GMO-Argentinien – Hirntumore, Leukämien… – Cancer Death Rates Now Doubled In Argentina’s GMO Agribusiness Areas

spraying-728x400zur englischen Version Gentechnisch verändertes Soja ist Argentiniens Exportgut Nummer eins, zu einem hohen Preis: Die Menschen in den Anbauregionen leiden an Hirntumoren, Leukämie und anderen bösartigen Krebserkrankungen. Schuld haben sollen die Millionen Liter Pestizide, die jedes Jahr auf den Soja-Feldern landen. 300 Millionen Liter Pestizide – allein im letzten Jahr.

In den letzten Jahren verboten eine Reihe von Ländern GVO und die Pestizide, die zusammen mit ihnen verwendet werden, komplett – und dazu haben sie einen Grund. Zunehmend mehr Daten weisen auf einen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und GMOs bzw. Pestiziden hin.

El Salvador und Sri Lanka verbieten Monsantos Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!

In den letzten zwei Jahren hatte das Center for Public Integrity untersucht, wie eine seltene Art von chronischer Nierenerkrankung (CKD) Tausende von Landarbeitern entlang der Pazifikküste in Mittelamerika tötete. Zu der Zeit konnten die Wissenschaftler in Sri Lanka und Indien die Ursache für die Krankheit endgültig nachweisen. Anzeichen dafür waren schon vorher vorhanden. Es zeigte sich, dass giftige Schwermetalle in Pestiziden als potenzielle Ursache in Frage kamen. Eine veröffentlichte Studie zeigt, dass Glyphosat die häufigste Ursache für eine wachsende Epidemie von Nierenkrankheiten ist. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Glyphosat die Aufnahme von Schwermetallen in den Nieren erhöht, die Folge daraus sind chronische Nierenprobleme. [Lesen Sie dazu: Nach El Salvador verbietet Sri Lanka Monsantos Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!]

Argentinien – Wie Gensoja krank macht

Bei einem Besuch in den Anbaugebieten von Gensoja in Argentinien zeigt sich: Viele in der Bevölkerung leiden an Hirntumoren, Leukämie und anderen bösartigen Krebserkrankungen. Derweil streiten die Behörden einen Zusammenhang mit den Pestiziden ab. Eine Spurensuche vor Ort zeigt die B5 Reportage von Moritz Pompl.

Nahezu 100 Prozent des Sojas sind gentechnisch verändert und werden unter anderem mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat behandelt. Die Bauern sprühen mit Traktoren oder sie lassen sprühen, vom Flugzeug aus. Ein altes US-Flugzeug dient dem Piloten als Sprühmaschine für Pestizide auf den Gensojafeldern. BR-Reporter Moritz Pompl war an Bord der wackeligen Maschine, die im Sommer fast täglich abhebt mit ihrer giftigen Fracht. Der Chemie-Einsatz steigt dabei jedes Jahr, sagt selbst Pilot Marcelo De Dios. Allein im letzten Jahr sollen die Argentinischen Bauern rund 300 Millionen Liter Pestizide auf den Soja-Plantagen versprüht haben. [Dazu auch: Argentinien – Wie Gensoja krank macht]

Doppelte Krebsrate in den GMO-Anbaugebieten Argentiniens

Original: Cancer Death Rates Now Doubled In Argentina’s GMO Agribusiness Areas

Zunehmend mehr Daten weisen auf einen Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und GMOs bzw. Pestiziden hin, wie ein aktueller Bericht des Gesundheitsministeriums von Cordoba, Argentinien, erneut belegt. Man fand heraus, dass es dort, wo die Ernte massiv behandelt wird, zu einem enormen Anstieg der Krebsrate bei den Menschen der umliegenden Gemeinden kommt.

Laut dem Bericht verdoppelte sich die Todesrate auf Grund von Krebserkrankungen in Regionen, in denen GMO angepflanzt und massive Agro-Chemie zum Einsatz kommt. Das ist nicht wirklich überraschend, wenn man weiß, dass zahlreiche Studien diese mit Krebs und anderen Gesundheitsbeeinträchtigungen in Verbindung bringen.

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Die höchste Todesrate hatte die „Pampa Gringa“, ein großer Landstrich in der Region Cordoba, aufzuweisen. Dort werden nicht nur die meisten GMO-Saaten ausgebracht, sondern auch die meisten Pestizide verwendet. Die Krebsraten hier und in anderen Gegenden der Region liegen weit über dem nationalen Durchschnitt.

Lt. GM Watch: „Nach internationalem Standard werden die Toten pro 100 000 Einwohner gezählt. Der Durchschnitt in den Provinzen liegt bei 158 Toten auf 100 000 Einwohner, in der Hauptstadt Cordobas liegt die Rate bei 134,8. Aber in vier Bezirken gehen die Zahlen weit darüber hinaus: Marcos Juárez (229.8), Presidente Roque Sáenz Peña (228.4), Union (217.4) und San Justo (216.8). Diese Gebiete werden als „Pampa Gringa“ bezeichnet, dem symbolischen Namen für die Landwirtschaft in Cordoba.

