Bienensterben – Es nimmt dramatische Ausmaße an – 20 MILLION Bees Have Died

Bienen 9zur englischen Version Immer wieder berichteten wir im letzten Jahr über das Sterben der Bienen. In diesem Jahr verendeten bereits Millionen von Bienen. Viele Obstbäume werden in diesem Herbst wohl keine Früchte tragen, weil sie nicht bestäubt wurden. Werden wir bald Verhältnisse wie in China haben und müssen mit der Pinzette das Bestäuben übernehmen?

Bienenvölker sind von unschätzbarem Wert

Johannes Gronau vom Deutsch-Österreichisch-Schweizer Imkerverband ist empört: „Hallo! Also generell kann man sagen, dass die Biene ohne den Menschen nicht mehr überleben kann. Es liegt zwar viel an der Varroamilbe, aber da auch Wildbienen vom Sterben und vom Rückgang der Population betroffen sind, liegt es mit Sicherheit an Pflanzenschutzmitteln und anderen Umweltgiften.

Auch ein großer Faktor ist die Monokultur Mais. Da anstelle von blühenden Pflanzen Mais angebaut wird, finden die Bienen nur noch wenig Futter. Mais dient der Energiegewinnung (Biogasanlagen) und der Fleischproduktion (Futter). Das „Bienensterben“ an sich gibt’s bei uns (noch) nicht, jedoch ist die Biene schon gefährdet. Wenn ein Pflanzenschutzmittel fast ungetestet verwendet wird, kann regional ein Bienensterben entstehen (in der Pfalz vor 2 oder 3 Jahren).“

Ende letzten Jahres starben in Kanada 20 Millionen Bienen auf mysteriöse Weise. Eine Studie ergab, dass das Massensterben der 4000 Bienenstöcke in Ontario und Quebec durch Neonicotinoide ausgelöst wurde. Bei 80 Prozent der toten Bienen wurden nachweislich Rückstände von Neonicotinioiden gefunden.

Aus Oregon USA erhielten wir diese Nachricht, die wir für Sie übersetzt haben:

Wodurch wurde das massenhafte Bienensterben in Oregon ausgelöst?

Die Landwirtschaftsbehörde in Oregon untersucht das Sterben Tausender Honigbienen in Sherwood. Der Spezialist für Insektenplagenschutz und Insektenmanagement Pat Mitchell meinte, es gäbe mehrere Theorien, aber der Staat könne sich nicht sicher sein, bevor alle genommen Proben vollständig analysiert seien. In der Nähe befinden sich landwirtschaftliche Anbauflächen.

Im letzten Jahr wurden Tausende tote Bienen in einem Shoppingcenter von Willsonville entdeckt. Zwei Betrieben wurden für das Versprühen von Pestiziden, die die Bienen getötet hatten, Geldstrafen auferlegt.

Eine weitere Nachricht aus Kanada haben wir ebenfalls für Sie übersetzt:

Ein Landkreis in Ontario verbietet jetzt das umstrittene Pestizid im Zuge der Diskussion um den Gesundheitszustand der Bienen.

Ein Landkreis im südlichen Ontario ist die erste kanadische Kommune, die vorläufig ein umstrittenes Insektizid verbietet, dem Bienengefährlichkeit nachgesagt wird.
Am Dienstag verabschiedeten Beamte des Prince Edward County mit sofortiger Wirkung einen Antrag, der den Einsatz von neonikotinoiden Pestiziden auf Gemeindeflächen untersagt.
Neonikotinoide sind eine Gruppe von Pestiziden mit denen Korn-, Sojabohnen- und Raps-Saaten imprägniert werden. Die Pestizide sind seit 2004 weit verbreitet und wurden entwickelt, um ältere Sorten zu ersetzen.

