vegan zu essen (und ja- auch sehr gesund und Getreide- und gemüsereich!) und leider gemerkt, dass es mir nie gut ging. Die Regeneration war stark verzögert und auch allgemein war ich schlapp und oft erkältet.

    Seitdem ich nun 2 mal die Woche Fisch und/oder 1 bis 2 mal die Woche Fleisch esse, bin ich wirklich einfach viel gesünder, stärker und fitter…
    Ich sage nicht, dass das jetzt die Lösung für alle ist…! Aber möchte darauf hinweisen, dass eben alle anders sind und jeder Körper unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse hat.

    Generell sollten wir alle darauf achten weniger Fleisch, vor allem Wurst und Produkte aus Massentierhaltung zu essen. Keine Frage.

    Aber gleich vegan?

    • Hallo Rafa,
      vor der Umstellung habe ich schon ungesund gegessen… so sehe ich das heute. Allerdings möchte ich sagen, dass ich sogar gesünder gelebt habe, als es heute der so mancher tut. Ich habe jeden Tag gekocht, und bis auf eine Phase, in der ich auch dem Tütenwahn erlegen war, immer alles frisch.

      Vegan für meine Gesundheit war der erste Schritt. Nach Besserung meiner Blutwerte hätte ich ja langsam und gemäßigt wieder tierische Produkte essen können. Das ist ganz zu Beginn er Umstellung auch mein Plan gewesen. Je mehr ich aber über die Umstände der Tierhaltung erfahren habe, je mehr mir die Auswirkungen auf unsere Umwelt bewusst wurden, desto sicherer war ich, auf diesem Weg zu bleiben.

      Du hast recht wenn du sagst, generell sollten wir alle darauf achten weniger Fleisch, vor allem Wurst und Produkte aus Massentierhaltung zu essen. Das wäre ein toller Schritt in die richtige Richtung.

      Noch nie haben wir in den Industrieländern so im Überfluss gelebt, wie in den letzten Jahren. Und wo führt es uns hin?

  3. Vielen Dank für diesen interessanten Bericht.Da ich Vegitarierin bin habe ich letztes Jahr mittels Blutentnahme mein Vitamin B 12 testen lassen. bin grad so an der Grenze.
    Vitamin B 12 ist sehr wichtig, vor allem wenn man noch Kinder möchte.

    • Stimmt, Vitamin B 12 ist enorm wichtig. Man muss sich einfach immer vor Augen halten, dass Schäden, die durch einen Mangel entstanden sind, irreversible sind.

  4. Finde ich toll, dass du diesen Schritt gemacht hast! Die industrielle Landwirtschaft verbraucht 70 % des Wassers und sie zerstört die Umwelt und die menschliche und tierische Gesundheit. So kann es nicht weitergehen.
    Es gibt mittlerweile eine Menge Studien, die beweisen, wie man die Menschheit mit einer nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft ernähren kann. Allerdings glaube ich auch, dass man dabei auch durchaus Fleisch und Milchprodukte essen kann, in kleineren Mengen; die oben aufgeführte Bilanz fällt sicherlich anders aus bei einer agroökologischen Tierhaltung und wenn die Produkte regional verzehrt werden.
    Das einzige, das mich bei einer veganen Ernährung ein bisschen stört, ist, dass so viele Produkte wie Quinoa, Amaranth, Buchweizen usw. von weit her kommen. In Peru ist der Preis für Quinoa gestiegen, aufgrund der gestiegenen Nachfrage, was problematisch ist für die ärmeren Leute (man könnte sich dabei fragen, warum die peruanische Regierung Quinoa für den heimischen Markt nicht subventioniert).
    Ich habe viele Freunde, die Vegetarier, Veganer usw. sind, bin selber aber Allesesser.
    Tolle Website übrigens, ich habe einen RSS-Feed auf meine eigenes Blog gelegt! Der Artikel über Venezuela ist sehr wichtig.
    Schöne Grüße aus Brighton, England

    • Es werden ja nicht nur Quinoa, Amaranth, Buchweizen usw. von weit her importiert. Auch Soja und Mais, zu einem großen Teil als Futter für die Massentierhaltung, wird eingeführt.
      Natürlich wäre optimal, könnten wir uns alle hauptsächlich mit regionalen Produkten ernähren.
      Wichtig ist zu erkennen, dass sich etwas ändern muss – dass wir als Verbraucher unser (Kauf)-Verhalten ändern müssen.
      Toll dass dir unsere Seite gefällt!

