Rapa Nui – Protest im Paradies! MAHANI TEAVE: „Wir sind kein Museum und wollen auch keins sein. Wir sind eine Nation.”

MAHANI TEAVE, prominente Konzertpianistin: „Wir sind kein Museum und wollen auch keins sein. Wir sind eine Nation.”

Wer hat nicht schon etwas über die Insel Rapa Nui gehört oder gelesen? Einem kleinen polynesischen Archipel mitten im Pazifik, ca. 3500 km westlich von Chile. Bis heute zeugen kolossale Steinskulpturen, die sogenannten Moai, Felszeichnungen und eine einzigartige Schrift von einer hochentwickelten Kultur, die ihre letzten Geheimnisse noch nicht preisgegeben hat. 

Mahani Teave stammt von den Osterinseln und ist die prominenteste Pianistin in Chile. Mehrmals spielte sie live vor dem Präsidentenpalast ihres Landes und jedes Mal feierten etwa zehntausend Besucher ihren Erfolg.

Die Osterinsel und der Niedergang ihrer alten Kultur spiegelt sich in etlichen Romanen und Filmen wider. Und während hierzulande die Wissenschaftler sich damit beschäftigen, was zum oft beschriebenen Kollaps dieser Gesellschaft führte, protestieren die Inselbewohner auf Rapa Nui.

Rapa Nui – Protest im Paradies

Seit dem 26. März gibt es organisierte Mobilmachungen wie Sperrungen von Nationalparks für Touristen von seiten der Rapanui, der Ureinwohner der sogenannten Osterinsel, um Druck auf ein Migrationsgesetz auszuüben. Das Gesetz gilt als entscheidend für ihr Überleben und das ihrer Kultur.

“Unsere Insel ist in einem zerbrechlichem kulturellen, sozialen und Umweltzustand. Unsere Kultur stirbt aus…”

Die Forderungen der Ureinwohner an den chilenischen Staat sind die folgenden:

  • Migrationsgesetz: wegen der Überbeanspruchung der vielen Menschen (Einwanderer, Touristen und wenige Ureinwohner) stirbt die Kultur aus, zu viel Müll, mit dem man nicht weiß wohin, Abnutzung und Verschleiß von archäologischem Erbgut, da es so gut wie keine Hüter in den Parks gibt, sind nur einige der Probleme der Überbevölkerung. Mit dem Gesetz wollen sie der Anzahl der Leute, die auf die Insel kommen (und oft dann dableiben) einschränken und auch deren zeitlichen Aufenthalt. Rapa Nui ist eine Vulkaninsel mit einzigartigem Ökosystem und ebensolcher Kultur. In nur 10 Jahren hat sich die Bevölkerung nur dank der Migration verdoppelt, und von den heutigen 3000 Rapa Nui sprechen nur etwa 1500 ihre Sprache. Nur ein Beispiel: Rapa Nui war das einzige Volk der Polynesier, das eine eigene Schrift entwickelt hatte. Diese ging im letzten Jahrhundert verloren, als Tausende Inselbewohner von Peruanern entführt wurden, um als Sklaven zu dienen, und mit ihnen die letzten Gelehrten, die die Schrift beherrschten.
  • Außerdem wollen die Rapanui ein Gesetz, das bestimmt, dass die Gewinne des Nationalparks Conaf, der einen sehr großen Teil der Insel ausmacht, auch dort bleiben, um gerade diese zu schützen. Touristen wandeln frei über Felszeichnungen (ohne es zu wissen) und archöologische Reste werden so noch mehr zerstört . Mit dem Geld sollen Hüter bezahlt werden und Restaurationen durchgeführt.

Beide Forderungen haben als Kern die Rettung und den Schutz des Kulturerbes wie Sprache, Bräuche und Traditionen. Ein Migrationsgesetz und ein Schutz ihrer Ressourcen sehen die Rapa Nui als einzige Möglichkeiten, um als Volk zu überleben.

