Tricks der Supermärkte – „Gut Ponholz“, „Mühlenhof“ oder „Gut Drei Eichen“ gibt es gar nicht

AldiDer Preiskampf im Supermarkt ist hart. Mit Versprechungen aller Art lockt die Lebensmittelindustrie die Kunden. Aber bekommen die Verbraucher eigentlich das, was sie zu kaufen glauben?

Gutshof-Idylle im Kühlregal, damit ködern Supermärkte und Discounter ihre Kunden: Aldi Nord verkauft Fleisch und Wurst vom „Gut Drei Eichen“ und vom „Güldenhof“. Penny hat den „Mühlenhof“ – und Tengelmann den „Birkenhof“. Bei Norma: gleich zwei „Güter“, „Gut Langenhof“ und „Gut Bartenhof“. Und bei Netto gibt es Produkte vom „Gut Ponholz“. Netto, Aldi Nord, Norma und Tengelmann geben zu, dass die Höfe gar nicht existieren und die Namen nur dem Marketing dienen.

Tatsächlich, nach deutschem Markenrecht ist es völlig legal, Produkte unter einem Bauernhofnamen zu verkaufen, auch wenn sie gar nicht von dort kommen.

Fleisch vom „Bauernhof”?

Billig alleine reicht heute nicht mehr, um Produkte zu verkaufen. Die Verbraucher wollen das „gute Gefühl“ gleich mitkaufen. Bodenständiges Landleben liegt voll im Trend. Und jeder möchte sich davon ein Stückchen kaufen.

Doch die Realität sieht anders aus: „Silicon Valley der Agrarindustrie” – Massentierhaltung und die Folgen

Auch McDonald’s Country Wochen zeigen gerne die Idylle des Farmers auf dem Lande oder in Deutschland mit einem angeblich echten Landwirt, der morgens früh raus muss. In den USA kann dieser Farmer Holz hacken, pflügen und glühende Hufeisen schmieden – alles mit der bloßen Hand. Für den bärenstarken Bauern im jüngsten McDonald’s-Spot kein Problem. Gleichzeitig hat der liebenswerte Landwirt auch seine weiche Seite und knuddelt gerne kleine Schäfchen und schüttelt auch mal den Nachbarskindern einen Apfel vom Baum. Doch am Ende eines langen Arbeitstages gönnt er seinen Fingern auch eine Belohnung: Sie dürfen dann den McFarmer-Burger halten, den es dann an speziellen Country Wochen der Fastfoodkette als Aktion zu kaufen gibt. Dass es nicht der Tatsache entspricht, das sollte mittlerweile jeder von uns wissen. Siehe Demnächst XXL Hähnchen bei Wiesenhof und McDonald’s

Auch Lebensmittelketten wie Aldi, Netto, Lidl u. s. w. greifen gerne in diese Trickkiste. Die Verpackungen sind geschmückt mit Bildern von alten Gutshäusern. Aber kommt das Fleisch wirklich von dort? Plusminus machte sich auf die Suche und es ist ein MUSS, sich dieses anzuschauen.

„Gut Ponholz” ist längst Geschichte

Nur ein Ort findet sich auf der Landkarte überhaupt: Ponholz bei Regensburg. Dort steht gleich nach der Autobahnausfahrt die Zentrale von Netto. Doch ein Gut, das Fleisch produziert, kennt hier niemand. Nur das alte Post-Gebäude. Heute ist darin eine Gastwirtschaft. Der Wirt weiß jedoch: Vor Jahrzehnten war es mal ein Gutshof mit Tierhaltung. Doch Netto wurde von hier nie beliefert.

Plusminus fragen nach bei Netto – und bei den anderen Supermärkten: Was steckt hinter den vermeintlichen Gutshof-Produkten? Netto, Aldi Nord, Norma und Tengelmann geben zu, dass die Höfe gar nicht existieren und die Namen nur dem Marketing dienen. In den hübschen Verpackungen steckt also ganz normales Fleisch aus Massentierhaltung. Warum machen die Supermärkte das?

