„Group of Thirty“ – Mario Draghis verschwiegene Freunde

Mario_Draghi_HA_Bi_1271532cDie Konzerne und Banken freuen sich, denn die können jeden Tag Schulden für 0% aufnehmen.

Waren Sie schon zur Bank und haben gefragt, ob man Ihnen dieses auch bewilligt? Der Banker wird Sie auslachen und antworten, dass Sie gefälligst für sein Gehalt zu sorgen haben. So einfach ist das.

Und haben Sie all die Jahre gespart, weil Sie dachten, Ihre Rente wird im Alter nicht reichen? Nun ja, das Sparguthaben dümpelt vor sich hin, Zinsen gibt es keine und wenn man noch die Inflationsrate mit einbezieht, machen Sie rechnerisch ein Minus.

Sieht man nicht, keine Angst. Ihr Geld ist nur eben nicht mehr soviel wert. Gehen Sie einkaufen, was haben Sie im Vergleich zu vor z. B. 5 Jahren im Korb? Die Hälfte? Ah, der Fernseher ist billiger geworden, ja das stimmt. Aber ehrlich, wie oft kaufen Sie sich einen neuen Fernseher? Oder anders gefragt: Wie schnell ist dieser wieder defekt?

Merken Sie was?

Irgendwas stimmt nicht an dem ganzen System. Genau, die Armen bleiben arm und die Reichen werden immer reicher. Schauen Sie sich um. Wer kauft die Häuser, wenn diese dann in die Zwangsversteigerungen kommen? Genau, entweder Banken, Immobiliengesellschaften oder eben Leute mit dem Geld, das Sie nicht mehr haben. Miete ist ein lukratives Geschäft, denn es steigt stetig. Klar doch, mehr Mieter und weniger Wohnungen gleich mehr Profit. Gerade in den Städten macht sich das bemerkbar. Nun sollen Sozialwohnungen gebaut werden, da gibt es sicherlich eine satte Förderung und wer bekommt die? Genau! Die, die schon reichlich haben.

„Beginnt jetzt auch EZB-Chef Mario Draghi damit, Geld aus dem Hubschrauber abzuwerfen?“

Die Notenbank hat ihre Leitzinsen in einem überraschenden Schritt auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Und wie jedes Jahr werden erst ihre Wachstumsprognosen für den Euro-Raum nach oben gelobt und dann stimmt es doch nicht, was wir ja schon wussten, und es geht wieder nach unten. So war es auch gestern wieder, als Mario Draghi erklärte, warum die Zinsen weiter nach unten gesenkt wurden.

Für dieses und das kommende Jahr korrigierte die EZB nach unten, wie Draghi mitteilte. 2014 rechnet die Zentralbank demnach nur noch mit einem Plus von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Bislang war sie von einem Wachstum von 1,0 Prozent ausgegangen. Auch für 2015 senkte sie ihre Prognose, die bislang bei einem Plus von 1,7 Prozent lag.

Wir wollen uns nicht mit den Zahlen beschäftigen und auch nicht damit, was es für uns bedeutet, denn in diesen Genuss werden wir alle nicht kommen. Wir dürfen alle weiterhin hohe Zinsen beim Dispo bezahlen und die, die Geld auf dem Sparkonto angesammelt haben, bekommen nichts dafür.

Ein Ökonom soll sogar gesagt haben: „Beginnt jetzt auch EZB-Chef Mario Draghi damit, Geld aus dem Hubschrauber abzuwerfen?“ Nun ja, so kann man es auch nennen, die Gelddruckmaschinerie läuft auf hohen Touren. Doch wer ist dieser Draghi?

Berufliche Laufbahn von Mario Draghi

1975-1981
Professor für Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Trient, Padua und Venedig
1981-1991
Professor für Wirtschaftswissenschaften und Währungspolitik an der Universität Florenz
1984-1990
Exekutivdirektor der Weltbank
1991-2001
Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums
2002-2005
Vice Chairman und Managing Director bei Goldman Sachs International
2006-Oktober 2011
Präsident der Banca d’Italia
2006-Oktober 2011
Vorsitzender des Rates für Finanzstabilität (vormals Forum für Finanzstabilität)
Seit 2006
Mitglied des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich
Mitglied der G 7
Mitglied der G 20
Seit November 2011
Präsident der Europäischen Zentralbank
Seit November 2011
Vorsitzender des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken
Seit Juni 2013
Vorsitzender der Gruppe der Zentralbankpräsidenten und Leiter der Bankenaufsichtsinstanzen (GHOS) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich

Mario Draghi ist ein italienischer Bankmanager und Wirtschaftswissenschaftler. Er war von 2006 bis 2011 Präsident der Italienischen Nationalbank und ist seit dem 1. November 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank.

draghi

Vielleicht ist Ihnen auch die „Group of Thirty“, Mario Draghis verschwiegene Freunde, unbekannt.

1978 wurde die G30 von Geoffrey Bell, einem US-amerikanischen Banker und Ökonomen, auf Initiative der Rockefeller-Stiftung gegründet. Bell gilt als äußerst wichtiger und mächtiger Berater von Privat- und Zentralbanken. Der erste Vorsitzende war Johan Witteveen, der ehemalige Präsident des Internationalen Währungsfonds. Derzeit umfasst die Gruppe nach Angaben auf ihrer Website 32 aktive Mitglieder, die sich lesen wie das Who-is-Who des Bankensektors: Neben Draghi sind auch der Chef der Bank of England und viele andere dort vertreten.

