Die Tricks der Pharma-Industrie – Alte Arznei für den vierzigfachen Preis!

TaRückruf Antibabypille von Bayer wegen Allergiegefahr!

Ein bewährtes Krebsmedikament wird unter neuem Namen als Mittel gegen Multiple Sklerose wieder auf den Markt gebracht – für den vierzigfachen Preis!

Wie hier zu Lasten aller Patienten getrickst wird, möchten wir in diesem Beitrag aufzeigen.

Wann können Vitamine gefährlich werden …

Die folgende, nicht vollständige Übersicht zeigt, was Wissenschaftler über mögliche Risiken von Vitaminpräparaten und Mineralstoffen bisher herausgefunden haben.

  • Zu viel Eisen, Magnesium, Multivitamintabletten: Ältere Frauen sterben früher, wenn sie regelmäßig zusätzliches Eisen, Magnesium und Multivitamintabletten zu sich nehmen. Das zeigte eine Langzeitstudie mit Zehntausenden Frauen, die 55 Jahre oder älter waren.
     
  • Zu viel Vitamin A: Auf Dauer kann zu viel Vitamin A kann Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen hervorrufen.
     
  • Zu viel Betacarotin (Provitamin A): Wer als Raucher regelmäßig zu viel Beta-Carotin zu sich nimmt, hat ein um 18 Prozent gestiegenes Lungenkrebsrisiko (ATBC-Studie in Finnland). Eine US-Studie über den Zusammenhang von Betacarotin und Lungenkrebs (CARET-Studie) musste vorzeitig beendet werden, weil die Testpersonen deutlich häufiger an Krebs erkrankten.
     
  • Zu viel Vitamin D in Verbindung mit Kalzium: Ältere Frauen, die zusätzlich hohe Dosen an Vitamin D in Verbindung mit Kalzium konsumieren, haben ein erhöhtes Risiko, Nierensteine zu bilden. Eine weitere Studie mit Frauen im Alter von über 70 Jahren zeigte, dass hohe Dosen mit Vitamin D wesentlich häufiger zu Knochenbrüchen führen als bei den Testpersonen, die Placebos erhielten.
     
  • Zu viel Vitamin E: Männer haben ein um 17 Prozent erhöhtes Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, wenn sie regelmäßig zu viel Vitamin E zu sich nehmen.
     
  • Zu viel Folsäure: Das Bundesforschungsinstitut für Ernährung warnt davor, dass viele handelsübliche Multivitaminsäfte mehr Folsäure enthalten, als auf der Verpackung angegeben ist. Zwar ist Folsäure ein wichtiges Vitamin, das zum Beispiel in Spinat oder Salat enthalten ist. Doch zu viel Folsäure verschleiert ein mögliches Defizit an Vitamin B-12. Zu wenig Vitamin B-12 kann Nervenschäden verursachen. Außerdem steht zu viel Folsäure im Verdacht, Krebs zu fördern.

Zur Vorbeugung gegen eine Erkältung empfehlen immer noch einige Apotheker teure Vitaminpräparate. Wer gesund ist und sich normal ernährt, benötigt keine Nahrungsergänzungsmittel in Pillenform, also auch keine Vitaminpräparate. Quelle

Wie kommt der Abgabepreis für verschreibungspflichtige Arzneimittel zustande?

Die Pharmaindustrie erwirtschaftet die höchsten Renditen aller Branchen, sie beherrscht die medizinische Forschung, verkauft teure Medikamente, über deren Unwirksamkeit und Gefahren sie längst Bescheid weiß. Immer wieder werden negative Studienergebnisse über produzierte Medikamente verheimlicht.

Im Jahr 2014 dürften im weltweiten Pharmamarkt etwa 1,1 Bio. US-$ (748 Mrd. €) umgesetzt werden, so das IMS Institute for Health Informatics. Die USA zeichnen dabei für mehr als ein Drittel des gesamten Marktvolumens verantwortlich, gefolgt von der EU und Japan. [Siehe: „Die Top 10 der Pharmakonzerne:Die Gesundheit (Krankheit) des Menschen ist ein einträgliches Geschäft“]

