Der Herr der Ringe oder Überwachung à la carte

prismIm größten Spionageskandal der Geschichte kommen immer mehr unglaubliche Enthüllungen ans Tageslicht – und was tut die Bundesregierung? Erst schwieg die Kanzlerin lange und dann sagt sie nichts. 

Merkel weiß, dass das Internet kein Neuland ist. Sie schickte Hans-Peter Friedrich nach Amerika. Dort wurde ihm überraschend eine Audienz beim amerikanischen Vize-Präsidenten Joe Biden gewährt, der völlig unverhofft durch die Tür des weißen Hauses schritt, um unserem damaligen Innenminister die Hand zu schütteln. Nach dieser Audienz versteht Joe Biden besser, wie wichtig für uns Europäer der Schutz unserer Privatsphäre ist und Hans-Peter Friedrich weiß jetzt, dass es PRISM gibt.

Bekanntlich ist ja sonst alles sehr geheim. Deshalb gibt es hier Informationen, die keiner weiß.

Überblick über Prism und Palantir

Palantir Technologies ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen, das Sicherheits- und Finanzsoftware entwickelt. Seit Gründung im Jahr 2004 ist sein Stammsitz in Palo Alto im kalifornischen Silicon Valley. Einer weltweiten Öffentlichkeit wurde das Unternehmen durch die Kontroverse um WikiLeaks bekannt.

Zu den Hauptnutzern von Palantirs Anwendungen gehören Sicherheitsbehörden wie zum Beispiel der amerikanische Geheimdienst CIA, das FBI und weitere US-Nachrichtendienste. Diese setzen als Security-Software Palantir Gotham (früher: Palantir Government) ein, während die Finanzsoftware Palantir Metropolis (früher: Palantir Finance) dagegen hauptsächlich bei Banken, Hedge Fonds und Finanzdienstleistungsunternehmen Anwendung findet.

Prism ist eine Software-Komponente, die eine schnelle Integration von externen Datenbanken in die oben genannten Palantir-Anwendungen ermöglicht. Ein schnelles, sicheres, effektives und unkompliziertes Auslesen von Datenbanken ist ebenso möglich. Dafür muss der Anwender nicht einmal eine Zeile Code schreiben.

Wir stellen vor: Die Gründer des Prism-Herstellers Palantir Technologies

Nach seinem Doktoratsstudium in Frankfurt hatte der heutige Vorstandsvorsitzende von Palantir Technologies, Alex Karp, die Idee, ein Unternehmen zur Auswertung von Informationen und zum Nachverfolgen von Informationsflüssen im Internet zu gründen. Gemeinsam mit dem deutsch-amerikanischen Investor Peter Thiel sowie den Investoren Joe Lonsdale, Nathan Gettings und dem Informatiker Stephen Cohen wurde das Unternehmen 2004 als Inc. gegründet. Gründer und erste Mitarbeiter kannten sich bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Aufbau von PayPal.

Peter Thiel, der 1998 den Informatiker Max Levchin kennenlernte, investierte 280 000 US-Dollar in dessen Startup PayPal, und wurde CEO des Unternehmens. 2002 brachte Thiel PayPal an die Börse. Mit dem Erlös von 55 Millionen Dollar aus der Übernahme von PayPal durch eBay gründete Thiel im selben Jahr Clarium Capital Management, einen Global-Macro-Fonds. Dieser Hedge-Fonds verwaltete Anfang 2007 ungefähr 2,1 Mrd. US-$.

Im Juni 2004 stieg Thiel als erster Investor mit einem Darlehen von 500 000 US-$ bei Facebook ein. Später wandelte er dieses Darlehen in 7% Anteile an Facebook um. Beim Facebook-Börsengang im Mai 2012 verkaufte Thiel 16,8 Mio. Facebook-Anteile im Wert von 640 Mio. US-$. Nach dem Ende der Haltefrist für Investoren am 16. August verkaufte er weitere 20 Mio. Aktien für rund 400 Mio. $.