Experten der Region weisen immer wieder darauf hin, dass es sich hier nicht um einen Zufall handeln kann.

„Es gibt Belege für hochgradige genetische Schäden bei der Bevölkerung von Marcos Juarez, die als Folge unbeabsichtigter Belastung mit Pestiziden entstanden sein können“, sagt Fernando Manas, PhD an der National University von Rio Cuarto.

GM Watch weist darauf hin, dass die Forscher von Rio Cuarto mögliche gesundheitliche Folgen für die Menschen aus Cordoba bereits seit Jahren untersuchen. In 15 wissenschaftlichen Publikationen hat es sich bestätigt, dass jeder, der Pestiziden ausgesetzt ist, mit genetischen Schäden rechnen müsse und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung steige. Andere Studien bestätigten das. Fernando Manas erinnerte daran, dass im Bezirk Marcos Juarez bereits Glyphosat und AMPA, ein daraus abgewandeltes Produkt, in Seen, in der Erde und im Regenwasser vorkommen.

Das alles ist nichts Neues, die Giftigkeit von Pestiziden ist schon sehr lange bekannt.

Regierung und Industrie weigern sich, Konsequenzen zu ziehen

Ökologen, Forscher und Ärzte der Region sind auf Grund der Verzögerungen und der mangelnden Bereitschaft zu handeln, äußerst unzufrieden mit der Regierung.

Dazu sagt Dr. Medardo Avila Vazquez vom University Network for Environment and Health (Reduas): „Worüber wir bereits seit Jahren klagen, wurde erneut bestätigt, insbesondere was die Ärzte über die durch die industrielle Landwirtschaft belasteten Städte und Bezirke sagen. Krebsfälle vervielfältigen sich überall dort, wo Pestizide massiv zum Einsatz kommen, wie nie zuvor.

Damian Verzeñassi, Arzt und Professor für soziale und ökologische Gesundheit an der Fakultät für Medizinische Wissenschaften in Rosario, bestätigt das: „Die Studie von Cordoba deckt sich mit den Untersuchungen, die wir in 18 Bezirken mit industrieller Landwirtschaft durchgeführt haben. Die Krebserkrankungen sind überall dramatisch in die Höhe gegangen.“

Er ist über das Versagen von Regierung und Industrie, Präventivmaßnahmen zu ergreifen, äußerst verärgert. „Sie fordern immer wieder neue Studien für etwas, was längst nachgewiesen ist, ergreifen aber keine Maßnahmen, die Bevölkerung zu schützen. Es gibt mehr als genug Belege dafür, dass das landwirtschaftliche Modell gesundheitliche Konsequenzen nach sich zieht. Wir sprechen hier über ein Produktionsmodell, das ein gravierendes Gesundheitsproblem darstellt.“

Die offizielle Publikation ist in Buchform unter dem Titel „Report on cancer in Cordoba 2004-2009” erhältlich. Sie wurde seitens der Behörde für Tumor-Registrierung in der Provinz sowie der Statistik-Abteilung herausgegeben. Durch Martin Alonso und Francisco Fortuna, den Leitern des Krebs-Instituts der Provinz, wurde sie auch an die Legislative weitergegeben.

Gefahren, die mit GMO und Pestiziden verbunden sind (Studien)

CE hat die Gefahren von Pestiziden und GMOs detailliert aufgeführt. Im folgenden eine Liste von Links auf die entsprechenden Artikel, die weiterführende Studien enthalten:

Scientists Review 343 Studies To See If Organic Food Is Really Better For You, Here’s What They Found

New Study Links GMOs To Cancer, Liver/Kidney Damage & Severe Hormonal Disruption

New Study Finds Organic Diet For One Week Drops Pesticide Levels In Adults By 90 Percent

New Study Finds Roundup Herbicide To Be 125x More Toxic Than Regulators Claim

 10 Scientific Studies Proving That GMOs Can Be Harmful To Human Health

Sri Lanka Bans Monsanto Herbicide Citing Link To Deadly Kidney Disease

Scientists Link Monsanto’s Glyphosate To Birth Defects

Groundbreaking Study Links Monsanto’s Glyphosate To Cancer

Multiple Toxins From GMOs Detected In Maternal And Fetal Blood. What Does This Mean For Your Baby? 

Quellen:

Cancer Deaths Double in Argentina’s GMO Agribusiness Areas

Cancer deaths double in Argentina’s GMO agribusiness areas

 Cancer deaths double where GM crops and agrochemicals used

Cancer Death Rates Now Doubled In Argentina’s GMO Agribusiness Areas

Arjun Walia

Data linking GMOs and pesticides to human health ailments continues to emerge, as a new report put together by the Ministry of Health in Cordoba, Argentina has found that increased levels of crop spraying in Argentina’s most extensively farmed areas has resulted in a large increase of cancer rates for those that live in the vicinity.

