Studie: Pestizide von Monsanto verdoppelt das Lymphdrüsenkrebs-Risiko (Non-Hodgkin-Lymphom) – Study: Glyphosate Doubles Risk of Lymphoma

Pestizidezur englischen Version Die genauen Ursachen der meisten Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) sind unbekannt. Als Risikofaktoren werden Chemikalien wie Pestizide genannt. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Neuerkrankungen gestiegen.

Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung fanden heraus, dass zwischen Pestizidbelastung und Lymphdrüsenkrebs, auch als Blutkrebs bezeichnet – bekannt als Non-Hodgkin-Lymphom – eine starke Verbindung besteht.

,Wie lange sehen unsere Regierungen noch dabei zu, wie große Unternehmen unsere Gesundheit aufs Spiel setzen – leichtfertig, gewissenlos und aus Profitgier?!

Lässt man uns eine Wahl? Durch die Verhinderung einer Kennzeichnung können wir nicht zwischen den Lebensmitteln wählen, die mit Pestiziden behandelt wurden und denen, die mit Pestiziden getränkt wurden. Halt, stopp…. doch, wir haben eine Wahl. Die haben wir beinahe täglich, bei jedem Einkauf.

Unser Einkaufsbon ist unser Wahlzettel. Konventionellen Lebensmitteln ist nicht anzusehen, ob sie GVOs enthalten oder nicht – Bio-Lebensmittel dürfen keine GVOs enthalten. Zeigen wir unserer Regierung, was wir wollen und lassen wir die Konzerne auf ihren GVOs sitzen; indem wir Bio kaufen, unsere Gärten wieder so gestalten, wie unsere Großeltern sie gestalteten – mit einem Gemüsebeet und Obstbäumen oder -sträuchern. Tauschen wir mit Freunden, Bekannten und Nachbarn das, was wir ernten.

Krebserkrankungen steigen weltweit drastisch an

Die Zahl der Krebserkrankungen steigt weltweit deutlich an: Bis 2030 würden 21,6 Millionen neue Krebsfälle im Jahr erwartet gegenüber 14 Millionen im Jahr 2012, heißt es im Weltkrebsbericht 2014. Auch die Todesfälle durch Krebs werden demnach von 8,2 auf 13 Millionen ansteigen.

Im aktuellen Fall handelt es sich um Lymphdrüsenkrebs, das Non-Hodgkin-Lymphom. Es ist ein Krebs der Lymphozyten. Warum ein Non-Hodgkin-Lymphom entsteht, ist ungeklärt, doch eine Studie beweist, dass es einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und Lymphdrüsenkrebs gibt. Das Video zeigt, welche Symptome beim Non-Hodgkin-Lymphom auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Das Video auf Deutsch finden Sie hier

What Is Non-Hodgkin’s Lymphoma ?

Unter malignen (bösartigen) Lymphomen – im Volksmund „Lymphdrüsenkrebs“ genannt  – versteht man Krebserkrankungen, bei denen Zellen des lymphatischen Systems (Abwehrzellen des Immunsystems) bösartig entarten und sich unkontrolliert vermehren.
Das Lymphsystem (s. Abbildung) besteht aus einem Netzwerk von Lymphbahnen und lymphatischen Organen (wie Lymphknoten, Milz, lymphatisches Gewebe im Magen-Darm-Trakt und Rachen), die sich überall im Körper befinden. Es dient einem Großteil der Immunzellen als weitverzweigtes Transportsystem und ermöglicht deren Verteilung im Körper.

Symptome

Eine frühzeitige Diagnose von NHL wird oft dadurch erschwert, dass ihre Symptome sehr unspezifisch sind und oft mit harmloseren Erkrankungen (z. B. grippalen Infekten) verwechselt werden können. Erste Symptome eines Lymphoms sind in der Regel vergrößerte Lymphknoten, die aber auch bei Infektionen auftreten können. Zu den klassischen Krankheitsanzeichen gehören außerdem Müdigkeit, Appetit- und Gewichtsverlust, Völlegefühl, Fieber, Kopfschmerzen, Blässe oder Nachtschweiß. Manchmal treten Knochenschmerzen auf, insbesondere im Rücken und in den Beinen.

