Erdbebenschwarm am Bardabunga – Alarmstufe Rot wurde vor einigen Stunden ausgerufen

ErdbebenMehrere Erdbeben ereigneten sich seit dem 21. August am isländischen Vulkan Bardabunga, lt. der isländischen ruv (Icelandic National Broadcasting Service). Eines erreichte mittlerweile die Stärke 5,3. Die seismischen Aktivitäten dauern weiter an. In den zurückliegenden 48 Stunden wurden über 2000 sogenannter Schwarmbeben registriert. Allein in der letzten Stunde wurden 80 Beben verzeichnet.

Die Warnstufe Rot wurde vor wenigen Stunden ausgerufen

Die weiter zunehmende Erdbebenaktivität deutet auf stärkere Magmabewegungen unter dem Gebiet hin und ist ein Zeichen für wachsenden Druck. Deshalb ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, wann sich das Magma seinen Weg nach oben sucht. Die Erdbebenstärke von 5 gilt hier als kritischer Wert.

Mittlerweile wurde Warnstufe Rot ausgegeben. Das bedeutet, es gilt ein Flugverbot für Bardarbunga und Umgebung! Laut unterschiedlichen Quellen wurden 70 bis 300 Touristen aus dem beliebten Wandergebiet evakuiert. Es wird befürchtet, dass der Vulkan ausbricht – was unter anderem zu einer gewaltigen Schneeschmelze mit anschließenden Überschwemmungen führen könnte.

Der Flugverkehr in Europa könnte betroffen sein

Experten des meteorologischen Wetterdienstes Islands warnen ebenfalls davor, dass bei einem Ausbruch Asche in die Atmosphäre geschleudert würde, die den europäischen Flugverkehr enorm behindern könnte. Das erinnert an den Ausbruch des isländischen Eyjafjalla, der vor 4 Jahren den Flugverkehr in Europa lahm legte (über 100 000 Flüge sollen betroffen gewesen sein).

Live Cam

Über eine Live Cam können die Aktivitäten am Vulkan beobachtet werden.

Und hier ist ein Video von youtube.

Island und seine 31 aktiven Vulkane

Als aktive Vulkane gelten alle Vulkane, die in den letzten 10 000 Jahren aktiv waren. Island besitzt demnach 31 aktive Vulkane und erlebt durchschnittlich alle 5 Jahre einen Ausbruch.

Woran aber liegt es, dass gerade Island so einen aktiven Vulkanismus hat? Island liegt geologisch auf dem sogenannten mittelatlantischen Rücken, wo die nordamerikanische und die eurasische tektonische Platte aneinander stoßen. Die Grenze der beiden Platten läuft quer über die ganze Insel. Die beiden Platten entfernen sich jedes Jahr ca. 2 cm voneinander, durch ständigen Nachschub an geschmolzenem Gestein bricht die Insel nicht auseinander, im Gegenteil – sie gewinnt jedes Jahr „Land“ hinzu.

Netzfrau Ingrid Mengeringhaus

Quelle: http://icelandreview.com/de/news/2014/08/21/beben-der-staerke-4-im-bardarbunga

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Der Flugverkehr ist nur dann betroffen, wenn eine Regierung in Russland in den Wald stürzt und die Verantwortlichen nicht zur trauerfeier kommen wollen.

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