Kapitalanteile des Unternehmens werden von der Risikokapitalgesellschaft Founders Fund gehalten. Die Founders Fund hat außerdem ein Unternehmen mit einem besonders schönen Namen in ihrem Portfolio:

RoboteX – a Silicon Valley start-up, combines engineering skill and groundbreaking weaponry to create a new generation of soldiers. (Anmeldung bei der SEC)

Wir stellen vor: RoboteX

Gegründet wurde RoboteX von einigen PayPal- und YouTube-Gründern im Jahr 2007. Peter Thiel zählt zusammen mit den RoboteX-Gründern Nathan Gettings und Alexander Karp zu den Direktoren des Unternehmens. Die in Palo Alto ansässige RoboteX entwickelt eine Reihe von sogenannten „Avatar“ Robotern.

Avatar III Security Robot

Avatar III Security Robot

Diese Roboter wurden zur Unterstützung der Gefahrenabwehr entworfen und finden im Security-Bereich Anwendung. Aber auch für den Handel werden IT-Produkte hergestellt (jedoch ohne dafür Forschungsstipendien der Regierung zu bekommen). Diese Produkte sind Roboter, die für jeden erschwinglich sein sollen. Sie patrouillieren in Wohnungen und Büros, überwachen aber auch Kinder, deren Eltern gerade nicht zu Hause sind.

RoboteX erschafft zudem auch taktische Roboter zur Strafverfolgung sowie erste Respondier, um dort eingesetzt zu werden, wo es für Menschen zu gefährlich ist wie zum Beispiel bei der Kampfmittelbeseitigung. Und sie entwickeln Roboter, die zur Langstrecken-Bombenentschärfung eingesetzt werden. Nicht zu vergessen sind auch die unbemannten Minihubschrauber, die der Öffentlichkeit als sogenannte Drohnen bekannt geworden sind.

Avatar Spezifikation via RoboteX

Willkommen im Zeitalter der Roboter und der totalen Überwachung!

Der schwarze Humor von Palantir Technologies

Schon bei der Namensgebung von Palantir Technologies haben die Gründer schwarzen Humor bewiesen. So wurde der Name Palantir nach den Palantiri in Tolkiens Fantasy Saga „Der Herr der Ringe“ gewählt.

Die Palantíri‚ die weithin Sehenden‘, auch als die ‚sehenden Steine‘ oder die ‚Sieben Steine‘ bekannt, wurden im Zeitalter der „Zwei Bäume“ in Aman von Feanor geschaffen und später Amandil von Númenor geschenkt. Nach dem Untergang Númenors wurden sie von Elendil mit ins Exil nach Mittelerde gebracht. Die Palantíri zeigten weit in Raum und Zeit entfernte Szenen, hatten aber auch untereinander Verbindung, sodass sie auch eine Kommunikation über große Entfernungen möglich machten. Mit ihrer Hilfe regierten die Herrscher die beiden großen, von Elendil in Mittelerde gegründeten Königreiche Arnor und Gondor. (Quelle: Wikipedia)

Auch bei der Benennung ihrer Sicherheits- und Finanzsoftware zeigen die Verantwortlichen schwarzen Humor. So sind diese nach Städten zweier bekannter Superhelden benannt. Die Security-Software „Palantir-Gotham“ erhielt ihren Namen in Anlehnung an Gotham City, der Wirkungsstätte von Batman, der als Handlanger der ansässigen Polizei (Gotham City Police Department) auf Verbrecherjagd geht, und die Finanz-Software „Palantir-Metropolis“, nach der Stadt Metropolis benannt, in der Superman, getarnt als Reporter Clark Kent, die Bürger beobachtet und über sie in der Tageszeitung „The Daily Planet“ berichtet. Für seine journalistischen Recherchen bedient sich Clark Kent seiner Superkräfte wie zum Beispiel seinem Supergehör oder der Fähigkeit, durch Wände zu gucken. Dass er auch noch fliegen kann, dient lediglich dazu, die Bürger der Stadt im Gegenzug zur Totalüberwachung zu „beschützen“.

