Morddrohungen – Anti-Monsanto-Aktivistin Sofía Gatica in Gefahr! – Graves amenazas de muerte hacia Sofía Gatica señalan a Monsanto

spanischVerdammte Regierung … Verdammtes Monsanto!

So beginnt die argentinische Umweltaktivistin Sofía Gatica ihren Brief an Monsanto. Einen Brief, in dem sie den Saatgut- und Pestizidriesen anfleht, ihre Kinder am Leben zu lassen und lieber sie selbst zu töten. Aus Angst um ihre Kinder schloss Sofía, wie von Monsanto gefordert, ihre Facebookseite und blieb auch dem Protest-Camp fern.

Nun bietet sie dem Lobbyisten an, sich gänzlich aus dem Kampf gegen Monsanto zurückzuziehen, wenn ihr versprochen wird, dass ihren Kindern nichts passiert.

Sofia1Am Dienstag, dem 22. April wurde vom Bezirksstaatsanwalt ein permanenter Polizeischutz für Sofia Gatica erteilt. Sie wurde verfolgt und bekam Drohungen, die auch ihre Kinder betrafen. Stellen Sie sich vor, sie sind Mutter und man droht Ihnen, ihren Kindern etwas anzutun?

Sofia ist eine von uns Netzfrauen. Wir können es nicht zulassen, dass eine von uns an Leib und Leben bedroht wird.

„Einen Monat wurde ich bedroht, dass sie meine Kinder verschwinden lassen. Ich wurde gezwungen, meinen Facebook- Account zu schließen, und ich tat es. Aber die Drohungen blieben. Ich weiß nicht, was ich tun soll? „, sagte uns Sofia und bat uns um Hilfe. Wir Netzfrauen halten zusammen. Nachdem wir alle geschwiegen haben und immer noch eine ernste Gefahr besteht, wenden wir uns an die Öffentlichkeit.

Sofía Gatica ist eine der „Mütter von Ituzaingó“ aus Argentinien, die seit 10 Jahren darum kämpfen, die Wahrheit über die große Anzahl von Krebs und anderen Krankheiten in dem gleichnamigen Viertel von Cordoba zu erfahren.

Vor 14 Jahren brachte sie eine Tochter zur Welt, die 3 Tage später an einem Nierenversagen verstarb. Sofía entschied, die Ursache dafür herauszufinden, und begann mit einer Tür-zu-Tür-Aktion in ihrem Wohnviertel. Cordoba hat 6000 Einwohner, die von Sojaanbauten umzingelt sind.

Viele der Nachbarn waren krank – ohne Erklärung! Die Krebsrate ist 41 mal höher als im Durchschnitt und einige Ärzte vermuten, dass es noch viele mehr sind, diese aber nicht gemeldet werden. Leukämie, Allergien, neurologische und Atemwegserkrankungen, Geburtsfehler und Säuglingssterben kommen gehäuft vor.

Daraufhin gründete sie zusammen mit 16 anderen Frauen aus ihrem Viertel die Organisation „Madres de Ituzaingó” und ohne finanzielle Unterstützung erreichten sie es, auf das Thema des ungeheuren Einsatzes von Chemie in der Agrarindustrie aufmerksam zu machen.

Sie untersuchten ihr Trinkwasser und die Blutwerte der Kinder. In beiden befanden sich Rückstände von Pestiziden und anderen Giften.

Pressekonferenzen folgten und damit Druck auf sie, damit sie ihre Arbeit aufgeben. Doch das hielt die „Mütter von Ituzaingó“ nicht ab. 2008 forderte die argentinische Präsidentin das Gesundheitsministerium auf, eine Studie zu veranlassen, die die schlimmen Vermutungen nur bestätigte.

Die Frauen erreichten, dass mittlerweile in einem Umkreis von weniger als 2,5 km keine Flugzeuge Agrochemie (Pestizide) versprühen dürfen.

2012 erhielt Sofía Gatica den Goldmann Umweltschutzpreis für ihren Kampf.

SofiaSeit diesen ersten Erfolgen sind Sofía Gatica und die „Madres de Ituzaingó“ Repressalien ausgesetzt. Am 20. September 2013 wurden sie mit brutaler Polizeigewalt von ihrem Camp vor der Monsantoinstallation vertrieben.

