Niederlande verbieten Privatnutzung von Glyphosat

niederlandeImmer mehr Länder wachen auf und nehmen die Gefahr, die die Nutzung glyphosatbasierter Herbizide für die Umwelt sowie für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellt, ernst.

Leider kommen die erteilten Verbote oft zögerlich, von einzelnen Kommunen oder nur für Teilbereiche. So haben jetzt die Niederlande nach dem für Rotterdam erzielten Komplettverbot, ein landesweites Verbot erlassen: Leider nur für den Verkauf zum privaten Gebrauch.

Nachdem Russland, Tasmanien und Mexico NEIN zu Monsanto sagten, haben nun die Niederlande ein ähnliches Verbot erlassen, das Herbizide mit Glyphosat endgültig aus der Öffentlichkeit verbannen soll.

Gemäß der Entscheidung des holländischen Parlaments soll ab Ende 2015 der Verkauf glyphosatbasierter Unkrautvernichtungsmittel an Privatpersonen verboten werden. Menschen, die Roundup in ihren Gärten und auf ihren Rasenflächen versprühen, werden sich etwas anderes auszudenken müssen, um die Unkrautplage unter Konrolle zu halten, weil Glyphosat, Hauptbestandteil von RoundUp, mit Krebs, Unfruchtbarkeit, Geburtsfehlern, Schäden des Nervensystems und Nierenerkrankungen in Zusammenhang gebracht wird.

Vor sieben Jahre wollte das niederländische Unterhaus die Nutzung von Glyphosat in der Landwirtschaft verbieten (es ist nicht klar, warum sie es nicht komplett verbieten wollten – abgesehen vielleicht von Monsantos Einfluss). Aber dieses Verbot ist gerade erst auf dem Weg zur Genehmigung durch das Parlament. Das liegt daran, dass das niederländische Kabinett von dem beantragten Verbot alle möglichen Ausnahmen machen will.

Die PvDd, eine Partei, die sich für die Belange von Tieren einsetzt, wurde ins Kabinett aufgenommen, was es diesem sehr schwer macht, Umweltbelange, wie die extrem häufige Nutzung von Glyphosat, zu ignorieren. Die politischen Parteien PvdA, CU, 50+, GroenLinks, SP, und PVV unterstützen die Bewegung von Esther Ouwehand – einem der zwei Parlamentsmitglieder für die Tierpartei.

Die Bürger der Niederlande haben ihre Sorge bezüglich Glyphosat auf Gifkikker.nl, einem Benachrichtigungsdienst, der im letzten April von der Partei für Tiere, der PvdD, und einer Stiftung namens Bollenboos eingerichtet wurde, geäußert. Das niederländische Gesundheitsamt begrüßt diese Initiative, denn vor Gründung dieses Forums, hatten die Gemeinden keinen offziellen Ansprechpartner für ihre Besorgnis.

Hoffentlich arbeitet die niederländische Regierung transparenter als unsere [USA]. Millionen haben ihren Wunsch ausgedrückt, GVOs in den USA zu verbieten, aber die FDA, die USDA und der Präsident tuen nichts. Michelle Obama hat dieses Thema in einer Diskussion über die neuen Änderungen der FDA-Lebensmittelkennzeichnungen kürzlich komplett ignoriert.

Die Niederlande reihen sich ein in die stetig länger werdende Liste der Länder, die NEIN sagen zu Monsanto.

Dies war die freie Übersetzung des Artikels „The Netherlands Say NO to Glyphosate, Monsanto’s RoundUp Herbicide„.

Am 27. Juni stimmte der Stadtrat von Rotterdam dafür, zukünftig die Verwendung von Monsantos Roundup zu verbieten. Das Ersuchen wurde unterstützt von der Grünen Partei und der Kampagne „Non-toxic Sidewalks for Our Children.” (Ungiftige Gehwege für unsere Kinder). eine Petition aktivierte 600.000 Unterstützer.

