Netzfrauen: „Der Zug des Lebens“

ZugUnser Zug „Netzfrauen“ startete im März 2013. Eine kurze Zeit, doch schon viel ist passiert.

Von einigen lieb gewonnenen Frauen mussten wir uns verabschieden, da sie unseren Zug aus zeitlichen oder gesundheitlichen Gründen verlassen mussten. Aber vielleicht sitzen sie auch nur in einem anderen Abteil und stoßen irgend wann wieder zu uns. Neue Netzfrauen steigen ein und unterstützen unsere Reise mit tollen Ideen und Engagement.

Weltweit wurden Zweigstellen errichtet: Chile, USA, Argentinien, Kolumbien, Nepal, Paraguay, Brasilien, Österreich, Schweiz, Spanien, Island u. v. m.

Auch viele Fans nehmen die Reise mit uns auf, so können wir uns mittlerweile über 38 000 Fans auf Facebook, viele auf Twitter und Google+ freuen. Unsere Homepage Netzfrauen.org wird von einer Viertelmillion Leser jeden Monat gelesen. Viele tolle Kommentare zahlreicher ReisebegleiterInnen machen unsere Homepage zu einem schönen kurzweiligen Aufenthaltsort.

Zu unserer großen Freude steigen auch immer mehr Männer – wie wollen wir sie nennen? – okay:  Netzfrauen-Männer, in unserem Abteil zu, die uns tatkräftig unterstützen. Hand in Hand für unsere Kinder und Enkelkinder – für die folgenden Generationen.

Unsere Reise geht weiter, wie sie enden wird – lassen wir uns überraschen.

Lesen Sie dazu dieses Gedicht:

Der Zug des Lebens…

Das Leben ist wie eine Reise im Zug: Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen und tiefe Traurigkeit bei anderen.

Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen, treffen wir Menschen, von denen wir glauben, dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden: unsere Eltern.

Leider ist die Wahrheit eine andere: Sie steigen bei einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung, ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.

Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein. Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde und diese wunderbaren Menschen, die wir lieben.

Manche der Personen, die einsteigen, betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.

Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise. Und es gibt wieder andere im Zug, die immer da und bereit sind, denen zu helfen, die es brauchen.

Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende Sehnsucht…
Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt…

Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir am liebsten haben, sich in einen anderen Wagon setzen und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen. Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten, die Mühsal auf uns zu nehmen, sie zu suchen und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen. Leider können wir uns dann doch nicht zu ihnen setzen, da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.

Macht nichts, so ist die Reise: voll von Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und Abschieden… aber ohne Rückkehr.

Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise. Versuchen wir, mit unseren Mitreisenden gut auszukommen, und suchen wir das Beste in jedem von ihnen.

Erinnern wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der Gefährten schwanken kann und möglicherweise unser Verständnis braucht.

Auch wir werden öfter schwanken und es wird jemanden geben, der uns versteht.

Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen werden, und genausowenig, wann unsere Mitreisenden aussteigen werden, nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.

Ich glaube, ich werde wehmütig sein, wenn ich aus dem Zug für immer aussteige…
Ich glaube ja.

Die Trennung von einigen Freunden, die ich während der Reise traf, wird schmerzhaft sein. Meine Kinder allein zu lassen, wird sehr traurig sein.

Aber ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt, und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit Gepäck, das sie beim Einsteigen noch nicht hatten. Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke, dass ich mitgeholfen habe, ihr Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.

Meine Freunde, schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat. Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz zurücklassen, der Sehnsucht und schöne Erinnerungen bei den Weiterreisenden hinterlässt.

Denen, die Teil unseres Zuges sind, wünschen wir Gute Reise !

Uns ist der Autor dieser Geschichte nicht bekannt. Sollte wir dennoch gegen irgendwelche Copyright-Rechte verstoßen haben, bitten wir darum, uns umgehend zu benachrichtigen, damit wir das entsprechende Copyright des Verfassers oder Eigentümers hinzufügen können. Danke!

Netzfrau Doro Schreier
Gründerin der Netzfrauen

We are mothers and grandmothers, we are women and wives

Wir haben es satt! „We are fed up“ !

Wir möchten DANKE sagen!!

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Netzfrauen,

    ich danke sehr für die vielen hilfreichen und wertvollen Informationen, die ich auch in einem Blog, natürlich mit Quellenangabe :-), in manche Threads einfüge.

    „Den Zug des Lebens“ habe ich im letzten Jahr gesehen. Das Gedicht wurde von jemandem in einem Gedenkthread an eine gute Freundin eingestellt. Das Gedicht wurde so stimmungsvoll als Film arrangiert, sodass man es als ein Kunstwerk bezeichnen kann und wer weiß schon, ob sie es nicht doch gesehen hat.

    Manchmal finde ich eine Feder, wo eigentlich keine sein kann.

    Alles Gute wünscht den Netzfrauen
    Brigitte Kohl

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.