Faktencheck – Die Milchmärchen

MilchmärchenWAS WISSEN  SIE EIGENTLICH WIRKLICH ÜBER MILCH  UND DEREN ERZEUGUNG ??

Fast alles, was uns durch die heile Werbewelt über Milch und deren Erzeugung vorgegaukelt wird, ist fernab von jeder Realität oder zumindest umstritten. Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und überprüfen Sie selbst die vier größten Märchen rund um den weißen Trunk auf ihren Wahrheitsgehalt  und machen den Faktencheck rund um das Thema Milch.

Märchen No. 1

Die Milch, die wir trinken, ist lediglich der Überschuss, den das säugende Kälbchen nicht braucht.

In der Nutztierhaltung  (gilt auch für Biohaltung) bekommen Tiermütter kaum jemals die Chance, ihren Nachwuchs zu umsorgen, worunter sowohl die Mütter als auch ihre Kinder leiden. Kühe sind äußerst friedliche und soziale Tiere. Wenn man sie lässt, umsorgen sie ihren Nachwuchs fürsorglich über den  Zeitraum von etwa drei Jahren und entwickeln lebenslange Freundschaften und Bindungen untereinander. Sie produzieren Milch ausschließlich aus demselben Grund wie der Mensch: als Nahrung für ihre Babys.

KüheDoch Kälber in modernen Milchbetrieben werden ihren Müttern meist schon wenige Stunden nach der Geburt brutal entrissen. Es gehört wenig Phantasie dazu sich auszumalen, wie sehr sie sich nach ihren Müttern sehnen und wie sehr die Mütter unter der unnatürlichen Trennung leiden. Ihr Klagen und Jammern schallt unüberhörbar aus jeder Mastanlage für Kälber. Anschließend werden die Kälber isoliert und mit industriellem Milchersatz gefüttert, damit die Milch ihrer Mütter zum Verzehr für den Menschen verkauft werden kann. Während die weiblichen Kälbchen geschlachtet oder für die Milchproduktion herangezüchtet werden, werden ihre Brüder ab der 8. Lebenswoche in Ställen bzw. Buchten aufgezogen. Einem zwei bis acht Wochen alten Tier stehen hier gerade einmal 1,5 m² zur Verfügung. Oft werden die Kälbchen bei dieser Aufzuchtform sogar eine gewisse Zeit angekettet, obwohl das Anbinden und Festlegen grundsätzlich nur mit Übergangsfristen erlaubt ist.

Ab der achten Lebenswoche werden die kleinen Kälbchen meist in „Einzelhaltung“ in winzigen dunklen Mastboxen, sogenannten Kälberiglus, aufgezogen (mind. 80 cm x 120 cm). Im Jargon der Milchindustrie wird erklärt: „So haben sie viel frische Luft. Das stärkt ihre Abwehrkräfte und fördert ihre Entwicklung“. Eine sehr zynische  Definition von Isolationshaltung auf engstem Raum.  Als Futtermittel erhalten die Kälber, der Leser ahnt es bereits, nicht Milch, sondern industriellen Milchersatz, mit dem sie täglich mindestens 1 kg an Gewicht zulegen. Kälber dürfen auch wieder mit toten und zermahlenen Fischen gefüttert werden, was nach dem Ausbruch von BSE lange Zeit untersagt war. Diese Aufzuchtbedingungen erinnern nur wenig an die idyllischen Bilder auf der Milchpackung und sind Standard für die Erzeugung von handelsüblicher „normaler Milch“ ohne Bio-Zertifikat. Etwa sechs Wochen nach der Geburt wird die Kuh erneut zwangsbefruchtet, um die 6-8 Wochen dauernde „Trockenstehphase“ möglichst schnell zu überbrücken. Während die Kuh also noch Milch liefert für das  Kalb, das man ihr nahm, ist sie bereits erneut trächtig und die Milchproduktion wird so durchgängig in Gang gehalten.

