Tagesschau bestätigt Radioaktivität aus Fukushima vor Küste Nordamerikas – Fukushima radiation nearing West Coast

Fukushima3zur englischen Version Endlich auch in der Tagesschau: Cäsium-Fund vor nordamerikanischer Küste – In zwei Proben, die im Februar im Pazifik vor der kanadischen Provinz British Columbia genommen wurden, wurde erstmals Cäsium 134 entdeckt, teilte das Wissenschaftlernetzwerk InFORM am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Das Isotop ist charakteristisch für den Atomunfall, der sich in Folge eines Tsunamis am 11. März 2011 im Atomkraftwerk Fukushima ereignet hatte.

Bereits am 05.Januar 2015 berichteten wir in unserem Beitrag Radioaktivität aus Fukushima steigt in den Gewässern der Westküste Nordamerikas darüber. Um so mehr freuen wir Netzfrauen uns, dass nun auch die Medien die Radioaktivität vor Nordamerikas Küste bestätigen. In Oktober 2014 berichtete ebenfalls ein Wissenschaftsteam, dass die Radioaktivität Kanada erreicht hätte.

Die Radioaktivität aus Fukushima steigt in den Gewässern der Westküste

Bereits in am 05. Januar 2015 informierten wir in unserem Beitrag Radioaktivität aus Fukushima steigt in den Gewässern der Westküste Nordamerikas darüber, dass nach Aussage eines von Kanadiern geführten Teams, das die Nuklearwolke beobachtet, die Radioaktivität aus Japans zerstörten Atomkraftwerken die Küste von British Columbia erreicht hat und der Wert in den Gewässern Nordamerikas in den nächsten ein bis zwei Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach weiter ansteigen wird.

Während in Fukushima zum vierten Mal das Neujahrsfest nach der Atomkatastrophe gefeiert wurde und die Sehnsucht bei Evakuierten den Wunsch nach Rückkehr aufkommen lässt, steigt die Radioaktivität an der Westküste Nordamerikas, das berichtet nun endlich auch die Tagesschau.

Jay Cullen von der University of Victoria, der InFORM angehört, sagte dem kanadischen Radiosender CBC, die Cäsium 134-Konzentration liege etwa tausendfach unter der für Trinkwasser empfohlenen Höchstmenge. Dass die Spuren jetzt die nordamerikanische Küste erreichten, sei anhand von Computermodellen bereits vorhergesagt worden. InFORM erklärte, um die Auswirkungen des Atomunfalls in Fukushima auf die Umwelt vollständig zu klären, seien noch mehrere Jahre notwendig.

Bereits im Oktober 2013 hatten wir einen Beitrag von Michael Snyder, dem Betreiber der US-Website „The Truth”, übersetzt. Er hatte 28 Belege dafür gesammelt, dass bereits die ganze Westküste Nordamerikas durch radioaktiven Fallout aus Fukushima belastet ist. Siehe: 28 Belege dafür, dass die ganze Westküste der USA durch radioaktiven Fallout aus Fukushima belastet ist. Im Januar bekamen wir einen weiteren Beitrag, diesmal von MARGARET MUNRO, die veröffentlicht auf canada.com. Sie ist eine wissenschaftliche Journalistin aus Kanada.

INFOBOX:

Cäsium besitzt 39 verschiedene Isotope. Von Bedeutung ist das Cäsium-137 mit einer physikalischen Halbwertzeit von 30,17 Jahren und das Cäsium-134 bis einer physikalischen Halbwertzeit von 2,0648 Jahren. Es entsteht bei der Kernspaltung in Kernreaktoren. Durch Kernwaffenversuche und Reaktorunfälle gelangt es in die Umwelt. Von dort aus kann es über die Nahrungskette oder das Trinkwasser in den menschlichen Körper gelangen. Cäsium besitzt Ähnlichkeit mit Kalium. Deshalb wird es wie dieses im Magen-Darm-Trakt vom Körper aufgenommen und wie Kalium vor allem im Muskelgewebe gespeichert. Die biologische Halbwertzeit – die Zeit, die der Körper braucht, um die Hälfte des strahlenden Materials wieder auszuscheiden – ist abhängig von Alter und Geschlecht und beträgt bei Cäsium-137 durchschnittlich 110 Tage. Bis zur Ausscheidung aus dem Körper geben die Cäsium-Isotope Strahlung in das umliegende Gewebe ab. Da im ganzen Körper Muskelgewebe vorkommt, verteilt sich die Strahlung dann mehr oder weniger überall. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurden viele europäischen Gebiete durch den Fallout mit radioaktivem Cäsium-137 belastet, das sich speziell in Pilzen angereichert hat. Auch Wildschweine, die gerne Pilze fressen, waren und sind besonders betroffen.

