TOPP Mexiko – Sieg für Maya-Bauern und Imker über Monsanto – Victory for Mayan Farmers and Beekeepers over biotech giant Monsanto

Netzfrauen MexikoEine kleine Gruppe von Imkern hat auf der Yucatan-Halbinsel in Mexiko einen Sieg gegen den Biotech-Riesen Monsanto errungen.

Die vorgelegten Beweise überzeugten den  Richter davon, dass der Anbau von transgenen Sojapflanzen eine Bedrohung für die Honigproduktion auf Yucatan darstelle. Monsanto hatte die Lizenz zum Anbau der transgenen Sojapflanzen  vor zwei Jahren erhalten.Die Genehmigung galt für 250 000 Hektar in sieben Bundesstaaten Mexikos. Nun wurde diese Genehmigung wieder zurückgezogen.

Gericht verbietet Gensoja-Anbau durch Monsanto-Konzern

Das hat ein Gericht es richtig erkannt und daher mit der Begründung entschieden, die Pflanzen gefährdeten die Honigproduktion. Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik, dass ist der Grundsatz der Koexistenz und hier ist nur eine Landwirtschaft ohne Gentechnik möglich.

Für den Entzug der Genehmigung wurde der Richter über die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefahren, die die Roundup Ready Soja für die Honigproduktion auf der Yucatan Halbinsel, die Campeche, Quintana Roo und Yucatán Staaten mit sich bringt, überzeugend aufgeklärt.

Mexiko ist der weltweit sechstgrößte Hersteller und drittgrößte Exporteur von Honig. Über 25 000 Familien auf der Halbinsel Yucatán sind von der Honigproduktion abhängig. Die tropische Region produziert etwa 40% des Honigs in Mexiko, von dem fast alles in die EU exportiert wird. So muss Honig mit mehr als 0,9% GMO mit dem Zusatz „enthält Zutaten aus GMO“  gekennzeichnet werden und kann dann nicht als Bio-Produkt vermarktet werden. Einige Länder, darunter auch Deutschland, lehnen Honig ab, der GM-Pollen enthält. 

Bereits im Oktober berichteten wir darüber, dass ein mexikanisches Gericht die Aussaat von transgenem Mais untersagte. Der Vorsitzende Richter Jaime Eduardo Verdugo J. entschied gegen die großen Konzerne und begründete sein Urteil mit:“einer unmittelbaren Gefahr für die Umwelt”. Von dem Urteil waren Konzerne wie Monsanto, Bayer Crop Science und Pioneer betroffen, denen mit dem Urteil die Aussaat von gentechnisch verändertem Mais verboten wurde.  Siehe: Mexiko verbietet Monsanto, Bayer Crop Science und Pioneer Aussaat von transgenem Mais!

Mit dieser Maßnahme möchte das Gericht das auch in Mexiko zunehmende Bienensterben stoppen. Aber nicht nur dass, bereits im März 2014 entschied ein Bezirksrichter zu Gunsten der Maya-Bauern.

Gegen das Recht des Maya-Volkes auf freie, vorherige und informierte Konsultation wurde verstoßen

Nach zwei Jahren Prozessdauer war das 2. Distriktgericht zu dem Schluss gekommen, dass bei der Genehmigung durch Landwirtschaftsministerium und Umweltministerium das Recht auf Konsultation gemäß Abkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nicht beachtet worden sei, das auch von Mexikos Verfassung garantiert wird. Auch habe das Umweltministerium Monsanto die Genehmigung unter Missachtung anderslautender Empfehlungen der Behörde für Naturschutzgebiete (CONANP), dem Nationalinstitut für Biodiversität (CONABIO) und Nationalem Umweltinstitut (INE) erteilt.

„Die Regierung Sekretariat SAGARPA (Landwirtschaftsministerium) und SEMARNAT (Umweltministerium) müssen gewährleisten, dass im Staat von Campeche kein gentechnisch veränderter Soja angebaut wird.     7. März 2014“.

Diese beiden Urteile gelten als Präzedenzfälle, die den Landwirten helfen sollen, auch lokal rechtliche Schritte gegen die Einführung von GV-Soja und Mais vornehmen zu lassen, auch wenn die Regierung anders entscheiden sollte.

Aber es ist ein harter Kampf, David gegen Goliath. Die indigenen Gemeinden sind gezwungen, gegen ihre eigene Regierung und multinationalen Konzerne wie Monsanto, die eine Multimillionen-Dollar-Rechtsabteilung haben, zu kämpfen, nur um ihre verfassungsmäßigen Rechte zu behalten und ihre traditionellen Wege der Landwirtschaft und ihr Leben zu schützen.

Leider kann Monsanto gegen diese Urteile sich an ein höheres Gericht wenden. Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen, NAFTA,  das besonders von den kleinen mexikanischen Landwirten kritisiert wird, ist ebenso kein Vorteil für die Imker auf Yucatan. In diesem Kampf David gegen Goliath geht es um so viel mehr als nur um den Honig und die Bienenrettung. Siehe auch Freihandelsabkommen TTIP: NAFTA, CAFTA…und deren Folgen

Auch gegen die erteilte Genehmigung von Genmais läuft derzeit ein Gerichtserfahren.

¡Buena suerte México

Victory for Mayan Farmers and Beekeepers over biotech giant Monsanto

A small group of beekeepers in the Yucatan Peninsula has inflicted a blow on biotech giant Monsanto, which has halted the company’s ambitions to plant thousands of hectares of soybeans genetically modified to resist the company’s pesticide Roundup.

A district judge in the state of Yucatán last month overturned a permit issued to Monsanto by Mexico’s agriculture ministry, Sagarpa, and environmental protection agency, Semarnat, in June 2012 that allowed commercial planting of Roundup-ready soybeans. Read more 

Netzfrau Doro Schreier

Monsanto wird aufgefordert, an eine Kleinstadt 93 Mio. $ für die Vergiftung der Einwohner zu zahlen – MonsantoOrdered to Pay 93 Million $ to Small Town for Poisoning Citizens

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo zusammen

    Ich hoffe die Mexikaner machen Monsanto so zur Schnecke das Sie alle Fabriken abreissen müssen. Das geschiet Monsanto ganz Recht. Ich kann nur sagen Demonstriert weiter gegen Monsant, Bayer, Syngenta, Du Pont, Pioneer, DeKalb, Seminis. Ich kann nur sagen mit Gebrüll auf Monsanto!!!!!!

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