Palantir Technologies aktuell

Mittlerweile hat das Unternehmen Niederlassungen in den USA, in New York City und Washington D. C. sowie auch eine europäische Niederlassung in London.

Palantir verkauft eine leistungsstarke Data-Mining-und Analyse-Software. Insbesondere werden soziale Netzwerke zur Spionageabwehr genutzt. Die Nachfrage ist erschreckend groß, nicht nur bei sämtlichen Regierungseinrichtungen, sondern auch in der Finanz- und Bankenbranche. Zu den populärsten Kunden gehören beispielsweise die CIA, das FBI, das US Special Operations Command, die Armee, Marine und Luftwaffe.

Der Homepage von Palantir ist folgendes zu entnehmen:

„Wir bauen Software, die für Unternehmen mit großen Mengen an unterschiedlichen Daten genutzt werden kann. Wir lösen die technischen Probleme, Sie lösen die menschlichen. Die Bekämpfung des Terrorismus. Verfolgung von Straftaten. Bekämpfung von Betrug. Beseitigung von Abfällen. Von Silicon Valley bis vor die Haustüre, setzen wir unsere Data-Fusion-Plattformen gegen die schwersten Probleme, die wir finden können, wo wir am meisten gebraucht werden.“

Die Medien werden aufmerksam

Eine Schlagzeile im Wall Street Journal am 06. Juni 2013:
„Tech Firms‘ Data Is Also Tapped“ (Die Daten von Technologie Unternehmen werden ebenfalls angezapft)

Was folgte, waren Dementis der größten Unternehmen:

„We do not provide any government agency with direct access to our servers…” (Apple)
„… does not have a ‘back door’ for the government to access private user data…” (Google)

… not provide any government organization with direct access to Facebook servers…” (Facebook)
„We do not provide the government with direct access to our servers, systems, or network…” (Yahoo)

Die in die Schusslinie geratenen Technologie- bzw. Internetriesen Apple, Google, Facebook und Yahoo bestreiten hier, dass die Regierung direkten Zugriff auf ihre Server erhalten hätte. Diese Dementis könnten technisch betrachtet sogar wahr sein, nämlich dann, wenn die Regierung indirekt auf die Daten zugegriffen hätte. Dazu hätte sie lediglich einen „dritten Mann“, zum Beispiel Palantir Technologies, benötigt.

Am 09. Juni 2013 bringt „The New York Times“ folgenden Artikel:

How the U. S. Use Technology to Mine More Data More Quickly

When American analysts hunting terrorists sought new ways to comb through the troves of phone records, e-mails and other data piling up as digital communications exploded over the past decade, they turned to Silicon Valley computer experts who had developed complex equations to thwart Russian mobsters intent on credit card fraud.

The partnership between the intelligence community and Palantir Technologies, a Palo Alto, Calif., company founded by a group of inventors from PayPal, is just one of many that the National Security Agency and other agencies have forged as they have rushed to unlock the secrets of „Big Data.”

Today, a revolution in software technology that allows for the highly automated and instantaneous analysis of enormous volumes of digital information has transformed the N.S.A., turning it into the virtual landlord of the digital assets of Americans and foreigners alike. The new technology has, for the first time, given America’s spies the ability to track the activities and movements of people almost anywhere in the world without actually watching them or listening to their conversations.

New disclosures that the N.S.A. has secretly acquired the phone records of millions of Americans and access to e-mails, videos and other data of foreigners from nine United States Internet companies have provided a rare glimpse into the growing reach of the nation’s largest spy agency. They have also alarmed the government: on Saturday night, Shawn Turner, a spokesman for the director of national intelligence, said that „a crimes report has been filed by the N.S.A.”