Märchen No 2

Milchkühe verbringen ihr Leben bei bester Gesundheit auf saftig grünen Weiden

Eine Kuh gibt nicht von Natur aus durchgehend Milch. Kuhmilch  ist Muttermilch und eine Kuh liefert nur Milch, wenn sie Nachwuchs hatte. Das bedeutet für eine Milchkuh oder im Fachjargon „Milch-Produktionseinheit“, dass sie nach künstlicher Zwangsbesamung mit etwa zwei Jahren ihr erstes Kalb zur Welt bringt und ihre leidvolle Arbeit beginnt. Nach der 4. Laktationsphase nimmt die Milchleistung stetig ab. Die Kuh ist von der hohen Belastung ausgezehrt und spätestens im Alter von 5-6 Jahren, Milchkühe in „Anbindehaltung“ bereits oft nach drei Jahren, wird sie für den Bauern unrentabel: das Todesurteil für die geschundene, ausgelaugte Kuh, die eine natürliche Lebenserwartung von ca. 20 Jahren hätte. Kühe oder „Milch-Produktionseinheiten“ der Neuzeit, sind durch Zucht künstlich auf Hochleistung getrimmt. Riesige Euter, prall und schmerzhaft überdehnt, neigen zu  Entzündungen, die mit Antibiotika bekämpft werden müssen. Durch mangelhafte Bewegung leiden Gelenke und Knochen, durch die fehlende Möglichkeit zu sozialen Kontakten mit Herdengenossen sind viele Tiere verhaltensgestört und zeigen Anomalien. Hinzu kommt der enorme Leistungsdruck, unter dem moderne Milchkühe stehen. Für jeden Liter Milch muss eine Kuh bis zu 500 Liter Blut durch ihr Euter pumpen, bei einer Milchleistung von bis zu 10 000 Liter Milch/Jahr eine enorme Leistung. Fehlt der Kuh aber die nötige, artgerechte  Energiezufuhr und das artgemäße Leben im Freien, wird sie diese Energie dem eigenen Körper entziehen.

Bei den meisten Rinderrassen tragen auch die weiblichen Rinder Hörner. Diese werden jedoch den Kälbchen bereits in der 6. Woche entfernt,  „um die von den Hörnern ausgehende Verletzungsgefahr für Mensch und Tier auszuschließen“.

Bei der „Enthornung“ handelt es sich um einen schmerzhaften Eingriff, den die Halter selbst ausführen dürfen. Die Hornanlage am Kopf wird mit einem Brennstab zerstört. Routinemässig wird dabei weder ein Schmerzmittel noch eine Betäubung eingesetzt.

Obwohl in der Werbung für Käse, Milch und Joghurt Kühe gerne auf grünen, satten Weiden platziert werden, ist diese Art der Haltung oftmals nur Wunschdenken des Verbrauchers. Lesen Sie dazu auch: Tricks der Supermärkte – “Gut Ponholz”, “Mühlenhof” oder “Gut Drei Eichen” gibt es gar nicht

Nur noch 40 % der Milchkühe in Deutschland sehen jemals eine Weide, die restlichen Tiere, 60 % aller Milchkühe, werden in Ihrem Leben den Stall nie verlassen . Die dauerhafte Anbindehaltung von Rindern und Milchkühen ist zwar auf dem besten Wege, verboten zu werden, voraussichtlich wird sie jedoch noch bis mindestens 2020 mit Einschränkungen erlaubt sein. Viele Landwirte, gerade mit kleineren Betrieben, möchten an der Anbindehaltung festhalten, obwohl hier eine Kuh vergleichsmäßig meist nicht mehr Platz hat als ein Huhn in der Legebatterie. In der Regel ist nur ein kleiner Schritt vor und ein kleiner Schritt zurück möglich. Umdrehen? Fehlanzeige. „Produktionseinheiten“ müssen sich nicht umdrehen können.

Einleuchtend, dass sich mit dem Bild der friedlich grasenden Kuh in freier Natur besser werben lässt als mit traurigen Bildern aus dem Elend der Massentierhaltungsställe, den zu „Milchmaschinen“ degradierten Tieren. Wie so oft in der industriellen Massentierhaltung, wenn die Realität eher verstörend und abstoßend vom Verbraucher empfunden werden würde, wird erfolgreich ein fiktives Idyll beworben. In diesem Fall die glückliche Kuh auf der grünen Weide. Lesen Sie dazu auch: „Silicon Valley der Agrarindustrie” – Massentierhaltung und die Folgen

Märchen No 3

Milch ist uneingeschränkt gesund und ein notweniger Baustein ausgewogener Ernährung

Gebetsmühlenartig wurde uns die Milch in den letzten Jahren als unersetzlicher Lieferant für Calcium und  Eiweiß empfohlen. Milch soll vor Osteoporose schützen und gesund für die Knochen sein.