09. Oktober 2014 – Fukushima: Radioaktivität in Kanada nachgewiesen – Fukushima radiation nearing West Coast

Radioaktivität aus Fukushima nähert sich der Westküste Kanadas

Dies ergab eine Probe, die etwa 1200 Kilometer westlich von Vancouver auf Cäsium-134 getestet wurde. Sie war positiv und ist nachweislich aus Fukushima. Diese Probe ist die erste von etwa 40 Offshore-Testergebnissen, die im nächsten Monat der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen, sagte Ken Buesseler, ein chemischer Ozeanograph vom Woods Hole Oceanographic Institution. Die Probe wurde in einer Tiefe von 25 Metern entnommen. Wissenschaftler erwarten, dass die Strahlung aus Fukushima die Westküste Kanadas noch in diesem Jahr oder spätestens im nächsten Jahr erreichen werden. Quelle: Fukushima radiation nearing West Coast dazu unser Beitrag: Fukushima: Radioaktivität in Kanada nachgewiesen – Fukushima radiation nearing West Coast

An der nordamerikanischen Pazifikküste fragen sich viele Menschen besorgt: Haben die 2011 bei den Atomunfällen von Fukushima freigesetzten Radionuklide den Ozean überquert und die USA erreicht? Ozeanforscher sammeln deshalb sorgfältig Daten, auch mit Unterstützung der Bürger.

Nach einer Studie könnte nach Ablauf einer 10-Jahresfrist das Wasser über den gesamten Pazifik fast homogen werden, mit höheren Werten im Osten entlang der gesamten amerikanischen Küste mit einem Höchstwert (~1 × 10−4) vor der Baja California. Zu einem ähnlichen Ergebniss kommen Spitzen-Forscher aus China. Darüber berichteten wir Netzfrauen bereits im Oktober 2013.

Blase mit radioaktivem Wasser erreicht Kalifornien

Die riesige radioaktive Wasserblase, die sich im Pazifik gebildet hat, treibt auf Kaliforniens Küste zu und hat offenbar im Meer schon für erhebliche Schäden gesorgt. 300 Tonnen verseuchtes Wasser fließen täglich ins Meer. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, hat dieses stark belastete Wasser eine riesige Blase gebildet, die im Pazifik auf die USA zutreibt. Nach Untersuchungen der Strömungsverhältnisse im Pazifischen Ozean hat das gravierende Folgen für die US-amerikanische Westküste. Nuklearingenieur Arjun Makhijani, Präsident des Instituts für Energie- und Umweltforschung IEER mit Sitz in Takoma Park in Maryland, erwartete, dass die Blase im März 2014 die US-Küste erreichen würde. Der Höchststand dieser vor allem mit Cäsium-137 verseuchten Wasserblase wird für das Jahr 2016 erwartet. Siehe: Fukushima – Abgestorbene Organismen bedecken den Meeresboden – 98% Of Pacific Seafloor Covered In Dead Sea Creatures 145 Miles Off The Coast Of California

Experten fanden im Plankton zwischen Hawaii und der Westküste der USA sehr große Mengen von Cäsium-137. Plankton ist der Beginn der maritimen Nahrungskette. Nach einer Simulation des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel werden bis zum Jahre 2020 auch die entlegensten Winkel des Pazifischen Ozeans mit größeren Mengen von Cäsium-137 verseucht sein. So in unserem Bericht Blase mit radioaktivem Wasser erreicht im März Kalifornien vom 16. November 2013. [Dazu auch eine Publikation von J.N. Smith, R.M. Brown, M. Robert, B. Williams and R. Nelson: “Radionuclide Transport from Fukushima to Eastern North Pacific” (PDF)]

FukushimaOzean

05. Januar 2015 – Die Radioaktivität aus Fukushima steigt in den Gewässern der Westküste

VANCOUVER – Nach Aussage eines von Kanadiern geführten Teams, das die Nuklearwolke beobachtet, hat die Radioaktivität aus Japans zerstörten Atomkraftwerken die Küste von British Columbia erreicht, und der Wert wird in den Gewässern Nordamerikas in den nächsten ein bis zwei Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach weiter ansteigen.