Am 19. November 2013 wurde Sofía Gatica in einem Taxi von einem Mann, der ihr eine Pistole an den Kopf drückte, bedroht. Er sagte: „Es gibt viele Formen zu sterben. Wir werden dein Gehirn über die argentinischen Malvinen verstreuen. Hör mit dem Mist auf!“

Drei Tage später wurde Sofïa von zwei Männern auf der Strasse überfallen und brutal verprügelt.

Sofia5Außerdem wurde im November 2013 das Camp von ca. 60 Männern angegriffen, die Aktivistinnen geschlagen und mit Steinen beworfen. Zelte wurden niedergebrannt. [Siehe auch unser Artikel Argentinische Anti-Monsanto-Aktivistin Sofía Gatica brutal angegriffen, geschlagen und mit Steinen beworfen!!!]

In diesem und in unserem weiteren Beitrag Sofía Gatica und ihre Mitstreiter haben eine weitere Schlacht gegen Monsanto gewonnen!!! berichteten wir Ihnen von weiteren Erfolgen der Frauen:

Im Oktober 2013 hatte Monsanto in einer ersten Instanz das richterliche OK für den Baubeginn einer neuen Fabrik in Malvinas erhalten. Die Einwohner von Malvinas Argenitas, in der Provinz Cordoba, wollten das aber nicht hinnehmen und zogen vor Gericht. Dieses stoppte den Bau einer Saatgutfabrik des US-Chemie- und Saatgutkonzerns Monsanto.

Der interdisziplinäre Fachausschuss des Umweltministeriums der Provinz empfahl am 10. 02. 2014, die Umweltverträglichkeitstudie der geplanten Monsantofabrik, präsentiert von Monsanto Argentina, nicht zu genehmigen. Selbstverständlich wird Monsanto Widerspruch einlegen.

Viel Geld ist bereits geflossen, teure Pläne wurden geschmiedet. Hätte die Fabrik tatsächlich produziert bzw. würde sie jemals produzieren, besäße Argentinien nach Angaben von Monsanto die zwei weltgrößten Anlagen dieser Art. In Rojas, in der Provinz Buenos Aires ist bereits seit einigen Jahren eine ähnliche Anlage in Betrieb. Grund genug, eine Gruppe Frauen oder gar eine einzelne Frau derart unter Druck zu setzen? Wie weit Monsanto bereit ist, für diese Fabrik zu gehen, entnehmen Sie dem Brief von Sofía Gatica, den wir Ihnen hier frei übersetzen:

Verdammtes Monsanto………..Verdammte Regierung!!!
Brief an Monsanto.

Herren Mafiosi, Verbrecher!!!
……heute bitte ich Sie: Bitte lassen Sie meine Familie in Frieden, die nichts mit diesem Konflikt zu tun hat.
Ich weiß, dass es für Sie das Beste wäre, wenn ich mich in Nichts auflösen oder spurlos verschwinden würde. Sie haben mein Leben ruiniert, ich bin ohne Hoffnung – seit einem Monat bedrohen Sie mich, dass Sie meine Kinder verschwinden lassen werden. Ich habe gemacht, was Sie forderten und bin nicht wieder in das Camp zurückgekehrt – seit einem Monat und die Nacht endet nie, ohne dass Sie mich verfolgen. Ich sehe nur Dunkelheit auf meinem Weg. Aber es hört nicht alles dadurch auf, mir meine Rechte nehmen zu wollen, auch erscheinen Sie Tag für Tag an meinem Arbeitsplatz und hinterlassen auf meinem Schreibtisch Zettel mit der Aufschrift (sie werden nicht mehr leben) … ich nahm an, Sie meinten meine Kinder, und suchte einen Ausweg, aber Sie haben niemals aufgehört – Sie haben mich eingeschlossen, verfolgt … vertrübten meine Augen jeden Tag, weil ich nicht weiß, was noch kommen würde

