Das Geschäft mit dem Krieg boomt! Nicht nur China rüstet auf, auch Facebook und Google

googleVorbereitung für einen Krieg oder befinden wir uns schon mittendrin? Die Aktien der Hersteller von Panzern, Flugzeugen und Drohnen gehen durch die Decke. Die Börse spekuliert auf einen neuen Kalten Krieg. Dazu rüstet noch eine ganz andere Weltregion heftig auf.

Mitten in der Krim-Krise nahmen zwei russische Kriegsschiffe Kurs auf das Schwarze Meer. Die „Saratow“ und die „Jamal“ passierten nach Berichten türkischer Medien am Dienstag in der Frühe den Bosporus in der Metropole Istanbul. Die USA verlegten unterdessen einen Flugzeugträger nach Griechenland. Der Kreml drohte mit Vergeltung, sollten die USA Sanktionen gegen Russland verhängen.

Die Nachrichten überschlagen sich und wir fragen uns, was passiert hier auf der Welt?

Konflikt China mit Japan

Mitten in den vielen Nachrichten über den Konflikt mit der Ukraine lesen wir, dass China, ein Jahr nach Beginn der neuen chinesischen Regierung, aufrüsten wird. Laut welt.de umfasst die Armee Chinas 2,3 Millionen Soldaten und wird 2014 umgerechnet rund zehn Milliarden Euro mehr als 2013 erhalten. Pekings Wehretat ist nach dem der USA heute schon der zweitgrößte der Welt.

Aber auch Japan rüstet auf. Laut spiegel.de stehen auf dem Einkaufszettel Tarnkappenbomber, Kriegsschiffe und Amphibienfahrzeuge. Angesichts des Inselstreits mit China erhöht Japan seine Rüstungsausgaben deutlich.

Krise am Golf

Drei Staaten ziehen ihre Botschafter aus Katar ab! Hier muss erwähnt werden, dass Katar Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 ist, warum auch immer, aber die FiFA ist da ganz schmerzfrei. Was interessieren schon Menschenrechte?

In einer gemeinsamen Erklärung der drei Golfstaaten hieß es, die Botschafter würden abberufen, weil sich Katar nicht an eine Vereinbarung der Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) vom vergangenen November gehalten habe. Diese Vereinbarung verbiete es den sechs GCC-Mitgliedern, sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Mitgliedstaates einzumischen. Außerdem dürfe niemand Personen oder Organisationen unterstützen, die durch politische Aktivitäten oder über „feindlich gesinnte Medien“ die Sicherheit eines GCC-Staates gefährdeten.

Staatsoberhaupt und Regierungschef ist seit dem 26. 06. 2013 Emir Scheich Tamim bin Hamad al Thani; Er ist auch gleichzeitig Oberkommandierender der Streitkräfte.

Seit März 2013 wissen wir, das Rüstungsdeal mit dem Emirat umfasst 62 Leopard-Panzer und 24 Panzerhaubitzen. Krauss-Maffei Wegmann (KMW) bestätigte den Vertragsabschluss mit Katar über die Lieferung der Kampfpanzer und Panzerhaubitzen. Das Volumen soll 1,89 Milliarden Euro betragen. Katar gilt als eins der reichsten und mächtigsten Länder der Region. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International gibt es weitreichende Menschenrechtsverletzungen in dem Land. Vor allem das Recht auf freie Meinungsäußerung ist massiv eingeschränkt.

Anfang Februar 2014 erreichte uns dann diese Nachricht: Laut ntv.de wolle die Bundesregierung beim geplanten Export von mehr als 100 Patrouillen- und Grenzüberwachungsbooten an das Innenministerium des Königreich Saudi-Arabiens mit insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro bürgen. In seinem Schreiben betonte Kampeter die „hohe beschäftigungspolitische Bedeutung“ des Deals, an dem die Bremer Lürssen-Werft beteiligt sein soll. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte in Berlin, dass sich im interministeriellen Ausschuss die einzelnen Ressorts für die Bürgschaft ausgesprochen hätten. Er ist das maßgebliche Gremium für solche Entscheidungen.

Facebook kauft Drohnen-Hersteller

Angeblich 60 Millionen Dollar will Facebook für Titan Aerospace ausgeben – eine Firma, die Drohnen herstellt. Die Fluggeräte sollen Menschen in entlegenen Gebieten den Zugang zum Internet ermöglichen. Die Produkte von Titan Aerospace haben mehr mit Satelliten gemein als mit den bekannten und umstrittenen Drohnen militärischer Herkunft. Drohnen wie die Solara 50 oder 60 können, dank Solarbetrieb und Akku, mehrere Jahre in der Luft verbringen. Vorteil gegenüber Satelliten sind die weitaus geringeren Kosten. Facebooks wohl größter Konkurrent Google plant mit Loon for All übrigens Vergleichbares. Allerdings setzt Google nicht auf Drohnen, sondern auf Ballons. Quelle pcgames.de