Wichtigstes Anzeichen für ein Non-Hodgkin-Lymphom ist die schmerzlose Lymphknotenschwellung, oft am Hals oder den Achselhöhlen. Hinzu kommen allgemeine Beschwerden, die auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten, wie etwa:

  • unklares Fieber
  • unklare Druckschmerzen und Schwellungen
  • Nachtschweiß
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Leistungsschwäche
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen in den Knochen, vor allem im Rücken und an den Beinen
  • erhöhte Anfälligkeit für Infekte

Wie schnell ein Non-Hodgkin-Lymphom Symptome verursacht, hängt von seiner Bösartigkeit ab:

  • Ein indolentes oder niedrigmalignes (d. h. weniger bösartiges) Non-Hodgkin-Lymphom entwickelt sich eher schleichend,
  • ein aggressives oder hochmalignes (d. h. sehr bösartiges) Non-Hodgkin-Lymphom breitet sich dagegen sehr rasch aus und macht sich deutlich bemerkbar.

Quelle

Häufigkeit von Non-Hodgkin-Lymphomen

Non-Hodgkin-Lymphome sind relativ selten. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 7300 Männer und 6400 Frauen daran. Zum Vergleich: An Brustkrebs erkranken in Deutschland jährlich mehr als 71 700 Frauen, an Dickdarmkrebs jeweils rund 35 300 Männer und 30 000 Frauen sowie an Lungenkrebs fast 34 000 Männer und 15 600 Frauen.

Das mittlere Erkrankungsalter für Non-Hodgkin-Lymphome beträgt bei Männern 66 Jahre und bei Frauen 70 Jahre. In den letzten Jahrzehnten stieg die Zahl der Neuerkrankungen. Die Ursachen dafür sind nicht bekannt, so die Deutsche Krebsgesellschaft 

Diesen Artikel von Emily Cassidy, Biofuels Research Analyst, veröffentlicht in der Environmental Working Group, haben wir für Sie übersetzt:

Studie: Glyphosat verdoppelt das Risko, am Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken

Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung fanden heraus, dass zwischen Pestizidbelastung und Blutkrebs – bekannt als Non-Hodgkin-Lymphom – eine starke Verbindung besteht.

Nach der Analyse von 44, seit 1980 veröffentlichten einzelnen Forschungsprojekten, veröffentlichten die Wissenschaftler im „International Journal of Environmental Research and Public Health„, dass Menschen, die dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat von Monsanto – verkauft unter dem Markennamen Roundup – ausgesetzt sind, ein doppeltes Risiko für die Entwicklung eines Non-Hodgkin-Lymphoms haben.

Bei denjenigen, die 2,4-D und anderen starken Unkrautvernichtungsmitteln ausgesetzt waren, ist die Wahrscheinlichkeit 40% höher, diese Krankheit zu entwickeln.

Diese Autoren, Wissenschaftler, die an der „IARC Section of Environment and Radiation in Lyon, Frankreich, arbeiten, stellten die Theorie auf, dass diese Pestizide genetische Mutationen bei den weißen Blutkörperchen verursachen, wodurch das körpereigene Immunsystem und die Fähigkeit, Krankheiten zu bekämpfen, abnehmen.

Frühere Studien gezeigten, dass Landwirte, die 2,4-D ausgesetzt sind, erfahrungsgemäß ein beeinträchtigtes Immunsystem haben.

Im vergangenen Monat berichtete die EWG, dass Forschungen von Wissenschaftlern der Arctic University of Norway Wissenschaftlern extreme Mengen von Glyphosat in gentechnisch veränderten Sojabohnen nachgewiesen haben.

Saatgut-Wissenschaftler veränderten die Sojapflanzen gentechnisch, sodass sie das Besprühen mit Unmengen von Glyphosat überleben, damit Landwirte diese Chemikalie einsetzten können, um Unkraut in Kulturpflanzen loszuwerden. Im Laufe der Zeit wurden diese Unkräuter jedoch resistent gegen Glyphosat und widerstandsfähiger. Im Gegenzug erhöhten einige Landwirte die Menge des gespritzten Pestizids, um die „Super-Unkräuter“ zu bekämpfen.

