Monsanto und die großen Lebensmittelkonzerne verlieren den Kampf um die Kennzeichnung GVO und „natürlich“

kuhgmo20 Jahre dauert der Kampf der Amerikaner bereits, 20 Jahre schon verlangen sie eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte und chemisch behandelte Lebensmittel. Nun erreichten sie einen ersten Sieg – und was noch wichtiger ist – ein Einknicken der ersten Konzerne. Der lange Atem der Aktivisten, ihre Hartnäckigkeit und die immer bessere Aufklärung der Verbraucher sorgen für eine Spaltung unter den großen Lebensmittelkonzernen Amerikas. Die Frage, die sich einige von ihnen stellen, lautet: „Verlassen wir das sinkende Schiff oder harren wir der Dinge?“

Noch müssen gentechnisch veränderte Lebensmittel bei uns gekennzeichnet werden. Was nach wie vor nicht kennzeichnungspflichtig ist, ist die Gentechnik, die wir auf Umwegen (über die Ernährung unserer „Nutztiere“) zu uns nehmen und die chemische Behandlung unserer Lebensmittel. Warum also ist der Kampf der Amerikaner für uns so wichtig? Weil unsere Regierung unbedingt – und scheinbar koste es, was es wolle – das Freihandelsabkommen mit den USA wollen. Spätesten dann ist der Kampf der amerikanischen Bevölkerung auch unser Kampf.

Ein Kampf nicht nur für eine Kennzeichnungspflicht – in diesem Kampf geht es um viel mehr. Es geht um Korruption, Erpressung, Verbrechen, unendliche Gier, Macht und Ohnmacht und es geht um unsere Gesundheit, unsere Kinder – unsere Zukunft!

Den Artikel dazu von Ronnie Cummins, Director, Organic Consumers Association, haben wir für Sie übersetzt: Monsanto and Big Food Losing the GMO and ‚Natural‘ Food Fight

Nach 20 Jahren Kampf gegen Monsanto und Agrarunternehmen stehen Aktivisten der Landwirtschafts- und Ernährungsbewegung in Vermont – unterstützt von einer wachsenden Bewegung im ganzen Land – einem monumentalen Sieg gegenüber: einer Kennzeichnungspflicht von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und einem Verbot der Branchenpraxis, gentechnisch belastete Lebensmittel als „natürlich“ zu bezeichnen.

Am 16. April 2014 verabschiedete der Senat in Vermont das Gesetz H.112 mit 28 zu 2 Stimmen, einem ähnlichen Gesetzesentwurf im Vermont-House aus dem letzten Jahr folgend. Die Gesetzgebung, die fordert, dass alle GVO-Lebensmittel, die vom 1. Juli 2016 an in Vermont verkauft werden, gekennzeichnet werden müssen, wird nun den Ausschuss der Haus/Senat-Konferenz passieren, bevor er bei Gouverneur Peter Shumlin Pult zur endgültigen Genehmigung landet.

Streng genommen gilt Vermonts Gesetz H.112 nur in Vermont. Aber es wird die gleichen Auswirkungen auf den Markt haben wie ein Bundesgesetz. Da sowohl nationale Lebensmittel- und Getränkeunternehmen als auch Supermärkte wahrscheinlich nicht das Risiko eingehen werden, den Zorn ihrer Kunden durch das Eingeständnis auf sich zu ziehen, dass viele der Lebensmittel und Marken, die sie in Vermont verkaufen werden, gentechnisch verändert und trügerisch als „natürlich“ oder „rein natürlich“ bezeichnet sind, während gleichzeitig versucht wird, diese Tatsache in den anderen 49 Staaten und nordamerikanischen Märkten zu verbergen. Wie eine Führungskraft von Monsanto vor 20 Jahren zugab: „Wenn Sie einen Aufkleber auf gentechnisch veränderten Lebensmitteln befestigen, könnten Sie auch gleich einen Totenkopf draufkleben.“

Ein Beweis für diesen „Totenkopf „-Effekt ist in der Europäischen Union zu finden. Hier hat eine verbindliche Kennzeichnung, die bereits 1997 in Kraft trat, alle gentechnisch veränderten Lebensmittel und Pflanzen aus dem Markt gedrängt. Die einzigen nennenswerte Rest-GVO in Europa sind importierte Körner (Mais, Soja, Raps, Baumwolle, Saatgut) aus den USA, Kanada, Brasilien und Argentinien. Diese Körner sind für Tierfutter gedacht und der Öffentlichkeit wird die Tatsache verschwiegen, dass das Fleisch, die Milchprodukte und die Eier, also all das, was von den Tieren stammt, die mit GVO gefüttert werden, in der EU noch nicht gekennzeichnet werden müssen.

