Aldi, Lidl & Co. – Gefährliche Keime auf Putenfleisch

Antibiothika1Auf 88 Prozent der bei Discountern gekauften Putenfleisch-Proben fand der BUND antibiotikaresistente Keime. Laboruntersuchungen der Fleisch-Stichproben von Aldi, Lidl, Netto, Penny und Real wiesen sowohl MRSA-Keime als auch ESBL-bildende Keime nach.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gab 57 Putenfleischproben von Supermärkten und Discountern ins Labor. Gekauft als abgepackte Ware bei Aldi, Lidl, Penny, Netto und Real-Märkten im ganzen Bundesgebiet. Die Einkäufe wurden im Labor auf so-genannte multiresistente Keime, nämlich MRSA und ESBL-bildende Bakterien, getestet. Sie können gefährlich sein, weil gegen sie fast alle Antibiotika wirkungslos sind. Lesen Sie dazu: Ein Kartell des Schweigens: Antibiotika-Resistenzen eine zunehmende globale Gefahr

Gefährliche Keime auf Putenfleisch

Ob Putenoberkeulen, Putenschnitzel  oder Geflügelfleisch im Allgemeinen, im deutschen Einzelhandel herrschen Kampfpreise. Dieses führt dazu, dass auch billig produziert wird. Dazu unser Beitrag: „Silicon Valley der Agrarindustrie” – Massentierhaltung und die Folgen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gab 57 Putenfleischproben von Supermärkten und Discountern ins Labor mit einem schockierenden Ergebnis.

Auf knapp 74 Prozent der Proben fand das Labor MRSA-Keime, auf rund 53 Prozent ESBL-bildende Bakterien. Bei Aldi beispielsweise waren alle elf Proben mit mindestens einem der beiden Keime belastet. Bei Lidl elf von zwölf Proben. Auch bei Real, Netto und Penny waren auf einem Großteil der Waren Keime nachzuweisen. „Wir sind sehr erschrocken über die Ergebnisse“, sagt die Leiterin der Studie, Reinhild Benning vom BUND. „Die Belastung weist darauf hin, dass noch immer in der Haltung, in der Schlachtung und bei den Transporten grobe Fehler gemacht werden, die auch ein Risiko für den Verbraucher darstellen.“

Sämtliche Schlachthofkonzerne und Zerlegebetriebe, die das vom BUND getestete Putenfleisch an die Discounter lieferten, gehören dem von der Fleischwirtschaft eingerichteten Qualitätssicherungssystem QS an. Trotzdem ist das Fleisch massiv mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Das zeigt, dass Änderungen im Tierschutz- und im Arzneimittelrecht notwendig sind, um die Schwächen dieses so-genannten Qualitätssicherungssystems abzustellen.

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Warum schalten die Netzfrauen Werbung?

Der folgende Beitrag ist von vor genau drei Jahren!! Bayern.tv zeigte damals antibiotikaresistente Keime im Hähnchenfleisch – Schon da hieß es „die Negativnachrichten in Sachen Fleischkonsum reißen nicht ab. Gammelfleisch, BSE oder jetzt antibiotikaresistente Keime im Hähnchenfleisch. Wo liegen die Ursachen? Die Verbraucher sind verunsichert“ – Bis heute scheint sich nichts, aber auch gar nichts geändert zu haben.

PHW-Gruppe – Wiesenhof

20 von 21 untersuchten Putenfleischproben, die vom größten deutschen Geflügelfleischkonzern – der PHW-Gruppe – stammen enthalten antibiotikaresistente Keime. Die PHW-Gruppe ist mit einem Gesamtumsatz von über 2,4 Mrd. Euro in den Gebieten der Produktion und Vermarktung von Hähnchen, Pute und Ente unter der Marke WIESENHOF tätig. siehe: Demnächst XXL Hähnchen bei Wiesenhof und McDonald’s?

Aldi, Real und Netto betonen, genauso wie einige der Hersteller, ihre hohen Qualitätsstandards, wollen den Testergebnissen aber nachgehen, wie der NDR heute in einem Bericht mitteilt. Dazu auch heute Abend im Markt auf NDR um 20:15 Uhr „Gefährliche Keime auf Putenfleisch“. Mehr Informationen auch hier: BUND-Analyse zu antibiotikaresistenten Keimen auf Putenfleisch  und Klinik-Keime: 40.000 Patienten sterben an multiresistenten Erregern

Insgesamt 57 Puten-Proben hatte der BUND aus dem Discounter auf ESBL-bildende Bakterien und MRSA untersuchen lassen. Hier die Ergebnisse (PDF-Dokument).Download (1 MB)
Der Verbraucher muss umdenken, denn, auch wenn dieser mehr Tierwohl und weniger Antibiotikaeinsatz fordert, greift er im Supermarkt oft nach dem billigen Fleisch, und billig lässt sich Fleisch unter dem Aspekt von Tierschutz und Tiergesundheit nicht produzieren.

Wir haben es satt !  –  Demonstration in Berlin  –  17. Januar 2015 

Netzfrau Doro Schreier

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Da auch Öko-Fleisch teilweise in denselben Schlachtbetrieben verarbeitet wie Fleisch aus herkömmlicher Produktion, werden auch dort Keime übertragen.
    Die Lösung: Ernährung mit biologischen Gemüsen, Obst, Nüssen, das in vielfältiger Weise auf unserer Erde wächst.

  2. nicht vergessen, immer schön weiter seine stimme ab geben, damit unsere politikprostituierten diesen ganzen lebensmittelbetrug auf kosten der gesundheit der sklaven, äh bevölkerung, weiter ermöglichen!!!!

    danke

  3. Pingback: Billig Fleisch bei Lidl : Dürr & Beier Blog

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