Frühere Versprechen, mit Gentechnik die Verwendung von Pestiziden zu verringern, klingen nun hohl. Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete kürzlich, dass der Einsatz von Herbiziden sich von 62 Millionen Pfund im Jahr 1996 auf 128 Millionen Pfund im Jahr 2012 verdoppelt habe. Glyphosat macht nun mehr als 83 Prozent der jährlich eingesetzten chemischen Pflanzenschutzmitteln in den USA aus.Siehe: ARMS_2012_Soybeans

Werbung

Warum schalten die Netzfrauen Werbung?

Die IARC-Studie wurde am 23. April veröffentlicht, als die US-Umweltschutzbehörde die Genehmigung der GV-Samen von Mais Sojabohnen – so verändert, dass sie 2,4-D resistent sind – in Erwägung zog. 2,4-D steht in Verdacht, krebserzeugend zu sein. Wenn das EPA die neuen GV-Samen genehmigt und wenn 2,4-D verwendet wird, um das Unkraut auf einigen der 170 Millionen Hektar Mais und Sojabohnen – die jährlich in den USA wachsen – zu töten, erwartet das USDA (U.S. Department of Agricultur), dass der Gebrauch von 2,4-D sich verdreifachen wird. Damit wird sich die Menge an krebserregenden Pestiziden, denen der Mensch ausgesetzt ist, dramatisch erhöhen.

Wie können die Verbraucher die Menge der Pestizide reduzieren, der sie ausgesetzt sind? Wenn wir GV-Nahrungsmittel essen, nehmen wir mit ihnen eine Portion Pflanzenschutzmittel zu uns. Im Augenblick können wir nicht sagen, welche Nahrungsmittel gentechnisch verändert sind. Wir müssen raten. Die EWG meint, wir haben das Recht zu wissen, was wir essen. Was können Sie tun? Sagen Sie Ihren gewählten Vertretern, dass sie die Kennzeichnung von GV-Lebensmitteln unterstützen sollen.

INFOBX

Der Schweizer Chemiker Henri Martin, der für Cilag arbeitete, erfand Glyphosat im Jahre 1950. Die neue Verbindung wurde weder in der Literatur beschrieben noch vermarktet. 1959 wurde Cilag von Johnson & Johnson übernommen und Glyphosat zusammen mit anderen Proben an Sigma-Aldrich verkauft. Auch Sigma-Aldrich verkaufte in den 1960er-Jahren nur kleine Mengen des Stoffs, dessen biologische Aktivität weiterhin unbekannt war. Monsanto testete zu dieser Zeit mehrere Verbindungen zur Wasserenthärtung, u. a. etwa 100 Varianten der Aminomethylphosphonsäure. Bei Tests zur Herbizidwirkung dieser Varianten fielen zwei Verbindungen mit einer – allerdings niedrigen – Wirkung auf. John E. Franz, ein für Monsanto tätiger Wissenschaftler, analysierte die Stoffwechselwege der beiden Verbindungen in Pflanzen. Glyphosat war eines der möglicherweise stärker herbizid wirkenden Stoffwechselprodukte. Im Mai 1970 synthetisierte Monsanto erstmals die Verbindung und ließ Glyphosat 1971 als Herbizid patentieren. Das Patent wurde 1974 erteilt.

Die Substanz kam erstmals 1974 als Wirkstoff des Herbizids Roundup auf den Markt. Zunächst wurde das kostengünstige Glyphosat in der Landwirtschaft benutzt, um die Felder vor der neuen Aussaat von Unkräutern zu befreien. In den 1990er Jahren wurden gentechnisch veränderte Pflanzen mit Glyphosatresistenz zugelassen. Dies ermöglichte es, Glyphosat auch nach der Aussaat und während des gesamten späteren Wachstums der Pflanzen einzusetzen.