Angesichts des unmittelbar bevorstehenden Durchwinkens der Vermont-Gesetzgebung und der zunehmenden Stärke der amerikanischen Anti-GVO- und Pro-Bio-Bewegung befinden sich die Gen-Giganten Monsanto, Dow, DuPont, Bayer, BASF und Syngenta als auch die Grocery Manufacturers Association (GMA), die diese großen Nahrungsmittelhersteller repräsentieren, in einer schwierigen Lage. Frühere Umfragen zeigen, dass die Wähler in Oregon am 4. November 2014 wahrscheinlich eine Wählerinitiative wählen werden, um die Kennzeichnungspflicht von GVO in Oregon zu fordern. In der Zwischenzeit nimmt die Bewegung auch in anderen Staaten immer mehr Fahrt auf.

Connecticut und Maine verabschiedeten bereits Gesetze zur GVO-Kennzeichnung. Diese Gesetze aber enthalten „Trigger“-Klauseln, die dafür sorgen, dass die Gesetze erst gültig werden, wenn andere Staaten ebenfalls eine Kennzeichnung erhalten. Vermonts Gesetz enthält keine „Trigger“-Klausel. Sobald der Gouverneur es unterzeichnet hat, wird es in Kraft treten.

Spaltungen zwischen den großen Nahrungsmittelherstellern und den Gen-Giganten

Angesichts des scheinbar unausweichlichen Sieges der Verbraucher-Recht-Bewegung haben einige der größten US-Food-Unternehmen still und leise begonnen, sich von Monsanto und der Gentechnik Lobby zu distanzieren. General Mills, Post Foods, Chipotle, Whole Foods, Trader Joe’s und andere haben damit begonnen, Veränderungen in ihren Lieferketten vorzunehmen, um GVO aus einigen oder all ihren Produkten zu beseitigen. Mehrere hundert Unternehmen haben sich in das Non-GMO-Project eingeschrieben, sodass sie ihre Produkte glaubwürdig als GVO-frei vermarkten können.

Mindestens 30 Mitglieder der GMA (das sind etwa 10% aller Mitglieder), die im November 2012 in Kalifornien Geld beigesteuert haben, um den Antrag 37 niederzuschmettern, haben weitere Zuwendungen gestoppt. Diese Zuwendungen sollten dazu verwendet werden, um die Kennzeichnungsinitiativen in anderen Staaten aufzuhalten. Unter diesen scheinbaren Überläufern in den Reihen der GMA sind: Mars, Unilever, Smithfield, Heinz, Sara Lee, Dole, Wrigley und Mead Johnson. Unter dem Druck der Organic Consumers Association zog sich Dr. Anthony Weil’s Natural Health and Supplements Company, Weil Lifestyle, aus der GMA zurück.

In der Zwischenzeit scheinen eine Reihe von Gen-Giganten, einschließlich Monsanto, langsam ihre Investitionen in gentechnisch veränderte GVOs zu verringern, während sie gleichzeitig ihre Investitionen in die Verkäufe von traditionelleren und weniger umstrittenen Kreuzungen und Hybridsaatgutsorten stecken. Dennoch wird nicht erwartet, dass die Gen-Giganten das GVO-Saatgut und die GVÒ-Pflanzen aufgeben, die bereits in der Produktion sind; insbesondere Roundup-Ready- und Bt-Pflanzen-Saatgut. Ebenso wenig die, die sich bereits in den Startlöchern befinden, wie 2,4- D „Agent Orange“ und Dicamba-resistente Mais und Sojabohnen, GE-Reis und „RNA-Interferenz“, Kulturen wie Äpfel, die nicht braun werden, und schnell wachsende, gentechnisch veränderte Bäume.

Amerikas riesige Lebensmittelunternehmen und ihre Verbündeten aus der chemischen Industrie haben die Bedrohung durch eine wahrheitsgemäße Kennzeichnung von GVO, Pestiziden, Antibiotika, Wachstumsförderern und toxischen Chemikalien erkannt. Sie verstehen sehr gut, dass die GVO-Monokulturen und Massentierhaltung, die die US-Landwirtschaft dominieren, nicht nur eine ernsthafte Gesundheits- und Umweltgefahr für die Öffentlichkeit bedeuten, sondern ebenso eine signifikante Verantwortung für die Öffentlichkeit darstellen.

