Negativpreis „Nudelholz“ 2014 für Obama, Putin und Merkel

NudelholzDer Mensch als Kollateralschaden! Fracking, Erdgas, Agrar-Monopoly, Bodenschätze: Die Ukraine, ein Staat im Osten, den die EU und USA, aber auch Russland gerne vereinnahmen möchten. Doch was ist der wahre Preis? Die vielen Toten?! Jede Waffe kann als Mordwaffe eingesetzt werden. 

Zwischen Russland, USA und der NATO wird der Ton im Ukraine-Konflikt immer schärfer. Auch die Vereinten Nationen sind in großer Sorge.

Wir Netzfrauen vergeben den diesjährigen Negativpreis „Nudelholz“ an Barack Obama, Wladimir Putin und Angela Merkel, da Sie unseres Erachtens die wirtschaftlichen Interessen als Weltpolitik betreiben, ohne Rücksicht auf Menschenleben und auf die Gefahr hin, den 3. Weltkrieg in Kauf zu nehmen.

Wie sollen wir unseren Kindern und Enkelkindern die Menschenrechte erklären, wenn mit dem Kampf um Erdgas, Rohstoffe und Agrarland Weltpolitik betrieben wird?

Bundeskanzlerin Angela Merkel warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat vor, mit der “inakzeptablen russischen Intervention auf der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben”. Dies teilte ein Sprecher der Bundesregierung im März mit. Im gleichen Atemzug telefonierte sie mit Obama. Warum warf sie nicht auch ihm eine Verletzung der Völkerrechte vor? Gründe gibt es dazu reichlich. Sollte sich nicht auch Frau Merkel fragen, ob sie selbst nicht schon längst diese Grenzen überschritten hat?

Ukraine-Krieg

US-Außenminister John Kerry warnt Russland vor gravierenden Folgen in der Krim-Krise. Die USA und die Europäische Union würden als Antwort auf das Referendum auf der ukrainischen Halbinsel „eine Reihe sehr ernster Schritte“ unternehmen. Dieses Hin und Her zwischen USA und Russland und mittendrin Frau Merkel als die sogenannte Vermittlerin, man fragt sich aber, auf wessen Seite sie wirklich steht, machte das Jahr 2014 zu einer regelrechten Zitterpartie.

Befinden wir uns wieder im „Kalten Krieg” – oder ist dieser Krieg schon so „heiß”, dass dieser jederzeit explodieren könnte oder bereits explodiert ist?

Der Ukraine-Konflikt hat nach Angaben der Vereinten Nationen bisher mehr als 3600 Menschen das Leben gekostet. In der Zahl enthalten seien die 298 Insassen des vermutlich über der Ostukraine abgeschossenen malaysischen Passagierflugzeugs. Die Tragödie des Absturzes der Boeing 777 der Malaysian Airlines geschah am 17. Juli.

Die fortdauernden Kämpfe in der Ostukraine rund um Donezk, Luhansk und den Nachbarstädten zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind infolge des Ukraine-Konflikts mehr als eine Million Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben worden – die meisten davon flohen nach Russland.

Ukraine: Wirtschaftliche Interessen als Weltpolitik

Traditionell von großer Bedeutung ist die Landwirtschaft, die mehr zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt als Finanzindustrie und Bauwirtschaft zusammen. Etwa 30 Prozent der fruchtbaren Schwarzerdeböden der Welt befinden sich in der Ukraine, die zu den größten Weizenexporteuren gehört. In der Tierzucht spielt das Land ebenfalls eine führende Rolle. Dazu unsere Beiträge: Agrar-Monopoly in Ukraine – Monsanto realisiert Großprojekt und  Agrar-Monopoly in Ukraine – Monsanto realisiert Großprojekt

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So gibt es um die Stadt Donezk herum viele Bergwerke, in denen Kohle und Eisenerz abgebaut wird. Die Ukraine als flächenmäßig größtes europäisches Land nach Russland ist reich an Rohstoffen. Siehe unseren Beitrag: Ukraine: Wirtschaftliche Interessen als Weltpolitik

Wie sollen wir unseren Kindern und Enkelkindern die Menschenrechte erklären, wenn mit dem Kampf um Erdgas, Rohstoffe und Agrarland Weltpolitik betrieben wird? Wie sollen wir später erklären, dass die Staatsoberhäupter nicht in der Lage waren, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, um endlich weitere Tote zu verhindern?

Ukraine: Wir wissen nicht mehr, was und wem wir noch glauben sollen

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ Albert Einstein

Netzfrau Doro Schreier

Dazu auch: An alle Mächtigen der Welt – Wir wollen Frieden!

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. liebe netzfrauen, ich widerspreche euch bei eurem negativpreis was wladimir putin betrifft: dieser mann tritt für die interessen seines volkes ein, von seiner seite aus gab es keine „vereinnahmung“ der ukraine bevor mit unterstützung des „westens“ der vom volk gewählte präsident viktor janukowitsch weggeputscht wurde und jetzt mordende und branschatzende nazi-batallione die bevölkerung in der ost-ukraine foltern, vergewaltigen und ermorden. ist das wladimir putins werk ? putin ist meines erachtens sehr geduldig und zurückhaltend, geht (noch nicht) auf die provokationen, diffarmierungen, den wirtschaftskrieg, den der westen (obama, merkel, etc…)schürt, ein, weil er sich staatsmännisch verhält und kein kriegstreiber ist. wieso das „nudelholz“ für ihn ??

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