Die Radioaktivität „stellt keine Gefahr für die Gesundheit oder die Umwelt dar“, ist aber an Kanadas Westküste nachweisbar und der Wert steigt. Dies berichtete ein Team unter der Leitung des Meereskundlers John Smith (Amt für Fischerei und Meer) am Montag, den 29. Dezember 2014,  auf der Sitzung der Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Die Meerwassermessungen des Teams zeigten, dass die Radioaktivität aus Fukushima zuerst im Juni 2012 ca. 1500 km westlich von British Columbia auftrat, ca. ein Jahr nach dem japanischen Nuklearunfall.

Bis Juni 2013 verteilte sich das „Signal aus Fukushima“ über die kanadische Kontinentalplatte vor der Küste British Columbias und war ab Februar 2014 „überall in den oberen 150 m der Wassersäule“ nachweisbar, sagt der Bericht, welcher zeigt, wie die Pazifikströme die radioaktive Wolke langsam über den Ozean tragen. Er sagt, dass das radioaktive Fukushima-Signal vor der Küste British Columbias nun die doppelte Hintergrundstrahlung im Meer hat wie durch die atmosphärischen Atombombentests.

Forscher sagen voraus, dass die Radioaktivität vor Nordamerika durch Fukushima weiter ansteigen wird, bevor sie 2015-16 ihren Höhepunkt auf einem Niveau erreicht, welches vergleichbar ist mit dem in den 1980-ern als Ergebnis der Atomtests gemessenen. Es wird erwartet, dass diese Werte bis 2021 sinken und auf ein Niveau zurückkehren, wie vor dem Fukushima-Unfall – welcher als einer der schwersten Atomreaktorunfälle angesehen wird.

Ein schweres Erdbeben im März 2011 vor der Küste Japans löste einen Tsunami aus, der die Fukushima Dai-ichi Atomkraftanlagen überflutete. Der Ausfall der Notstromversorgung führte zu einer Überhitzung, einer Nuklearschmelze und der Evakuierung der Anlage in Fukushima. Das Land und die Farmen rund um die Atomkraftwerke wurden schwer kontaminiert und eine große Menge Radioaktivität wurde in den Pazifik gespült.

Smiths Arbeit ist Teil eines Ozeanüberwachungsprogrammes, ins Leben gerufen, um die Wolke zu verfolgen. Schiffe der kanadischen Küstenwache fahren bis zu 1500 km vor die Küste British Columbias und in die Beaufortsee und sammeln Meerwasser aus Tiefen bis zu 1000 m und die Wissenschaftler testen es auf die radioaktiven Isotope Cäsium-137 und Cäsium-134.

Cäsium-137 ist das größere Problem, da es für Jahrzehnte in der Umwelt verbleibt. Cäsium-134 zerfällt viel schneller, ist aber ein „unmissverständlicher Nachweis für eine Kontamination durch Fukushima“, sagen die Wissenschaftler. Der Grund ist, dass diese Verbindung nur durch den japanischen Reaktorunfall in den pazifischen Ozean eingeleitet wurde, anders als der Fallout durch Atomtests, der in den sechziger Jahren seinen Höhepunkt hatte und seitdem fällt.

Während das Cäsium-134 aus diesem Unfall innerhalb einiger Jahre verschwindet, kann das Cäsium-137 für Jahre bleiben.

Daher sagen die Wissenschaftler voraus, dass die Cäsium-137-Werte vor der Küste Nordamerikas nicht vor 2021 auf das Niveau von vor dem Fukushima-Unfall zurückkehren werden.

Smith, der die Abteilung Radioaktivität am DFO’s Bedford Institute of Oceanography leitet, war für ein Interview vor Redaktionsschluss nicht verfügbar. Aber der Bericht sagt, es sei die erste systematische Studie des „Auftretens des radioaktiven Fukushima-Signals in den kontinentalen Gewässern von Nordamerika“. Er sagt, die Ergebnisse „seien entscheidend“ für das Verstehen der Zirkulation der Radioaktivität.

Aber die Wissenschaftler sagen, es stelle keine Gefahr dar.

Der Wert von Cäsium-137 im Wasser liegt weit unter den Werten, die in den 1960er- und 1970er-Jahren durch Atomwaffentests gemessen wurden und „weit unter den kanadischen Richtlinien für Trinkwasserqualität“, sagen sie.

