Über 16 Millionen Mangos aus Indien auf den Müll !!! EU verweigert Einfuhr

Über 16 Millionen Mangos aus Indien dürfen nicht mehr in die EU importiert werden. Das EU-Verbot gilt auch für die Versorgung mit indischen Auberginen, Kürbissen und Patras.

In Indien beschäftigt sich die Mehrheit der Bevölkerung mit der Landwirtschaft. In Indien gibt es ungefähr 140 Millionen ha Anbaufläche. Auf 37 Millionen ha wird mehr als einmal im Jahr angebaut.

Ende der Sechziger sollte in Indien die landwirtschaftliche Produktion gesteigert werden. Sie ging als „Grüne Revolution“ in die Geschichte ein. Jedoch blieben diese Maßnahmen nicht ohne Folgen. Immer mehr Kunstdünger, Pestizide und Hochertragssorten wurden benutzt. So wuchs zwar die Produktion von Nahrungsmitteln, aber die Überbenutzung der natürlichen Ressourcen führte bereits zur Absenkung des Grundwasserspiegels und Versalzung des Bodens. Mehr noch, die Pestizide und Kunstdünger führen zu gesundheitlichen Problemen der indischen Bevölkerung.

Alle acht Stunden brachte sich 2006 in einer indischen Agrar-Provinz ein Bauer um. Diese damalige schockierende Statistik lenkte den Blick auf die Globalisierungverlierer in der Boom-Ökonomie. Tausende von Kleinbauern begingen Selbstmord, weil sie das Saatgut nicht mehr bezahlen konnten und ihre Familien dadurch hungern mussten. Dabei waren es gerade indische Bauern, die über Jahrhunderte eine Weizensorte herauszüchteten, die Gebäck besonders knusprig werden lässt. Diese genetische Eigenschaft mischte der US-Konzern Monsanto seinem Saatgut bei und wollte prompt von seinen Kunden dafür Lizenzgebühren kassieren. Diese erschüttende Meldung verarbeiteten wir in dem Beitrag Samen des Todes und der Versklavung – Alternativ eigenes Bio-Saatgut statt Saatgut-Abhängigkeit…Biopiraterie…Nein Danke!.

Erst kürzlich erließ Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa ein Verbot für Herbizide mit Glyphosat. Das gilt auch für alle Marken von Monsanto-Roundup.

Dies wurde am 13. März 2014 auf einer Medienkonferenz in Colombo mitgeteilt. Der zuständige Minister bestätigte die Forschungsergebnisse, die besagen, dass die sich schnell ausbreitenden Nierenerkrankungen durch die Verwendung von Glyphosat verursacht werden.

Auch die neue Studie des französischen Wissenschaftlers Gilles-Eric Séralini bestätigt, dass die untersuchten Pestizide „zwei bis tausend Mal giftiger“ sind, als von den Herstellern angegeben.

Die European Crop Protection Association (ECPA) – zu deren Mitgliedern zählen viele der weltweit größten Pflanzenschutzmittel-Hersteller, darunter BASF, Dow Agrosciences, Monsanto und Syngenta – sagte, dass die neue Studie den Anforderungen an wissenschaftliche Untersuchungen nicht genüge und deshalb nicht zur Literatur über die Sicherheit von Pestiziden beitragen könne. [Dazu unser Beitrag: Nach El Salvador verbietet Sri Lanka Monsantos Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!}

Nicht dass wir die Einfuhr von Citrusfrüchten fördern, denn wir, die Netzfrauen, plädieren für regionales saisonales Obst ohne jegliche Art einer Behandlung mit Pestiziden oder Genmanipulation. Und doch kamen bei uns Fragen auf, warum nun gerade die Einfuhr von 16 Millionen Mangos aus Indien gestoppt wurden. Erst vor zwei Tagen hatten wir berichtet, dass die EU die Einfuhr von „Nicht-Bio-Äpfeln“ aus den USA stoppten. Hier wurde als Grund die Angst vor den verwendeten krebserregenden Pestiziden genannt. [Dazu: Europa verbietet amerikanische Äpfel – da mit krebserregenden Pestiziden behandelt]

Der genannte Grund für das Verbot der Einfuhr der Mangos bezieht sich auf Schädlinge, die es hier bei uns ebenfalls schon gibt. Gerade in Gewächshäusern taucht diese sogenannte Weiße Fliege auf und befällt in der Regel die Pflanzen unter Glas, besonders Tomaten, Gurken, Paprika und Salat. Eine Bekämpfung der Weißen Fliege ist schwierig. So hat die Weiße Fliege eine Resistenz gegen viele Pestizide ausgebildet. Das United States Department of Agriculture empfiehlt die Verhinderung des Befalls durch Verwendung eines, sofern möglich, biologischen Mittels. Also zurück zur Natur. In unserem Beitrag Die Natur schlägt zurück- Pestizid-resistente Insekten kehren zurück- Brasilien ruft Notstand aus! berichteten wir bereits, dass immer mehr Insekten gegen Pestizide resistent werden.

Mangos werden hartreif geerntet, da sie sonst nicht transportfähig wären, und gerade jetzt ist die Hauptsaison, die bis Juli andauert. Bereits im März hatten die europäischen Länder wie England, Deutschland, Italien, Schweden und Frankreich neben anderen beschlossen, dass diese Saison keine „Alphonso“-Mangos aus Indien importiert werden dürften. Den neuen Richtlinien zufolge müssen Mangos verschiedene Nacherntebehandlungen in zertifizierten Verpackungshäusern haben, von denen die lokalen Exporteure meinen, dass sie zu teuer sind und den Gewinn schmälern. Doch was bedeutet die Nachbehandlung? Zudem müssen Produkte, die über weite Strecken transportiert werden, teilweise zusätzlich durch Chemikalien vor dem Verderb geschützt werden.