Ein Stückchen Landleben kaufen

Der Münchner Markenexperte Jon Christoph Berndt erklärt Plusminus: Billig alleine reicht heute nicht mehr, um Produkte zu verkaufen. Die Verbraucher wollen das „gute Gefühl“ gleich mitkaufen. Bodenständiges Landleben liegt voll im Trend. Und jeder möchte sich davon ein Stückchen kaufen.

Jon Christoph Berndt, Markenexperte:

»Die Discounter sind hochschlau, überlassen nichts dem Zufall und machen immer genau das, was noch nicht verboten ist. Und das gehört dazu.«
Tatsächlich, nach deutschem Markenrecht ist es völlig legal, Produkte unter einem Bauernhofnamen zu verkaufen, auch wenn sie gar nicht von dort kommen. Verbraucherschützer kritisieren das:

Daniela Krehl, Verbraucherzentrale Bayern:

»Es ist leider legal, weil es als so-genannte Marke gilt, also Mühlenhof ist dann tatsächlich eine angemeldete Marke. Es ist aber für den Verbraucher trotzdem unverständlich und einfach auch ärgerlich, weil man doch dahinter irgendwie so eine kleinbäuerliche Gemeinschaft sieht.«

Beispiel:

Kinderquark „Monster-Backe”- Werbespruch ist nicht irreführend

Nach Meinung des BGH handelt es sich bei dem Kinderquark für den Verbraucher erkennbar um ein Produkt, das sich in seiner Zusammensetzung deutlich von Milch unterscheidet. Der Slogan beziehe sich nicht auf den bei Früchtequark naturgemäß höheren Zuckeranteil als bei Milch. Das bedeutet: „Der Verbraucher weiß, dass Früchtequark mehr Zucker hat als Milch”, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Büscher in Karlsruhe. (Az.: I ZR 36/11)

Verbraucherschützer hatten geklagt, dass die Werbung irreführend sei. Der Quark enthält deutlich mehr Zucker als Milch. Lesen Sie dazu: Unfassbar – Ehrmanns “Monsterbacke” Milch-Vergleich laut BGH nicht irreführend

In jeder Branche wird mit Tricks gearbeitet:

Wer bestimmt, was „regional” ist?

Für verarbeitete Produkte schreibt das Gesetz keine Angaben zum Herkunftsland vor. Es genügt die Information, für wen das Produkt hergestellt beziehungsweise, wo es verpackt wurde.
Beispiele:

  • Fruchtaufstrich: Hersteller müssen nicht angeben, woher das Obst kommt.
  • Bei Milchprodukten muss der Hersteller nicht angeben, woher die Zutaten stammen. Der Hersteller muss ebenfalls nicht genannt werden. Lediglich die Veterinärkontrollnummer gibt Auskunft über das Unternehmen, in dem die letzte Verarbeitung stattgefunden hat.

Verbraucherschützer fordern einen rechtsverbindlichen Rahmen für die Kennzeichnung regionaler Lebensmittel und deren Bewerbung. Sie fordern rechtsverbindliche Kriterien und unabhängige Kontrollen der Siegelvergabe. Produkte, die mit regionaler Herkunft beworben werden, sollten nach Meinung der Verbraucherschützer mindestens zu 95 Prozent aus regionalen Zutaten bestehen.
Mehr Infos: http://www.verbraucher.de/regionale-lebensmittel

Die Aufgaben der Werbung

Hier kommuniziert man mehr auf der emotionalen Ebene. Produkte versprechen z. B. Jugend, Dynamik, Gesundheit, Komfort oder Eleganz. Durch den Kauf und deren Benutzung wird man „trendy“ oder „demonstriert man Erfolg“. Nennt man auch „Produkt hinter dem Produkt“ und an die Träume, die der Verbraucher damit verbindet. Beide Bereiche gehören zusammen. Je nachdem, welches Werbemittel und welche Ziele man hat, verschiebt sich natürlich die Gewichtung. Bei bestimmten Produkten wie Maschinen und Anlagen wird mehr die Information im Vordergrund stehen, bei anderen – Mode, Urlaub oder Prestigeprodukten – dagegen mehr die Beeinflussungsfunktion.