  5. „Sanddorn-Samenschalen
    enthalten nicht nur Vitamin B 12, sondern alle Vitamine der B-Reihe: B , Biotin und Folsäure. Weiterhin ist Sanddorn sehr reich an Vitamin C, Carotinoiden und Vitamin E“

    hatte ich mir mal gespeichert
    und wenn man das Obst wild ist, also direkt vom Strauch in den Mund
    ist es am Leckersten und Gesündesten.

    Maria

    • Danke für den Tipp Maria.
      Sanddorn mag ich sehr gerne, aber Sanddorn-Samenschalen kannte ich noch gar nicht.

  6. Guter Artikel Kerstin,

    als sehr mineralstoffreiches und gut bekömmliches Getreide kann ich die Hirse empfehlen.

    Sie ist einfach zu verarbeiten und passt bestens zu Suppen und Gemüse. Der Geschmack ist neutral und so kann Hirse mit verschiedensten Gewürzen zu einer pikanten Mahlzeit gekocht werden.

    lg Luisa

    • Stimmt Luisa, an Hirse hab ich gar nicht gedacht. Und es wäre schade, sie zu vernächlässigen weil man sie wirklich so unterschiedlich schmackhaft einsetzen kann.

  7. Guten Tag ,,,,,

    es ist schon wahsinnig komplexes Thema (dieses Vegan) und ich persönlich empfinde es als nichts besonderes , da es Kulturen gibt die schon immer aus der Lebenssituation heraus das essen mussten was die Umgebung hergab , oder nennen wir es einfach Armenküche , Fastenzeit oder Klosterküche . Ich persönlich verzichte soweit es geht auf Fleisch , aber nur aus dem Grund weil ich dem Industriefleisch nichts abgewinnen kann ,,,,auch wenn es preiswert ist . Egal wo der Mensch seine Finger drin hat und potential für Profit sieht , steht immer einer da,der nur seine Intressen vertritt ,,,sprich ,,,egal welcher Nahrungskonfession man hat , man ist immer Kunde und ist dem Dealer ausgeliefert und vertraut ihm und man muss ihm sogar vertrauen . Vertauensbilden Massnahmen und Label Sorgen dafuer das man sich für bestimmte Produkte entscheidet ,,,,die Medien erschrecken einen mit was-weiss-ich für Themen , damit Susi Sorglos aufschreckt und ihre Lebensart überdenkt und bei Eltern vervielfälltigt sich sogar das Drama . Diese Menschen sind dann sogar soweit die normale Wahrnehmung auszuschalten und kaufen dann im Bio-Laden ne verkümmerte Porrestange für den dreifachen Preiss ,,,,aber Hauptsache dem Kopf geht es gut ,,,,Bio gekauft ,,,die Vitamine sind aber im Bioladen verdunstet . Mir ist persönlich aufgefallen , das Veganer sich gegen tierische Produkte verwehren ,,,aber nicht über den Müll den Sie hinterlassen , wenn se ne Rapunzelbüchse kaufen , oder die ganze verschweisste Produktpalette ( Airbrush-Kotlett auf Soja Basis ) , da denkt keiner drüber nach wieviel Energie das kostet ,,,und wieviel Müll das letztendlich ergibt ,,,und ich bin auch davon überzeugt das die Plastikinsel die in unseren Weltmeeren umhertreibt , die eine oder andere Tofuverpackung beinhaltet .Auch wenn der Europäer für sich jetzt einen Sinneswandel erfährt und es mal wieder übertreibt ,,,iss halt so , kann man nicht erklären , gibt es Schwellenländer die gerade auf den Geschmack gekommen sind und das um ein vielfaches verzehren werden und auch müssen ,,,,da stehen Milliarden auf der Schwelle zum angeblichen Wohlstand , die fahren dann nicht nur deutsche Autos ,,,,die werden auch das essen was wir aus Überzeugung ablehnen .
    Egal was man macht ,,,ich bin zwar nicht mehr Teil des ganzen,muss aber hilflos zusehen wie andere es um ein vielfaches Übertreiben werden . Ich für mich bin der Meinung , wenn man sich schon mit seinem Körper auseinander setzt ,,,dann sollte man sich auch auf bestimmte Handfertigkeiten und Wissen besinnen , welches meine Nahrung betrifft ,,,Siasonales Gemüse , Lokale Produkte und vielleicht auch mal kochen lernen ,,,und nicht nur einfach was zusammen rühren ,,,,,der Mensch bezahlt viel Geld und empfindet es als Luxus , wenn er bekocht wird , aber das kann er selbst in die Hand nehmen und sich wieder ein Stück Freiheit erarbeiten .

    just my 2 cents ,,,schönen Tach noch

    • Danke Joannis, für diese Gedanken.

      Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich durch die zur Verfügung stehenden Informationen immer mehr Menschen über genau dies Gedanken machen werden – und sich langsam ein anderes Bewusstsein einstellen wird.
      Wir dürfen nur alle nicht müde werden und Informationen weitergeben, Aufklären – und wachrütteln!

  8. Und DA wurde es auch schon erwähnt: die Nahrungsergänzungsmittel, die Veganer dazunehmen um sich den richtigen Gehalt an Vitamin B12 anzueignen. Hinzu kommt es noch, dass man als Veganer gerne Versuchskaninchen ist und sich regelmäßig pieksen lässt um zu sehen ob auch alles stimmt?! Nein, danke, ich habe das nicht nötig. Ausserdem sind viele der Nahrungsergänzungsmittel krebsgefährdet, was Veganer gerne ignorieren. Hinzu kommt noch der Homozysteinspiegel, welcher bei Veganern oft sehr erhöht ist. Dieser Wert lässt sich nicht mit herkömmlichen Blutanalysen feststellen die die Krankenkassen zahlen. Für die Feststellung so mancher versteckten Werte die man im großen Blutbild leider NICHT (!!!) sieht muss man ziemlich tief in die Tasche greifen, da die Kassen nicht alle Analysen zahlen. Wer ist schon bereit 500 Euro zwei mal im Jahr für diese Werte auszugeben um zu schauen ob wirklich alles stimmt? Kaum einer! Das große Blutbild welches die Kasse bezahlt ist nicht 100% ausschlaggebend für die Blutwerte die man als Veganer wirklich wissen sollte. Und ein erhöhter Homozysteinspiegel führt zu Herzinfarkten- was jeder Mediziner an einer Herzklinik bestätigen kann. Nicht zuletzt die meist an Aneurysma erkrankten Patienten die ich selber in der Klinik kennenlernen durfte waren Menschen die sich extrem gesund ernährten, Sport trieben unter Umständen auch vegan lebten und die nicht rauchten oder tranken. Ich war selber darüber erstaunt…

    Was das Thema angeht, dass ein Nichtveganer eher Mängelerscheinungen hätte was gewisse Vitamine et co anbetrifft: das ist wahr. DOCH das hat damit zu tun weil diese Menschen sich auch nicht ausgewogen ernähren und es würde niemanden schaden mal Innereien zu essen. Auch wenn ich da oft ein „iiih“ lese. Innereien schmecken lecker, sind gesund, und haben einen starken Eisengehalt.

    Das andere Ammenmärchen welches ich oft zu hören bzw zu lesen kriege: „Veganer kriegen keinen Krebs“. Und wie selbst Veganer Krebs kriegen! Steve Jobbs das prominenteste Beispiel ;-)

    Und die Moral von der Geschicht: Veganer sterben „gesünder“, aber auch nicht immer… und ausgewogen ist eine Nahrung nur wenn man auch fleischliche Produkte zu sich nimmt!

    • Hallo Herr Greisinger,

      DIE Nahrungsergänzungsmittel – wie Sie es ausdrücken – ist lediglich eines: Vitamin B12. Von mehr habe ich auch nicht geschrieben, es ist das einzige das jemand zusätzlich zuführen muss, der sich gesund und ausgewogen vegan ernährt.

      Ansonsten finde ich Ihren Kommentar sehr verallgemeinernd, etwas, das ich an und für sich zu vermeiden versuche.

      Zu den benötigten Blutwerten kann ich Ihnen schreiben, dass ALLE Veganer, die ich kenne, ganz genau wissen, welche Werte überprüft werden müssen. Ihnen würde ich für Ihre Blutuntersuchungen dringend ein anderes Labor empfehlen, 500€ ist eindeutig Wucher! Und der Arzt, der Ihnen zwei Mal jährlich diese Summe abknöpfen möchte, dem finanzieren Sie damit wahrscheinlich einen Teil seines Luxus-Urlaubs.

