Tansania: Die Antwort auf Monsanto und Co. – Mehr Ertrag dank menschlichem Dünger – Farmers Go for Human Manure to Increase Yields

Tansaniazur englischen Version Bauern in der Region Kagera wurde empfohlen, menschlichen Dünger, als kostenlose „Ware“ überall verfügbar, zu verwenden, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu stimulieren und den Getreideertrag zu erhöhen.

Hier ein interessanter Bericht zur landwirtschaftlichen Entwicklung in Afrika, von Meddy Mulisa, den wir für Sie übersetzt haben.

Erst vor ein paar Tagen berichteten wir Ihnen darüber, dass das, was Monsanto sich alles einfallen lässt, um sein genmanipuliertes Saatgut auch in Afrika los zu werden, unglaublich ist. Und das mit Hilfe der USA, der G8-Staaten, der Bill Gates-Stiftung und weiteren. Alle in einem Boot, nur damit die Staaten in Afrika, die sich gegen Monsanto ausgesprochen haben, nicht mehr genfrei bleiben können. Das ist die neue Art der Versklavung im 21. Jahrhundert. Lesen Sie dazu Neues ‘Monsanto Gesetz’ setzt Afrika unter Druck – New ‘Monsanto Law’ in Africa Would Force GMOs on Farmers .

Nun kommt die Antwort auf Monsanto und Co.

Mehr Ertrag dank menschlichem Dünger

Bukoba — Bauern in der Region Kagera wurde empfohlen, menschlichen Dünger, als kostenlose „Ware“ überall verfügbar, zu verwenden, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu stimulieren und den Getreideertrag zu erhöhen.

20 Bauern der Region, die vor kurzem den Kabale Distrikt im benachbarten Uganda besucht hatten, waren von der Art des Einsatzes der menschlichen Fäkalien, wissenschaftlich als „Eco-San Toilette“ bezeichnet, äußerst beeindruckt. Die Methode gilt als umweltverträglich, was bei industriellen Düngemitteln nicht der Fall ist.

Bauern aus Muleba und Bukoba fuhren nach Uganda, um sich über landwirtschaftliche Methoden zu informieren, die von nachhaltig wirtschaftenden Bauern in Uganda bereits erfolgreich angewendet werden. Juliet Byombalirwa (36) aus dem Dorf Nshamba im Bezirk Muleba ist Eigentümerin einer 10-Hektar großen Bananenplantage, die sie von ihrem verstorbenen Vater geerbt hat.

Der größte Teil der Ernte wurde jedoch von einer Krankheit – genannt Banana Xanthomonas Wilt (BXW) – zerstört. Frau Byombalirwa berichtete der „Daily News“, dass sie bereits über 70 000 von BXW befallene Stauden ausgegraben und verbrannt habe: „Ich habe die Plantage verjüngt und erwarte jetzt eine ertragreiche Ernte.“

Acht Bezirke in der Region Kagero gelten als von der zerstörerischen Krankheit BXW betroffen , die auch als Banana Bacterial Wilt (BBW) bekannt ist. 90 % der gesamten Ernte sind möglicherweise gefährdet. Eine Situation, die bei Bauern und Anwohnern der Region zu Panik führt. Bananen sind dort eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel und eine der wichtigsten Einnahmequellen. BXW ist eine bakterielle Krankheit, die zum Verfärben und Welken der Blätter, zu unregelmäßiger und vorzeitiger Reife der Früchte und am Ende zum Absterben der Stauden führt.

BXW wird durch das Bakterium Xanthomonas Campestris verursacht und betrifft alle Sorten. Laut verfügbarer Daten werden in Kagera jährlich rund 650 000 Tonnen Bananen geerntet. Siehe dazu unser Bericht: Die Natur schlägt zurück – Verschwindet die Banane?

Beatrice Twayangga, eine der Bäuerinnen aus dem Distrikt Kabale, informierte die Besucher darüber, dass sie durch Einsatz menschlichen Düngers und anderer nachhaltiger Bearbeitungsmethoden den Ertrag ihrer Farm verdoppelt habe. „Durch menschliche Fäkalien konnte ich die Maisproduktion von 30 auf 60 Säcke pro Hektar Land erhöhen“, sagt sie.

Polly Mubangizi, einer der Koordinatoren des Kabale’s Africa 2000 Netzwerks, informierte die Bauern aus Tansania, dass die menschlichen Fäkalien mit Asche, Urin und Blättern von speziellen Bäumen zu mischen seien. Damit erhalte man einen Stoff, der, wenn er auf das Getreide ausgebracht wird, keine schädlichen Insekten anzieht.

Die Landwirtschaft in Tansania, die Farmer, Fischer und Viehzüchter umfasst, gilt als das wirtschaftliches Rückgrat des Landes. Die meisten Arbeiten werden noch in traditioneller Art und Weise durchgeführt.

Besitzer kleiner Farmen in Kangera wünschen sich einen landwirtschaftlichen Finanzrat, der den Überblick über die Entwicklung der Landwirtschaft behält und gleichzeitig den Farmern den Zugang zu Bankkrediten ermöglicht.

Aus Sicht von Hassan Juma (48), einem Bauern aus dem Dorf Kishanje aus Bukoba, würde das helfen, den Kreditengpass für Farmer zu beseitigen. „Farmer sollten an diesem Rat aktiv teilnehmen, keiner sollte ausgeschlossen werden“, sagt er. Das wäre nicht nur für Bauern in Kagera, sondern für das ganze Land gut .