Und eben wie oben beschrieben: Ein Stückchen Landleben kaufen – das es so gar nicht gibt. – Wenn wir wüssten, was wir essen, würden wir es vielleicht gar nicht mehr essen wollen. 

 „Verbraucher sind für die Wirtschaft das, was der Wähler für die Politik ist”. Jim Turner, amerikanischer Wirtschafts-Journalist

Wir bedanken uns bei Plusminus – ARD für die tolle Recherche.
Netzfrau Doro Schreier

30 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wesentlicher als … ist doch die Qualität geschmacklos, antibiotikahaltig, hormonhaltig wässrig, ekelhafteste Lebensbedingungen, Massenmord der männlichen Kälber damit wir die Milch und Käse bekommen, Massenmord Hähne, damit die Effizienz stimmt, max. 3 Monate Huhn dann tot … .

    Auch der Geld SCHEIN Schein´t ….
    einen Wert zu haben.
    Dazu ein aufschlußreiches Interview Ken Jebsen KenFM mit Prof. Franz Hörmann.

  2. …so eine Sensation ist das nun wirklich nicht.

    Als aufgeklärter und bewußter Verbraucher weiß man, dass Hersteller von Lebensmitteln solche Bezeichnungen verwenden.

    Gibt´s doch schon ewig.

  3. Wie so, kommt erst jetzt die Frage auf, ob es diese Höfe gibt.Also ich hab mich schon immer gefragt, ob es diese Höfe gibt.

    Gut ich lebe auf dem Westerwald und meine Lebenswirklichkeit entarnt so manche Lügen andererseits gab es auch für mich einige Dinge wo Städter meinen würden das ich zuviel Werbung sehe oder zuviel falsche Filme gesehen habe.

    Aber diese Erkenntnis, mit den Lügen der nicht existierenden Höfe, gibt mir schon Rätsel auf

  4. Wenn ich für 1 kilo Hähnchenschenkel 2,49 € bezahle ist es völlig egal , ob da irgendwelche Güter draufstehen, das“ Gute Gefühl “ kaufe ich nicht mit, eher die Zweifel ob ich sowas wirklich essen sollte. Meisten siegt der Ekel über das „gute Gefühl“, und die Überlegung, was das Huhn im Lebenslauf nur gefressen haben mag.

  5. Worüber redet man hier eigentlich . Der Verbraucher ist Schuld an alldem. Ich lebe auf dem Land und produziere Schweine Enten Gänse Hünchen und Eier soweit wie möglich artgerecht. 3 Dinge sind die Ursache dessen warum es so ist wie es ist.1.Der Verbraucher akzeptiert die höheren Preise nur selten.2.Die umliegenden Leute akzeptieren nicht, das es einen Bauern in ihrer Nähe gibt, was in vergangenen Zeiten ganz normal war ,jetzt stört das Krähen eines Hahnes oder es stinkt.3.Die zuständigen Behörden und das sind einige machen es den kleinen Bauern nicht leicht mit ihren sogenannten EU-Vorschriften und würden es am liebsten sehen wenn die kleinen aufgeben ,was sehr oft der Fall ist .Fragt mal bei den kleinen Bauern nach wie schwer es ihnen gemacht wird ,da kommen sicher ganze Bücher zusammen vonwegen Direktvermarktung und so ,ich habe damit ausreichend Erfahrung gemacht.In meinen Augen ist nicht der Schuld ,welcher so schlimm es auch ist, Tiere nicht so hält wie es sein sollte ,sondern die 3 welche ich oben erwähnt habe. Derjenige welcher Massentierhaltung betreibt hat garkeine andere Wahl, er kann davon nichtmehr leben wenn er es anders machen wollen würde .ich kenne ein paar Leute,die haben auch Familie welche sie ernähren müssen und die stecken in diesem Hamsterrad drinn,fallende Preise,immer mehr produzieren u.s.w.da bleibt irgendetwas auf der Strecke.Alle wollen täglich Fleisch und das so billig wie möglich und natülich nur die besten Stücken von jedem Tier wie und wo das herkommt meistens egal,nur wenn mal wieder ein Skandal veröffentlicht wird, ändert sich die Lage für den Kleinen Bauern vorübergehend ,bis es aus dem Kopf wieder verschwunden ist.