Die Stadt erkannte, dass die Verwendung von Roundup, (ein Monsanto-Produkt), umstritten und schädlich für die Umwelt ist. Außerdem kostet es Millionen Euros, die durch das Herbizid entstandene Verunreinigung des Grundwassers aus dem lokalen Trinkwasser zu entfernen.

Rotterdams „Grüne Initiative“ will neben dem Verbot von Roundup, auch neue Parks und Spielplätze errichten. Es sollen außerdem mehr Blumen gepflanzt und eine Schutzfläche für Bienen und Wildtiere gefördert werden. Die Stadt will sich an der Pflanzung von Obstbäumen beteiligen. [Siehe unser Artikel „Rotterdam verbietet Monsanto Roundup – „Kein Gift auf Gehwegen für unsere Kinder„!]

Soviel Konsequenz würden wir uns auch für den Rest der Niederlande und für Deutschland wünschen. Wir freuen uns natürlich auch über die kleinen Erfolge, die weltweit im Kampf gegen Monsanto & Co. mit ihren genmanipulierten Produkten, ihren Pestiziden und Herbiziden erzielt werden.

Allerdings finden wir es schade, dass sich das Verbot nur auf den Verkauf von glyphosatbasierten Produkten für den Privatgebrauch bezieht. Gut, ein Antrag für ein Verbot in der Landwirtschaft ist unterwegs, aber das bereits seit 7 Jahren mit etlichen Ausnahmen.

Warum werden nicht einfach Herstellung, Verkauf und Import von glyphosatbasierten Produkten verboten? Andere Länder machen uns doch vor, dass es möglich ist. Nachdem dort gehäuft Nierenerkrankungen auftraten und der Zusammenhang mit Glyphosat nachgewiesen werden konnte, verboten El Salvador und Sri Lanka das Herbizid. [Siehe auch unser Artikel „Nach El Salvador verbietet Sri Lanka Monsantos Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!″]

Glyphosat macht krank. Uns alle. Ob es nun auf unseren Feldern ist, im Futter unserer Tiere oder auf den Feldern der Länder, aus denen wir unser Obst und Gemüse beziehen. Wie krank es macht, erfahren Sie in den unten verlinkten Artikeln.

Wir fordern die Verantwortlichen Europas auf: Verbieten Sie die Nutzung von Glyphosat europaweit! Nicht nur für den Privatgebrauch sondern auch für Agrarunternehmen. Und damit nicht trotzdem Menschen anderer Länder geschädigt werden und sich niemand ein Hintertürchen aufhalten kann: Verbieten Sie die Herstellung, die Aus- und die Einfuhr dieses giftigen Mittels und aller Präparate, die Glyphosat enthalten!

Außerdem fordern wir Sie auf, in den (höchst undemokratisch) hinter verschlossenen Türen durchgeführten Verhandlungen zum Freihandelsabkommen (TTIP) darauf zu achten, dass es für Monsanto & Co. und ihre gefährlichen Produkte und Techniken kein Schlupfloch in geltendem und zukünftigem Recht unserer Länder geben wird.

Aber auch unabhängig von der Politik kann jede/r von uns etwas tun:

Es zwingt Sie niemand, RoundUp oder andere glyphosathaltige Produkte zu kaufen und zu verwenden. Ebensowenig sind sie gezwungen, Produkte von Monsanto zu kaufen. Überdenken Sie Ihre Entscheidungen!

Wenn Sie Saatgut kaufen, informieren Sie sich hier, ob es nicht indirekt doch von Monsanto stammt.

Informieren Sie Ihre Bekannten, Freunde, Verwandten: RoundUp und sonstige glyphosatbasierte Produkte sind umweltschädlich und schädigen die Gesundheit von Mensch und Tier! Gleiches gilt für aus genmanipuliertem Saatgut gezogene Pflanzen (GMO)

Netzfrauen

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