Seit langer Zeit gehen Erträge und Einnahmen zurück – hauptsächlich auf Grund der unzureichenden Fruchtbarkeit des Bodens. Auch wird berichtet, dass die Bauern dort sehr wenig Dünger verwenden. Daten aus 1988/89 weisen darauf hin, dass von 478,1 Tonnen Dünger, die man in die Region geliefert hatte, nur 159 Tonnen ausgebracht worden waren. Für die Saison 1991/92 wurden 82,5 t der 258.05 t verteilten Düngemittel genutzt. Bananen sind das wirtschaftliche Rückgrat der 2 458 023 Menschen, die laut einer Volkszählung 2012 in dem Gebiet von Kagera wohnen.

Bis 2013/2014 wurden bereits 219 Landwirtschaftsschulen in den sieben Bezirken der Region Kagera eingerichtet. Insgesamt sollen es – nach einem Bericht aus dem Büro des Kagera Regional Commissioners – 262 werden, um die Bauern in den unterschiedlichsten Themen auszubilden. Dazu gehören u. a. Flächenmanagement, Verwendung von Düngemitteln und verbesserte Getreide- und Viehzucht-Praktiken.

Tanzania: Farmers Go for Human Manure to Increase Yields

By Meddy Mulisa allafrica.com/

Bukoba — FARMERS in Kagera Region have been strongly encouraged to utilize human manure, which is a „costfree“ commodity to stimulate soil fertility and increase crop productivity.

A group of 20 farmers from Kagera Region who recently visited Kabale District, in neighbouring Uganda, were highly impressed in the use of human manure, which is known by a scientific name as „eco-san toilet“.

The method is said to be environmentally friendly as opposed to the use of industrial fertilizers.

Farmers from Muleba and Bukoba districts travelled to Uganda to learn agricultural methods being adopted by Ugandan farming communities who engage in sustainable farming. Juliet Byombalirwa(36) from Nshamba village, in Muleba District owns a tenhectare banana plantain she inherited from her late father.

However, most of the crop has been devastated by the Banana Xanthomonas Wilt (BXW). Ms Byombalirwa told the ‚Daily News‘ at her farm that she had already uprooted and burnt over 70,000 banana stems affected by BXW. “ I have rejuvenated the farm and I now expect a bumper harvest,“ she said.

Eight districts in Kagera Region have confirmed to have been hit by the destructive Banana Xanthomonas Wilt (BXW), also known as Banana Bacterial Wilt (BBW) disease.

Almost 90 per cent of the entire crop is at risk of destruction. The situation has caused panic among farmers and residents in the region who depend on banana as their main staple and cash crop. BXW is a bacterial disease that causes yellowing and wilting of the leaves, uneven and premature ripening of the fruits and eventually the plants rot and die.

BXW is caused by the bacterium Xanthomonas campestris and affects all types of banana. Available data indicate that Kagera Region has annual yield of about 650,000 tonnes of banana.

One of the farmers in Kabale District, identified as Ms Beatrice Twayangga, informed the visitors that by using human manure and other sustainable agricultural farming methods, she was able to double production of crops on her one-acre farm.

„By using human manure, I have been able to double maize production from three bags to 60 bags per hectare,“ she said. Kabale’s Africa 2000 Network Co-ordinator, Mr Polly Mubangizi told the visiting Tanzanian farmers that the human manure has to be mixed with ashes, urine and leaves from certain tree species to provide an ingredient that would not attract harmful insects to attack crops with which such manure had been applied.

Agriculture, which is taken to include farming, fishing and livestock keeping, is widely viewed as the backbone of Tanzania’s economy. It is unfortunate, however, that most of these activities are still carried out in traditional ways of their ancestors.

Small -holder farmers in Kagera Region want government to establish an agriculture financing council to play an oversight role in agriculture and to enable farmers across the country access credit from banks.

Hassan Juma (48) a farmer from Kishanje village, in Bukoba Rural said the council would help solve the bottlenecks encountered in accessing credit for agriculture. „Farmers should be in the council and we don’t want to find ourselves left out,“ he said. This is good news not only for farmers in Kagera Region but the whole country.

For a long time, production of both cash and food crops in the area has been declining mainly due to poor soil fertility. It is also on record that the farmers in the region use very little amount of fertilizers on their farms. Data indicate that during 1988/89 season a total of 478.1 tonnes of fertilisers were distributed to villages in the region out of which only 159 tonnes were used by the farmers.

In 1991/92 season a total of 258.05 tonnes of fertilizers were distributed to villages out of which 85.2tonnes were utilised. Banana is an economic backbone of Kagera residents, comprising over 2,458,023 people, according to the 2012 Population and Housing Census.

A total of 219 Farmer Field Schools (FFS) have been established in seven districts of Kagera Region during 2013/2014, equivalent to 84 per cent of the target.

A report from the Kagera Regional Commissioner’s office said that the target was to form 262 Farmer Field School (FFS) in bid to educate the farmers on various issues including proper land management, use of fertilizers and improved crop and animal husbandry practices.

Netzfrau Andrea Escher

deutsche Flagge

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ihr Werbeträger Fa. Spar macht eine sehr unseriöse Werbung.
    Bitte sehen Sie sich die Quiz Fragen bis zum Ende an.
    Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Dankeschön

    zu Monsanto möchte ich nur so viel sagen, mein Großvater
    hat diese Methode sehr erfolgreich angewandt und ehrliche
    Lebensmittel produziert. Unsere Familien ( viele ) sind all
    sehr alt damit geworden. Man sagt, man soll viel Obst und Gemüse essen, sei so gesund, aber denkt man daran, daß die Qualität nicht mehr die gleiche ist. Daher greifen so viele Menschen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Ich denke, auch mit Recht.! Weiterhin viel Erfolg bei Ihren Aufklärungskampagne.

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