Doch Milch ist bereits seit Jahren ein umstrittenes Lebensmittel.  Mittlerweile mehren sich die wissenschaftlichen Beweise für die Schädlichkeit der Kuhmilch – zumindest, wenn diese in der aktuell verfügbaren Qualität und der heute empfohlenen Menge verzehrt wird.

Die Erkenntnis, dass der Verzicht auf Milch bei Akne, Neurodermitis, bei entzündlichen Hauterkrankungen, ja bei allen Erkrankungen des entzündlichen Formenkreises von Vorteil ist, hat sich mittlerweile in der Medizin weitestgehend durchgesetzt.

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Anders sieht es bei dem Thema Osteoporose aus. Weiterhin wird Milch als Allheilmittel gegen Knochenabbau angepriesen. Doch neuere Studien zweifeln diesen Effekt an.

Schon im April 2009 veröffentlichte das Fachjournal Osteoporosis International eine Studie, die zeigte, dass die Knochendichte der vegan lebenden Studienteilnehmerinnen (Frauen im Klimakterium) absolut identisch war mit der Knochendichte der „normal“ essenden Frauen. Derselben Meinung ist eine ganz aktuelle Studie vom Oktober 2014. Darin schrieben die schwedischen Forscher rund um Prof. Karl Michaëlsson, dass Milch höchstwahrscheinlich völlig nutzlos für die Knochen sei, man also mit dem Verzehr von Milch auch nicht einer Osteoporose oder Knochenbrüchen vorbeugen könne.

INFOBOX

Aus der Studie vom Oktober 2014. Darin schrieben die schwedischen Forscher rund um Prof. Karl Michaëlsson, dass Milch höchstwahrscheinlich völlig nutzlos für die Knochen sei.

H-Milch: Die schlimmste Milch
Eine dieser Studien ist die ganz aktuelle sog. „Pasture” Langzeitstudie, die im Oktober 2014 im Journal of Allergy and Clinical Immunology erschienen ist.
Rund 8000 Kinder aus Österreich, Finnland, Frankreich, Deutschland und der Schweiz nahmen an der Pasture-Studie teil. Etwa die Hälfte lebte auf Bauernhöfen.

Nach dem ersten Lebensjahr wurde das Blut der Kinder immunologisch untersucht. Ein einheitliches Bild zeigte sich dabei: Alle Teilnehmer hatten erhöhte Entzündungswerte.
Kinder, die H-Milch tranken, hatten dabei noch viel höhere CRP-Werte als Rohmilch-Kinder.
Trotzdem gilt das Glas Milch pro Tag für Kinder immer noch als eine Art Ernährungsgrundlage.
Dabei würden sie von einer milchfreien Ernährung ganz erheblich profitieren oder sollten zumindest eine hochwertige naturbelassene Rohmilch erhalten.

Nicht nur für Kleinkinder, auch während der Pubertät sollte Milch vermieden werden. In mehreren Studien konnte Milch mit der Entstehung von Akne in Verbindung gebracht werden. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Milchtrinker eine viel größere Chance haben, Akne zu entwickeln als Jugendliche, die der Milch nichts abgewinnen können.
Milch lässt nämlich den Insulinspiegel sehr stark steigen. Dieser Einfluss wirkt sich wiederum auf andere Mechanismen aus, die am Ende zu Akne führen können.

Die aufgeführten Aspekte zeigen bereits, dass sich Milch über vielerlei Symptome und Wirkmechanismen als für Menschen unverträglich erweist.
Ein weiterer immer häufiger Auftretender Notruf unseres Körpers gegenüber Milchkonsum – die Laktoseintoleranz. Diese betrifft fast 75 % der Weltbevölkerung!