With little public debate, the N.S.A. has been undergoing rapid expansion in order to exploit the mountains of new data being created each day. The government has poured billions of dollars into the agency over the last decade, building a one-million-square-foot fortress in the mountains of Utah, apparently to store huge volumes of personal data indefinitely. It created intercept stations across the country, according to former industry and intelligence officials, and helped build one of the world’s fastest computers to crack the codes that protect information. (Quelle: The New York Times)

Klartext: Die amerikanischen Agenten, die Terroristen jagen, suchten nach einer neuen Möglichkeit, um Telefonaufzeichnungen, E-Mails und andere Daten, die sich im letzten Jahrzehnt durch die explosionsartige Digitalkommunikation angehäuft hatten, zu durchkämmen. Und sie wurden fündig. Sie wandten sich den Silicon Valley Computerexperten zu, die bereits komplizierte Programme entwickelt hatten, um die kriminellen Aktivitäten russischer Gangster im Bereich des Kreditkartenbetrugs zu unterbinden.

Besonders betroffen vom Kreditkartenbetrug war PayPal und genau hier schließt sich der Kreis. Eine Kooperation entstand zwischen NSA und Palantir Technologies, Palo Alto, Kalifornien, einem Unternehmen, welches von einer Gruppe von PayPal-Erfindern gegründet worden war.

NSA baut in Utha ein riesiges Rechenzentrum

NSA-Überwachung – Pro Mensch eine Festplatte

Die NSA lässt sich nicht lumpen. Zwei Milliarden Dollar werden für einen unvorstellbaren 92 000 m² großen Komplex ausgegeben. Eine der Hauptaufgaben dieses riesigen Rechenzentrums wird sein: Verschlüsselte Daten aus dem Internet knacken.

Außerdem wird das Rechenzentrum in Utah von allen NSA-Außenstellen mit Informationen gespeist werden. Von der Satellitenkommunikation über Telefonleitungen bis hin zum Internet sollen Daten aus dem In- und Ausland erfasst werden. Dazu gehören private E-Mails, Telefonate und GoogleSuchabfragen. Zusätzlich sollen US-Bürger auch noch über ihre alltäglichen, digitalen Spuren verfolgt werden – von der Parkschein-Rechnung bis hin zum Online-Büchereinkauf.

Pro Mensch eine Festplatte

Zettabyte

ein Mensch – eine Festplatte

Wenn das Zentrum im September 2014 in Betrieb geht, werden die Server dort Daten in einer Menge speichern können, die in Zettabytes gemessen wird. Das sind Milliarden Terabytes! Damit man sich das überhaupt vorstellen kann: ein oder zwei Terabyte, das ist in etwa die Größe einer heute üblichen Festplatte, wie wir sie in unseren Computern haben. Verkürzt gesagt: Die NSA könnte in Utah für jeden Erdbewohner eine eigene Festplatte aufstellen, um darauf alle seine Daten zu speichern. Allein der Strom dafür wird umgerechnet in etwa 30 Millionen Euro kosten. Pro Jahr wird im Rechenzentrum Utah so viel Strom verbraucht werden wie in einer Stadt der Größenordnung Salt Lake Citys.

Es wird technisch

Die Anlage dient aber nicht bloß zum Abfangen, Sammeln und Analysieren von Daten. Wie ‚Wired’ von am Projekt beteiligten Mitarbeitern erfuhr, ist einer der Hauptgründe für den Bau der Anlage das Entschlüsseln von Codes. Damit sind nicht zwangsläufig streng geheime Informationen gemeint, die von Spionen ausländischer Regierungen übertragen werden, sondern auch der alltägliche Datentransfer im Netz – egal, ob es sich dabei nur um die https-Seite von Twitter handelt oder um eine E-Mail, die privat verschlüsselt verschickt wurde.

Wie Codes geknackt werden

Zum Knacken gängiger Verschlüsselungstechniken im Internet wie etwa dem AES-Standard muss meistens Brute Force angewandt werden. Dabei probiert ein Computer nacheinander alle Kombinationen durch, um den Schlüssel der Kodierung herauszufinden. Mit einem normalen Rechner übersteigt die Zeit, um eine 256 Bit AES-Verschlüsselung zu knacken, die Lebensspanne eines Menschen um ein vielfaches. Im Utah-Rechenzentrum wird jedoch ein Superrechner mit einer Rechenleistung von einem Petaflop (eine Billiarde Operationen pro Sekunde) zum Einsatz kommen.

