BlackRock – Wer regiert die Welt wirklich? Vier Billionen gegen Deutsche Bank

BlackrockLarry Fink ist wahrscheinlich der mächtigste Mann der Welt. Sein Finanzimperium Blackrock verwaltet vier Billionen Dollar. Auch in Deutschland ist seine Firma an fast allen Konzernen beteiligt, von neun Dax-Unternehmen ist sie der größte Einzelaktionär. Mit seinen Entscheidungen beeinflusst Blackrock das Schicksal ganzer Städte und Länder. 

Keinen Bock auf Blackrock

Zusammen mit der Allianz-Tochter Pimco und der DZ-Bank verklagen sie die Deutsche Bank und fünf andere Geldhäuser wegen ihrer Verwicklung in das Geschäft mit riskanten Hypothekenpapieren. Blackrock gehört zu den größten Aktionären der Deutschen Bank. Nähere Erläuterung zu Blackrock und deren Machenschaften finden Sie am Ende des Beitrages.

Allianz-Tochter Pimco: ist eine Investmentgesellschaft mit Sitz in Newport Beach im US-Bundesstaat Kalifornien. Sie hat sich auf verzinsliche Wertpapiere (Anleihen, Renten, engl. Bonds) spezialisiert und ist inzwischen mit ca. 2 Milliarden US Dollar Anlagevermögen eines der größten Unternehmen in diesem Bereich. Pimco ist das Rückgrat der Allianz-Vermögensverwaltung. Mehr zu Allianz finden Sie hier: Weltherrschaft weniger Konzerne – wer mit wem?

DZ-Bank ist eine Zentralbank der Volksbanken Raiffeisenbanken und ihr Auftrag ist es, die Geschäfte der vielen eigenständigen Genossenschaftsbanken vor Ort zu unterstützen und ihre Position im Wettbewerb zu stärken. Die DZ-BANK ist die Holdingfunktion für die Verbundunternehmen der DZ-BANK-Gruppe und koordiniert die Spezialinstitute innerhalb der Gruppe. Das Engagement bei Lehman Brothers betrug 360 Millionen Euro! Das wurde bekannt, nachdem die DZ-Bank am 01. 09  2009 ihen Milliardenverlust verkünden musste. Die Finanzkrise hatte auch die genossenschaftliche DZ-Bank tief in die roten Zahlen gerissen. 

Neben der Deutschen Bank wurden die britische HSBC sowie die US-Häuser Citi, Wells Fargo, Bank of New York Mellon und US Bancorp verklagt. Sie hätten ihre Pflichten als Treuhänder verletzt, weil sie die Emittenten hypothekenbesicherter Papiere (MBS) vor der Finanzkrise 2008 nicht zum Rückkauf wackliger Kredite gedrängt hätten, heißt es in mehreren am Mittwoch in New York eingereichten Klagen. Die Anleger fordern Entschädigung für Verluste von 250 Milliarden Dollar mit 2200 MBS, die zwischen 2004 und 2008 ausgegeben wurden.

Die sechs verklagten Banken zählten zu den größten Treuhändern solcher Papiere. In den MBS waren viele Kredite an Hausbauer gebündelt, die auf Grund schmaler Einkommen eigentlich gar keine Hypothek hätten bekommen dürfen. Siehe dazu: Börsenpanne Goldman Sachs – „höher, weiter, schneller“ – Finanzkrise einfach erklärt!

MBS: Hypothekarisch gesicherte Anleihen, in der Regel als Mortgage backed Securities bezeichnet, sind Schuldscheine, die in einem Pool zusammengefasst sind und als Investitionsmöglichkeit angeboten werden. Die Käufer dieser Arten von Wertpapieren besitzen dann die Rechte aus den Hypotheken. MBS galten vor der Finanzkrise als eine sichere Anlage. Spätestens seit der Pleite von Lehman Brothers wissen wir, dass sie nicht sicher waren. Quellen 

Die klagenden Geschädigten müssen sich beeilen, da sechs Jahre nach Begebung der Papiere die Ansprüche verjähren.