Laktoseintolerante sind aus genetischen Gründen nicht in der Lage dazu, den in der Milch enthaltenen Milchzucker richtig zu verdauen.
In der Folge kommt es zu unangenehmen Symptomen wie Blähungen, Bauchkrämpfen, Durchfall oder Kopfschmerzen.
Auch hier ist meist eine milchfreie Ernährung die einfachste, natürlichste und wohl auch gesündeste Therapiemaßnahme, um langfristig einen chronischen Reizdarm zu vermeiden. Quelle

Die mehr als 60 000 teilnehmenden Frauen wurden über durchschnittlich zwanzig Jahre hinweg von den Wissenschaftlern begleitet, die etwa 45 000 Männer im Durchschnitt elf Jahre lang. Nun könnte man denken, dass bevorzugt jene Menschen Knochenbrüche erlebten, die sehr wenig Milch zu sich nahmen. Das aber war nicht der Fall.

Gerade Kinder und Jugendliche sollen laut allgemeiner Ernährungsempfehlungen viel Milch aufnehmen, damit sich ein stabiles Knochengerüst bilden kann. Auch hier mehren sich die Hinweise, dass dieser Rat längst überholt sein könnte.

Dr. Diane Feskanich und ihr Team von der Harvard University im US-amerikanischen Boston stellten im Jahr 2013 fest: Eine vermehrte Milchaufnahme im Teenageralter kann das Risiko von Hüftgelenksbrüchen im späteren Verlauf des Lebens keineswegs positiv beeinflussen.

Ganz im Gegenteil: Die Beobachtung der fast 100 000 Teilnehmer ergab, dass ein hoher Milchkonsum bei männlichen Heranwachsenden das Risiko für spätere Knochenbrüche sogar erhöhen könnte.

Das aber ist nicht der einzige Nachteil der Milch, mit dem Kinder rechnen müssen. Milchverzehr erhöht vermutlich die Gefahr, bereits im Kindesalter an Diabetes Typ 1 zu erkranken. Da sozusagen das Head Office des Immunsystems im Darm lokalisiert ist, spielt die Darmgesundheit bei der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen eine wichtige Rolle.

Die Proteine der Milch – vor allem das so-genannte A1 Beta-Casein – scheinen das Darmmilieu negativ zu beeinflussen und begünstigen damit Irritationen des Immunsystems – wie eben auch Diabetes Typ 1.

Zu kontrovers und gegensätzlich sind die aktuellen Studien und wissenschaftlichen Meinungen pro und kontra Milchverzehr und die gesundheitlichen Folgen daraus, um hier eine allgemein gültige, seriöse Empfehlung aussprechen zu wollen. Wir schlagen vor, lesen Sie selbst nach und bilden sich eine eigene Meinung. Die Milchwirtschaft ist eine Milliarden-Industrie  und mit äußerst starken Lobbys gut in den Parlamenten vertreten. Daher kann man davon ausgehen, dass neue Erkenntnisse, würden sie gegen Milchverzehr sprechen, eine Weile brauchen würden, bis sie ihren Weg in die Öffentlichkeit fänden.

Dazu haben wir Netzfrauen bereits einige Beiträge geschrieben:

Chinas Durst auf Milch – Nestlé ist weltgrößtes Milchunternehmen

Was steckt wirklich in der Milch? Milch schadet den Knochen…

Kuhmilch-Protein-Allergie – Und was nun

Rohmilch – gefährlich oder nicht?

Märchen No 4

Bio-Milch ist Geschäftemacherei, normale Milch ist qualitativ genauso gut

Grundsätzlich gilt, wo Bio drauf steht, muss auch Bio drin sein. Aber wie unterscheiden sich Bio- und konventionell erzeugte Milch?

Man ist, was man isst. Dieser Grundsatz gilt auch für Kühe. Genau wie Mütter während der Stillphase peinlichst darauf achten, keine Medikamente oder Schadstoffe zu sich zu nehmen, die in die Muttermilch übergehen könnten, genauso wichtig ist es für den Endverbraucher, dass die milchgebende Kuh so wenig Gentechnik, Gifte und Medikamente im Futter hatte wie irgend möglich, denn das Futter der Milchkühe beeinflusst die Qualität entscheidend.

Besonders anschaulich wird diese These bei der konjugierten Linolsäure.(CLA) bewiesen. Dieser Fettsäure werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben, unter anderem Schutzfunktion vor Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs. Bio-Milch enthält nachweislich bis zu drei Mal so viel von dieser ungesättigten Fettsäure wie konventionell erzeugte Milch, dafür ca. 25 % weniger der ungesunden Omega-6-Fettsäuren. Vermutet wird, dass der hohe Faseranteil in natürlichem Futter (Heu, frisches Gras) und die Vielfalt der konsumierten Pflanzenarten dabei eine Rolle spielen.

