Endlich: UN-Gericht verbietet Walfang in Antarktis

ShepardVor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag begann im Juni 2013 der Prozess zum japanischen Walfang im Südpazifik. Australien und Neuseeland hatten 2010 Japan vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen verklagt, um ein Ende der Jagd auf Wale zu erzwingen. Grund: Japan verstoße mit der Jagd auf Wale gegen ein internationales Moratorium von 1986. Danach ist die kommerzielle Jagd auf Großwale verboten.

Wie unsere Recherche vom 07. Januar 2014 ergab, verhandelte der Internationale Gerichtshof in Den Haag immer noch über diese Klage. Heute urteilte der Internationale Gerichtshof in Den Haag, dass Japan nicht im Namen der Forschung Wale getötet hätte, denn dafür seien zu viele Wale getötet worden. Japanische Jäger töten jährlich im Südpolarmeer Hunderte Wale. Japan berief sich dabei auf eine Ausnahmeregel, die die Jagd für wissenschaftliche Zwecke erlaube. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat Japan endlich den Walfang in der Antarktis untersagt. 

Zur Vorgeschichte: Trotz eines Moratoriums des IWC jagt Japan bis heute Wale. Tokio nutzt dabei eine Ausnahmeklausel, die den Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Das Fleisch der Tiere landet aber immer wieder in Restaurants des Landes.

Auch Norwegen und Island jagen die Wale, sie pochen auf ihre Tradition. Die IWC hatte im April 2010 einen neuen Kompromissvorschlag zum Walfang präsentiert. Danach sollen Japan, Island und Norwegen weiter jagen dürfen. Allerdings muss die Zahl der getöteten Tiere in den nächsten zehn Jahren deutlich reduziert werden.

Trotz internationaler Proteste fangen und töten japanische Walfänger seit mehr als 25 Jahren Wale im Südpazifik. Die Meeressäuger sind international geschützt.

Seit 1946 gibt es das Internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfangs, das die weltweiten Restbestände schützen soll. Norwegen und Island fangen ganz offiziell Wale. Die beiden Staaten legten Einspruch beziehungsweise Vorbehalt gegen das Walfang-Moratorium ein und fühlen sich deshalb nicht daran gebunden.

theaustralian.com.au berichtet dazu am 06. Januar 2014 folgende Nachricht, die wir für Sie übersetzt haben:

Die Anti-Walfang -Gruppe Sea Shepherd um den ehemaligen Grünen-Führer und SeaShepherd-Australien Vorsitzenden Bob Brown beschuldigt die Australische Regierung, ihre Wahlversprechen gebrochen zu haben, den japanischen Walfang zu beobachten. In den Aufnahmen aus dem Helikopter der Steve Irwin sind drei Zwerg-Wale zu sehen, wobei man davon ausgeht, dass ein vierter bereits auf dem blutverschmierten Deck zerlegt wurde.

Dr. Brown fordert die australische und neuseeländische Behörde auf, Marineschiffe zu senden, um das internationale Walschutzgebiet zu schützen. Kurz vor Weihnachten war noch als Wahlversprechen davon die Rede, dass Flugzeuge oder Schiffe zur Beobachtung entsendet werden, was allerdings nicht passierte. Nach dem Eintreffen der Sea Shepherd floh die japanische Flotte aus dem Walschutzgebiet, ohne dass es gewaltsame Konfrontationen gegeben hat.  Siehe: Das Abschlachten von Walen und Delfinen in der Müllhalde Weltmeere
Wir begrüßen die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag und hoffen, dass Japan sich an dieses Urteilt hält. Wir werden den Walen weiterhin eine Stimme geben und der Weltöffentlichkeit zeigen, welche Greueltaten der Walfang nach sich zieht. Die Jagd nach den Walen ist an Brutalität nicht zu überbieten und sollte sofort weltweit verboten werden !
Netzfrau Doro Schreier

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