Facebook-Investor und PayPal-Gründer Peter Thiel:  Erinnern Sie sich noch an das Überwachungsprogramm prism? Auch hier ist Peter Thiel federführend, denn gemeinsam mit dem heutigen Vorstandsvorsitzenden Alex Karp und dessen Idee sowie den Investoren Joe Lonsdale, Nathan Gettings und dem Informatiker Stephen Cohen gründete er 2004 das Unternehmen Palantir. Die Gründer und erste Mitarbeiter kannten sich ja bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Aufbau von Paypal. Und Sie erfanden ein Programm: PRISM!

Und dann hat er noch den Founders Fund und dieses hat ein Unternehmen mit Namen Robotex. Wie Sie der Anmeldung entnehmen können (Siehe: Anmeldung bei der SEC), wurde sie 2007 von den PayPal und Youtube-Gründern gestartet. Die Anmeldung von Robotex listet Peter Thiel zusammen mit Robotex Gründer Nathan Gettings und Alexander Karp als Direktoren. Die in Palo Alto beheimatete Robotex entwickelt eine Reihe von „Avatar” Robotern. Sie wurden zur Unterstützung von Gefahrenabwehr entworfen.

Sie verkaufen Roboter, die zum Beispiel Wohnungen und Büros überwachen – aber auch Kinder, während die Eltern außer Haus sind. Willkommen im Zeitalter der Roboter – Dank Facebook-Investor und PayPal-Gründer Peter Thiel. 

Neu ist, dass Palantir (prism) mit Google eine Partnerschaft einging, und zwar im Bereich Menschenhandel. Der Suchmaschinenkonzern Google will mit seiner Initiative an der Tätigkeit verschiedener Organisationen anknüpfen, die bereits gegen den Menschenhandel aktiv sind. Dafür arbeitet das Unternehmen mit den Gruppen Polaris Project, Liberty Asia und La Strada International zusammen. Gemeinsam soll das Human Trafficking Hotline Network aufgebaut werden. (Siehe: Wie werden wir überwacht!)

Google kaufte am 13. Dezember 2013 den Robotik-Spezialisten Boston Dynamics. In der Vergangenheit war Boston Dynamics vor allem für Projekte im Auftrag der Militärbehörde DARPA bekannt (Siehe: Google gewinnt die Robotics-Meisterschaft mit SCHAFT)

Die einen rüsten auf und die anderen verdienen dran!

Rüstungsexportbericht der Bundesregierung für 2012

Insgesamt wurden 2012 Exportgenehmigungen in Höhe von 8,87 Mrd. Euro erteilt (Summe aus Einzel- und Sammelausfuhrgenehmigungen). 2011 wurden insgesamt Genehmigungen über 10,8 Mrd. Euro erteilt. Hier waren allerdings viele Exportgenehmigungen aus 2010 mit erfasst, was laut der Bundesregierung einer Umstellung des BAFA-Computersystems  geschuldet war.

Für den Export von Kleinwaffen wurden Genehmigungen in Höhe von 76,15 Mio. Euro erteilt, mehr als doppelt so viel wie 2011.

55% aller Einzelausfuhrgenehmigungen gingen 2012 an sogenannte Drittstaaten (d. h. nicht NATO und NATO-gleichgestellt) – so hoch war dieser Wert noch nie. Auch bei den Kleinwaffen entfallen insgesamt 48 % der Genehmigungen auf Exporte an Drittstaaten. Bei der Kleinwaffenmunition verdreifachte sich der Anteil der Drittländer gegenüber 2011 sogar von 7% in 2011 auf 21%. Quelle: waffenexporte.org

Insgesamt betrug 2012 der Umfang aller Militärausgaben 1,75 Billionen US-Dollar!

Bei unseren  Recherchen fanden wir diese Zahlen:

811 Mio. nach Portugal, 403 Mio. nach Griechenland. 2,1 Milliarden Euro insgesamt.
Schon seltsam, dass Deutschland Rüstung in die sogenannten Pleite-Staaten exportiert und dass der deutsche Regierungssprecher betonte, er gehe davon aus, dass Griechenland „sinnvolle Kürzungen im Rüstungsbereich“ ins Auge fassen wird.

Nicht nur Obama ist Friedensnobelpreisträger, sondern WIR (Europäer) auch!

1. EU plant „Militär-eBay” für Verkauf von Panzern und Kampfjets

Eher klamme Mitgliedsstaaten der EU können ihre Panzer und Kampfjets in Zukunft gebraucht im Internet kaufen – auf der Internetplattform „eQuip“. Aus Afghanistan gebe es „überschüssiges Material”.

