Weibliche kurdische Milizen im Kampf gegen den IS

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Die Kurdische YPG Milizarmee in Syrien ist bekannt für ihren hohen Anteil an weiblichen Kämpfern. Etwa ein Drittel der Miliz sind Frauen, viele von ihnen noch Teenager. An der Front kämpfen sie Seite an Seite mit Männern und sind den gleichen Risiken und Gefahren ausgesetzt. Einige von diesen Frauen wurden an der Grenze zwischen Irak und Nordsyrien interviewt.

Der Fluss Tigris – Grenze zwischen Irak und Nordsyrien

Beide Seiten dieser Grenze werden von Kurden kontrolliert, die sich ihren eigenen Weg durch den brutalen Bürgerkrieg des Landes zwischen der Regierung und der Opposition gebahnt haben. Weiter im Süden haben die IS-Kämpfer die Grenze zwischen Syrien und dem Irak ausradiert und ihr Kalifat ausgerufen.

Der Krieg erschafft neue Grenzen in der Region. IS-Kämpfer haben ihr Gebiet erschaffen, ebenso die Kurden. Viele Kurden der Region wollen ihren eigenen unabhängigen Staat Kurdistan. Der brutale Bürgerkrieg bietet ihnen die Möglichkeit, mehr Kontrolle über ihre Regionen zu erlangen. Aber die Grenzen ihres langersehnten Staates überschneiden sich auch mit den Regionen, in denen der Islamische Staat sein Kalifat ausgerufen hat.

„Die IS haben keine Angst vor einer einzelnen Nation. Sie haben Angst vor Menschlichkeit. Sie sind wie eine Krankheit, wie Krebs, der überall Metastasen bildet.“
Zitat

Wie auch die IS-Anhänger sind die meisten Kurden sunnitische Muslime, hier jedoch enden die Gemeinsamkeiten bereits. Die Kurden bekämpfen den IS in dieser Region seit über 2 Jahren. Im Unterschied zu den Irakern waren sie recht erfolgreich in der Stärkung ihrer Gebiete ohne die Hilfe von US-Luftangriffen.

Nach Angaben einer Ansässigen der Gegend werden die Kurden im Kampf gegen den IS zum Großteil von den Bewohnern aus der Gegend unterstützt, hierunter auch von Arabern und Christen. Sie erwähnt jedoch auch, dass Unterstützung von außerhalb wünschenswert wäre, da der Islamische Staat und seine Miliz eine große Bedrohung für den Mittleren Osten und Syrien darstellen.

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In den verlassenen Dörfern, die sich nahe der Frontlinie befinden, ist das einzige Lebenszeichen ein Panzerrohr, das zwischen Lehmhäusern hervorragt. Ein Großteil der Zivilbevölkerung hat die Gegend verlassen, die Zurückgebliebenen sind hier, um zu kämpfen. Frühere Nachbarn sind nun Feinde – etwa die Hälfte der Zurückgebliebenen ist zum Islamischen Staat übergewandert.

Beide Seiten prallen in Jezaa aufeinander, da wo die Hügellandschaft des Nordens in die flache, staubige Wüste übergeht. Fast täglich kommt es hier zu Auseinandersetzungen zwischen IS-Kämpfern und der Syrischen „People’s Protection Units“, auch bekannt als „YPG“. Die YPG ist ein Sprössling der Kurdischen Arbeiter Partei (PKK). Die Türkisch-Kurdischen Guerillakämpfer sind von den USA und der EU als Terror-Gruppe eingestuft. Quelle

Weibliche kurdische Milizen

In einem Interview sagt eine YPG-Milizin, ihre Gegner, die sich sonst vor der Welt als harte Männer darstellten, würden vor Angst zittern, wenn sie Frauen mit Waffen erblicken. Für die IS-Kämpfer sei eine Frau mit einer Waffe in der Hand ein verstörender, ein beängstigender Anblick.

„Sie denken, wenn sie von der Hand eines Mannes getötet werden, kommen sie in den Himmel. Aber wenn sie von der Hand einer Frau getötet werden, kommen sie nicht dorthin.“
Zitat

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Die Frauen selbst sind überzeugt, dass sie mutiger im Kampf sind als Männer und hundertmal mehr wert als ein männlicher IS-Kämpfer. Sie haben vor nichts Angst, kämpfen bis zum Schluss und würden sich eher selbst in die Luft jagen, als von den IS in Gefangenschaft genommen zu werden.

Die letzteren Worte bleiben leider keine leeren Worthülsen, denn noch in der gleichen Woche sprengte sich eine junge kurdische Kämpferin in einem Selbstmord-Attentat gegen den Islamischen Staat in Kobane in die Luft. Die zweifache Mutter, in sozialen Netzwerken als Arin Mirkan bekannt, hat sich neben einer IS-Stellung in die Luft gesprengt. Berichten zufolge wurden dabei Dutzende von IS–Kämpfern getötet. Sie wird von der YPG zur Heldin des Widerstandes in Kobane ernannt, der Stadt an der Syrisch-Türkischen Grenze, wo der Kampf weiterhin unerbitterlich tobt.

„Wir kämpfen nicht nur für unsere Nation, wir kämpfen für unsere Gesellschaft. Wir wollen für uns die Menschlichkeit, die Zivilisation und die Kultur dieser Region retten.“
Zitat

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Religion ist Gift für den Fortschritt und die Zivilisation. Der IS ist nur das derzeit drastischste Beispiel dafür.

    Religion verlangt von den Menschen nichts geringeres als das sie sich willenlos den „unfehlbaren“ Gesetzen ihres „Herren“ (Gott) unterwerfen, somit steht die Religion immer in Feindschaft zur Freiheit. Welche Auswirkungen das hat da muss man nur mal in die Geschichtsbücher schauen (Inquisition, 30 Jähriger Krieg usw) oder eben was jetzt derzeit in den islamischen Ländern so teils abgeht.

    „Wenn Gott existiert, ist der Mensch ein Sklave; der Mensch kann und soll aber frei sein: folglich existiert Gott nicht.“ „Wenn Gott wirklich existierte, müsste man ihn beseitigen.“ (zitat: Michael Bakunin).

    Also, keine Toleranz gegenüber Salatfisten und so weiter, Religion muss man nicht tolerieren denn Toleranz gegenüber Religioten führt nur zum Sieg der Intolleranten Religionen über die Freiheit. Und mal ehrlich, Religionen wie Christentum oder Islam, welche die „Ungläubigen“ mit Teufel und ewiger Folter im Fegefeuer bedrohen denen bringe ich keine Toleranz entgegen da diese Religionen mich ebenfalls nicht tolerieren. Also, macht Schluss mit diesem ewigen Gerede von Toleranz gegenüber „anderen“ Religionen, kämpft lieber radikal für den Fortschritt.

  2. Ich bewundere alle – Männer und Frauen – die sich gegen die IS stellen und wünsche ihnen den Erfolg gegen die Skrupellosigkeit der IS (auch wenn die IS sich nicht im Gegensatz zum Koran bewegt – aber sehr wohl im Gegensatz zu meinen Lebenseinstellungen) und vor allem wünsche ich ALLEN Kurden viel Erfolg in der Begründung eines eigenen Staates – das ist schon lange (viel zu lange) überfällig
    Reinhold Köbrunner

  3. Kurdistan, das neue Sparta – wie die Kurden trotz aller Grausamkeiten und Unwahrscheinlichkeiten Kobane als eine letzte Bastion halten, füllt mich mit Bewunderung. Grade die Kurdinnen beweisen einen unheimlichen Mut. Ein kleines Licht der Hoffnung in einer vollkommen verlorenen Region.

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