Der ländliche Landkreis, eingebettet im Herzen von Ontarios landwirtschaftlichem Kerngebiet, verlangt von der Bundes- und Landesregierung „einen Stopp der Nutzung von neonikotinoiden Nutzpflanzen-Wirkstoffen so bald wie möglich vorbehaltlich weiterer Studien“. Der Antrag bedingt auch den Versand von Briefen an etliche Bundes- und Landesminister – inklusive des Premiers, des Landwirtschaftsministers Gerry Ritz, und die Gesundheitsministerin Rona Ambrose – in dem die Position des Landkreises dargelegt wird.

Die europäische Union hat bereits eine zweijährige Auszeit für die umstrittenen Insektizide verhängt. Ungeachtet ähnlicher Eingaben von Imkern und Umweltschützern lehnten es kanadische Regierungsbeamte bisher ab, dem Beispiel zu folgen.

Untersuchungen brachten die hochgiftigen Neonikotinoide mit dem Bienen Massensterben in Verbindung. Man fand auch Rückstände im Wasser. Sie werden im Erdreich nicht leicht abgebaut.
Im September fand die PMRA (kanadische Regulierungsbehörde für den Einsatz von Pestiziden) heraus, dass mit Neonikotinoiden belasteter Staub ein massives Bienensterben in Ontario und Quebec auslöste. Ein Abschlussbericht wird für 2015 erwartet.

Südlich der Grenze bestätigte eine neue Studie der Schule für Gesundheitswesen an der Harvard Universität, was Imker schon seit Jahren behaupten: die Insektizide töten Millionen von Bienen.
Forscher fanden, dass bereits die geringste Belastung mit Neonikotinoiden ein (Bienen-)Volk kollabieren und sterben lassen würde. Die Pestizide, so die Studie, behindern auch die Fähigkeit der Bienen, einen Winter zu überleben.

Landwirte hingegen bestehen darauf, dass die Insektizide von größter Wichtigkeit für die landwirtschaftliche Produktion sind. Sie argumentieren, dass Neonikotinoide die Ernte verbessern und unerlässlich für die moderne Landwirtschaft sind. Selbst wenn die Landwirte neonikotinoid-freie Saaten kaufen wollten, wären diese nicht schnell verfügbar. Ungefähr 92 – 95 Prozent der Getreideanpflanzungen in USA und Kanada sind mit Neonikotinoiden behaftet.

Der Mangel an Alternativen wurde von Beamten des Landkreises adressiert. „Wir ermahnen Saatguthersteller, ausreichende Vorräte (von nicht-behandeltem Saatgut) bereitzustellen“ ist im Antrag zu lesen. Landwirte wurden unterdessen ermutigt „für die Pflanzzeit 2015 unbehandelte Saaten zu bestellen“. Prince Edward County ist eine der ertragreichsten Landwirtschaftsregionen in Ontario. Die Region, ein Zentrum für Milchprodukte, Geflügel- und Schweinefleisch-Produktion, ist bekannt für ihr großes „Käsefest“ und hiesige Weine.

Wissenschaftler schätzen, dass ein Drittel aller Pflanzen und pflanzlicher Produkte, die von Menschen gegessen werden, von der Bienenbestäubung abhängen.

Wie Sie lesen konnten, gibt es überall dort, wo es zu einem erhöhten Einsatz von Pestizden kommt, ein massives Bienensterben, so auch kürzlich in Leverkusen, wir berichteten. Siehe: Millionen Bienen vergiftet – Pestizide als Ursache

BienenMachen Sie mit:

Schützen Sie die Bienen:

Schwärmt mit am 16. 08. 2014 zur Rettung der Bienen – Swarm to save the bees

Die Originalberichte:

What caused mass honey bee die-off in Oregon?

KGW reports

The Oregon Department of Agriculture is investigating the die-off of thousands of honeybees in Sherwood.

KGW reports dead bees were found Sunday scattered along on Highway 99 at Sunset Boulevard.

State Insect Pest Prevention and Management specialist Pat Mitchell says there are many theories but the state won’t know what happened until samples are completely tested.

There are agricultural fields nearby.

Last year, tens of thousands of bees were found dead in a Wilsonville shopping center. Two companies were fined for spraying pesticide that killed the bees.