    • Hallo Anke, vielleicht etwas spät, aber gerade erst gelesen deine Zeilen! Ich finde es sehr traurig oder eher schwierig zu verstehen was du zu sagen hast!
      Speziell zu den Menschen aus deiner Gegend, die anscheinend deine Arbeit nicht zu würdigen wissen! Oder liegt es vielleicht daran dass sie gar nichts wissen! Ich habe es wirklich auch nicht geglaubt, dass große Unternehmen so offensichtlich die Menschen belügen! Und bin jetzt darauf gestoßen weil mich wirklich so eine Werbung von einem Gut Pohnh. Dazu brachte wieder einmal billig Huhn zu kaufen. Als ich zu Hause im Netz darauf stieß, dass es dieses und andere Höfe nicht gibt, war ich überrascht! Soviel Offensichtliche Verlogenheit kann man eigentlich keinem Lebensmittelhersteller zutrauen! Ich denke, vielleicht ist es naiv oder nur Unwissenheit, aber es wird vielen Menschen so gehen! Man setzt noch ein gewisses Maß an Ehrlichkeit Voraus. Und die ältere Bevölkerung ist da bestimmt eine große Käuferschicht! Naja die Hühnerkeulen waren grausam, 4 Stück für knapp 3 Eure? Bezahle im Bioladen für 4 Keulen mindestens 12Euro, ist auch ok so!
      Also wür de gerne mal mit dir reden. Vielleicht bist du nicht so weit weg! Menschen brauchen oft lange eine neue Information bevor sie wi rklich bei Ihnen ankommt!
      Würde mich freuen wenn du dich meldest! LG aus Berlin Elisabeth 030 81469712

      • Ich kann dem nur zustimmen , da ich selber Landwirtin bin , ich kenne das Gefühl nur zu gut , auch immer wieder von unseren lieben Verbrauchern beschimpft zu werden . Es fehlt auch an Anerkennung und Respekt für all die Arbeit . Den Landwirt zu sein ist nicht nur ein Beruf sondern auch Berufung . Nur mit viel Einschränkung und Verzicht ist der Job heute zu machen . Aber das sieht der Verbraucher nicht . Den für gute Qualität muss Eben etwas mehr bezahlt werden und dann bleibt nix mehr für Urlaub , Auto und sonstiges übrig . Gott sei dank treten unsere Söhne nicht mehr in unsere fussstapfen , den bei all dem Behördenkram bleibt für uns selber keine Freizeit mehr , die auch wir bestimmt verdient haben und brauchen

    • nein, es ist nicht die eigentliche Schuld des Verbrauchers.
      Selbiger möchte einfach nicht bei dem einen mehr bezahlen als bei dem anderen – ich glaube, *das* ist das ursprüngliche Ziel, was in einem steckt. „Man möchte nicht übervorteilt werden“ ist daraus geworden. War das nicht schon immer so?
      Und selbstverständlich greift man lieber zum günstigeren Produkt, weil man das Geld übrig hat für etwas anderes. Im Übrigen hat man sowieso nicht die Kompetenz, um einschätzen zu können, ob das Produkt den Preis wert ist – mittlerweile. Ein riesiges Problem. (Früher? Kartoffeln gegen Eier tauschen. kein problem.)
      Im Grunde hat man selbst nur den Preis als Argument und der Verkäufer kann einen zusch… mit Argumenten, gegen die man erst mal bestehen muss. (Als Beweis für die oben angedeutete Übervorteilung.)
      Wer vertraut wem?
      Entweder hat man seit jeher seinen Kontakt, seinen Lieferanten und kein Zweifel über deren Produktqualitäten. Oder man muss sich welche suchen. Wenn man unzufrieden ist, sucht man erneut. Also ist man interessiert, einen einzigen zuverlässigen Kontakt zu finden. Das ist ne Menge Arbeit und man hat es mit Akquisiteuren zu tun, nach Leuten, die was brauchen könnten – sprich Werbung und PR.

