Typ1 und Typ2 Diabetes – der GROSSE Unterschied!

Diabetes3Dass Diabetes nichts Schönes ist, ist den meisten klar. Wer aber selber nicht betroffen ist und keinen Kontakt zu Betroffenen hat, der kennt oft nicht einmal den Unterschied zwischen Typ1 und Typ2 oder weiß, wie man Betroffenen im Notfall helfen kann.

Gerade bei Kindern wird häufig Diabetes Typ1 diagnostiziert. Was es bedeutet, wenn ein Kind daran erkrankt, wie man damit umgeht und was Außenstehende tun können – um darüber aufzuklären, haben sich Mütter betroffener Kinder im Netz zusammengetan…

Es gibt 2 Hauptformen des Diabetes, die leider oft miteinander verwechselt oder gleichgesetzt werden.

Beim Typ1 Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Die Bauchspeicheldrüse produziert KEIN Insulin. Es handelt sich hier um eine Störung des Immunsystems, bei dem die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Man nennt Typ1 Diabetes auch insulin-abhängiger Diabetes. Ein Typ1 Diabetiker MUSS sein Leben lang Insulin spritzen!

Beim Typ2 Diabetes handelt sich um einen nicht-insulinabhängigen Diabetes. Die Bauchspeicheldrüse kann noch Insulin herstellen, aber das Hormon wirkt im Körper langsamer oder der Körper reagiert weniger empfindlich darauf (Insulinresistenz) oder es reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Der Typ1 Diabetes wird nach Beschwerden eines viel zu hohen Blutzuckerspiegels festgestellt. Symptome sind: extremer Durst, häufiger Harndrang, Einnässen, Gewichtsverlust, Mundtrockenheit, schläfrig und matt. Die Ursachen für den Typ1 Diabetes sind nicht bekannt.

Der Typ2 Diabetes entwickelt sich schleichend – meist über Jahre. Die Ursachen liegen häufig in familiärer Veranlagung. Er wird begünstigt durch Übergewicht und Bewegungsmangel.

Typ1 Diabetes ist nicht heilbar!

Typ2 Diabetes kann durch eine Umstellung der Ernährung und durch mehr Bewegung positiv beeinflusst und die eigene Insulinwirkung wieder verbessert werden.

Nur 10 % aller an Diabetes Erkrankten haben Typ1 Diabetes. Darunter sind über 30 000 Kinder in Deutschland betroffen. Die Zahlen steigen!

Die Mütter von „Kindern mit Typ1 Diabetes“ (Blog: www.kindermitttyp1diabetes.wordpress.com) kämpfen für Aufklärung! Unwissenheit und Angst gegenüber der Krankheit erschwert den Eltern oft den Alltag. Immer wieder stoßen sie an Grenzen, sei es im Gesundheitswesen, wenn für moderne und das Leben vereinfachende Hilfsmittel gekämpft werden muss, oder in Vereinen, wenn Kinder z. B. nicht beim Fußballtraining teilnehmen oder einen Schwimmkurs besuchen dürfen oder Kinder vom Schullandheim-Aufenthalt ausgeschlossen werden.

In einem Blog schreiben sie über ihren Alltag mit der Erkrankung, die täglichen Herausforderungen mit Kindergeburtstagen, Schwimmbadbesuchen, Urlaub oder einfach auch dem Spielplatzbesuch. Typ1 Diabetes ist eine unberechenbare Erkrankung, die schon Kleinkindern eine große Disziplin abverlangt. Die Mütter geben Tipps und Tricks an Betroffene weiter und geben für Neumanifestierte Hilfestellungen, damit diese sich möglich schnell im Diabetes-Alltag einfinden.

„Für uns ist es wichtig, eine Botschaft hinauszutragen für alle NICHT-Betroffenen: Kinder mit Typ1 Diabetes können und dürfen all das tun, was gesunde Kinder auch tun dürfen – nur müssen einige Dinge vorher bedacht werden. Sie benötigen keine spezielle Diät. Die Kinder dürfen, sollen und können ALLES essen. Natürlich achten wir als Mütter auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung – das hat aber nichts mit dem Diabetes zu tun.“

Typ1 Diabetes ist nicht heilbar! Die Ursache für Typ1 Diabetes ist nicht gefunden. Es gibt Theorien aber noch keine Beweise.

Symptome erkennen und schnell handeln:

  • extremer Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • einnässen nachts (obwohl das Kind schon lange trocken ist)
  • Gewichtsverlust
  • müde / kraftlos
  • Atem riecht nach Aceton (faule Äpfel/Nagellackentferner)

Trinkt Ihr Kind auffällig viel? Muss es ständig zur Toilette? Das sind die häufigsten ersten Anzeichen für einen Typ1 Diabetes. Man hat das Gefühl, das Kind „gedeiht“ nicht richtig, verliert sogar an Gewicht – wirkt dünn und verändert. Ein Besuch beim Kinderarzt und ein kleiner Teststreifen in der Urinprobe gibt Sicherheit.

Was muss ich tun, wenn ein Typ1 Diabetes-krankes Kind unterzuckert?

Wenn das Kind ansprechbar ist und noch gut reagiert, geben Sie ihm Traubenzucker in die Backentasche oder Saft (wenn das Kind noch trinken kann).

Wenn das Kind NICHT mehr ansprechbar ist – KEINEN TRAUBENZUCKER oder SAFT mehr geben, das Kind könnte sonst ersticken (Notfallspritze einsetzen – falls vorhanden!). Bitte rufen Sie SOFORT

112 und einen NOTARZT

an. Verlangen Sie bitte ausdrücklich einen Notarzt!

Mehr Informationen über das Leben mit Diabetes Typ1 und den Umgang mit betroffenen Kindern finden Sie hier:

https://www.facebook.com/kindermittyp1blog

http://kindermittyp1diabetes.wordpress.com

http://kinder-mit-typ1-diabetes.de

Gastautorin Heike Steck

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr geehrte Frau Heike Steck,
    leider stimmt dies mit Typ-1 und Typ-2 nur bedingt. Denn extremer Durst, häufiges Wasserlassen, einnässen nachts (obwohl das Kind schon lange trocken ist), Gewichtsverlust
    müde / kraftlos und Atem riecht nach Aceton hat leider nur bedingt etwas mit Diabetes zu tun. Die Ursache ist eine ganz andere, die aber von den Ärzten verschwiegen wird.
    Ich war (bin) Diabetiker Typ-2 und habe Werte zwischen 16 und 32 mmol/l und spritze mich seit 2 Jahren nicht mehr und bin völlig gesund geworden.
    Ich würde einmal einen Diabetiker Typ-1 kennen lernen, ich bin überzeugt, wenn dieser die Wahrheit wüsste, brachte auch diese Person nie mehr spritzen. Welches Leid könnte dann dieser Person erspart bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Schmidt

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