Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi – Friedensnobelpreis für Kinderrechtsaktivisten

Netzfrauen Friedensnobelpreis

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die pakistanische Menschenrechtsaktivistin Malala Yousafzay und den indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt.

Malala war mit einem Blog für den britischen Rundfunk BBC zu Bekanntheit gelangt. Darin beschrieb sie ihr Leben unter den Taliban. Am 09. Oktober 2012 griffen Taliban ihren Schulbus an. Malala wurde von einer Kugel am Kopf getroffen. Sie überlebte und lebt nun in Großbritannien. Und sie engagiert sich weiter für die Bildung von Frauen und Kindern.

Im Juli 2013 hielt sie eine Rede vor den Vereinten Nationen. „Ich war nur ein Ziel für ihre Gewalt“, erklärte die Jugendliche. Es gebe noch viele andere Kinder, für die sie sich weiter einsetzen wolle.

Malala forderte im Juli vor der UN Bildung für alle. Das Attentat auf die pakistanische Schülerin erschütterte die Welt. Keine zehn Monate später zeigte sich das Mädchen genesen und voller Tatendrang bei den Vereinten Nationen. Ihre Mission: Schulbildung für alle. Das Video dazu finden Sie hier.

„Ich erhebe meine Stimme – nicht um zu schreien, sondern um für die zu sprechen, die keine Stimme haben.“
Malala

Kailash Satyarthi (geboren 11. Januar 1954) ist ein indischer  Kinderrechtsaktivist. Seit 1990 ist er in Indien gegen Kinderarbeit aktiv. Seine Organisation, Bachpan Bachao Andolan  hat mehr als 80 000 Kinder aus verschiedenen Formen der Leibeigenschaft befreit und in erfolgreiche Re-Integration, Rehabilitation und Bildung geholfen. 

Kailash Satyarthi hat Tausende von Leben gerettet und Tausenden von Kindern geholfen, aus der Sklaverei zu entkommen. Er führte Razzien in Fabriken und Gemeinden durch, in denen Kinder als Sklaven arbeiteten, dabei begab er sich immer wieder in Lebensgefahr.

„Die beste Investition ist die Investition in Bildung. Von ihr profitieren langfristig die einzelnen Bürger und auch das Wachstum eines Landes… Nur drei Tage unserer jährlichen Ausgaben für das Militär könnten das Problem des Analphabetismus bei Kindern lösen. Es würde genügen, um all unsere Kinder zu unterrichten.“ Zitat aus einem sehr interessanten Interview mit dem Menschenrechts-Aktivist Kailash Satyarthi, siehe: http://www.arte.tv/de/Interview-mit-Kailash-Satyarthi/6680252.html.

„Wenn immer es irgendwo eine Krise gibt, sind die Kinder immer am meisten betroffen“, stellt Kailash Satyarthi fest. „Niemand beschützt sie.“ 

© Netzfrau Doro Schreier

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich weiss nicht, beim Friedensnobelpreis bin ich mittlerweile mehr als skeptisch!
    Wenn man sich ansieht, welche Figuren diesen verliehen bekommen haben, hat man den Eindruck, hier geht’s immer genau um das Gegenteil.
    Bei einem Kinderrechtsaktivisten möchte ich lieber gar nicht weiterdenken.

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