16 Millionen Mangos aus Indien sind futsch, weil die EU Angst vor Schädlingen hat! Original-Meldung vom Mail-Online am 27.April 2014 (by Valerie Elliot): „Bang go the mangos as the EU bans 16 million from India amid fears that they’re pest-ridden“

Der indische Mango-Markt ist für die britische Wirtschaft fast 6 Millionen Pfund wert, aber ein europaweites Verbot der Frucht soll am Donnerstag in Kraft getreten sein.

Es ist die exotische Frucht, die für ihr süßes, duftendes Fruchtfleisch bekannt ist und von Spitzenköchen wie Gordon Ramsay verehrt wird. Dennoch sollen aus Indien importierte Mangos aus den Regalen verschwinden, und zwar auf Grund von Befürchtungen, dass Warensendungen einen Schädling enthalten, der die britische Tomaten- und Gurken-Ernte zerstören könnte.

Die Nachricht machte asiatische Ladenbesitzer und Restaurantbetreiber wütend, die Tausende von Pfund durch ein europaweites Verbot der Frucht verlieren. Über 16 Millionen Mangos aus Indien werden von Großbritannien in einem Marktwert von fast 6 Millionen CHF pro Jahr importiert.

Dieser Schritt der EU – abgesichert durch die Abteilung für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft – könnte zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen. Die Hauptsaison für die teure Alphonso-Art, die als die Königin der Mangos bekannt ist und für Pudding und den beliebten Smoothie Mango-Lassi verwendet wird, hat gerade erst angefangen.

Das Verbot wurde eingeleitet, nachdem einige Mango-Warensendungen die Tabak-Weißfliege enthielten, die Auswirkungen auf Großbritanniens £ 320-Millionen-schwere Salat-Industrie haben könnte.

Monica Bhandari vom Importeur Fruity Fresh (Western) Ltd, mit Sitz in West London, sagte, ihr Unternehmen würde deutlich verlieren, und fügte hinzu: „Es ist Wahnsinn. Die Mangos werden in Indien verbrannt, weil es keinen Markt für sie geben wird.“

Jay Rayarel, Manager beim ATC-Einzelhandel in Leicester, der 36 000 Alphonso-Mangos pro Woche in der Saison verkauft, sagte, dass seine Firma einen Handelswert von 200.000 £ verliert und fügte hinzu: „Das Verbot wird verheerend sein.“

Umweltminister Lord de Mauley sagte, er hätte eng mit seinem indischen und europäischen Amtskollegen an dem Problem gearbeitet.

In einem Rezept für Schokoladenmousse mit Chili und Mango, sagt Gordon Ramsay: „Wenn Sie eine süße, duftende Alphonso-Mango der Saison bekommen – um so besser.“

Das EU-Verbot gilt auch für die Versorgung mit indischen Auberginen, Kürbissen und Patras.

Wir haben diesen Beitrag aus England für Sie übersetzt. Vielleicht stellen Sie auch wie wir fest, es geht u. a. um eins, um den Profit. Zum Beispiel Britischer Salat gegen indische Mangos. Hieß es von der EU noch Ende März „wegen fehlender Nachbehandlung“, so lesen wir nun, dass es sich um die Tabak-Weißfliege handelt.

Für Indien ist es sicher ein Schlag ins Gesicht, und wie schon im übersetzten Beitrag erwähnt, werden dort nun 16.Millionen Mangos verbrannt, weil sich kein Abnehmer findet. Auf der anderen Seite hungern dort viele Menschen, weil sie nichts zu essen haben.

In Deutschland ist die Überwachung von Pestizidrückständen in Lebensmitteln durch das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) und die europäischen Vorschriften zu den Rückstandshöchstgehalten geregelt. Demnach dürfen Rückstände von Pestiziden in bestimmten Mengen in Südfrüchten vorhanden sein. Dazu die laves.niedersachsen.de Pflanzenschutzmittelrückstände in exotischen Früchten.

Äpfel aus Südafrika, Erdbeeren aus Spanien, Fleisch aus Polen – viele Menschen sind dieser weit gereisten Lebensmittel bereits überdrüssig. Auch wir raten dazu, lieber regionale Produkte und Gemüse von heimischen Äckern zu essen und das Fleisch (wenn nötig) vom Bauernhof um die Ecke zu beziehen. Zum einen gibt Ihnen das mehr Produktsicherheit, zum anderen ist es ökologisch sinnvoll, die Produkte dort zu verzehren, wo sie erzeugt werden, statt sie mit Fliegern um die halbe Welt zu transportieren.

Netzfrauen Andrea Carls und Doro Schreier

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In „naturbelassen“ sollte auch nur Natur drin sein – Der Etikettenschwindel der Nahrungsmittel-Industrie

Hört auf unsere Kinder krank zu machen!

Nun ist es bestätigt: Die DNA aus genetisch veränderten Pflanzen wird durch die Nahrung auf den Menschen übertragen

Erschreckende neue Studie: Pestizidrückstände verursachen Fehlgeburten, reduzierte Fruchtbarkeit u.v.m.

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