Weibliche kurdische Milizen – HELLO WORLD ‪‎KOBANE‬ IS FREE!

KobaneFrauenAm 26. Januar 2015 meldeten die Frauen aus Kobane:  «Ja, es ist wahr – Kobane ist frei».
Den Namen der kleinen Grenzstadt kennt die Welt seit vier Monaten, weil sich hier die kurdischen Verteidiger zäh den Angreifern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) entgegenstellen.
Neben maximal 3000 Kämpfern harren gerade noch etwa 7000 Zivilisten in der fast völlig zertrümmerten Stadt aus.

500 kurdische Verteidiger, darunter viele Frauen, seien gefallen und weit mehr als tausend IS-Milizionäre.

Seit Mitte September griff die dschihadistische Organisation „Islamischer Staat“ (ISIS) die Stadt Kobanê (Ain al-Arab) in Rojava (Nordsyrien) an. Mit schweren Waffen und Panzern umstellte sie die Stadt von drei Seiten und versuchte, in Richtung Stadtzentrum vorzudringen. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und Frauenverteidigungseinheiten YPJ räumten als Vorsichtsmaßnahme dutzende Dörfer um Kobanê und brachten die Zivilbevölkerung in Sicherheit. Mit ihren vergleichsweise schwachen militärischen Mitteln versuchten die Kräfte, die Einheiten des IS aufzuhalten und zurückzudrängen.

Die Kurdische YPG Milizarmee in Syrien ist bekannt für ihren hohen Anteil an weiblichen Kämpfern. Etwa ein Drittel der Miliz sind Frauen, viele von ihnen noch Teenager. An der Front kämpfen sie Seite an Seite mit Männern und sind den gleichen Risiken und Gefahren ausgesetzt.

Einige von diesen Frauen wurden an der Grenze zwischen dem Irak und Nordsyrien interviewt, welches Sie in unserem folgenden Beitrag noch einmal nachlesen können.

Angelina Jolie ist die Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Bei ihrem Besuch im nordirakischen Dohuk am Sonntag zeigte sie sich schockiert über die Lage der Flüchtlinge und rief die Welt zu mehr Hilfe auf. 

134 Tage kämpften sie gegen den IS gekämpft und gewannen – HELLO WORLD ‪‎KOBANE‬ IS FREE!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

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Angelina Jolie im IRAK: Die internationale Staatengemeinschaft muss endlich Wege finden, um ein dauerhaftes Friedensabkommen zu erreichen

Während in Kobane der langersehnte Sieg näher rückte, dankte die Sonderbotschafterin Angelina Jolie während ihres zweitägigen Besuchs im Nordirak den Behörden der Autonomen Region Kurdistan. Sie hätten unter schwierigen Umständen rund 900 000 Flüchtlinge aufgenommen.

Die internationale Gemeinschaft hat versagt, das sagte Angelina Jolie gestern im Nordirak. Sie besuchte die Opfer des IS in einem Flüchtlingslager im Norden des Irak und forderte die Staatsoberhäupter der Welt auf, die Gewalt in der Region zu beenden.
Angelina Jolie rief die Oberhäupter der Welt auf, mehr zu tun, um ein Ende des Konflikts in Syrien und im Irak endlich herbeizuführen.

Laut UNHCR-Angaben leben 330 000 Menschen im Irak in provisorischen Notunterkünften, die für das Überleben bei winterlichen Temperaturen nicht ausgelegt sind.

Die Hollywood-Schauspielerin und Sondergesandte des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge, Angelina Jolie, besuchte gestern ein kurdisches  Flüchtlingslager in Dohuk, Nordirak. Das Camp ist derzeit die Heimat von Zehntausenden von Yeziden und andere Flüchtlingen. Sie wurden gezwungen, ihre Häuser in Mosul, die vom IS überfallen wurden, aufzugeben. Mehr als eine Million Flüchtlinge leben heute in der Region als Folge des syrischen Bürgerkrieges und der Besetzung durch den IS in weiten Teilen des Irak. Zu viele unschuldige Menschen zahlen den Preis für den Konflikt in Syrien, bei dem es nur darum geht, den Extremismus zu verbreiten.

Die internationale Gemeinschaft muss mehr tun, so Angelina, die sich mit Familien in provisorischen Häusern traf. Sie hielt eine Rede vor Hunderten von Flüchtlingen und den Politikern, die sich hier versammelt hatten. Angelina sagte: „Seit ich das letzte Mal hier im Irak war, sind weitere zwei Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben worden. Vor allem in den letzten sechs Monaten. Sie sprach auch die schrecklichen Taten wie Vergewaltigung, Missbrauch, Ausbeutung und Verschleppungen von Frauen und Kindern durch den IS an. Gerade auch die Kinder, deren Eltern getötet wurden, sind nun ohne jegliche Betreuung. Hier muss dringend geholfen werden. Sehen Sie die ganze Rede von Angelina Jolie in dem Video an und lesen Sie dazu auch unseren Beitrag: IS entführt, vergewaltigt, versklavt und zwangsverheiratet Mädchen und Frauen

Weibliche kurdische Milizen

The Kurdish female fighters bringing the fight to IS

Der Fluss Tigris – Grenze zwischen Irak und Nordsyrien

Beide Seiten dieser Grenze werden von Kurden kontrolliert, die sich ihren eigenen Weg durch den brutalen Bürgerkrieg des Landes zwischen der Regierung und der Opposition gebahnt haben. Weiter im Süden haben die IS- Kämpfer die Grenze zwischen Syrien und dem Irak ausradiert und ihr Kalifat ausgerufen.

