Die Geschichte vom toten Pferd

PferdEine Weisheit der Dakota-Indianer lautet: „Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab”.

Hört sich doch so simpel an, oder? Aber statt vom toten Pferd abzusteigen erleben wir immer wieder Situationen, wo viele Methoden und Strategien – zum Teil bis zur Perfektion – entwickelt wurden, um dem Unausweichlichen doch ausweichen zu können. Alternativlos? Kommt Ihnen die eine oder andere der folgenden Strategien vielleicht bekannt vor?

  • Sie besorgen eine stärkere Peitsche
  • Sie wechseln die Reiter.
  • Sie sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten.“
  • Sie gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  • Sie besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  • Sie erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  • Sie bilden eine Task-Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
  • Sie schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
  • Sie stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
  • Sie ändern die Kriterien, die besagen, wann ein Pferd tot ist.
  • Sie kaufen Leute von außen ein, um das tote Pferd zu reiten.
  • Sie schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
  • Sie erklären: „Kein Pferd kann so tot sein als dass man es nicht noch schlagen könnte“.
  • Sie machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
  • Sie machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
  • Sie kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lasst.
  • Sie erklären, dass unser Pferd „besser, schneller und billiger“ tot ist.
  • Sie bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  • Sie überarbeiten die Leistungsbedingungen für tote Pferde.
  • Sie richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.

Soweit diese Informationen. In letzter Zeit haben sich einige Ergänzungen dazu ergeben:

  • Sie  besuchen teure Seminare, um mehr über die Lebensgewohnheiten toter Pferde zu lernen.
  • Sie beschäftigen externe Berater, die erklären, wir müssten Personal entlassen, um das tote Pferd preiswerter zum traben zu bringen.
  • Sie outsourcen das tote Pferd. Der Subunternehmer kann es wahrscheinlich besser reiten.
  • Sie privatisieren das tote Pferd, die gründen eine neue Firma und gehen mit dem toten Pferd an die Börse ….
  • Sie  leugnen, jemals ein totes Pferd besessen zu haben.

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5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Sg.Damen und Herren.
    Womit ich ihnen für die beiden Artikeln-
    Genauso war das-Die Geschichte vom toten Pferd-
    meine aufrichtige Bewunderung ausspreche.
    Das Problem des Menschentiers beginnt mit der
    Missachtung der ihm von der Natur mitgegebenen
    Gesetzmässigkeit.Auch die Akademisierung und
    damit verbundener Überheblichkeit in Lebensfragen
    hat dazu beigetragen.(Ich nenne das sich dumm
    lernen-systembedingt)Der logische Menschenverstand
    bleibt auf der Strecke.
    Mann kann also das Pferd nicht sterben lassen.
    Das wäre ja so,als müsste man sein Versagen zugeben.
    Das wird ein ver-gebildeter (Politiker-Lobbyist nie tun).
    Ich habe-so wie auch Wilhelm Reich für diese
    Krankheit des Menschentiers den Ausdruck „Emotionale
    Pest“ eingeführt.
    Ein Ausdruck dieser Pest ist auch das Fiat-Geldsystem,
    um damit die Menschen zu versklaven.
    Der Grad ist sehr schmal-oft kaum zu erkennen-vom
    nationalsozialistischen Adolf-Hitler System.(Mit
    Waffengewalt)-zum faschistoid liberalen System der
    Unterjochung ohne Waffengewalt,jedoch mit modernen
    Verschuldungssystemen der Europäischen Union.
    (Rettungsschirm).
    Staaten werden mit einer Einheitswährung in Abhängigkeit
    gebracht und versklavt.
    Das Spiel ist noch nicht vorbei.
    Es hat erst begonnen …….
    Gruss
    Ein Eu-Gegner
    Kohlmer Otto

  2. Respekt! Voll ins Schwarze getroffen! Ich sehe viele tote Pferde, die noch fleißig geritten werden!

  3. Vielen Dank für diesen inspirierenden Artikel. Erst dachte ich: was für ein Quatsch. Klar reite ich kein totes Pferd. So ein Unsinn. Und dann kam mir die tiefere Bedeutung des Sprichwortes näher. Und plötzlich bemerkte ich so einige „tote Pferde“ und hatte das dringenden Bedürfnis „umzusatteln“ auf ein bewegliches, energiegeladenes Pferd. :-)

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