Aus diesem Grund drohen die großen Lebensmittel- und GE-Giganten Vermont und anderen Staaten, die es wagen, eine GVO-Kennzeichnung durchzusetzen, mit einer Klage – auch wenn die Anwälte der Industrie keinen Zweifel daran ließen, dass diese Klage vor dem Bundesgericht nicht zu gewinnen ist.

Deshalb unterstützen Unternehmen der Agrarindustrie „Ag-Gag“ Landesgesetze, die dafür sorgen, dass das Fotografieren und Filmen von Massentierhaltung zu einem Verbrechen erklärt wird. Warum unterstützen sie staatliche Gesetze, die die Rechte der Landkreise und Gemeinden beschneiden, die landwirtschaftliche Praktiken regulieren? Und warum unterstützen sie geheime internationale Handelsabkommen wie das Transpazifische Abkommen und die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (Freihandelsabkommen), die es unter anderem multinationalen Unternehmen ermöglicht, Staaten zu verklagen und so staatliche und lokale Gesetze zu Themen wie GVO, Lebensmittelsicherheit und Herkunftsland-Kennzeichnung zu umgehen?

Unter dem Strich bedeutet dies: aktuelle „Business-as-usual“-Strategien amerikanischer Unternehmen sind unvereinbar mit dem Recht auf Aufklärung der Verbraucher und dem Recht der Gemeinden und Staaten, Gesetze zu erlassen.

Coca-Cola, Pepsi, General Mills, Kellogg’s, Campbell’s, Safeway, Del Monte, Nestlé, Unilever, ConAgra, WalMart – und jeder Lebensmittelhersteller mit GVO-verseuchten Produkten – weiß, dass sie nicht in der Lage sein werden, ihre Produkte nur in Vermont als „mit Gentechnik hergestellt“ zu kennzeichnen oder auf die Verwendung des Begriffs „natürlich“ auf GVO-verdorbenen Produkten zu verzichten, während sie sich weigern, dies in anderen Staaten und internationalen Märkten zu tun. Deshalb versucht ihre machtvolle Frontgruppe, die GMA, in Washington D. C. verzweifelt, Lobbyarbeit zu leisten, um die FDA und den Kongress dazu zu bringen, das Recht der Staaten zu beschneiden, das diese benötigen, um auf gentechnisch veränderten Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten eine Kennzeichnung durchzusetzen – damit sie weiterhin gentechnisch veränderte und chemisch durchtränkte Lebensmittel als „natürlich“ oder „rein natürlich“ kennzeichnen und bewerben dürfen.

Die letzte Chance der Industrie: Politiker, die unter Vertrag stehen

Unter Verschwörungen mit der GMA – Monsantos Schergen sowohl in den republikanischen als auch demokratischen Parteien im Kongress und angeführt von den berüchtigten Koch-Brüdern als Sprachrohr – führte der Republikaner Mike Pompeo (R-Kan.) Anfang April einen von der GMA geschriebenen Gesetzesentwurf ein, der zur Ächtung der gesetzlich vorgeschriebenen GVO-Kennzeichnung führte und so die weitere Verwendung von „natürlich“ oder „natürlichen“ auf den Produktetiketten einer breiten Palette von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und Getränken führte.

Die Bundesoffensive der GMA zur Stützung der gefährlichen und immer unbeliebteren Technologie von transgenen Lebensmitteln folgte auf zwei hochkarätige Abstimmungs-Initiativen in Kalifornien (2012) und Washington State (2013), in dem GMA-Mitglieder gezwungen wurden, beinahe 70 Millionen USD für die Verhinderung des Gesetztes zur GVO-Kennzeichnung zu spenden. Die 15 größten Unternehmen, die eine GVO-Kennzeichnung in Kalifornien und Washington stoppen wollen, sind die folgenden GMA-Mitglieder:

    1. Monsanto: $13.487.350
    2. Dupont: $9.280.159
    3. Pepsico: $4.837.966
    4. Coca-Cola: $3.210.851
    5. Nestlé: $2.989.806
    6. Bayer CropScience: $2.591.654
    7. Dow Agrosciences: $2.591.654
    8. BASF Plant Science: $2.500.000
    9. Kraft Foods (Mondolez International) $2.391.835
    10. General Mills: $2.099.570
    11. ConAgra Foods: $2.004.951
    12. Syngenta: $2.000.000
    13. Kellogg’s: $1.112.749
    14. Campbell Soup: $982.888
    15. Smucker Company: $904.977