Jedoch selbst diese enorme Rechenleistung allein reicht nicht. Aber: Je mehr verschlüsselte Nachrichten einer Quelle gesammelt und analysiert werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, Muster zu entdecken, die das Knacken des Codes erleichtern.

NSA Serverfarm

Das Utah-Rechenzentrum hat eine Fläche von 2300 Quadratmetern für Server vorgesehen, auf denen Daten gesammelt und gespeichert werden. Für die Kühlung der Server gibt es am Gelände eine eigene Wasserpumpanlage, die 6,4 Millionen Liter Wasser pro Tag bewegen kann. Das Lager für das Kühlmaterial hat eine Kapazität von 60 000 Tonnen.

Ein Notstromaggregat soll das Rechenzentrum bis zu drei Tage versorgen können. Die Sicherung der Anlage von der Videoüberwachung bis zur Eindringlingserkennung kostet über 10 Millionen US-Dollar. Das Besucherzentrum, das dafür zuständig ist, dass nur autorisiertes Personal die Anlage betritt, kostet 9,7 Millionen US-Dollar.

Vom Umgang mit dem Überwachungsskandal

Wir alle erlebten in den letzten Tagen, ja Wochen in allen Medien, wie sich die Regierungen der europäischen Mitgliedsstaaten zum durch Edward Snowden publik gemachten Überwachungs-Skandal äußerten. Von beschwichtigend bis aufgebracht war die ganze Palette von Manöver-Theater täglich präsent. Samt den Diskussionen, ob E. Snowden nun ein Landesverräter oder ein Held sei.

Es gab offizielle Beschwerden bzw. Ankündigungen von ‚notwendigen Gesprächen mit den USA’ auch seitens der Mitglieder des europäischen Parlaments.

So richtig wohl scheinen sich die Abgeordneten des Europaparlaments in ihren Brüsseler Büros nicht mehr zu fühlen. Die Französin Véronique Mathieu Houillon, eine Christliche Demokratin, gab jetzt eine Pressemitteilung heraus, in der sie darauf aufmerksam machte, dass die neue Telefonanlage des Hauses von der amerikanischen Firma Cisco stamme. „Bevor wir unsere Arbeit aufnehmen, sollten wir uns nicht vielleicht zuerst fragen, was vor unseren Augen geschieht?“, fragt sie. Es müsse geklärt werden, ob Cisco nicht in die Überwachungsprogramme der amerikanischen Regierung verwickelt sei.

Mit der Arbeit meinte Mathieu Houillon den Untersuchungsausschuss, den das Parlament vor einer Woche eingesetzt hat. Er soll die Aktivitäten der National Security Agency (NSA) und ihre Auswirkungen auf die Privatsphäre der EU-Bürger sowie die transatlantische Zusammenarbeit untersuchen. Aber eigentlich ist er gar kein richtiger Untersuchungsausschuss.

Ein solcher muss ja auch gar keinen Erfolg haben, wie das auch bei „Echelon“ vor zehn Jahren der Fall war.

Aber politisch könne man vielleicht ein paar Forderungen erarbeiten, etwa für die Gespräche über ein transatlantisches Datenschutzabkommen. Die kommen unter anderem nicht voran, weil die Amerikaner uns Europäern nicht die gleichen Datenschutzrechte zugestehen wollen wie ihren eigenen Bürgern.

Die „Abhörskandalangelegenheitssache“ Deutschland

Nun zur „Abhörskandalangelegenheitssache“ Deutschland, von der ja keiner etwas weiß.

