Dritte-Welt-Länder machen den Europäern Umweltschutz vor!

plastikzur englischen Version Bontoc, eine philippinische Stadtgemeinde in der Mountain-Provinz, verbietet ab Juni die Verwendung von Plastikbeuteln und die Verwendung von Kunststoffbeuteln als Verpackungsmaterial.

Am 14. Januar 2014 sprach sich das EU-Parlament mit überwältigender Mehrheit für eine EU-weite Strategie zur Vermeidung von Kunststoffmüll aus. „Plastiktüten”, die weder kompostierbar noch biologisch abbaubar sind, müssen endlich verbannt werden. Leider ist bislang noch nicht wirklich etwas passiert. Obwohl andere Länder uns es vormachen. Lesen Sie dazu: EU-Parlament fordert Aus für Plastiktüten – Plastiktütenverbot in Neu Delhi und anderen Ländern
Jetzt zeigt uns auch Bontoc, Philippinen, dass dies durchaus möglich ist und macht uns Europäern Umweltschutz vor.

Ab Juni dieses Jahres ist den Geschäften in der Landeshauptstadt die Verwendung von Kunststoffbeuteln als Verpackungsmaterial für Waren verboten, um nicht biologisch abbaubare Abfälle zu reduzieren.

Das Verbot des Verkaufs und Gebrauchs von Plastikbeuteln ist gemäß der städtischen Verordnung Nr. 212 S. 2013 unter Strafe gestellt. Das Verbot, welches auch als Verordnung des Verbots für Kunststofftüten bei Textilien bekannt ist, verbietet ebenso die Anwendung von Plastikverpackungen bei Frischwaren und regelt den Gebrauch von Styropor im Stadtbezirk von Bontoc.

Bürgermeister Franklin Odsey teilte mit, das alle Geschäfte entsprechend ausgestattet seien. Ebenso wurde die Mitteilung an zentralen, deutlich sichtbaren Stellen im Einkaufszentrum ausgehängt. Er teilte weiter mit, dass die Stadtregierung bereits alle Anforderungen des Gesetzes einhalte und damit die Umsetzung der Verordnung erfüllt sei.

Wichtigste Eckpunkte der Verordnung sind:

– Verbot von Plastiktüten für Gewerbebetriebe und Einzelpersonen als Verpackungsmaterial für Textilien und Vergleichbares

– Verbot von Bereitstellung von Plastiktüten für Textilien und Vergleichbares

– Verbot für Industrie- und Gewerbebetriebe für Frischwaren, Plastikmaterial als Primärpackmittel zu verwenden

– Verbot von Styropor und ähnlichen Materialien als Behälter für Lebensmittel und andere Produkte.

Die Verordnung verlangt, dass die Bewohner von Bontoc ihre eigenen Taschen mitbringen wie Stoffbeutel, Körbe oder alternative Verpackungsmaterialien, um diese beim Einkauf zu benutzen.

Die Verordnung sieht weiter vor, dass Plastiktüten und ähnliche Kunststoffabfälle von kommunalen Müllunternehmen eingesammelt werden, da diese Abfälle gereinigt und getrocknet werden müssen, damit sie den unteren Verwaltungsbehörden für die ordnungsgemäße Entsorgung vorgelegt werden können.

Betriebe, die die Verordnung verletzen, werden beim ersten Vergehen mit 200 000 Peseten (ca. 3350 €) Bußgeld belegt, 500 000 Peseten für das zweite Vergehen und 1 000 000 Peseten für weitere Vergehen. Zudem liegt es im Ermessen des Gerichts, bei weiteren Verstößen eine Freiheitsstrafe zu verhängen. Geldbußen sind an das Gemeindeschatzamt zu zahlen.

Die Überwachung und Umsetzung der Verordnung obliegt dem städtischen Umweltamt für natürliche Ressourcen und dem Gesundheitswesen. Sie werden unterstützt durch kommunale Sanitätsinspektoren, dem Gemeindeschatzamt und der Stadtpolizei.

Die strikte Durchführung der Verordnung vermindert das Problem des biologisch nicht abbaubaren Mülls der Stadt, nach der umstrittenen Schließung der offenen Deponie am 22. August letzten Jahres.

Hier geht es zum Originalartikel
Bontoc bans use of plastic bags as packaging materials on goods

Starting June this year, business establishments in this capital-town are prohibited from selling and using plastic bags as packaging materials on goods in efforts to reduce biodegradable waste in the municipality.

The ban on the sale and use of plastic bags is pursuant to Municipal Ordinance No. 212 S. 2013 otherwise known as “An Ordinance Prohibiting the Use of Plastic Bags on Dry Goods and Regulating It s Utilization on Wet Goods and Prohibiting the Use of Styrofoam in the Municipality of Bontoc, Mountain PRovince and Prescribing Penalties thereof.”

Mayor Franklin Odsey, in his notice furnished all business establishments and also posted in conspicuous places in the central business district, said the municipal government has already complied with the requirements of the law, hence, the implementation of said ordinance.

Highlights of the ordinance include: prohibiting business establishments and individuals in using plastic bags as packaging materials on dry goods; prohibits business establishments and individuals from selling or providing plastic bags to customers for their packaging materials for dry goods; for business establishments dealing on wet goods to use plastic bags only as primary packaging materials, and banning the  use of styrofoam and other similar materials as containers for food, produce and other products.

The ordinance also enjoins the Bontoc residents to practice the “bring your own bag” such as sako bags, baskets or bayong or alternative packaging materials to put whatever they will buy in the markets.

The Ordinance also provides that discarded plastic bags and other similar plastic waste will not be collected by the municipal garbage collector as these waste materials must be cleaned and dried to be submitted to their respective barangays for proper disposal.

Establishments who are found violating any of the prohibited acts will be fined P200.00 for the first offense; P500.00 for the second offense and P1,000.00 for the third and succeeding offenses or imprisonment at the discretion of the court. Fines are payable to Municipal Treasurer’s Office.

Monitoring the implementation of the Ordinance is lodged with  the Municipal Environment and Natural Resources Office, the Rural Health Unit through the Municipal Sanitary Inspector, the Municipal Treasury Office and the Municipal Police.

The strict implementation of the Ordinance is seen to at least lessen or solve the problem of non-biodegradable garbage that is now facing the town following the closure of its controversial open dumpsite on August 22, last year.  (JDP/ABD, PIA – CAR, Mountain Province)

Netzfrau Ingrid Mengeringhaus

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Wirklich ein sehr informativer und ehrlicher Artikel. Genau deswegen lese ich so regelmäßig die Beiträge des Netzfrauen-Blogs. Weiter so, denn die Umwelt ist nach der Familie und Gesundheit das wichtigste für uns Menschen, nur gemeinsam können wir etwas dagegen tun und verbessern. Die EU sollte sich wirklich ein Vorbild daran nehmen.

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