Erst Mitte Mai berichteten wir darüber, dass die Deutsche Bank für den Kauf des Casinos in Las Vegas mit 3000 Zimmern rund vier Milliarden Dollar zzgl. 1 Milliarde Schuldenübernahme, investierte und an Blackstone für 1,73 Mrd Dollar (1,26 Milliarden Euro) verkaufte. Auch hier soll ein riesiger Verlust entstanden sein. Die Deutsche Bank holt sich „frisches“ Geld. Acht Milliarden Euro will das Geldhaus an neuen Aktien ausgeben. Einen Großteil davon kauft ein Scheich aus dem arabischen Emirat Katar. Siehe dazu: Das große Fressen: Blackstone und Qatar – Deutsche Bank verzockt Milliarden. In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen auch Blackstone und dessen Machenschaften.

BlackRock. Investieren in eine neue Welt.

BlackRock wurde 1988 gegründet und ist bereits seit 1994 am deutschen Markt mit einer Niederlassung tätig, in Österreich sind sie seit 2007 mit einem Vertriebsbüro präsent.

Deutschland und Österreich zählen zu den strategischen Kernmärkten von BlackRock. Derzeit verwaltet BlackRock weltweit über 1000 Fonds, von denen in Deutschland und Österreich über 200 Fonds Privatanlegern zur Verfügung stehen. Mit einem verwalteten Vermögen von 4,324 Billionen US-Dollar per 31. Dezember 2013 wurde BlackRock zum weltweit größten Vermögensverwalter.

Während die großen Banken wie die Deutsche Bank oder Goldman Sachs im Scheinwerferlicht von Öffentlichkeit stehen, läuft ein großer Teil des Finanzgeschäfts im Verborgenen. Blackrock-Chef Laurence Fink lässt Unternehmen und Politiker nach seiner Pfeife tanzen – und bringt sogar dabei deutsche Angestellte um den Job.

Blackrock ist unvorstellbar groß. Größer als die Deutsche Bank, Goldman Sachs oder JP Morgan zusammen. Der Finanzkonzern verwaltet vier Billionen Dollar. In Zahlen: 4 000 000 000. Als größter Einzelaktionär hat er eingekauft, darunter BASF, Daimler ,Lufthansa und die Deutsche Bank

EAST WENATCHEE, im Staat Washington, in einem Datenzentrum zwischen den Obstgärten und Hügeln, befindet sich ein Cluster von 6000 Computern, welcher die Vermögenswerte von über 170 Pensionskassen, Banken, Stiftungen, Versicherungsgesellschaften und andere überwacht. Rund um die Uhr schauen sich diese Maschinen Zinsänderungen, Bankzusammenbrüche oder Naturkatastrophen für Billionen von Dollar an Vermögenswerten an. Jede Veränderung hat Folgen, sei es positiv oder negativ. Auf der ganzen Welt entscheiden 17 000 Händler nach Beurteilungen dieser Risiken durch dieses Computersystem, genannt Aladdin, wann sie die Vermögenswerte kaufen oder verkaufen. Aladdin heißt das System, das auch bei griechischen Banken zum Einsatz kam – getauft nach dem Besitzer der Wunderlampe aus „1001 Nacht“.  Die Blackrock-Truppe in Athen arbeitete unter dem Code-Namen Solar, 18 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bewachten sie rund um die Uhr.

Das Rechenzentrum bildet das Herz der Blackrock. Sie verwalten im Alleingang fast so viel Geld wie alle Private-Equity-und Hedgefonds weltweit zusammen. Obwohl deren Bestände fast nur aus Aktien bestehen, sind sie der größte Aktionär von 50% der weltweit 30 größten Konzerne, halten sie nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen, Rohstoffe, Hedge-Fonds, und Immobilien. Einfach alles, in das jemand investieren möchte.