Canada

A county in southern Ontario has become the first Canadian municipality to temporarily ban a controversial insecticide believed to be killing bees.

ipolitica.ca 

On Tuesday, officials in Prince Edward County passed a motion prohibiting the use of neonicotinoid pesticides on municipal lands, effective immediately.

Neonicotinoids are a class of pesticides used to coat corn, soybean and canola seeds. The pesticides have been widely used since 2004 and were developed to replace older aerial sprays.

The rural county, nestled in the heart of Ontario’s agricultural heartland, wants the federal and provincial government to “declare a moratorium surrounding the use of neonicotinoid crop treatments, as soon as possible, pending further study.”

The motion also requires letters be sent to several federal and provincial ministers – including the prime minister, Agriculture Minister Gerry Ritz, and Health Minister Rona Ambrose – outlining the county’s position.

The European Union has already imposed a two-year moratorium on the controversial insecticides. Despite calls for similar action from beekeepers and environmentalists, Canadian officials have refused to follow suit.

Research has linked the highly toxic neonicotinoids to mass bee deaths. They are also found to linger in water and do not break down easily in the soil.

In September, Health Canada’s Pest Management Regulatory Agency (PMRA) – responsible for regulating pesticides in Canada – discovered neonicotinoid contaminated dust had caused severe bee mortality in Ontario and Quebec. A final report is expected in 2015.

South of the border, new research from Harvard University’s School of Public Health confirms what beekeepers have been claiming for years: the insecticides are killing millions of bees.

Researchers found the slightest exposure to neonicotinoids would cause a colony to collapse and die. The pesticides, the study said, also impede a bee’s ability to survive the winter.

Farmers, though, insist the insecticides are crucial to agriculture production. Neonicotinoids, they argue, help boost crop yields and are essential to modern agriculture.

Even if farmers wanted to purchase neonicotinoid-free seeds, though, they’re not readily available. An estimated 92 to 95 per cent of planted corn acres in Canada and the United States are coated in neonicotinoids.

That lack of options did not go unaddressed by county officials. “We urge seed companies to make adequate supplies [of non-treated seed] available,” the motion reads.

Farmers, meanwhile, are encouraged to “order seed not treated with insecticide for the 2015 growing season.”

Prince Edward County is one of the highest producing agriculture regions in Ontario. A hub for dairy, poultry and hog production, the region is famous for its major cheese festival and local wines.

Scientists estimate one-third of all plants and plant products eaten by humans depend on bee pollination.

Repeatedly we have reported on the mass extinction of bees. When spring started in April, millions of them were already dead. In the future, orchards may wait in vain for them to pollinate their blossoms and if it comes to the worst, we may have to resort to pollination by hand using brushes and pincers as it already takes place in China today. Many plants die without being pollinated and our food supply is in danger.Read more: Mysterious Bee Extinction

Netzfrauen

Weiterführende Informationen:

deutsche Flagge

Massensterben von Bienen in einem Sonnenblumenfeld in Ungarn

Millionen Bienen vergiftet – Pestizide als Ursache

Millionen Bienen vergiftet – Lebensmittelversorgung ist bedroht

Absurde Verbrauchertäuschung – “The bee-killer” Chemiekonzern Bayer spielt “Bienenretter”

Nach Syngenta klagt nun auch BASF gegen EU-Pestizid-Einschränkungen – und nehmen Bienensterben weiterhin in Kauf

Bedrohtes Nutztier: BIENEN – Ausrottung, schlimmer als vermutet !

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Einen geringen Beitrag gegen das Bienensterben tue ich, in dem ich Erdbeeren, Apfelbäumschen und sonstiges in Pflanzen Behälter auf Terrasse,Balkon,Fensterbrett,Flachdach Garage oder Flachdach Haus so fern tragfähig mache.Die nicht mit Isektizieden behandelt werden.Wenn viele so vor gehen, hoffe ich das es das Bienensterben aufhält oder beendet.

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