Arbeitet Palantir mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) zusammen? Dieses lässt sich nicht beweisen, aber brauchen wir überhaupt diese Auskunft, wenn wir nun erfahren, dass die SAP Palantir Sicherheitsbehörden mit unterstützen? Dazu eine Pressemeldung von SAP:

SAP UND PALANTIR UNTERSTÜTZEN SICHERHEITSBEHÖRDEN

Walldorf – 25. 05. 2011 – In Zusammenarbeit mit Palantir Technologies wird SAP eine Softwarelösung für Behörden anbieten, die sie bei der Wahrnehmung ihrer Sicherheitsaufgaben unterstützt. Palantir mit Hauptsitz in Palo Alto ist ein führender Anbieter von Analysewerkzeugen für nachrichtendienstliche Informationen. Beide Unternehmen haben eine globale Reseller-Vereinbarung unterschrieben, derzufolge SAP die Palantir-Plattform für Informationsanalyse unter dem Namen SAP Intelligence Analysis for Public Sector application by Palantir verkaufen wird. Die gemeinsame Lösung bietet Behörden und Organisation mit Sicherheitsaufgaben umfassende Funktionen für das Informationsmanagement. Mit ihr erhalten Anwender einen besseren Zugriff auf Informationen, können so fundiertere Entscheidungen treffen und entsprechend schneller handeln. Bedrohungen werden dadurch leichter erkennbar. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des SAP Public Sector Ecosystem Summit, der vom 25. bis 26. Mai in Karlsruhe stattfindet.

SAP Intelligence Analysis for Public Sector unterstützt Sicherheitsbehörden sowie Regierungen auf Landes- und Bundesebene bei hoheitlichen Sicherheitsaufgaben und sorgt für eine schnellere Einsatzbereitschaft, bessere Prävention, Servicebereitstellung und Reaktionsfähigkeit. Behörden können die Lösung für ein breites Spektrum an Aufgaben einsetzen, beispielsweise beim Grenzschutz, der Cybersicherheit, bei Betrugsfällen, der Katastrophenhilfe, der Bekämpfung von Geldwäsche oder der Überwachung von Pandemien.

„Durch die Reseller-Vereinbarung mit Palantir wollen wir Sicherheitsbehörden und -organisationen helfen, ihre Aufgaben künftig noch besser wahrzunehmen“, erklärt Sean O’Brien, Vice President Public Safety and Security bei SAP. „Das integrierte Angebot von SAP und Palantir ermöglicht ihnen durchgehende Prozesse bei der Gewinnung und Aufbereitung der dafür so wichtigen Informationen. Die neue Lösung fügt sich dabei nahtlos in unser bestehendes Portfolio ein. Mit ihr können unsere Kunden Informationen effizienter sammeln, auswerten und damit die öffentliche Sicherheit erhöhen.“

SAP Intelligence Analysis for Public Sector ergänzt das SAP-BusinessObjects-Lösungsportfolio und ist mit der Software SAP BusinessObjects Text Analysis integriert. Mit dem umfassenden Angebot können Analysten und Ermittler strukturierte sowie unstrukturierte Daten über alle Klassifizierungs- und Sicherheitsstufen hinweg einbinden, komplexe Suchabfragen durchführen, von unternehmensweitem Wissensmanagement profitieren und die Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Behörden in einer sicheren Umgebung ermöglichen. Im Zusammenspiel mit SAP Investigative Case Management for Public Sector aus dem Lösungsportfolio SAP for Public Sector sowie mit SAP BusinessObjects Text Analysis können Behörden mit der Lösung umfassende Analyseszenarien erstellen, die ihnen beispielsweise beim Heimatschutz oder der Terrorismusbekämpfung von großem Nutzen sind.

