Bienen: Agrar-Industrie klagt gegen EU-Verbot ihrer Pestizide – It’s time to ban bee-killing pesticides

Bienen 9zur englischen Version In Europa klagen die Agrarchemie-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta gegen die EU-Kommission, um das vorläufige EU-Verbot der drei neonicotinoide Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam zu Fall zu bringen.

Hochgiftige Pestizide und genmanipulierte Lebensmittel sind eine große Gefahr für Bienen, Mensch und Natur.

Das Bienensterben ist in aller Munde – so auch in Kanada, wo die David Suzuki Foundation die Menschen jetzt zum Handeln aufruft. Den Artikel, den wir unter It’s time to ban bee-killing pesticides von der David Suzuki Foundation gefunden haben, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Es ist Zeit, den Bienenmord zu beenden! Es ist Zeit für ein Verbot der Pestizide! Jetzt!

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Es wird in letzter Zeit viel über Pestizide gesprochen, die Bienen umbringen. Das Bienensterben hat eine bedrohliche Geschwindigkeit und Menge angenommen – und es sind die Neonicotinoide, die in diesem Zusammenhang immer genannt werden. Bienen sind aber nicht deren einzige Opfer. „Neonic“-Pestizide können auch das menschliche Hirn, das Nervensystem und die Hormonproduktion belasten.

Im Juni veröffentlichte eine internationale Gruppe unabhängiger Wissenschaftler die Ergebnisse einer Analyse von 800 im Peer-Review-Verfahren untersuchten Studien – ein massives Unterfangen, das vier Jahre in Anspruch nahm.

Ihr Resümee: „… es gibt eindeutige Belege für eine Gefährdung, die ausreicht, um gesetzliche Maßnahmen anzustoßen.“ Die durchgeführte Auswertung hebt die hohen Risiken hervor, nicht nur für Bienen, sondern für weitere Nützlinge wie z.B. Schmetterlinge, Regenwürmer und Vögel.

Andere Studien haben ergeben, dass Neonics die landwirtschaftlichen Erträge nicht unbedingt steigern. Warum werden sie immer noch bei uns verwendet? Letztes Jahr gab es in Europa ein Moratorium über die Verwendung von drei Neonics bei Getreide, das Bienen anzieht. [Wie oben berichtet, klagen die Agrarchemie-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta gegen die EU-Kommission] [Siehe: Nach Syngenta klagt nun auch BASF gegen EU-Pestizid-Einschränkungen – und nehmen Bienensterben weiterhin in Kauf]

In Kanada sind diese Pestizide aber weiterhin weit verbreitet. Kanadische Aufsichtsbehörden haben bestätigt, dass die Ausbringung von Neonics auf Getreide wesentlich zum Bienensterben in Ontario und Quebec geführt haben, aber sie erlauben den Einsatz der Pestizide immer noch.

Im Fall von Clothianidin, einem Neonic, mit dem Getreidesamen behandelt werden und das häufig bei toten Bienen festgestellt wurde, haben die Aufsichtsbehörden die erneute Genehmigung unterschrieben, während in Europa zeitgleich der Verbrauch untersagt wurde. Das stinkt zum Himmel!

Es ist Zeit zu handeln! Bundes- und Provinzregierungen sind gemeinsam für die Nutzung von Pestiziden in Kanada zuständig und damit in der Verantwortung. Machen Sie mit und fordern Sie die Aufsichtsbehörden auf, die wissenschaftlichen Ergebnisse zu berücksichtigen und Neonics zu verbieten. Bereits ca. 70 000 sind dem Aufruf von David Suzuki gefolgt.

It’s time to ban bee-killing pesticides

There’s been a lot of buzz lately about bee-killing pesticides. Bees have been dying off at alarming rates, and neonicotinoid pesticides are implicated in this decline. Bees aren’t the only victims. “Neonic” pesticides may harm the human brain, nervous system and hormonal system.

In June, an international group of independent scientists released the results of a comprehensive analysis of 800 peer-reviewed studies on neonics — a massive, four-year undertaking. Their conclusion: “…there is clear evidence of harm sufficient to trigger regulatory action.” The assessment highlights serious risks, not only to bees, but to many other beneficial species, including butterflies, earthworms and birds.

Meanwhile, research indicates that neonics do not necessarily increase agricultural yields. So why are we still using them? Last year, Europe announced a moratorium on the use of three neonics on bee-attracting crops.

In Canada, however, these pesticides are still in widespread use. Canadian regulators have confirmed that neonics used on corn seed is a contributing factor to bee die-offs in Ontario and Quebec, but they continue to allow the use of these pesticides.

In the case of clothianidin — a neonic used to treat corn seeds and frequently detected in samples of dead bees — Canadian regulators even signed off on its re-approval last year just as their European counterparts were implementing a ban. That stings!

Take action! French version for Quebec here.

Federal and provincial governments share responsibility for pesticide regulation in Canada. Join us in calling on our regulators to side with the science and ban neonics.

Agrar-Industrie klagt gegen das EU-Verbot ihrer Pestizide

Nach dem erfolgreichen Kampf des Bündnisses gegen die Gentechnik-Giganten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) mischt sich das Bündnis nun in den Rechtstreit zum Verbot der Nervengifte Neonicotinoide ein. Die Agrarchemie-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta klagen gegen die EU Kommission, um das vorläufige EU-Verbot der drei neonicotinoiden Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam zu Fall zu bringen. Das Bündnis zum Schutz der Bienen mischt sich als „Streithelfer“ ein, um zu verhindern, dass der Konflikt auf Kosten der Bienen und der Umwelt außergerichtlich unter der Hand „gelöst“ wird… Weiter lesen

Immer wieder haben wir über das Sterben der Bienen berichtet. Dieses Jahr sind bereits Millionen von Bienen verendet. Werden wir bald Verhältnisse wie in China haben und müssen mit der Pinzette das Bestäuben übernehmen?

Netzfrau Andrea Escher

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wer’s glaubt: „Research blaming pesticides for the decline in honeybees has been called into question by a leaked note suggesting that scientists had decided in advance to seek evidence supporting a ban on the chemicals.
    The private note records a discussion in 2010 between four scientists about how to persuade regulators to ban neonicotinoid pesticides.“

    https://www.thetimes.co.uk/tto/environment/article4286838.html

  2. Pingback: Bienensterben: Whistleblower zum Schweigen gebracht

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