Die zu erwartende Strahlendosis beim Konsum von Blauflossentunfisch, der der Radioaktivität des Fukushima Unfalles ausgesetzt war, „ist vergleichbar mit der Dosis, die wir durch natürlich vorkommende Radionuklide in anderen Lebensmitteln aufnehmen, und nur ein geringer Teil der Dosis aus anderen Hintergrundquellen“.

Das Original:

Fallout from radioactive Fukushima rising in west coast waters

Text von Margaret Munro

VANCOUVER — Radioactivity  from Japan’s crippled nuclear reactors has turned up off the British Columbia coast and the level will likely peak in waters off North America in the next year or two, according to a Canadian-led team that’s intercepted the nuclear plume.

The radioactivity “does not represent a threat to human health or the environment,” but is detectable off Canada’s west coast and the level is climbing, a team led by oceanographer John Smith at Fisheries and Ocean Canada (also known as the Department of Fisheries and Oceans) reported Monday in the Proceedings of the National Academy of Sciences.

The team’s seawater measurements reveal Fukushima radioactivity first showed up 1,500 kilometres west of British Columbia in June 2012, more than a year after the Japanese nuclear accident.

By June 2013, the “Fukushima signal” had spread onto the Canadian continental shelf off the B.C. coast, and by February 2014, it was detectable “throughout the upper 150 metres of the water column,” says the report,  showing how the Pacific currents are carrying the radioactive plume slowly across the ocean. It says the Fukushima’s radioactive signal off the B.C. coast is now double the “background” radiation in the ocean from atmospheric nuclear bomb testing.

The scientists predict the Fukushima radioactivity off North America will continue to increase before peaking in 2015-16 at levels comparable to those seen in the 1980s as a result of nuclear testing. Then levels are expected to decline and, by 2021, should return to levels seen before that Fukushima accident — considered one of the most serious nuclear reactor accidents.

A huge earthquake off the coast of Japan in March 2011 triggered a tsunami that flooded the Fukushima Dai-ichi nuclear power plants. Loss of backup power led to overheating, nuclear meltdowns and evacuation of the Fukushima site. Land and farms around the nuclear plants were severely contaminated and a large radioactive discharge washed into the Pacific. read more: Fallout from radioactive Fukushima rising in west coast waters

Um sich ein Bild von Fukushima machen zu können, schauen Sie sich bitte diesen Beitrag an:

Die Story im Ersten: Fukushima – Unterwegs in der größten Nuklearbaustelle der Welt

German TV station “Das Erste” reveals: Fukushima – Visiting the biggest nuclear building site on Earth

Fukushima: 「ランガ・ヨゲシュワ氏の福島視察」というドキュメンタリーから次の技術に関する詳細をご紹介したいと思います。

Netzfrauen, Mailin Klaas, Andrea Escher, Lisa Natterer  und Doro Schreier

deutsche Flagge

Dazu auch:

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. langsam, aber sicher löscht sich der mensch selbst aus….
    alles andere regeneriert sich oder passt sich an….der mensch wird zunehmend hässlicher und degenerierter. der wunderschöne planet bleibt.
    wir haben keinen respekt und keine empathie. konsumieren was geht.volles EGO, vollgas, überall…
    wir sind so und so am endpunkt angelangt.
    ich habe keine kinder.
    gut so.
    so ist es.
    amen.

  2. Wie kann man nur so sorglos mit der Umwelt umgehen? Die Menschheit hat noch immer nichts dazu gelernt. Haben denn die Entscheidungsträger/Politiker keine Kinder und Enkeln ? Habgier und Geld regieren die Welt.

  3. Chemie und Schönungsmittelzusatz der Radiowässer von Schwermetalloxidverbindungen in künstliche folierte Auffangteiche statt Stahltanks ( Pumpleitungen für isotopenverseuchte Wasser) auf der Japaninsel – Zeitgewinn vor Ort für Arbeiten – statt Ausleitung in den offenen Pazifik
    Erstarrungsversuch vor Ort in Coriumschmelzen und Bremsung mit Einschub von Neutronenfangsubstanzen die in Stahllanzen verpackt vorgeschoben werden
    Untertunnelung Anstechen der Schmelzen mit Bohrrobotern und flächiger Ausguß in Gussbeete die mit Neutronenbremsen vorbereitet wurden zwecks Bremsung des Kettenreaktionsniveaus auf unter Erstarrungstemperatur und späterer Abbau von Uran und Plutonium aus der Tunnelanlage

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