      Aufm Privatgelänge heißt das: Wenn es sehr viele „mans“ gibt, die auf Grund von billig immer nur billig kaufen, liefert die Wirtschaft möglichst viel genau davon, wobei sie die Konkurrenz nicht außer Auge lassen darf, die wiederum den Preis nach unten drückt. Das ganze noch unter dem eigenen Zinsdruck, den aber letztlich der Endverbraucher bezahlen muss – wer sonst? Ziehen wir also von den 2,95/kg 45 % Zinslast ab … Alles klar?

      Bankensystem:
      Wenn diese Herrschaften nicht ihr nicht vorhandenes Geld verleihen würden, sondern nur eine angemessene Gebühr für die Verwaltung der (plus- und minus-Töpfe) erhielten, jährlich, dann wäre alles okay. Aber sie bekommen eine Verzinsung – aber eben nicht jährlich ausgezahlt wird sondern akkumuliert. Man höre das Beispiel von „Mr. Dax“ mit dem einen Euro-Cent angelegt zu 5 % im Jahre 0.
      Wer dann noch fragen hat …

    • Lieber Bauer, ist doch wahr, ich könnte mich den ganzen Tag darüber aufregen ,wenn die Menschen sich über Massentierhaltung aufregen.Sie sollten sich fragen warum ist das so?Aus dem Dorf in den ich lebe kauft nicht ein einziger bei mir ein ,die gehen b.z.w. fahren lieber 20Km zum nächsten Supermarkt da kostet es die Woche im Angebot nur 2,49€ super Sache und außerdem könnte ich ja zu reich werden ,so läuft das hier und heute . Das Kg Hünchen für 5€ ne das ist vieeel zu teuer .Das3 Personen ein paar Tage davon essen können ,wenn man es geschickt anstellt sieht niemand. .Kochen kann eh kaum noch einer das ist ja nichtmehr in. Die Raten fürs neue schicke Auto und der jährliche Urlaub sind bei den meisten Leuten hier weitaus wichtiger ,wie gesunde Ernährung ,erst wenn sie von irgendetwas krank werden ,dann ist schlecht und dann ist das der Skandal schlecht hin .Nun gut ich könnte stundenlang fortfahren ,mach ich aber nicht weil ich jetzt arbeiten werde ,in diesem Sinne .Der Kopf der Menschen ist die Lösung vieler Probleme.

  6. Sorry, aber ist der Artikel euer Ernst?
    Versteht mich nicht falsch, ich finde die Arbeit von netzfrauen.org klasse, aber was deckt ihr morgen auf? Das kein Holz in Baumkuchen ist? Wem war denn nicht klar, dass das lediglich Marken sind und keine real existierenden Höfe? Wer das gedacht hat, der glaubt wahrscheinlich auch an den kleinen Hunger.

    Verdammt, jetzt bin ich hier und pöble. Ist tatsächlich nicht böse gemeint, macht bitte weiter mit eurer guten Arbeit. War nur überrascht, weil der Artikel tatsächlich etwas abfällt.

    • Wenn viele Menschen es wüssten, dann würden Sie es doch nicht kaufen, wenn diese Taktik der Konzerne nicht funktionieren würden, dann gäbe es diese Werbung nicht.

  7. Jetzt ist bei mir aber ein Weltbild zusammengebrochen. „Clementine“ , „Meister Propper“ und das „HB-Männchen“, die Idole meiner Jugendzeit, gab’s dann vielleicht auch nicht wirklich? Könnt ihr das bitte auch mal recherchieren, so dass ich (sowie wahrscheinlich hunderttausende andere Irregeleitete) von quälender Ungewissheit befreit werden?

  8. Liebe Netzfrauen,

    ich wundere mich wirklich über diesen Artikel.
    Fast 50 Jahre ist meine Grundschulzeit vorbei und schon damals haben wir das gelernt, was mir hier fast als erstaunte Neuheit beschrieben wird.
    Und, ich habe nichts gegen Gentechnik in der Ernährung. Ich habe viele Jahre in den USA gelebt, bin weder degeneriert, noch habe ich den Spaß am Leben verloren.
    Bin sogar gesünder als die meisten ehemaligen Klassenkameraden. Kurz: ich bin nicht schon am Herzinfarkt gestorben.