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Die Geschichte der Osterinsel, wie sie selbst in Chile nicht an den Schulen unterrichtet wird, aus der Sicht eines Ureinwohners mit seinem Versuch, uns die Rebellion zu erklären:

Vor 293 Jahren, am 5. April 1722, nach einigen windstillen Tagen, sahen drei holländische Schiffe, die auf der Suche nach dem „Davis-Land“ waren (einer vermeintlichen Insel, die man glaubte, vor der chilenischen Küste gesehen zu haben), im Norden die Umrisse einer unbekannten Insel auftauchen. An jenem Tag, genau wie jetzt, war Ostersonntag, und deshalb gaben die Holländer ihr den Namen „Osterinsel“.

Sie näherten sich ihr, segelten südlich vorbei, machten einen Bogen um die Eilande, die man heute als die Motu-Inseln kennt, und begaben sich dann in Richtung Norden etwa 5 km seewärts gegenüber des Ortes wo heute Hanga Roa liegt. Am nächsten Tag, nach einer gewitterigen Nacht, kam einer der Bewohner der unbekannten Insel in einem Boot zu ihnen, und es entstand der erste bekannte Kontakt zwischen einem Rapa Nui und Bewohnern der westlichen Welt. In verschiedenen Berichten der holländischen Seefahrer wird der Mann als etwa 50jährig beschrieben, von Kopf bis Fuß tätowiert, mit sehr langen Ohrläppchen, Kinnbart, hochgewachsen und stark, lebhaft, fröhlich und von angenehmer Art.

Er stieg an Bord und sah sich das Schiff fasziniert und es mit den Augen ausmessend an. Dann begann er eine halbstündige Zeremonie, bei der er Arme und Kopf auf einen Tisch legte und dann unter vielen Worten gegen den Himmel erhob. Es machte den Anschein, dass er sich an „seinen Gott“ wandte. Zum Schluss begann er zu springen und zu singen. Die Holländer boten ihm Wein an, aber er goss ihn sich über die Augen. Sie spielten ihm auf der Geige auf; dieses Instrument überraschte ihn sehr durch seine Form und Klang, und er fing an mit den Seefahrern zu tanzen. Nachmittags stiegen Wind und Regen auf, und das Schiff musste sich von der Insel entfernen, deshalb schickte man den sympathischen Besucher zurück auf sein Boot. Am nächsten Tag kam er wieder zum holländischen Schiff, dieses Mal in Begleitung vieler anderer Bewohner der unbekannten Insel. Einige kamen in Booten und andere schwammen mit Schwimmkörpern aus Schilfgras, und sie brachten Hähnchen und Süßkartoffeln als Begrüßungsgeschenke.

Der Rapanui, der als erster auf das Schiff gestiegen war, war ein „Tumu Ivi Átua“, und die Geschenke, die er bei der Rückkehr zum holländischen Schiff brachte, waren Teil des Rituals, um ein „Tapu“ (Verbot) aufzuheben, das nach polynesicher Tradition die Mannschaft daran hinderte, an Land zu gehen. Wegen schlechten Wetters umsegelten die Holländer die Insel und ankerten gegenüber von Anakena, wo heute noch die Moai des Ahu Ature Huki und Nau Nau stehen. Am Morgen des nächsten Tags entschlossen sie sich, angesichts der Freundlichkeit die die Inselbewohner zeigten, mit fünf Booten an Land zu gehen.

An Land angekommen, formierten sich die 135 stark bewaffneten Holländer in einer Kolumne und wurden von neugierigen Rapanui umringt. In ihrem Bericht über diesen ersten Landgang auf Rapa Nui beschrieben die Holländer die Situation wie folgt: „Sie näherten sich uns in Masen mit leeren Händen, um uns zu empfangen, dabei hüpften und sprangen sie vor Freude…“ „Wir kamen an Land und durchquerten eine große Menge von Einwohnern die uns mit allen möglichen Zeichen der Freundschaft Platz machten.“ (Kapitän Cornelius Bouman). Als die Holländer sich jedoch in Bewegung setzten, hörte man vier Schüsse, gefolgt vom Abschuss von mehr als dreißig Musketen. Die Holländer hatten ohne jegliche Provokation aus nächster Nähe in die sie umgebende Menge geschossen, welche entsetzt davonlief.