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Das Pharmaunternehmen kann seinen Verkaufspreis für Arzneimittel zunächst frei bestimmen. Apotheken und der Großhandel erheben auf ihre Einkaufspreise Zuschläge. Der Staat schreibt nur die Höhe der Zuschläge vor, mit denen die Leistungen des pharmazeutischen Großhandels und der Apotheken vergütet werden. Die Zuschläge werden auf den Abgabepreis des Herstellers erhoben. Für ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel gilt immer der gleiche Zuschlag, egal in welcher Apotheke das Arzneimittel verkauft wird. Der Zuschlag, den die Apotheken erheben dürfen, beträgt drei Prozent des Einkaufspreises. Hinzu kommt ein Fixbetrag von 8,35 Euro je Packung zuzüglich 16 Cent zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes. Der Großhandel erhält seit dem 01. Januar 2012 einen prozentualen Aufschlag von 3,15 Prozent je Packung, höchstens jedoch 37,80 Euro zuzüglich eines Festzuschlages je Packung von 70 Cent, um die Beschaffung, Bevorratung und Verteilung von Arzneimitteln von den Herstellern an die Apotheken zu vergüten. Deshalb hat ein bestimmtes rezeptpflichtiges Arzneimittel in jeder Apotheke den gleichen Preis, egal ob in der Stadt, auf dem Land oder auf der Insel.
Quelle

Anti-Babypille Yasmin: Anstatt Entschädigung von Bayer Anklägerin soll ca. 100 000 Euro Prozessentschädigung an Bayer zahlen

Iyasmin01hr Fall erschütterte nicht nur die Schweiz: die 22jährige Céline Pfleger ist seit einer Lungenembolie vor fünf Jahren schwerstbehindert. Sie hatte erst seit wenigen Wochen die Anti-Baby-Pille Yasmin von Bayer eingenommen. Jetzt hat das Bezirksgericht Zürich die Klage von Céline gegen den Hersteller Bayer abgewiesen. Die mittellose Familie von Céline muss dem Pharmakonzern 120 000 Franken Prozessentschädigung zahlen.

Der Pharmariese Bayer musste Anfang 2013 in den USA bisher eine Milliarde Dollar für Entschädigungen zahlen – Tausende Frauen hatten wegen des erhöhten Thromboserisikos geklagt. [Siehe „Anti-Babypille – Anstatt Entschädigung von Bayer Anklägerin soll ca. 100.000 Euro Prozessentschädigung an Bayer zahlen“]

Wie man mit alten Medikamenten noch mal ganz neu Geld verdienen kann

Weil der französische Pharmakonzern Sanofi (#6 der TOP 10 – Umsatz: 32,95 Mrd. €) sein einstiges Leukämiemittel Lemtrada jetzt für Multiple-Sklerose-Patienten vermarktet, kostet der Wirkstoff das 40-fache. Bereits Anfang November 2013 hatte die FDA Sicherheitsbedenken angemeldet und vor möglicherweise tödlichen Risiken des Mittels gewarnt, das auch unter dem Namen Alemtuzumab bekannt ist.

Sanofis US-Tochter Genzyme habe nicht zeigen können, dass der Nutzen des Mittels die ernstzunehmenden Risiken überwiege, erklärte die FDA im Dezember 2013. Vor einer Zulassung seien weitere Untersuchungen nötig.

Die FDA hat Sanofis ergänzenden Antrag angenommen, teilte das Unternehmen im Mai 2014 mit. Ein 6-Monats-Berichtszeitraum wurde gestartet, eine endgültige Entscheidung ist im vierten Quartal dieses Jahres zu erwarten. Sollte das Medikament zugelassen werden, dürfte wieder mit einem enormen Umsatz gerechnet werden. Quelle 

Die Tricks der Pharma-Industrie

Auch hier die Antibabypille von Bayer: Es war, als würde ein Auto auf der Brust stehen. Dann kam es zum akuten Herz-Kreislauf-Stillstand, Atemstillstand“, erzählt Felicitas Rohrer. Die 25jährige, sportliche Frau war klinisch tot. Erst in einer Notoperation konnten die Ärzte sie am offenen Herzen reanimieren. Beide Lungen waren durch Embolien verstopft.

Frau Rohrer kann ihren Beruf als Tierärztin nicht mehr ausüben und hat nun den Hersteller der Antibabypille verklagt, die sie eingenommen hatte: Yasminelle enthält das Hormon Drospirenon, das laut Bayer AG auch Haut und Figur verschönert. Dass allerdings das Risiko, durch die „sanfte“ Pille eine Thrombose zu erleiden, mehr als doppelt so hoch ist wie bei den anderen Pillen, verschweigt der Hersteller. In Österreich sind 38 ähnliche Fälle offiziell bei der AGES gemeldet. In den USA haben bereits 11 000 Frauen Entschädigungzahlungen von rund einer Milliarde erstritten. Doch Yaz, Yasminelle und Yasmine werden weiter vertrieben.