2. Algerien will deutsche Panzer bauen

1200 „Fuchs”-Radpanzer sollen in den kommenden zehn Jahren von einer Rheinmetall-Tochterfirma in Algerien hergestellt werden – angeblich nur für den Bedarf im Land. Doch die Rüstungsgeschäfte sind umstritten. Kritiker fürchten, die Fahrzeuge könnten leicht ins Bürgerkriegsland Mali gelangen.

Zusätzlich genehmigte die Bundesregierung seit Anfang 2011 die Lieferung von 54 “Fuchs”-Panzern für 195 Millionen Euro sowie Geländewagen und Lkw im Wert von 286 Millionen Euro.

Zur Absicherung der Lieferung von zwei Fregatten genehmigte der Bund eine Hermes-Bürgschaft über 2,13 Milliarden Euro. Der Handel mit Algerien ist umstritten.

3. Indonesien will deutsche Panzer

Die Lieferung von rund 100 gebrauchten deutschen Leopard-Panzern nach Indonesien nimmt konkrete Formen an. Die indonesische Regierung unterzeichnete mit der Düsseldorfer Firma Rheinmetall eine Absichtserklärung zum Technologietransfer.

Die Absichtserklärung kann als Vorbereitung für den geplanten Kauf von 103 gebrauchten Panzern Leopard A24 gesehen werden. Das Verteidigungsministerium in Jakarta bestätigte die Unterzeichnung.

4. Waffen für die Welt …… auch für Griechenland und Portugal

Ukraine-Konflikt

Nächste Eskalationsrunde im Ukraine-Konflikt: US-Präsident Obama verhängt Sanktionen gegen Russland. Am Donnerstag kommen der UN-Sicherheitsrat sowie die Staats- und Regierungschefs der EU zu Krisensitzungen zusammen. Die ukrainische Justiz hat die Festnahme des prorussischen Krim-Regierungschefs Sergej Aksjonow angeordnet und Ermittlungen wegen Bestrebungen zur Abspaltung eingeleitet.

Auch Kanzlerin Merkel droht Russland mit Sanktionen und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist in Moskau mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammengetroffen. Einzelheiten des Gesprächs könnten wegen des vertraulichen Charakters der Unterredung nicht genannt werden, teilte das Wirtschaftsministerium in Berlin mit.

Wir erinnern an 2004, als Gerhard Schröder sagte: „Putin ist ein lupenreiner Demokrat“! Da war er Bundeskanzler und hatte Russlands Präsident Wladimir Putin vor Vorwürfen in Schutz genommen, demokratische Grundsätze zu missachten. Sie gelten als Freunde und man feierte zusammen die Geburtstage des jeweiligen. Vielleicht sollten alle an einen Tisch kommen – und wieder Frieden auf der Welt schaffen – zumal unser Außenminister Steinmeier Schröders WG-Mitbewohner war. Und auch Gabriel, der heute in Russland weilt, hat sicher zu Schröder ein gutes Verhältnis, man war ja gemeinsam in Hannover aktiv. Man kennt sich …also handelt wie Männer, wie Väter und informiert auch Frau Merkel und Obama – wir Menschen sind keine Spielbälle – und mit Säbeln rasselt man nicht einfach so.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat vorgeworfen, mit der “unakzeptablen russischen Intervention auf der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben”. Dies teilte ein Sprecher der Bundesregierung mit. Im gleichen Atemzug telefonierte sie mit Obama. Warum wirft sie nicht auch ihm eine Verletzung der Völkerrechte vor? Gründe gibt es dazu reichlich. Und sollte sich nicht auch Frau Merkel fragen, ob sie selbst nicht schon längst diese Grenzen überschritten hat?

Denn Deutsche Rüstungsgüter werden in die ganze Welt exportiert und meistens siegen die wirtschaftlichen Interessen gegenüber den Menschenrechten.

Schaut man sich in den letzten Tagen die Börse an, so bedeutet es nichts Gutes in diesen Zeiten. Die großen Gewinner dieser Tage sind jene Vermögenswerte, die von Krieg und Konflikt profitieren.

Die Aktien der Hersteller von Panzern, Flugzeugen und Drohnen gehen durch die Decke. Die Börse spekuliert auf einen neuen Kalten Krieg. Dazu rüstet noch eine ganz andere Weltregion heftig auf.

Während Sie diesen Text gelesen haben, sind schon wieder drei Menschen irgendwo auf der Welt erschossen worden.

© Netzfrau Doro Schreier

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Was ich bei Herrn Schröder nicht ganz verstehe: Er hat zwar den Bau der Northstream-Pipeline ermöglicht, also die relativ reibungslose Lieferung von russischem Erdgas, aber gleichzeitig war er als Bundeskanzler der Hauptverantwortliche für die Einführung der Hartz-Gesetze. Was also soll man von dem Mann jetzt halten?

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