Der Krieg erschafft neue Grenzen in der Region. IS-Kämpfer haben ihr Gebiet erschaffen, ebenso die Kurden. Viele Kurden der Region wollen ihren eigenen unabhängigen Staat Kurdistan. Der brutale Bürgerkrieg bietet ihnen die Möglichkeit, mehr Kontrolle über ihre Regionen zu erlangen. Aber die Grenzen ihres langersehnten Staates überschneiden sich auch mit den Regionen, in denen der Islamische Staat sein Kalifat ausgerufen hat.

„Die IS haben keine Angst vor einer einzelnen Nation. Sie haben Angst vor Menschlichkeit. Sie sind wie eine Krankheit, wie Krebs, der überall Metastasen bildet.“
Zitat

Wie auch die IS-Anhänger sind die meisten Kurden sunnitische Muslime, hier jedoch enden die Gemeinsamkeiten bereits. Die Kurden bekämpfen den IS in dieser Region seit über 2 Jahren. Im Unterschied zu den Irakern waren sie recht erfolgreich in der Stärkung ihrer Gebiete, ohne die Hilfe von US Luftangriffen.

Nach Angaben einer Ortsansässigen werden die Kurden im Kampf gegen den IS zum Großteil von den Bewohnern aus der Gegend unterstützt, hierunter auch Araber und Christen. Sie erwähnt jedoch auch, dass Unterstützung von außerhalb wünschenswert wäre, da der Islamische Staat und seine Miliz eine große Bedrohung für den Mittleren Osten und Syrien darstellt.

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In den verlassenen Dörfern, die sich nahe der Frontlinie befinden, ist das einzige Lebenszeichen ein Panzerrohr, das zwischen Lehmhäusern hervorragt. Ein Großteil der Zivilbevölkerung hat die Gegend verlassen, die Zurückgebliebenen sind hier, um zu kämpfen. Frühere Nachbarn sind nun Feinde – etwa die Hälfte der Zurückgebliebenen ist zum Islamischen Staat übergewandert.

Beide Seiten prallen in Jezaa aufeinander, da wo die Hügellandschaft des Nordens in die flache, staubige Wüste übergeht. Fast täglich kommt es hier zu Auseinandersetzungen zwischen IS-Kämpfern und der Syrischen „People’s Protection Units“, auch bekannt als „YPG“. Die YPG ist ein Sprössling der Kurdischen Arbeiter Partei (PKK). Die türkisch-kurdischen Guerillakämpfer sind von den USA und der EU als Terror-Gruppe eingestuft. Quelle

In einem Interview sagt eine YPG-Milizin, ihre Gegner, die sich sonst vor der Welt als harte Männer darstellten, würden vor Angst zittern, wenn sie Frauen mit Waffen erblicken. Für die IS-Kämpfer sei eine Frau mit einer Waffe in der Hand ein verstörender, ein beängstigender Anblick.

„Sie denken, wenn sie von der Hand eines Mannes getötet werden, kommen sie in den Himmel. Aber wenn sie von der Hand einer Frau getötet werden, kommen sie nicht dorthin“.
Zitat

Screenshot

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Die Frauen selbst sind überzeugt, dass sie mutiger im Kampf sind als Männer und hundertmal mehr wert als ein männlicher IS-Kämpfer. Sie haben vor nichts Angst, kämpfen bis zum Schluss und würden sich eher selbst in die Luft jagen, als von den IS in Gefangenschaft genommen zu werden.

Die letzten Wörter bleiben leider keine leeren Worthülse, denn noch in der gleichen Woche sprengte sich eine junge kurdische Kämpferin in einem Selbstmord Attentat gegen den Islamischen Staat in Kobane in die Luft. Die zweifache Mutter, in sozialen Netzwerken als Arin Mirkan bekannt, sprengte sich neben einer IS-Stellung in die Luft. Berichten zufolge wurden dabei Dutzende von IS-Kämpfern getötet. Sie wurde von der YPG zur Heldin des Widerstandes ernannt – in Kobane, der Stadt an der syrisch-türkischen Grenze, wo der Kampf weiterhin unerbittlich tobt.

Dieser Beitrag über die weiblichen kurdischen Milizen ist vom September 2014, viele von Ihnen sind im Kampf gestorben. Sie haben eine eigene Facebook-Seite: https://www.facebook.com/kurdish.female.fighters.ypj

„Wir kämpfen nicht nur für unsere Nation, wir kämpfen für unsere Gesellschaft. Wir wollen für uns die Menschlichkeit, die Zivilisation und die Kultur dieser Region retten.“
Zitat

Wir Netzfrauen sind für Frieden und gegen Gewalt, aber was sollten denn diese Frauen machen, weglaufen? Sie haben gekämpft und gewonnen.

Netzfrau Doro Schreier

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