„Wenn Sie schauen, um etwas zu kaufen oder etwas zu verkaufen oder etwas zu investieren, ist es sehr schwierig, um Blackrock herum zu kommen“, sagt der Chef eines großen europäischen Versicherers. Das liegt daran, dass Blackrock oftmals der größte Aktionär (siehe Grafik) ist.Quelle

BlackRock

Neben den genannten Konzernen ist BlackRock auch hier vertreten:

Commerzbank

BlackRock fand auch an der Commerzbank Gefallen. Am 16.September 2013 teilten sie im Rahmen einer Pflichtmeldung mit, dass ihr Engagement in den Aktien der zweitgrößten deutschen Bank kräftig ausgebaut wurde. Sie halten seitdem 5,22% der Aktien der Commerzbank. Mehr zur Commerzbank u. a. mit der Allianz und die Rettung durch den Steuerzahler finden Sie hier: Weltherrschaft weniger Konzerne – wer mit wem?

Twitter: Blackrock beteiligte sich im Januar 2013 mit 80 Millionen Dollar an dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Telekom: Blackrock hält 3,34 Prozent.

Thyssen-Krupp: Blackrock soll mit 4,96 Prozent beteiligt sein. Siemens: Blackrock hat hier einen Anteil von 5,01 Prozent.
Deutschen Post: Blackrock hält 5,01 Prozent an dem ehemaligen Staatskonzern

Anderes Beispiel: Nachdem zum Beispiel ein Hedgefond im letzten Jahr eine halbe Milliarde Dollar mit dem Rückkaufprogramm für griechische Staatsanleihen verdiente, wollten andere Investoren auch so ihr Geld verdienen. Also – auf die Rettung von Griechenland wetten .Siehe: Zockerparadies Griechenland – und die Zeche bezahlen…

Während die großen Banken im Scheinwerferlicht von Börsenkontrolle und Öffentlichkeit stehen, läuft ein großer Teil des Finanzgeschäfts heute im Verborgenen. Schattenbanken wie Blackrock investieren und spekulieren mit Billionenbeträgen – ohne öffentliche Kontrolle. Ihre Macht umspannt den ganzen Globus. Sie lassen Staatsoberhäupter und DAX- Bosse wie Marionetten nach ihrer Pfeife tanzen und dominieren so die Weltwirtschaft.

Die Macht der Finanzkonzerne – Wie Blackrock mittels Geld die Welt regiert

Wenn Menschen zu Spielbällen werden

Ob US-Konzerne oder schwäbische Mittelständler wie WWF, ob DAX-Unternehmen oder deutsche Immobiliengesellschaften: Die Finanzriesen stecken überall mit drin, sorgen für Renditedruck. Und der wirkt sich ganz unten aus. Plötzlich werden kleine Leute auf der ganzen Welt zu Spielbällen in den Händen derer, die mit Billionen jonglieren. Bitte schauen Sie sich das folgende Video an:

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Erinnern Sie sich an WarGames, einen US-Kinofilm von 1983, dessen Handlung während des Kalten Kriegs spielt? Dieser thematisierte die Gefahr eines irrtümlich ausgelösten Atomkriegs zwischen den USA und der UdSSR, da diese die Kontrolle dem neu entwickelten, lernfähigen NORAD-Computer WOPR (War Operation Plan Response) übertrugen. Am Ende konnte die Gefahr nur durch das simple Spiel Tic Tac Toe abgewendet werden. Wenn diese Berechnungen falsch sind, wie BlackRock sie zum Beispiel einsetzt, sollte es uns schon beunruhigen. Besonders wenn Aladdin die Wunderlampe verlässt, bedeutet es : Game over!!! Blackrock und Blackstone (Das große Fressen: Blackstone und Qatar – Deutsche Bank verzockt Milliarden), nicht nur ein fast identischer Name, sondern sie bestimmen auch, wer die Welt regiert.

Netzfrau Doro Schreier

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Tach,

    4 Billionen sind eine 4 mit 12 Nullen (4 000 000 000 000).
    Tipp: Um die Zahl greifbarer zu machen, könnte man auch einfach 4000 Milliarden schreiben,
    da der Normalmensch sich unter Milliarden etwas vorstellen kann. Liegt daran, dass man öfters Zahlen über Länderjahreshaushalte usw. liest. Somit wird eine Einordnung dieser Dimensionen erleichtert.

    Grüße.

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      Wie zum Beispiel diesen: https://netzfrauen.org/2017/05/27/blackrock-blackstone/

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