Anklage gegen mutmaßlichen Täter im Fall Tugce erhoben

Tugce-A.Die Anklage wurde zweieinhalb Monate nach der tödlichen Attacke auf die Studentin Tugçe A. gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Dem 18-jährigen Sanel M. wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Offenbach mitteilte. Er soll sich vor der Jugendkammer des Landgerichts Darmstadt verantworten. Unklar ist noch, wann das Verfahren gegen ihn beginnen wird.

Die Staatsanwaltschaft wollte nach Erhebung der Anklage keine Angaben zu den konkreten Vorwürfen machen. Zum Inhalt der Anklageschrift, zu Zeugenaussagen und anderen Beweismitteln werde zur Vermeidung einer Vorwegnahme der Hauptverhandlung nicht Stellung genommen, erklärte die Behörde.

Ein für Mittwoch vorgesehener Haftprüfungstermin vor dem Amtsgericht Offenbach wurde aufgehoben. Mit der Erhebung der Anklage ist das Landgericht Darmstadt nach eigenen Angaben dafür zuständig. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Sanel M. sitzt damit vorerst weiter in Untersuchungshaft. Quelle

Oberstaatsanwalt Axel Kreutz widersprach den von der Bild-Zeitung verbreiteten Gerüchten, wonach die tödlichen Hirnverletzungen Tugçe Albayraks durch einen Ohrring, der sich beim Sturz in ihren Kopf gebohrt hätte, hervorgerufen worden wären. „So wie es die Bild-Zeitung schildert, ist die Sache falsch“. Auch der Anwalt der Familie Albayrak, Macit Karaahmetoglu, sprach von einer Falschmeldung und kritisierte die entsprechende Berichterstattung: „Für die Eltern sind solche Gerüchte wie ein Stich ins Herz“. Wann der Prozess gegen Sanel M. beginnt, steht noch nicht fest. Zunächst muss das zuständige Gericht die Anklageschrift prüfen. Erst dann wird die Hauptverhandlung terminiert. Fest steht jedoch inzwischen, dass der Prozess vor der Jugendkammer des Landgerichts Darmstadt stattfinden wird. Theoretisch könnte Sanel M. vor dem nun zuständigen Gericht erneut eine Haftentlassung bis zum Ende des Prozesses beantragen. Dass dieser stattgegeben würde, gilt jedoch als unwahrscheinlich, da die Familie des Angeklagten noch über gute Kontakte nach Serbien verfügt und daher von einem hohen Fluchtrisiko ausgegangen werden kann. Quelle

Werbung

Warum schalten die Netzfrauen Werbung?

Im November hatte Sanel M. Tugçe auf einem Parkplatz vor einem McDonald’s-Restaurant niedergeschlagen, als diese sich für zwei von ihm und seinen Freunden belästigte Mädchen stark machte. Die 23-jährige erlitt beim Aufprall auf den Boden schwere Kopfverletzungen und fiel ins Koma. Ende November starb Tugçe, nachdem die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt worden waren. Lesen Sie dazu Tod von Tuğçe Albayrak – Polizei findet wichtige Zeugen

Wir wünschen der Familie viel Kraft.

Netzfrau Doro Schreier

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Wer Wind sät wird Sturm ernten. Dem Insassen Sanel M. wurde von einem anderen Insassen der U-Haft das Nasenbein gebrochen. Soweit die Fakten. Hier meine Mutmaßungen: Es war nicht Mitleid für Tugce welche das aggresive Verhalten des einen Insassen zum anderen ausgelöst hat. Wahrscheinlich sind beide Personen nicht normal in ihrem Aggressionsverhalten. Beide leben wahrscheinlich mit dem Spruch „Ei was glotzt du so blöd, ich mach dich kalt“ und sind deshalb eine Gefahr für friedliebende Menschen. Wenn nun zwei solche Brutalinskis zusammentreffen gibt es schnell eine Gewaltexplosion. Sanel M. durfte wohl sehen das andere Typen noch aggresiver sind als er selbst.
    Eine langjährige Anti-Aggression Therapie könnte vielleicht Sanel M. und seinem Verprügler helfen. Eine solche Therapie kostet aber viel Geld. Wer will schon viel Geld in einen Totschläger investieren? Sanel M. steht am Anfang einer Gefängnis-Karriere. Verbrechen begehen, verurteilt werden, im Gefängnis sich noch weiter von der Gesellschaft entfremden, entlassen werden, Verbrechen begehen usw.
    Das Leben von Sanel M. dürfte die Hölle auf Erden werden. Zu Recht, weil, wer Wind sät wird Sturm ernten.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.