According to the report, deaths from cancerous tumors have as much as doubled in areas where genetically modified (GM) crops are grown and agro-chemicals are used. That’s not really surprising, given the fact that numerous studies have linked them to cancer, and other detrimental health ailments.

The highest death rate was recorded in the ‘Pampa Gringa’ area. This is where most GM crops are grown, and the most pesticides are used, it makes up a large portion of the Cordoba region. This area and other areas in the region have cancer rates that are way above the national average.

According to GM watch:

“The international standard is to calculate deaths per 100 thousand inhabitants. The provincial average is 158 deaths per 100,000 inhabitants, and in Cordoba Capital the rate is 134.8. But four Cordoba departments are well above those rates: Marcos Juárez (229.8), Presidente Roque Sáenz Peña (228.4), Union (217.4) and San Justo (216.8). It’s called “pampa gringa”, the emblematic area of Cordoba agriculture” (source)

Experts from the region continue to stress that this is no coincidence.

“There is evidence of high levels of genetic damage in people of Marcos Juarez, which may result from unintentional exposure to pesticides. ” -Fernando Manas, PhD National University of Rio Cuarto (source)

According to GM watch, Researchers at Río Cuarto have studied the people of Córdoba for several years and have confirmed, in fifteen scientific publications, that those exposed to pesticides suffer genetic damage and are more prone to cancer. Other studies linked in this article also confirm it. Manas recalled that in the Marcos Juárez province, glyphosate (and its major degradation product, AMPA) have been detected in lakes, soils, and even in rainwater.

This isn’t something new, the toxicity of pesticides has been known for a very long time, and there is more information on that later in the article.

Government and Industry Refuse To Act

According to the ecologist, researchers and doctors in the region have been upset with the government because of their delay and unwillingness to take action.

Dr. Medardo Avila Vazquez of the University Network for Environment and Health (Reduas) said:

“What we have complained about for years was confirmed and especially what doctors say about the sprayed towns and areas affected by industrial agriculture. Cancer cases are multiplying as never before in areas with massive use of pesticides.” (sourceDr. Medardo Avila Vazquez of the University Network for Environment and Health 

Damian Verzeñassi, a doctor and professor of social and environmental health at the Faculty of Medical Sciences in Rosario, says:

“The study of Córdoba matches the surveys we conducted in eighteen industrial agriculture areas. Cancer has skyrocketed in the last fifteen years.” (source)

He is upset about the failure of government and industry to take preventative action:

“They keep demanding studies on something that is already proven and do not take urgent measures to protect the population. There is ample evidence that the agricultural model has health consequences, we are talking about a production model that is a huge public health problem.”

The official publication is in book form and titled “Report on cancer in Cordoba 2004-2009.” It was prepared by the Provincial Tumor Registry and the Department of Statistics and Census. It was introduced in the legislature by Martin Alonso, the director of the Provincial Cancer Institute and Francisco Fortuna, the director of the provincial cancer Institute.

Dangers Associated With GMOs and Pesticides (Studies)

CE has covered the dangers associated with pesticides and the dangers that could be associated with GMOs in detail. Below you will find links to related articles that have various studies embedded within them.

Netzfrau Andrea Escher

deutsche Flagge

Zusatzinformationen:

Studien beweisen: Gesundheitsrisiko durch Glyphosat und GVO!

Wissenschaftler finden heraus, dass in Ernten von Monsanto gefundene Bt-Toxine die roten Blutkörperchen schädigen

Nun ist es bestätigt: Die DNA aus genetisch veränderten Pflanzen wird durch die Nahrung auf den Menschen übertragen

Studie – GVO verursacht Glutenunverträglichkeit

Das tägliche Gift Pestizide – „Mord auf Raten” – doch Brüssel erkennt die neue Studie nicht an!

Missbildungen, Krankheit und Viehsterben: der tatsächliche Preis von Glyphosat & GVO Tierfutter?

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist zu geil. Ich habe nur „Krebs“ in der Google News Rubrik gesucht und lande hier. Wie gut das wir ein Portal haben wie „Netzfrauen“, dass groß und populär ist weil faule Weiber die zuhause vor dem Computer ihre Pussy in den Stuhl drücken nicht müde werden die Welt mit ihrer kompetenten Aufklärungsarbeit zu bereichern.

    Wie gut das Soja vor dem Zuchtprodukt so eine Wunderpflanze war, die vorher nie Krebs erregt hat oder andere gesundheitsgefährdende Nebeneffekte hatte! No GMO! Außer Zuchthühner, und Honigbienen und Hausschweine und das alles.

  2. Finde den Artikel super, nur hat das alles ein Schönheitsfehler, gibt es auch in spanischer Sprache? Denn das ist entscheidend. Habe verwandte in Córdoba Argentinien, und die können das so nicht lesen.
    Bin im Jahr 2012 in Cba. gewesen und habe auch das Land bereist, habe viele Reklameschilder gesehen die die Vorzüge der verschiedenen Gifte preisen. Die Labors sind nich nur Mosanto & Co. sondern auch argentinische, die das Gift in Lizenz produzieren.

    M. f. G. Theodor Fabian.

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