Ich will nicht ruhig bleiben und warten, bis Sie meine Liebsten töten. Aber ich habe meinen Zorn geschluckt und ausgehalten,…. doch Sie erschienen nochmals sehr früh am Tag und forderten mich auf, mein Facebook (face = hier: Facebook) zu schließen oder mein Sohn würde durch seine eigene Waffe sterben. Ich habe alles erfúllt. Ich möchte nicht an meine Arbeit zurückgehen um sie nicht zu finden. Ich habe mein Facebook geschlossen, wie Sie mich angewiesen haben – was möchten Sie noch? Verfluchte Hurensöhne – ich kann nicht schreien und niemanden um Hilfe bitten, weil ich weiß, wozu Sie imstande sind. Ich bin allein mit meinem Schmerz und habe keinen Ausweg, kann nur gehorchen.
Millionen leiden durch Ihre Schuld, ich möchte in Würde leben, möchte ohne Druck leben, aber Sie lassen mich nicht. Seit zwei Tagen kommen Sie wieder, tauchen auf, um mich zu bedrohen, damit ich keine Informationen hochlade – weitergebe. Von welchen Informationen sprechen Sie, wo ich doch seit einem Monat tue, worum sie mich gebeten haben?
Ich kann nicht mehr!! Ich habe gemacht, was Sie nicht wollten – ich habe Sie bei der Polizei in Cordoba angezeigt. Heute weiß ich, dass meine Kinder sich in großer Gefahr befinden, weil ich nicht weiter befolge. Ich hatte meine Stimme einen Monat versteckt, ich bin verrückt durch den ganzen Druck, die Verfolgung und Bedrohung durch Sie.

Der Staatsanwalt Dr. Casas, Distrikt II, Schicht (Turno) 7, veranlasste Personenschutz für mich und die Person, die mich begleitet an jedem Ort an dem ich mich aufhalte und Polizeischutz an meinem vorübergehenden Wohnsitz……Und wir befinden uns in einer Demokratie? ……. Eine Demokratie, die Sie bezahlen können, woher weiß ich, dass die, die mich beschützen sollen, nicht von Ihnen selbst geschickt wurden?
Ich weiß, dass nichts in Ordnung ist, das sehe ich überall. Meine Kinder befinden sich in Gefahr durch Ihre Mafia und Geldgier. Ich möchte, dass Sie wissen: Wenn Sie möchten, dann setzen wir uns zusammen, um zu reden, um zu verhandeln – Mein Leben für das Leben meiner Kinder!!
Ich habe das zweifach überdacht, habe aufgehört zu träumen von einer besseren Welt, wenn Sie mir schriftlich geben, dass meine Kinder leben werden….Papierchen, die nur das sagten, “sie werden nicht leben” “no viviran” – das ermüdete mich!!!
Ich bitte: Bitte bringen Sie meine Kinder nicht um….verhandeln wir! Mein Leben für das Leben meiner Kinder – und Sie werden mich niemals mehr sehen, nicht auf dem Grundstück oder in irgendeinem Ihrer unheilvollen Corporationen. Sie zahlten für Terror und erreichten ihn, ich weiß, dass ich ein Hindernis für Sie bin, aber ich ziehe mich zurück vom Kampf, wenn Sie sich zeigen und unterschreiben, dass MEINE KINDER LEBEN WERDEN!!!

ICH WEISS, DASS SIE IHR GESICHT NICHT ZEIGEN WERDEN. ICH MACHE SIE UND IHRE VERBÜNDETEN, UNSERE REPRÄSENTANTEN VERANTWORTLICH, WENN MEINEN KINDERN VON JETZT AN UND IN ZUKUNFT ETWAS ZUSTÖSST……ich HASSE Sie mit meinem ganzen Sein!!
SOFIA GATICA

Original von Sofia:

