„4tes Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte“ – 8. – 11. Mai 2014 – Treffen internationaler Widerstandsbewegungen

weißer elefant-großproj.Vom 8. bis zum 11. Mai 2014 findet das vierte Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte in Roşia Montană (Rumänien) statt. Seit vier Jahren treffen sich die Mitglieder von Widerstandsbewegungen jährlich in verschiedenen Ländern. So beispielsweise in Italien 2011, in Frankreich 2012, vergangenes Jahr in Deutschland und das nächste Treffen wird in Rumänien stattfinden.

Zu diesem Forum sind Mitglieder aller Widerstandsbewegungen eingeladen, um Erfahrungen auszutauschen, ihre Kräfte zu vereinen, Strategien zu entwickeln und den Widerstand gegen die „Weißen Elefanten“, das neue Symbol der Widerstandsbewegungen, zu stärken und schneller über alle Grenzen hinweg gemeinsam aktiv zu werden.

Warum das Logo der „Weiße Elefant“ als Symbol? 

„Weiße Elefanten“ (Albino-Elefanten) wurden in Asien als heilig angesehen. Deshalb durften sie nicht als Arbeitstiere genutzt werden. Ihnen stand eine besondere Ernährung zu und jedem, der ihn anbeten wollte, war gestattet, auch privates Land zu betreten. Nur Könige und Reiche konnten sich die im Unterhalt sehr kostspieligen Tiere leisten. Wer allerdings beim König in Ungnade fiel, bekam als Geschenk einen weißen Elefanten, was für den Halter nicht selten ein unerwünschtes, unnützes und sehr kostspieliges Geschenk darstellte, das weniger Vermögende in den Ruin trieb.

Ebenso sind auch heute „Weiße-Elefanten-Projekte“ unnütz und unerwünscht.

In der Kritik stehen große Infrastrukturprojekte – die Empörung der Bevölkerung wächst

Projekte für den Personen- und Warentransport, die Energieproduktion oder von Großanlagen (Megabauten für Tourismus, Städtebau, Militäranlagen) die in der Kritik stehen sind solche, die für die betroffenen Gebiete ein ökologisches, sozioökonomisches und menschliches Desaster darstellen. Diese Projekte bedeuten nicht selten eine Zerstörung von naturbelassenen Zonen, Raub von Ackerland und gehen mit Umweltschäden einher, die für die Bewohner Risiken und irreparable Schäden darstellen.

Gleiche Akteure, gleiche Methoden, gleiche Nutzlosigkeit

Die „Weißen Elefanten“ stehen symbolisch für fragwürdige Großprojekte von privaten Konzernen. Weltweit arbeiten die gleichen Akteure mit den gleichen Methoden an zumeist für die Allgemeinheit nutzlosen Projekten, die mit Verschwendung öffentlicher Gelder, häufig mit Hilfe von EU geförderten Project Bonds, einhergehen.

Die Handhabung ist immer die gleiche:

–   Keine Einbeziehung der Bevölkerung in Entscheidungsprozesse, d. h. die Meinung der Bürger wird vollkommen ignoriert und totgeschwiegen;

–   Regierungen und Verwaltungen verhandeln im Vorfeld hinter verschlossenen Türen;

–   die Medien schweigen oder betreiben ihre Informationspolitik gemeinsam mit Konzernen und Politikern, verbreiten Hypothesen über Kosten und Nutzen mit Schönreden und -schreiben zu Projekten, die ohne Rücksicht auf Bürger riesige Löcher in die Staats- und Gemeindekassen reißen, um wieder einmal den Lobbyisten die Kassen zu füllen.

Vom 8. bis zum 11. Mai 2014 findet das „4. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte“ in Roşia Montană (Rumänien) statt

Die weltweiten Proteste zeigen die Entschlossenheit von Menschen weltweit, ihre Lebensrechte zu formulieren und zu fordern. Mit der Gründung des „Europäischen Forums gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte“ wurde ein wichtiger Meilenstein gesetzt, damit Menschen sich gemeinsam vernetzen können, sich koordinieren und organisieren, um den Kampf aufzunehmen gegen rücksichtslose Machenschaften und weit verbreitete Korruption, die zur Verarmung der Gesellschaft und zur Konzentrierung des Reichtums geführt haben. Vorgehensweisen, die unser aller Lebensraum einschränken, mit hohen Schulden einhergehen, um auf dem Rücken der Bürger exorbitante Profite zu ergaunern.

Alle Mitglieder von Widerstandsbewegungen sind nach Roşia Montană (Rumänien) eingeladen, einer Gemeinde mit 2500 Einwohnern im Apuseni-Gebirge Rumäniens, um am 4. Forum teilzunehmen, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen, damit sich der Widerstand gegen die „Weißen Elefanten“ schnellstmöglich ausbreiten kann.

Wie in den vergangenen Jahren stehen Workshops (Großprojekte, Fracking, Infrastruktur, Mining u. v. m.), Vorträge und Podiumsdiskussionen auf dem Programm. Näheres ist hier zu erfahren.

Wer teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden: Anmeldeformular.

Widerstand ist legitim !

© 13.03.2014 Netzfrau Birgitt Becker

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Netzfrauen,
    ganz herzlichen Dank, dass Ihr Rosia Montana thematisiert habt. Das Thema liegt mir schon lange am Herzen.
    Liebe Grüße
    Ines Hirt

  2. Die Lage rund um die Hochmoselbrücke wird immer verwirrender: Prof. Dr. Harald Ehses, Leiter des Landesamtes für Geologie und Bergbau soll entlassen werden, weil er den Mut aufgebracht hatte, gegen den Weiterbau dieses höchst unnützen, exorbitant teuren, schlicht: idiotischen Projektes mit unwiderlegbaren Argumenten zu Felde zu ziehen. Die BI „Pro Mosel“, seit Jahren im Widerstand gegen die M ainzer Regierungskamarilla, ist von Finanzen und Manpower her nicht stark genug, den Lügen und Verdrehungen der Gegenseite Paroli zu bieten.
    Was tun? Hilfe einer Großorganisation ist dringend erforderlich!
    Helmut Körlings, Traben-Trarbach

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