Geschätzte Ausbringungsmenge 2011

Im Jahr 2007 wurden von keinem Herbizid mehr in der US-Landwirtschaft eingesetzt als von glyphosathaltigen Produkten. Insgesamt wurden 2011 mehr als 110 000 Tonnen verbraucht, davon ein Großteil im Soja- und Maisanbau. Monsantos Patente auf Glyphosat sind in den meisten Staaten mittlerweile abgelaufen. Etwa die Hälfte des Angebots stammte im Jahr 2010 aus China. Neben Roundup sind Dutzende anderer glyphosathaltiger Herbizide auf dem Markt, beispielsweise Clinic von Nufarm, Touchdown von Syngenta, Vorox(Compo) oder GlyphoMAX von Dow AgroSciences.

Glyphosat wurde laut Mitarbeitern des Herstellers Monsanto 2010 in über 130 Ländern vertrieben. EU-weit besteht eine aktuelle Zulassung seit 2002. Diese wurde am 10. November 2010 zunächst bis 31. Dezember 2015 verlängert. Quelle

Mehr zu Glyphosat finden Sie hier : Netzfrauen- Beiträge zu Glyohosat

Original:Study: Glyphosate Doubles Risk of Lymphoma

Scientists at the International Agency for Research on Cancer have found what appears to be a strong link between pesticide exposure and a blood cancer called non-Hodgkin lymphoma.

Analyzing 44 individual research projects published since 1980, the scientists, writing in the International Journal of Environmental Research and Public Health, said that people exposed to the weed killer glyphosate, marked by Monsanto under the brand name Roundup, had double the risk of developing non-Hodgkin’s lymphoma.

Those exposed to 2,4-D, another potent weed killer marketed by Dow Chemical, were 40 percent more likely to develop this disease.

The authors, scientists who work in the IARC Section of Environment and Radiation in Lyon, France, theorized that these pesticides were causing genetic mutations in white blood cells, thereby weakening the body’s immune system and ability to fight off disease.

Previous studies have observed that farmers with exposure to 2,4-D have experienced impaired immune systems.

Last month, EWG reported that research by scientists at the Arctic University of Norway had detected “extreme levels” of glyphosate on genetically engineered soybeans.

Crop scientists have genetically engineered soy to survive blasts of glyphosate so that farmers can use this chemical to get rid of weeds near crops. Over time these weeds have become resistant to glyphosate and grown hardier. In turn some farmers have resorted to spraying more of the pesticide to try to kill the tougher “super weeds”.

Genetic engineering’s early promise to reduce pesticide use now seems empty. The U.S. Department of Agriculture recently reported that herbicide use doubled—from 62 million pounds in 1996 to 128 million pounds in 2012.  Glyphosate now represents more than 83 percent of the chemical pesticides used in the U.S. annually.

The IARC study was published April 23, as the U.S. Environmental Protection Agency was considering approving GE seeds of corn and soybeans engineered to withstand 2,4-D, a suspected carcinogen. If the EPA approves the new GE seeds and if 2,4-D is used to kill weeds on some of the 170 million acres of corn and soybeans grown in the U.S. annually, the USDA estimates that 2,4-D use is likely to triple, dramatically increasing people’s exposure to a pesticide that may cause cancer.

How can consumers reduce their exposures to these pesticides?  When we eat GE foods, we are taking a dose of pesticides with them. Right now, we can’t tell which foods are genetically engineered. We have to guess.  EWG believes people the right to know which foods are genetically engineered.  What can you do?  Tell your elected representatives to support legislation to label GE foods.

Netzfrauen  Kerstin Hördemann und Doro Schreier

deutsche Flagge

Dies könnte Sie auch interessieren:

.Eine neue Studie bringt Glyphosat (Round up) mit Krebs des lympatischen Gewebes in Verbindung.

Neue Studie: Gehirnschädigung durch Glyphosat

Anstieg der Autismusfälle durch Glyphosat in unserer Ernährung?

ES REICHT! Glyphosat-Herbizid: Nun auch in der Muttermilch – Herbicide Found In Mother’s Milk

Missbildungen, Krankheit und Viehsterben: der tatsächliche Preis von Glyphosat & GVO Tierfutter?

Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat

10 Studien beweisen: GVO schaden der Gesundheit

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Schlimm genug, dass wir es nicht lernen, jegliches Obst und Gemüse mit diesem Gift zu besprühen. Wir zahlen gesundheitlich einen sehr hohen Preis dafür. LG Romy

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.