Maldito Monsanto…Maldito Gobierno!!!!!
Carta a Monsanto.
Señores Mafiosos, Delincuentes!!!
…………….hoy les pido por favor dejen mi familia en paz que nada tienen que ver en este conflicto.
Se que para ustedes seria mejor que yo saltar al vacio y desapareciera ,han arruinado mi vida , estoy desesperada, hace un mes me tienen amenanzo de que van a desaparecer a mis hijos, hice lo que me pidieron no volvi al acampe , hace un mes que no voy , la noche nunca acaba con ustedes persiguiendome , solo veo oscuridad en mi camino, pero no todo acabo con hacerme alejar de mis derecho sino que dia a dia se aparecieron en mi lugar de trabajo dejando en mi escritorio papelito escrito diciendome [No van a vivir]….supuse eran mis hijos,busque una salida pero nunca paraban ..me encerraron..me acosaron, empañaba todos los dia mis ojos porque no sabia que se me venia
No quiero quedarme esperar asesinen a mis seres queridos pero mordi mi bronca y me la banque, aparecieron nuevamente muy temprano diciendome cerrara mi face sino mi hijo moriria con su misma arma, lo hice,no queria volver al trabajo para no encontrarlo, cerre mi face como me lo pidieron que mas quieren??? malditos hdp… , no podia gritar ni pedir auxilio porque se de lo que son capaz, camine con mi dolor, no tenia salida solo obedecer.
Hay millones sufriendo por culpa de ustedes ,quiero vivir con dignidad ,quiero caminar sin presion, pero no me dejaron ,hace dos dias vinieron por mas aparecieron nuevamente a amezarme ..que no suba informacion,,de que info hablan si hice lo que me pidieron todo el mes…
No pude mas !!!hice lo que ustedes no querian la denuncia a la Policia de la Provincia de Cordoba, hoy se que mis hijos estan en riesgo porque no supe Obedecer, escondi la voz un mes,estoy enloqueciendocon tanta presion, pesecusion y amenazas de ustedes
El Fiscal Dr Casas Districto ll turno 7 resolvio librar una custodia personal para mi persona que me acompañe a todo lugar donde me desplace y una consigna policial a mi domicilio particular…y estamos en democracia?…una democracia que ustedes pueden pagar , como se que los que me cuidan no son enviado por ustedes mismo?
Se que nada esta bien, los veo por todas partes , mis hijos estan en peligro por su mafia y codicia, quiero que sepan que si quieren nos sentemos a charlar , a negociar lo hagamos…..Mi vida x las de mis hijos!!
Lo pense dos veces , dejare de soñar un mundo mejor si por escrito firman mis hijos viviran..papelito que digan solo eso , eso cansada de los papelito No viviran!!!¨
Pido por favor no maten a ninguno de mis hijos…Negociemos,, mi vida x la de mis hijos ..y no me veran jamas ni en el predio ni en ninguna de sus nefastas corporaciones..pagaron por terror y lo lograron se que soy un obstaculos para ustedes pero me retiro de la lucha si dan la cara y firman MIS HIJOS VIVIRAN !!!!
SE QUE NO VAN A DAR LA CARA , LOS HAGO RESPONSABLE A USTEDES Y SU ALIADOS NUESTROS REPRESENTANTE SI A MIS HIJOS LE PASA ALGO DE AHORA EN MAS…..los ODIOO con todo mi Ser!!

SOFIA GATICA

Heute Morgen (Ortszeit Argentinien) gab es in der Zentrale der Gewerkschaft CISPR eine Pressekonferenz, auf der die Fakten öffentlich präsentiert wurden. Eine Aufforderung an die Regierung und an Monsanto, mit der Bitte, die Bedrohungen einzustellen  wurde verlesen.

Hier auf spanisch nachzulesen Graves amenazas de muerte hacia Sofía Gatica señalan a Monsanto

Sofia Gatica hat viel gegen Monsanto  unternommen und wird seit einiger Zeit massiv bedroht. Jetzt fürchtet sie um das Leben ihrer Kinder. Sie bietet Monsanto ein Gespräch an und verspricht, ihre Tätigkeit gegen Monsanto einzustellen, wenn die ihr garantieren, die Familien in Ruhe zu lassen.

Wir Netzfrauen kämpfen weiter und wünschen unserer Netzfrau Sofia Gatica weiterhin viel Kraft. ¡Cuídate!

deutsch

Netzfrauen Birgit Steinmeyer (Chile), Andrea Wlazik und Doro Schreier (Deutschland)

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. das kratzt die weniger als ein floh. es ist ja nur „ein“ mensch. aber die abschreckende wirkung die das haben soll ist hundert pro beabsichtigt. bleibt nur zu hoffen das alle die was gegen ungerechtigkeit unternehmen wollen, nicht den mut verlieren. denn nur wenn sich viele viele viele finden die zusammenhalten, können solche monster gestoppt werden.

  2. Es geht nur,

    wenn ALLE zusammen MIT SOFIÀ einstehen

    für FRIEDEN

    und für FREIHEIT

    auf diesem Planeten.

     

    Langfristig geht es nur ohne Politiker, ohne Parteien, ohne Großkonzerne, …

    mit liebenden übersichtlichen Gemeinschaften,

    mit weisen Alten und offenen Herzen, strahlenden Augen

    und im Ein-Klang mit der Natur.

  3. Ich bin berührt und mit(ge)troffen….Paralelen ohne Ende…sehr Wahr.Sehr gut beschrieben…!Danke,für diesen Bericht!

    Diana

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