Auch Xarelto, ein modernes Mittel zur Blutverdünnung, das zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen massiv beworben wird, ist in die Kritik geraten. Es führt gelegentlich zu schweren Blutungen, die kaum beherrschbar sind. „Das Problem dieser Blutungen ist, dass es kein Gegenmittel gibt“, sagt Professor Hans Gombotz, Intensivmediziner am Linzer AKH, „Warum die zugelassen werden, ohne dass es ein entsprechendes Gegenmittel gibt, kann ich auch nicht sagen. Wir wissen nur, dass wir dadurch zum Teil enorme Probleme bekommen“. Bei der Staatlichen Überwachungsbehörde AGES sind bereits 274 Meldungen schwerer Nebenwirkungen und 16 Todesfälle im Zusammenhang mit Xarelto dokumentiert.

Kurt Langbein ist Mitautor des Bestsellers „Bittere Pillen“. Erstmals erschien das Buch vor genau 30 Jahren und hat inzwischen eine Auflage von 2,7 Millionen erreicht. Langbein, der vor Kurzem mit dem renommierten Axel-Corti-Preis ausgezeichnet wurde, begibt sich auf einen aktuellen Streifzug durch die Tricks und Täuschungen der Arzneimittelhersteller mit konkreten Beispielen, Betroffenen und den Verantwortlichen.

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Gekaufte Leitlinien – Kritische Mediziner zeigen auf: Bei den Expertengremien, welche die Behandlungsleitlinien erstellen, gibt es Dutzende Interessenskonflikte – Die Autoren stehen auf der Payroll der Industrie. Insider enthüllen, wie die Industrie mit Ghostwritern die angeblichen Arbeiten der Professoren manipuliert. Ein Professor gesteht, dass die Konsensusberichte der Fachgesellschaft zu den Antidepressiva von Vertretern der Industrie redigiert wurden. Die Firmenmanager jedoch zeigen sich gegenüber den enthüllten Praktiken nur wenig auskunftsfreudig. Das kommt uns auch aus anderen Branchen bekannt vor.

Rückruf: Allergiegefahr bei Anti-Baby-Pille YAZ

Wie die Deutsche Internet Apotheke berichtet, hat die Jenapharm GmbH & Co. KG Apotheker dazu aufgefordert, einige Chargen des Empfängnisverhütungsmittels Yaz 0,02 mg/3 mg Filmtabletten zurückzuschicken. Die betroffenen Produkte seien auf Grund eines fehlerhaft deklarierten Hilfsstoffes nicht verkehrsfähig. Bei entsprechender Veranlagung der Anwenderinnen könnten allergische Reaktionen auftreten. Betroffen von dem Rückruf seien lediglich Packungen mit 1×28 oder 3×28 Filmtabletten aus den Chargen CH.-B.: WEK6R7 sowie WEK62J.

Das Freihandelsabkommen (TTIP) – eine Katastrophe auch für das Gesundheitswesen?

Im Sektor Pharma z. B. könnte er für deutsche Krankenversicherte eine drastische Erhöhung der Arzneimittelpreise bedeuten. Experten befürchten, dass die Pharmaindustrie Einfluss auf die Verhandlungen zum TTIP nimmt. Vor allem die Schiedsgerichtsverfahren, die es (Pharma-)Unternehmen möglich machen würden, Regierungen wie die Bundesrepublik Deutschland zu verklagen, sieht Jörg Schaaber von der BUKO Pharma-Kampagne kritisch. Firmen, denen durch die Nichterstattung von Medikamenten ohne Zusatznutzen Geschäfte entgehen, könnten Deutschland verklagen. [Siehe: „Das Freihandelsabkommen (TTIP) – eine Katastrophe auch für das Gesundheitswesen?“]

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker….

Netzfrau Doro Schreier

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen Bericht!
    Auch wir beschäftigen uns mit dem offenbar schon allgegenwärtigen Zwang, das Menschen zur Psychopharmakaeinnahme gezwungen werden – andernfalls sie ggf. Krankenstand oder Pension verlieren, mindestens aber als „querulatorisch“ eingestuft werden!
    http://mobbing-konkret.jimdo.com/psychopharmaka-zwang/
    Gerne nehmen wir Erfahrungsberichte und Rückmeldungen dazu entgegen!
    Mail: shg-mobbing-graz@gmx.at (diese werden NUR anonym veröffentlicht!)
    Beste Grüße Eva Pichler

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