      Weder habe ich vor, noch gebe ich mich der Illusion hin, ewig zu leben. Als Veganer verzichte ich aber auf eine ganze Menge, so z.B. auf ungewollte Hormone und Antibiotika, Gammelfleisch, Schlachtabfälle als Fleisch verkauft zu bekommen, Klebe-Fleisch, Dioxine und PCB in Zucht-Lachs, Pferdefleisch in der Lasagne, verstrahle Fische, … Ich könnte die Liste noch weiter ausführen.

      Das der Vitaminmangel bei Nicht-Veganern häufig an einer nicht ausgewogenen Ernährung liegt, damit haben Sie sicherlich recht. Aber eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist durchaus auch ohne Fleisch möglich. Und wie sie das ist!

      Ich erstelle jetzt keine Liste mit bekannten, nicht-veganen Persönlichkeiten, die an Krebs verstorben sind. Das erspare ich uns.

  9. Ich bin durch Zufall auf die Seite gestoßen und habe den Artikel mit Interesse gelesen. Sehr gefallen hat mir der persönliche Bericht wie gut eine Ernährungsumstellung dem Einzelnen tun kann. Schade fand ich dass der Vergleich immer zu Supermarktessern stattfand. Ich persönlich denke jeder Körper hat eine richtige Ernährung. ..ich selbst habe 15 Jahre verzweifelt versucht ganz profane Verdauungsprobleme loszuwerden. Da wusste schlussendlich kein Arzt / Heilpraktiker mehr weiter. Ich habs vegetarisch und vegan versucht und es wurde schlimmer. Bis ich die Schnapsidee hatte auf Industriegetreide und Soja zu verzichten. Das hat geholfen. Ich denke mit bewusster, saisonaler Ernährung, ohne Zusatzstoffe die ausgewogen ist werden Vegetarier, Veganer und ich als Alles-außer-Getreide-Esser gesund bleiben und gut leben können. Mein Fleisch und Gemüse beziehe ich vom Bauern ums Eck,Obst kaufe ich gar nicht, da es mir zu süß ist oder zu viele km hinter sich hat, außerdem achte ich hochwertige verschiedene Öle…ja ich esse weniger Fleisch und fast keinen Fisch mehr, weil ich es gerne nachhaltig und qualmindernd wissen möchte. Ich kann jeden, der alternative Ernährungsformen fürs Wohlbefinden sucht verstehen. Heutzutage bekommt man mehr Chemie als Nahrung. Lebenssmittel werden zu Lebenserhaltugsmitteln. Unschön finde ich die Tatsache des veganen Käses oder ähnlichen Produkten. Muss so was sein??? Warum die Ernährung nicht ganz umstellen??? Diese Produkte die schmecken wie Wurst oder Käse gehen mir nicht in den Kopf. Der Sojaanbau für solche Produkte ist in meinen Augen auch eher zweifelhaft hinsichtlich Nachhaltigkeit. Also alles in allem bin ich der Überzeugung jede Ernährungsform KANN gesund sein, wenn man sich richtig ernährt. Und vegan gekicht schmeckt mir genausogut wie vegetarisch, roh oder eben inkl. Fleisch. Ich höre nur auf meinen Körper und der dankt ;-) Hoffe dir gehts mit deiner Ernährung auch weiterhin so gut…

    • Bitte die Studie im Original lesen.

      Die Studienautoren haben ausdruecklich darauf hingewiesen, dass man aus der Studie NICHT den Schluss ziehen kann, dass Vegetarier und Veganer ungesuender leben als Omnivoren.

      Gruende dafuer (unter anderem)

      – zu geringe Anzahl an Veganern unter der Grundgesamtheit, daher wurden alle Leute, die vegan (30), vegetarisch (120) oder Fisch (180) essen, zu einer Gruppe „Vegetarier“ zusammengefasst.
      – Studie wurde als „Matching-Studie“ ausgelegt, d.h., den 330 teilnehmenden „Vegetariern“ wurden aus der Grundgesamtheit von 15.000 Nichtvegetariern 330 gegenuebergestellt, die ihnen in Koerpergewicht, Bildung, Gewohnheiten etc. aehneln, hier wurd dann das Auftreten von Krankheiten verglichen. Dass der Durchschnitt der Nichtvegetarier in den meisten anderen Studien gegenueber Vegetariern uebergewichtig ist, wird damit ignoriert.
      – Die Studie wurde unter Patienten eines Krankenhauses durchgefuehrt, wie viele dieser Patienten aufgrund der Erkrankung ihre Ernaehrungsgewohnheiten geaendert haben, wurde nicht abgefragt. Auch die Tatsache, dass Vegetarier oder Veganer ggf. weniger selten das Krankenhaus besuchen muessen, wird durch das Studiendesign ignoriert.

