GVO sind keine gute Sache. Wenn ein 15-jähriges Mädchen dies so klar erkennen kann, warum können es viele Wissenschaftler nicht?

rachel_parent-728x400zur englischen Version Bei einem TEDx-Event in Toronto trat kürzlich eine innerhalb der GVO-Szene bekannte Person auf: Rachel Parent. Mit 12 Jahren begann sie, sich im Rahmen eines Schulprojekts mit dem Thema GVO (Genetisch veränderte Organismen) zu beschäftigen. Mit 14 lieferte sie sich eine hitzige Fernsehdebatte mit Kevin O’Leary, die sich wie ein Lauffeuer verbreitete. Danach waren ihr Name und ihre Botschaft in aller Munde.

Rachel ist derzeit Teil des Ausbildungsprogramms der Vereinten Nationen für Jugendliche in Führungspositionen und sie ist Gründerin der Organisation Kids Right To Know, deren erklärte Mission es ist, die Öffentlichkeit über die Sicherheit von Lebensmitteln aufzuklären. Nachstehend finden Sie ihren sehr informativen TEDx-Beitrag zum Thema GVO:

GVO-Technik

Wer die öffentliche Berichterstattung über gentechnisch veränderte Organismen nahezu von Anfang an verfolgt hat, ist vermutlich vertraut mit der Tatsache, dass es hier viele Kontroversen und unterschiedliche Meinungen im Hinblick auf ihre Sicherheit gibt. Viele glauben, dass wir im Moment nichts über die Langzeitwirkungen von GVO wissen. Und, ganz ehrlich, sie haben Recht. Mit dem Einsatz von GVO wird im Grunde die gesamte Menschheit zu einem gigantischen genetischen Experiment. Und für viele ist das eine beängstigende Realität.

Die GVO-Befürworter wiegen sich in absoluter Sicherheit und behaupten, dass dies auch wissenschaftlich belegt sei. Obwohl viele der GVO-Sicherheitsstudien finanziert wurden von Biotech-Firmen, die genetisch veränderte Organismen herstellen bzw. von Unternehmen, die von den GVO finanziell profitieren, scheinen sie nicht zugeben zu wollen, dass dort eine potenzielle Voreingenommenheit bestehen könnte – und das im Angesicht der Tatsache, dass zahlreiche unabhängige Studien immer wieder Anlass für Umwelt- und gesundheitliche Bedenken geben.

Doch wer hat nun Recht? Wessen Wissenschaft ist die gründlichere? Oder ist es schlicht so, dass wir den Bereich der genetisch veränderten Organismen heute einfach noch nicht so gut verstehen, wie wir es an dieser Stelle gern würden?

Wofür brauchen wir GVO?

Tatsächlich weiß niemand ganz genau, was bei GVO richtig oder falsch ist. Warum gucken wir nicht einfach, warum wir sie überhaupt verwenden und beurteilen, dann, ob es das Risiko wert ist? Genau das macht Rachel Parent in ihrem TEDx-Vortrag.

Sieht man sich die ins Feld geführten Hauptargumente an, wie „Wir brauchen gentechnisch veränderte Lebensmittel, um die Weltbevölkerung zu ernähren und höhere Erträge zu erzielen“, ist sehr schnell erkennbar, dass keines davon der Wahrheit entspricht oder auf einer Notwendigkeit fußt. Wir können ganz einfach genug Nahrung erzeugen und die gesamte Weltbevölkerung ernähren. Das Problem heißt Armut, nicht Nahrungsreichtum. Und was ist mit den Erträgen? GVO-Erträge sind die gleichen wie konventionelle Erträge. Das kommt also auf dasselbe heraus bzw. sind die Erträge manchmal sogar schlechter als solche aus organischer Erzeugung.

Die Union of Concerned Scientists (Vereinigung besorgter Wissenschaftler) gibt zu bedenken, dass es für den Erfolg genetisch veränderter Nutzpflanzen, wie ihn die Werbung der Unternehmen verspricht, keine Garantie gibt. Noch immer werden die versprochenen Erträge nicht erzielt und den Bauern ist es auf Grund von Patentrechten der Firmen nicht gestattet, Saatgut aufzubewahren. Im Ergebnis können so ganze Völker in eine Hungersnot hineingetrieben werden.

Mit nur 100 Quadratmetern gut bewirtschaftetem Land kann sich jeder Mensch auf unserem Planeten selbst ernähren. Im Jahre 2008 hat die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung organische Stoffe befürwortet und dies begründet mit der Aussage, dass die organische Landwirtschaft günstigere Voraussetzungen für eine Nahrungssicherheit in Afrika schaffen kann als die meisten konventionellen Produktionssysteme und dazu langfristig nachhaltiger ist. Den vollständigen Bericht (in Englisch) finden Sie HIER.

Einige argumentieren damit, dass Lebensmittel technisch mit einem höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt für die Menschen angereichert werden können. Doch warum geben wir den Menschen nicht gleich von vorn herein den Zugang zu guten Nahrungsmitteln? Warum der Natur ins Handwerk pfuschen und immense Risiken eingehen?