Diese „schmutzigen Tricks“, dieses „schmutzige Geld“ klingen nach dem Sieg der Wählerinitiative in Kalifornien und Washington jetzt unglaubwürdig. Wenn der Kongress oder die FDA von den selben Unternehmen dazu aufgefordert werden, die Rechte der Staaten, die die GVO-Etiketten auf GVO-Lebensmittel fordern, einzustampfen; wenn sie es wagen, die Rechte von Millionen von Verbrauchern, die wissen möchten, ob ihre Lebensmittel gentechnisch verändert sind, zu unterdrücken, dann laufen sie in eine sehr reale Gefahr, einen großen Knall und einen noch größeren und lautstärkeren Aufstand der Basis zu riskieren, einschließlich massiver Boykotte und einer konzertierten Anstrengung, „Monsanto-Lakaien“ aus dem Kongress zu werfen. Die weit verbreitete Aufregung im letzten Jahr über das sogenannte „Monsanto-Schutzgesetz,“ heimlich an die Bewilligungsvorlage angehängt, und dann – nach massivem Aufruhr – anschließend wieder entfernt, ist allerdings nur eine teilweise Vorwegnahme der Turbulenzen, die noch kommen.

Gleichermaßen sollten es sich der Kongress oder die FDA zweimal überlegen, bevor sie rechtliche Sanktionierung für die offensichtlich unverschämte Praxis der Unternehmen erlauben, weiterhin gentechnisch veränderte oder chemisch behandelte Lebensmittel als „natürlich“ oder „rein natürlich“ zu beschriften oder zu bewerben.

Angesichts der Tatsache, dass 80 – 90% der amerikanischen Verbraucher möchten, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden – wie zahlreiche Umfragen in den letzten 10 Jahre gezeigt haben – und angesichts der Tatsache, dass es offensichtlich unethisch und betrügerisch ist, gentechnisch veränderte oder chemisch behandelte Lebensmittel als „natürlich“ oder „rein natürlich“ zu beschriften oder zu bewerben, hat sogar die FDA es bisher abgelehnt, Monsanto und den Riesen unter den Lebensmittelherstellern zur Hilfe zu eilen. Angesichts der 65 bisher weitgehend erfolgreichen nationalen Sammelklagen gegen Lebensmittelunternehmen, die in betrügerischer Absicht ihre gentechnisch veränderten oder chemisch behandelten Lebensmitteln als „natürlich“ kennzeichneten, haben die Anwälte der großen Lebensmittelhersteller die FDA aufgefordert, ihnen zu Hilfe zu kommen. Bisher aber hat es die FDA abgelehnt, Benzin ins Feuer zu gießen.

Es ist klar, warum die großen Unternehmen, für die „Profit um jeden Preis“ das Wichtigste ist, die Verbraucher im Dunkeln lassen wollen. Sie wollen ihre Gewinne maximieren. Der Verbraucher, die Umwelt und das Klima sind ihnen dabei völlig egal. Aber lassen Sie uns noch einmal festhalten – für das Protokoll – warum für uns alle – der überwiegenden Mehrheit der Menschen und den künftigen Generationen – eine wahrheitsgemäße Kennzeichnung von Lebensmitteln so wichtig ist.

Hier sind drei wichtige Fragen. Fragen, bei denen es um Leben und Tod geht. Fragen, die Amerikas neue Anti-GVO- und Pro-Bio-Lebensmittel Bewegung bewegen:

(1) Zuerst einmal sind da der Anbau und in der Tat alarmierende Beweise dafür, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel und Pflanzen, und die giftigen Pestizide, Chemikalien und genetischen Konstrukte, die noch dazu gehören, gefährlich sind. GVOs stellen eine tödliche Bedrohung dar, nicht nur für die Gesundheit von Mensch und Tier, sondern auch für die Umwelt, die Biodiversität, das Überleben von kleinen Familienbetrieben und für die Klimastabilität.