    • Wären Sie an einem Herzinfarkt gestorben, hätten Sie ja auch nicht schreiben können, sorry, aber Befürworter muss es ja geben, meisst von den Konzernen bezahlt

      • ah ja. Dann sind die Netzfrauen wahrscheinlich von der Bio-Industrie bezahlt.

  9. Tja ja, alles wahr – aber doch schon lange keine Überraschung mehr, oder? Automodelle haben seit jeher „Eigennamen“, Käsesorten, Parfum, Brotaufstriche und Wurstwaren. Ist ja auch schön so. Wäre ja auch total doof, stünde überall auf den Wurstverpackungen „Tõnnies 1 … 2 oder 3“ drauf. Oder „Opel xrd42fg1“ statt „Opel Mocca“. Da fiele ja auf einmal ein riesiger Markt an Werbung weg, Arbeitsplätze incl. Und in den Regalen sähe es wieder aus wie in den 40 er und 50 er Jahren. Oder wie im Intershop .der DDR …. Und da wurde das System ja auch permanent geschönt. ..
    Nee, was wir in diesem Thema hier brauchen, sind nicht noch mehr Vorschriften und Verbote, sondern (deutlich!) weniger Naivität in unserem Verbraucherverhalten. Schöne Geschichten wollten die Menschen immer schon hören, schlechte Nachrichten ließen und lassen sich „schön verpackt“ nunmehr besser rüber bringen. Und Anke’s beiden Kommentare haben eh schon alles andere, das Entscheidende überhaupt gesagt: Qualität hat seinen Preis – aber die kann sich nicht jeder jederzeit leisten. ….
    Also beschwert euch nicht bei dem Zauberer, der euch ne gute Show abgeliefert hat, dass er doch “ nur“ so raffinierte Tricks so gut kann. Er ist eben doch nur ein Illusionist, wie die aus der Abteilung „Marketing“ …. und das wissen wir doch schließlich schon vor der „Show“ …

  10. Ihr meint das wirklich ernst? Echt jetzt? Dann wäre ich dafür, dass jeder Mensch mit gefärbten Haaren ein Schild mit der echten Haarfarbe trägt. Oder jeder Mensch trägt ein Schild mit seiner/ihrer politischen Überzeugung. Und beim ersten Date darf per Gesetz nicht mehr gelogen werden.
    Und sowieso hätte ich gern mal Namen aller Netzfrauen, ob es wirklich nur Frauen sind. Es machen doch nicht etwa Männer mit?
    Merkt ihr was?

  11. OOOOOOOO.K es sei mal dahin gestellt das es diese Bauernhöfe garnicht gibt,ist nun mal Marketing. Wir sind ja froh das überhaupt noch was geniesbares in den Regalen liegt. Doch ich wünschte mir mehr Quantität die Qualität wird ja (hoffentlich) überwacht.
    Beispiel: Paprika-lyoner, man sieht zwar was rotes- aber ist das wirklich Paprika?? Dann wäre mir lieb wenn diese roten Erscheinungen etwas grösser und vorallem saftiger wären,und als Paprika zu erkennen.