Auch bei der Verarbeitung in der Molkerei gelten andere Standards als bei der konventionellen Weiterverarbeitung. Gentechnisch veränderte Zutaten sind verboten, ebenfalls künstliche Aromen,  (Demeter zum Beispiel verwendet keinerlei Aromen), künstliche Vitamine, künstliche Süßungsmittel, der Großteil der marktüblichen Zusatz-  und Farbstoffe.. Auch auf das Homogenisieren der Milch, ein Vorgang, bei dem die Milch mit hohem Druck durch winzige Düsen gepresst wird, wird bei den meisten Bio-Produkten verzichtet. Dabei werden die kleinen Fettkügelchen, die in der Milch schwimmen, so zerkleinert, dass sie nicht mehr klumpen, sondern gleichmäßig verteilt bleiben, die Milch rahmt nicht mehr. Es gibt Studien, denen zufolge homogenisierte Milch eine Ursache für die bei Kindern zunehmende Milchallergie sein könnte. Denn an die im Homogenisator zerkleinerten Fettkügelchen lagern sich verstärkt Eiweiße an. Diese gerinnen dadurch nicht mehr im Magen, sondern gelangen in den Darm, wo sie Allergien auslösen sollen.

Im Gegensatz zur konventionellen Tierhaltung gibt es im Rahmen der EU-Öko-Verordnung konkrete gesetzliche Mindeststandards, die streng überwacht werden.

Vorgaben wie: Auslauf im Freien, keine Anbindung, Mindestplatzangaben pro Tier, Ausgestaltung der Stall- und Liegeflächen. Der Spaltenanteil im Boden, an dem sich die Tiere oft die Klauen verletzen, ist begrenzt und die Liegeflächen müssen mit einem weichen Untergrund wie Stroh ausgestattet sein. Der Verbraucher erkennt Produkte mit diesen Vorgaben am europäischen oder deutschen Biosiegel.  Aber auch in Sachen Bio gibt es Abstufungen. Private Anbauverbände, wie Bioland, Demeter oder Naturland haben zum Teil noch wesentlich strengere Richtlinien.

Einen ausgezeichneten Überblick über  die Haltungsbedingungen der verschiedenen Milchhersteller und den Vergleich von Konventionellen und Biomarken finden Sie in dem Beitrag : Milchratgeber vom  Welttierschutzgesellschaft e.V.

Milch

Wer nach dieser Lektüre jedoch  komplett den Appetit an der Milch verloren haben sollte, dem legen wir Pflanzenmilch aus Hafer, Reis, Soja, Dinkel oder Mandeln ans Herz. Sie ist nicht nur bekömmlicher und schmeckt ausgezeichnet, sondern trägt auch durch jeden nicht getrunkenen Liter Kuhmilch zum Tierschutz bei. Pflanzliche Milch erhalten Sie mittlerweile in (fast) jedem Supermarkt, im Drogeriemarkt oder natürlich in Reformhäusern und Bioläden. Viele Unternehmen haben sogar ihre eigene Pflanzenmilch im Sortiment. Der vermeintlich hohe Preis von Sojamilch und Co beruht übrigens auf der Tatsache, dass Pflanzenmilch mit 19 % Mehrwertsteuer belegt wird, während auf Kuhmilch nur 7 % fallen. Pflanzenmilch ist demnach nicht als Lebens-, sondern als Genussmittel wie beispielsweise Alkohol deklariert.

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Sollte Ihnen nicht gefallen haben, unter welchen Bedingungen die Kühe in deutschen Landen in ca. 80 000 Betrieben mehr als 30 Milliarden Liter Milch pro Jahr  produzieren, dann bedenken Sie bitte:

Nicht die Politik, nicht die Bauern, nicht der Handel, nicht die Werbeindustrie haben die Macht etwas zu ändern, sondern einzig der Verbraucher. Jeden Tag an der Ladenkasse!

45 Minuten Die Milchlüge – Reportage über die Lüge mit der Milch

Netzfrau Bettina.M.Schneider

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