(2) Gentechnisch veränderte Pflanzen sind die technologischen und ideologischen Eckpfeiler für unser dominantes, Out-Of-Control-System der industriellen Landwirtschaft, der Massentierhaltung und des stark verarbeiteten Junk-Foods. Das System der industriellen Landwirtschaft und der industriellen Lebensmittel in den USA zerstört buchstäblich die öffentliche Gesundheit, die Umwelt, die Bodenfruchtbarkeit und die Klimastabilität. Indem wir aufklären, boykottieren und mobilisieren, indem wir genau beschriften und GVOs vom Markt vertreiben, reißen wir gleichzeitig die Maske der großen Lebensmittelhersteller und Chemiekonzerne herunter, und letztlich untergraben wir die industrielle Landwirtschaft und beschleunigen die „Great Transition“ zu einem Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem, das biologisch und nachhaltig ist und unser Klima stabilisiert.

(3) Mit betrügerischer Absicht falsch als „natürlich“ beschriftete Etiketten verwirren den Verbraucher und verhindern das Wachstum von echten Bio-Alternativen. Die Verbraucher sind verwirrt über den Unterschied zwischen herkömmlichen Produkten, die als „natürlich“ oder „rein natürlich“ vermarktet werden, und den ernährungsphysiologisch und ökologisch überlegenen Produkten aus „kontrolliert biologischem Anbau“. Jüngste Umfragen zeigen, dass viele gesundheits- und umweltbewusste Verbraucher nach wie vor verwirrt sind, über den qualitativen Unterschied zwischen den Produkten, die als „natürlich“ gekennzeichnet oder beworben werden und jenen, die als „ökologisch“ gekennzeichnet sind. Viele Verbraucher glauben, dass „natürlich“ „fast Bio“ bedeutet oder, dass ein Naturprodukt sogar besser ist als ein biologisches. Dank der steigenden Sensibilisierung der Verbraucher und vier Jahrzehnten harter Arbeit hat die Bio-Gemeinschaft einen „zertifizierten Bio“-Sektor aufgebaut, der im Bereich Bio-Lebensmittel und Bio-Produkte den Einsatz von Gentechnik, Bestrahlung, giftigen Pestiziden, Klärschlamm und Kunstdünger verbietet – mit einem Umsatz von 35 Milliarden US $. So beeindruckend diese 35 Milliarden US $ Bio-Alternative auch ist, sie bleibt durch die jährlichen Ausgaben der Verbraucher in Höhe von 80 Milliarden US $ für Produkte, die als „natürlich“ vermarktet werden, überschattet. Befreien Sie sich von betrügerischen „natürlichen“ Etiketten auf GVOs und chemisch verdorbenen Produkten und der Umsatz der Bio-Produkte wird in die Höhe schnellen.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes für die GVO-Kennzeichnung in Vermont – nach einem Kampf von 20 Jahren – ist es Zeit, unseren gemeinsamen Sieg zu feiern. Aber wie wir alle wissen, hat der Kampf für ein neues Lebensmittel- und Agrarsystem – und um eine nachhaltige Zukunft – gerade erst begonnen.

– – –

Update: Jetzt ist es amtlich

Eben erreichte uns die Nachricht, dass Gouverneur Peter Shumlin den Gesetzesentwurf am Donnerstag Abend unterzeichnete. Nach der Unterzeichnung soll er betont haben, wie stolz er darauf ist, dass Vermont der erste Staat ist, der sicherstellt, dass seine Bürger wissen, was in ihren Lebensmitteln steckt. (Quelle: rt.com)

Wir Netzfrauen gratulieren Vermont zu diesem Erfolg!

Netzfrau Kerstin Hördemann

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Wie Monsanto die Regierungen kontrolliert- How Monsanto Controls the Government

Antwort von Monsanto – Respuesta de Monsanto – Answer by Monsanto

Morddrohungen – Anti-Monsanto-Aktivistin Sofía Gatica in Gefahr! -Graves amenazas de muerte hacia Sofía Gatica señalan a Monsanto

TOP! Italienisches Gericht bestätigt Verbot für den Anbau von Monsantos Genmais MON810

TOP! Chinas Ablehnung verursacht hohen Rückgang der Exporte von Monsanto und Co.

Freihandelsabkommen – Alle unter einer Decke mit Monsanto und Co.

Brasilien stoppt Anbau Bayer Gen-Mais und Mexiko verbietet Monsanto Gen-Soja

Nach El Salvador verbietet Sri Lanka Monsantos Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!

Südafrika: Monsanto muss irreführende Werbung einstellen

MONSANTO, adé! Es gibt sie – Länder die Monsanto mit Erfolg verbannen!

TOP–NEWS: US-Bundesstaat Vermont verabschiedet Gesetz zur Kennzeichnungspflicht von GVO

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.