  12. Ich bin schon sehr vorsichtig, aber trotzdem gibt es, wie es auch in Ihren Kommentaren zu lesen istt, immer wieder Täuschungsmanöver wo man reinfallen kann. Es ist Sonntag und ich stöbere wieder einmal den Stapel an Kaufprospekte von ALDI bis Norma und Edeka, auch Selgros ist dabei, durch. Da ist mir im Netto Prospekt in der Innenseite gleich am Anfang ein Artikel aufgefallen. Da war nähmlich überGut Ponholz und Hofmaier zu lesen. Unter anderem von Topqualität, strengsten Kriterien in Deutschland, vielfach prämiert usw,, aber kein Wort über die Bauernhöfe, über die Tierhaltung. Ich muss dazu sagen, ich kaufe kein Fleisch und keine Wurstwaren bei Netto. Auch bei LIDL und ALDI nicht. Und bei EDEKA und REWE auch nicht. Bei REWE und EDEKA habe ich schon mal Fleisch gekauft, aber Wurst noch nie. Könnte ich gar nicht essen. Wir kaufen schon über Jahrzehnete bei Netto unsere Grundnahrungsmittel wie Milch, Butter, Teilweise auch Gemüse, aber kein Tiefgefrorenes oder frisches Geflügel usw. Es ist so schlimm, dass, wenn es so weiter geht, ich bald das Essen einstelle. Unser Sohn ernährt sich schon seit Jahren mit seiner Frau leidenschaftlich aber nicht fanatisch als Veganer. Aber jetzt noch einmal zu fachlichen. Wir kaufen unser Fleisch und Wurst schon über 40 Jahren in einem der beten Fleischerfachgeschäft von gsanz Deutschland. Unser Metzgerei Picard in Obertshausen/Kreis Offenbach. Obwohl er seine Schweine auch aus dem Schlachthof aus Aschaffenburg bekommt. Aber Qulität und die Sauberkeit vor und hinter der Theke ist nicht zu übertreffen. Wir achten schon darauf, dass wir a, Qulität erhalten und b, vor allem keine Produkte aus der Massentiehaltung. 80.000 Hühner in einer Halle. 80.000 Hühner mit Antibiotika gespritzt, weil ein Huhn Schnupfen hat. Es ist unereträglich überhaupt die Bilder zu sehen. Ich halte mir die Fernbedienung vor die Augen oder schalte in einen anderes Programm. Aber was können wir sonst noch tun.
    Eine Anmerkung habe ich noch. Wir gehen auch ab und an in Bioladen einkaufen. So auch am letzten Freitag in der Karotte in Obertshausen. Mein monatliches Haushalts Geld würde dann gerade mal für eine Woche reichen, wenn ich alles dort einkaufen würde. Nur ein Beispiel. Ein Kg. Süßkartoffeln 5,99€. Statt wie bei unserem Gemüsefachgeschäft 2,229€-2,99€. Nur ein Beispiel. Das können wir uns wirklich nicht leisten. Ich kann doch nicht für ein Kilo grobe Bratwurst über 16€ und für ein Kg. Kottlett über 18€ bezahlen. Ich habe schlicht das Einkommen nicht. Jetzt habe ich wieder zu viel geredet. Danke und Gruß Norbert und Renate Friedrich

  13. Verbraucher sind für die Lebensmittelindustrie (und nicht nur für diese) Couchpotatoes und/oder Klickvieh (im Internet). Es wird höchste Zeit, dass wir mal aufstehen und etwas mehr Respekt einfordern. Alleine das Fernsehprogramm der Privaten ist ja größtenteils schon verachtend. – Schöne neue Welt, nicht wahr?!

  14. Hallo
    Wenn man genau drüber nachdenkt hängt doch alles damit zusammen das es alles Politisch gewollt und gelenkt ist. Lasche Vorschriften oder Gesetze immer zu Gunsten der Wirtschaft. Immer höhere Steuern. Es bleibt dem Verbraucher immer weniger Geld für wirklich gute Qualität.
    Selbst bei neuen Gesetzen oder Vorschriften die sicherheit vorgaukeln der Verbraucher bleib immer auf der Strecke.
    Ihr kennt doch das Sprichwort
    Zuckerbrot und Peitsche

  15. Pingback: Nachklapp | Weiterführendes zur Veranstaltung „Fleischfabrik Deutschland“ | Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

  16. Liebe Gilla, das ist ja echt Betrug an Dir gewesen. Schlimm Schlimm! Ich hab neulich bei meinem Stammdiscounter ein Päckchen Erbsen gekauft und als ich zu Hause war habe ich das Tütchen auf gemacht und hab die Erbsen gezählt wie ich das immer mache und Stell Dir vor liebe Gilla es fehlten genau 2 Erbsen gegenüber dem letzten Päckchen Erbsen. Einmal beim zählen waren es sogar 7 Erbsen die fehlten. Ich möchte ja nicht kleinlich sein oder wirken, aber das ist Betrug am Verbraucher meine ich mal….Furchtbar was die sich heute alles erlauben….Da sage ich nur armes Deutschland oder auch arme Welt da draussen….

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