„Bei ihrer Arbeit für den Schutz von Privatsphäre und Bürgerrechten können Anwender über unsere innovative Plattform mit verschiedensten Datentypen und -mengen arbeiten und sie in sämtliche Prozesse einbinden“, erklärt Dr. Alexander Karp, Mitbegründer und CEO von Palantir Technologies. „Weil die Lösung ein Standardprodukt ist, sind Kosten und Zeit für eine Implementierung deutlich niedriger als bei einer kundenspezifischen Lösung. Durch diese Vereinbarung mit SAP nutzen wir die Stärken beider Unternehmen, um die Anforderungen der Kunden im öffentlichen Sektor besser abzudecken. Somit helfen wir ihnen, Probleme besser vorherzusehen und fundiertere Entscheidungen zu treffen.“

Zusätzlichen Hintergrund zu der gemeinsamen Ankündigung von SAP und Palantir Technologies finden Sie in dem Blogbeitrag von Sean O‘ Brien unter http://wp.me/p1k00L-nI.

Informationen zu Palantir

Palantir bietet die weltweit führende Plattform für Datenintegration. Die Palantir-Plattform ist skalierbar und unterstützt den gesamten Analysestack, indem sie auf jeden Datenspeicher im Unternehmen zugreifen kann und dabei stets die Datensicherheit gewährleistet. Da es ein Standardprodukt ist, ist der benötigte Aufwand an Zeit und Kosten bei einer Implementierung bedeutend geringer als für eine kundenspezifische Lösung. Der Hauptsitz von Palantir ist in Palo Alto, Kalifornien, und das Unternehmen hat Niederlassungen in New York, Washington D.C. und London. Weitere Informationen unter: www.palantir.com.

Informationen zu SAP
Als Marktführer für Unternehmenssoftware unterstützt die SAP AG Firmen jeder Größe und Branche, ihr Geschäft profitabel zu betreiben, sich kontinuierlich anzupassen und nachhaltig zu wachsen. Vom Back Office bis zur Vorstandsetage, vom Warenlager bis ins Regal, vom Desktop bis hin zum mobilen Endgerät – SAP versetzt Menschen und Organisationen in die Lage, effizienter zusammenzuarbeiten und Geschäftsinformationen effektiver zu nutzen als die Konkurrenz. Mehr als 109 000 Kunden setzen auf SAP-Anwendungen und -Dienstleistungen, um ihre Ziele besser zu erreichen. Weitere Informationen unter www.sap.de

Und was sucht der BND?

24. 03. 2013 . Nach Spiegel-Informationen sucht der Bundesnachrichtendienst Experten für eine Abteilung, die Cyberspionage auf Regierungsstellen und die deutsche Industrie abwehren soll. Bis zu 130 Mitarbeiter werden benötigt. Doch die Kooperation mit deutschen Hackern ist teuer.

Die düstere Einschätzung des BND ähnelt den Analysen der US-Geheimdienste, die kürzlich erst drastisch vor der Gefahr durch Cyber-Attacken gewarnt hatten. Bei einer Lageeinschätzung vor dem Kongress berichtete der Top-Geheimdienstmann James Clapper, dass die US-Behörden Angriffe aus dem dem Internet mittlerweile als genauso gefährlich einstufen wie konventionelle Terroranschläge. Demnach sammelten staatliche und nichtstaatliche Akteure Expertisen, die am Ende „unser ganzes Land gefährden können, von der Regierung bis zu Unternehmen und unserer Infrastruktur“. (Quelle: Spiegel.de)

Konkrete Beispiele gab es in Deutschland bereits. Vor einigen Wochen berichtete der SPIEGEL über einen virtuellen Angriff auf das Großunternehmen EADS. Das Unternehmen alarmierte deswegen sogar die Bundesregierung. Mit bis dahin kaum gekannter Vehemenz attackierten Angreifer Mitte 2012 auch ThyssenKrupp. Die Versuche, in das Firmennetzwerk des Stahl- und Rüstungskonzerns einzudringen, seien „massiv“ gewesen und hätten „eine besondere Qualität“ gehabt, heißt es in dem Unternehmen. Intern wurde das Thema unter größter Geheimhaltung behandelt.

Offenbar waren die Hacker so weit vorgedrungen, dass sich der Konzern genötigt sah, die Sicherheitsbehörden zu alarmieren.