      Mehr dazu z.B, unter: https://www.ugb.de/forschung-studien/fleischesser-nicht-gesuender-als-vegetarier/

      Die Autoren der Grazer Studie interpretieren ihre Ergebnisse deutlich vorsichtiger als der Verfasser der Pressemitteilung. So sehen sie eine Erklärung für den scheinbar schlechteren Gesundheitsstatus der Vegetarier darin, „dass die Vegetarier in unserer Studie diese Kost aufgrund bereits bestehender Erkrankungen praktizieren, da eine vegetarische Ernährung oft als eine Methode für Management von Gewicht und Gesundheit empfohlen wird“ (Burkert et al. 2014a). In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (2014) äußerte sich die Erstautorin der Studie, Nathalie Burkert, wie folgt:

      Frage: Ihre Studie sagt, Leute, die viel Fleisch essen, leben gesünder als Vegetarier, wie kommen Sie zu diesem Schluss?
      Nathalie Burkert: „Nein, nein, das stimmt nicht. Auf Grund unserer Ergebnisse ziehen wir die Schlussfolgerung gar nicht, dass viel Fleisch gesund sei. Es gab eine Pressemitteilung, mit der wir nicht einverstanden sind. Da werden die Ergebnisse der Studie einfach falsch dargestellt.“

  10. Hallo, guter Aufsatz, allerdings widerspreche ich bei den ersten Aussagen deutlich. Stell dir vor du bist nicht alleine und 40 Millionen Deutsche ernähren sich vegan. Würde wirklich so viel Fleisch „produziert“ werden ? Wenn alle aufhören Milch zu trinken, gäbe es keine Kuh in Massenställen weniger ? Wenn niemand mehr Lederschuhe kauft wird trotzdem die selbe Menge an Lederschuhen produziert ? Ich sage : Falsch ! veganen Gruß aus Wernau ♥ Thommy

  11. LiebeR Cadmon,
    „…..oder ob sie wegen ihres schlechten Gesundheitszustands zu Vegetariern wurden….“. Mittlerweile ist erwiesen, dass an dieser Studie überdurchschnittlich viele Menschen teilnahmen, die erst wegen einer Erkrankung zum Vegetarier/Veganer wurden. Sie wurden also durch die „normale“ Kost krank.

  12. Es spielt keine Rolle, aus welcher Quelle die lebensnotwendigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine stammen – es geht darum, DASS man sie zu sich nimmt und einzig und allein Vitamin B12, dass man als Fleischesser selbst supplementiert, weil es den Tieren inzwischen künstlich im Futter vorgesetzt wird, aber mit Leichtigkeit bei einer pflanzlichen Ernährung nebenher einzunehmen ist, gibt es keinen Grund, Tierleid zu verursachen, außer für den bloßen, zweifelhaften „Genuss“ nach Ausreden zu suchen.
    Wer hier ernsthaft behauptet, ohne Tierleichen im eigenen Futter gesundheitlichen Schaden genommen zu haben, hat sich schlichtweg einseitig und somit mangelhaft ernährt und mit der richtigen Zusammenstellung hätte diese Begleiterscheinung leicht behoben werden können, anstatt sich wieder auf die Seite der Tierschinder zu schlagen.
    Im übrigen: Der Vegetarier ist in keinster Weise daran beteiligt, Tierleid zu mindern, denn seine Milch- und Eierlieferanten werden nach „Gebrauch“ entweder für den Fleischesser „entsorgt“ oder als lästige Nebenerscheinung als „unbrauchbares“ männliches Küken lebendig geschreddert, vergast oder erstickt.
    Ich für meinen Teil bin froh, dass das „Vegetarisch-vegane Sommerfest“ am Alex in Berlin endlich konsequent nur vegan geworden ist, denn alles andere ist Augenwischerei und es gehört der Vegetarier mit dem Fleischesser in einen Topf und der Vegetarier beim besten Willen nicht mit dem Veganer auf eine Stufe.

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