Die EU ermittelte übrigens Mitte 2012 gegen den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi nach einer Beschwerde wegen dessen Mitgliedschaft in der Organisation «Group of Thirty» (G30).

Die Anti-Lobby-Gruppe «Corporate Europe Observatory» hatte beim Ombudsmann Beschwerde gegen Draghis Mitgliedschaft eingelegt. Die Befürchtung bestand, dass Draghi als Mitglied der Group of 30 seine Ansichten mit großen Investmentbanken abstimmt.

Nunja, das Ergebnis: Draghi ist immer noch Präsident der Europäischen Zentralbank.

Schauen Sie sich diese „Freunde“ einmal näher an. Fällt Ihnen etwas auf? Genau, sie stehen in Verbindung mit Goldman Sachs.

  • E. Gerald Corrigan, Managing Director Goldman Sachs
  • Guillermo de la Dehesa Romero, Vizepräsident Banco Santander Central Hispano, war in leitender Stellung in der spanischen Regierung tätig, internationaler Berater von Goldman Sachs
  • Mario Draghi, Präsident Europäische Zentralbank (EZB), ehemaliger Vice-Chairman und Managing Director Goldman Sachs
  • William C. Dudley, Präsident Federal Reserve Bank of New York, ehemaliger Partner und Managing Director Goldman Sachs
  • Timothy Geithner war sogar  US-Finanzminister
  • Kenneth Rogoff, Professor für Public Policy and Econonmics Harvard, ehemaliger Chefökonom Internationaler Währungsfonds (IWF)

EZB – G30 – die (Un-)Abhängigkeit des Mario Draghi – Goldman Sachs – eine Bank lenkt die Welt

Interessenkonflikt

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied von Goldman Sachs, Rajat Gupta, wurde in den USA zu einer Strafe von 13,9 Millionen Dollar verurteilt. Er hatte Insider-Informationen an seinen Freund, den Investment-Manager Rajaratnam weitergegeben. Dieser war bereits 2011 zu elf Jahren Gefängnis und hohen Geldstrafen verurteilt worden. Gupta wurde darüber hinaus die Ausübung einer Führungsposition in einem öffentlichen Unternehmen und die Zusammenarbeit mit Investmentbankern verboten. Siehe: Ex-Goldman Sachs-Vorstand Gupta geht für 2 Jahre ins Gefängnis – $13.900.000 Geldstrafe

Statt Unternehmen mit Krediten zu versorgen, spekulieren viele Geldinstitute lieber auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten. Gehen diese Geschäfte schief, muss allzu oft der Steuerzahler die Rechnung begleichen. Goldman Sachs spekuliert, um Gewinne zu tätigen, doch auch hier passieren Fehler. Siehe: Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt, macht Fehler und verzockt eine Milliarde im Zockerparadies

Goldman Sachs, der Finanzsupermarkt

Willkommen bei Goldman Sachs, dem Finanzsupermarkt. Besuchen Sie alle Abteilungen; Sie finden hier alles, was Sie suchen, für alle und überall! Und halten Sie Ihr Portemonnaie bereit, denn Sie werden natürlich zur Kasse gebeten! INTERAKTIVE TOUR hier

Angesichts wachsender Deflationsrisiken hält die EZB auch die Tür für massive Wertpapierankäufe weiter offen. Sollte eine zu lange Phase niedriger Inflation drohen, sei der EZB-Rat zu weiteren unkonventionellen Maßnahmen entschlossen, sagte Notenbankchef Mario Draghi am Donnerstag Nachmittag vor der Presse in Frankfurt. Ein solches unkonventionelles Vorgehen dient als letztes Mittel, um eine Deflation zu verhindern. Wir werden die Finanzlage im Europäischen Raum, nein, im globalen Raum weiter beobachten. In Frankreich soll sogar die Mona Lisa unter den Hammer, um die Staatsschulden zu senken.

Konflikt des 21. Jahrhunderts: Krieg der Reichen gegen die Armen

Was sagte Mario Draghi gestern? Genau das, was er bereits nach der Sitzung des EZB-Rates am 03.04.2014 in Frankfurt sagte:

„Der EZB-Rat ist sich einig, dass die EZB gegebenenfalls auch weitere unkonventionelle Maßnahmen im Rahmen ihres Mandats einsetzen wird, um die Risiken einer zu langen Periode niedriger Inflationsraten in den Griff zu bekommen.“

Netzfrau Doro Schreier

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ja, ja Draghi, übersetzt der Drache, heuerte ja bei den Goldmännern an, nachdem er in den 90er italienische Unternehmen vielfach unter Wert an an internationale Investoren „verscherbelte“. Auch Draghis Sohn Giacomo ist bei Morgan Stanley als Zinshändler tätig – ein klarer Interessenkonflikt des Notenbankers, der dadurch noch an Brisanz gewinnt, dass Morgan Stanley seit Draghi EBZ-Ratsmitglied und Präsident wurde, erstaunlich zuverlässige Vorhersagen über die Zinspolitik der EBZ macht und dabei Milliarden mit Euroderviaten verdient hat. Ja, auch nach seiner Ernennung zum Euronotenbankchef bleibt dieser Herr Mitglied etlicher internationaler Interessenvereinigungen wie z.B. der Group of Thirty. Einfach nur fatal.

  2. „Super-Mario“ hat vielleicht zuviel Champus an seinem Geburtstag getrunken und dann,
    immer noch berauscht, mal eben eben die Zinsen gesenkt …
    Geburtstagsgeschenk mal in die andere Richtung ….

    Das kann doch nicht immer so weitergehen … ?
    Wann wird es zur „Mistgabel-Revolution“ kommen …?

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