Und die EU?

Die EU plant ein Zentrum zur Bekämpfung von Cyberkriminalität. Dies teilte sie im März 2012 mit. Sie plane die Errichtung eines Abwehrzentrums für Cyberkriminalität.

Es soll im Januar am Sitz von Europool in Den Haag seine Arbeit aufnehmen. Das European Cybercrime Centre soll gegen illegale Aktivitäten organisierter krimineller Vereinigungen vorgehen, darunter Online-Betrug mit gefälschten Kreditkarten und Bankkontendaten. (Quelle: Silicon.de)

Gefälschte Kreditkarten? Kennen wir das nicht schon von irgendwo her? Ach ja! Von Palantir Technologies – gegründet von den PayPal-Erfindern. Wie klein die Welt doch ist!

Und weil das alles sehr viel Geld kostet, bekommt der Bundesnachrichtendienst 2012 einen Zuschuss von 504 770 000 €. Das nennt sich sächliche Verwaltungsausgaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte mehrfach den Kauf der Steuer-CDs, diese Käufe seien legal. Wenn diese Käufe legal sind und man den Kauf dieser Steuer-CDs auf die Überwachungsproblematik übertragen würde, müsste man sich nicht die Frage stellen: „Was ist, wenn unsere Regierung die Möglichkeit hätte, eine Software zu kaufen und einzusetzen, mit der sie Zugriff auf all unsere Daten bekommen könnte?“

Oder, noch einfacher und vor allem unauffälliger: einfach Palantir Technologies beauftragen! Der Vorstandsvorsitzende Alex Karp spricht sicherlich Deutsch, denn er hat ja in Frankfurt seinen Dr. gemacht. Oder Peter Thiel, der lebte das erste Jahr nach seiner Geburt, 1967, in Deutschland. Danach wanderte er mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten aus. Bis heute spricht er gut Deutsch. Er spricht sogar lieber Deutsch, wenn ihm die Formulierungen wichtig sind, bei sachlich komplizierten Themen hingegen favorisiert er Englisch.

Dazu auch unser Artikel: “Ehemaliger ‎NSA-Agent wirft ‎Merkel Heuchelei vor” hier erfahren Sie nun die ganze Wahrheit!

Da frage ich mich: Wie nehmen Sie es hier mit Ihrem Eid, Frau Merkel?

 „… dem deutschen Volk zu dienen, ihren Wohlstand zu mehren und jede Gefahr von ihm abzuwenden…“

In dem Text sind Übersetzungsfehler möglich, da alle Texte aus dem Amerikanischen übersetzt werden mussten. Das haben sowohl Google, Bing und auch andere Programme noch nicht in den Griff bekommen. Vielleicht sollten diese Konzerne bei den Herren Karp und Thiel nachfragen, oder arbeiten die auch schon alle zusammen – und keiner weiß es?

© Netzfrau Doro Schreier

NSA-Überwachungsaffäre: Wir bekommen eine eigene Festplatte!

USA: MerkObamA – NSA,TTIP, US-DROHNENKRIEG aus Deutschland, UKRAINE

Das Geschäft mit dem Krieg boomt! Nicht nur China rüstet auf, auch Facebook und Google

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Der Mensch hat ein Problem, das ist seine Angst, schon immer schafft er sich Feindbilder um gegen sie zu kämpfen, es gibt keinen unterschied von welcher Seite man auch diese taten vollbringt, wir verurteilen die die wir eigentlich selber sind,. Die Angst und die Möglichkeiten, alle Macht zu erlangen, schafft mit Hilfe des Geldes, eine Supermacht die wenn sie erst mal erwacht und ihre Möglichkeiten erkennt, und ein Ego entwickelt, den schlimmsten Feind unserer Freiheit werden kann, denn alles ist miteinander und unter einander vernetzt, es wird keinen Schalter zum ausschalten geben und wir sind ganz schnell erpressbar.. lieber Gott , sie wissen nicht was sie tuen…

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