Fakt ist: Es gibt keinerlei Notwendigkeit für Genmanipulationen. Wir machen es trotzdem. Das ist bestürzend. Und das Schlimmste daran ist, dass unter allen Industrienationen der Welt einzig und allein in Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika keine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel besteht. Wenn sich die Menschen Gedanken über genmanipulierte Lebensmittel machen, ist es dann nicht zumindest ihr gutes Recht, darüber informiert zu werden, was sie essen?

Hier ist Rachels TEDx-Vortrag mit weiteren Infos zu diesem Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=b4sMMWJYUOs“ width=“560″ height=“315″ frameborder=“0″ allowfullscreen=“allowfullscreen“>

GMOs Are A Bad Idea. If A 15 Year Old Can See It So Clearly, Why Can’t Many Scientists?

by .

Recently TEDx Toronto held its event which featured a popular figure amongst the GMO (Genetically Modified Organisms) community, Rachel Parent. She first started studying GMOs at the age of 12 while doing a school project. By 14 she had a heated TV debate with Kevin O’Leary which went viral and put her name and message on the map for all to see.

Rachel is currently part of the United Nations Youth Leaders Education program and is the founder of Kids Right To Know, which is an organization with the mission of informing the public about food safety. Below you will find her very informative TEDx talk on the subject of GMOs.

GMO Science

If you’ve been following GMO news almost since their inception you are probably familiar with the fact that there is a lot of controversy and differing opinions surrounding their safety. Many believe that we don’t currently know the long term effects of GMOs and frankly they’re right. We are essentially using humanity as a gigantic genetic experiment when it comes to GMOs and to many, that’s a scary reality.

Those in favor of GMOs believe they are completely safe and claim that their science also shows that. While many of the GMO safety studies have been funded by biotech companies creating GMOs or by companies who could gain financially from GMOs, they don’t seem to want to admit their potential bias that could exist. This along with the fact that a large body of independent studies have shown health and environmental concerns time and time again.

But who’s right? Who has science that is more sound? Or perhaps do we simply not understand the GMO field as much as we would like at this point?

Why Do We Need GMOs?

If we don’t know what’s right or wrong about GMOs entirely, why not simply look at why we are using them in the first place and then assess whether it’s worth the risk. Rachel Parent does just that in her TEDx talk.

When you consider the main arguments: GMOs are needed to feed the world and may produce higher yields, we see very quickly that neither of these are true nor necessary. We can grow enough food and feed the world very easily, the issue is poverty not food abundance. And yields? GMO yields are the same as conventional yields, which is the same or even sometimes worse than organic farming yields.

The Union of Concerned Scientists reminds us that GM crops are not guaranteed, as promised by company advertising. They still fail to produce promised yields, and farmers are not permitted to save seeds due to the company’s patent. As a result, entire communities can be pushed to the brink of starvation.

Every person on the planet can feed themselves with just 100 square feet of well managed land. In 2008, the UN Conference of Trade and development supported organics, saying that organic agriculture can be more conducive to food security in Africa than most conventional production systems, and is more likely to be sustainable in the long term. You can read that full report HERE.

Some argue that foods can be engineered to contain more vitamins and minerals for people, but why not just give people access to good food to begin with? Why mess with nature and take huge risks?

The fact is we have no need for genetic modification yet we’re doing it. This is perplexing. The worst part is, Canada and the United States are the only two industrialized nations left in the world that don’t require mandatory GMO labeling. If people have concerns about GMOs, isn’t it fair that they at least know what they are eating?

Check out Rachel’s TEDx talk below for more on the story.(Video) http://www.collective-evolution.com/

Übersetzt von Netzfrau  Heike Garisch

deutsche Flagge

Das könnte Sie auch interessieren:

CONGRATULATIONS TO MAUI!-Hawaiianer stoppen Monsanto und Co.

Venezuela sagt Nein zu Monsanto und Co. – Planting the People’s Seed Law in Venezuela

Unglaublich! Staatliche Erpressung zugunsten Monsanto – US requires El Salvador to buy Monsanto’s GMO seeds or no aid money

USA: Immer mehr Landwirte kehren Monsanto den Rücken

10 Studien beweisen: GVO schaden der Gesundheit

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe netzfrauen, zu diesem The,ma habe ich auf meiner homepage einige Artikel zu einer „LINKE“n Monsanto-Lobbyistin veröffentlicht , zu Frau Dr. Schauzu …. die sich weiter in dieser sache inBerlin betätigt…
    und ab und zu auch in der „junenWelt“ was vom Stapel lässt. Ich dachte mir , da dürften man nicht länegr nur zuschauen …

    Jetzt würde ich gewrne diesen Artikel auch bei mir veröffentlichen … und nicht nur zu euch verlinken..

    Darf ich das ?

    Gruß
    HaBE

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.