„Wir sahen die Einwohner einlands Richtung Berge laufen.“

Auf dem Boden vor den Holländern lag ein Dutzend toter Rapa Nui, unter ihnen der Tumu Ivi Átua, der auf ihr Schiff gekommen war, um sie zu begrüßen. Es gab auch viele Verletzte, die sich ohne zu verstehen, was passiert war, die Wunden betrachteten, die die Schüsse in ihren Körpern verursacht hatten. Die Holländer hatten nun freie Bahn und gelangten bis zu den Boot-Häusern von Anakena. Sie durchsuchten sie, ohne etwas von Interesse zu finden, und als sie sich gerade auf den Rückweg zum Strand machten, näherte sich ihnen einer der Rapa Nui, der ein “Oberhaupt” zu sein schien, mit einem Federschmuck auf dem Kopf und einer “Art Umhang”, und machte “alle möglichen Verbeugungen”; er legte in einigen Metern Entfernung ein Hähnchen und einen Büschel Bananen als Opfergabe ab und flüchtete wieder.

Laut des Berichts der Holländer, machten sie diesem “Oberhaupt” Zeichen, dass sie ihnen nichts antun würden, und daraufhin befahlt jener “Ariki” seinen Leuten, dass sie alles was sie hätten anbieten sollten, um die Körper der Toten zurückzuerlangen. Man sah den Rapanui an, dass der Tod ihrer Angehörigen sie schrecklich erschüttert hatte; sie kehrten mit einer “rot-weiβen” Fahne zurück, Frauen, Männer und Kinder zogen vor ihnen vorbei mit Palmblättern in der Hand, sie gingen vor ihnen in die Knie, schrieen und klagten vor Trauer, “sie zeigten uns mit ihren allerdemütigsten Haltungen wie sehr sie unsere Freundschaft wünschten, ” sie brachten alles was sie hatten, Hähnchen, Süβkartoffeln und Zuckerrohr…

Die Holländer verbrachten einige Stunden dort, bevor sie zu ihren Schiffen zurückkehrten.

Der Ariki lud sie ein, am nächsten Tag die andere Seite der Insel zu besuchen, aber in der Nacht zog Nordwind auf, der die Schiffe in eine gefährliche Lage mit der Küste im Windschatten brachte. Am Morgen riss bei einem das Ankertau und es endete fast zwischen den Felsen, sodass die holländische Flotte sich gezwungen sah, übereilt die Insel zu verlassen. Sie waren kaum einige Stunden dagewesen und lieβen Tote und Verwundete hinter sich.

Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, was für die Rapa Nui ihr erster Kontakt mit “Westlern” und das Blutbad bei der Landung bedeuten musste, ausgerechnet in Anakena, einem der heiligsten Orte der Insel, und an der gleichen Stelle wo vor langer Zeit ihr Vorfahr und erster Ariki Hoti Matua an Land gegangen war. Wie Behrens, einer der Holländer, es ausdrückte: “In der Zukunft werden ihre Kindeskinder noch von uns sprechen.”

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Es vergingen fast 50 Jahre, bis ein weiteres Schiff die Insel fand und auf ihr landete.

Für die Rapa Nui war bereits eine ganze Generation vergangen und die Erinnerung an die Vorfälle in Anakena verblieb nur in den Ältesten. Als die spanische Expedition unter dem Kommando von González de Haedo ankam, empfingen die Rapa Nui die neuen Besucher trotz dieser tragischen Erinnerung wiederum höflich: “Eine Menge von Ureinwohnern beiderlei Geschlechts stieg an Bord der zwei Schiffe, wie immer erlebt man sie als sehr ehrlich und liebevoll… Sie bieten groβzügig die armselige Kleidung und Möbelstücke an, die sie dabei haben…” (Francisco Antonio Aguera). Der Besuch der Spanier geschah jedoch nicht aus Höflichkeit, sondern aus politischem Kalkül und hatte die klare Absicht, sich die Ländereien zu eigen zu machen, unter Anwendug des berühmten “Artikels 43” (Ich Westler+Katholik+Waffen, du Eingeborener+Heide+wehrlos = all deine Ländereien gehören mir.) Die spanische “Besitzergreifung” wurde auf einem der drei Maunga (Hügel) des Vulkans Poike zelebriert, wohin sie unter Begleitung vieler Rapa Nui aufstiegen. Dort stellten sie drei Kreuze auf und der Fragattenkapitän Josef Bustillo nahm die “Insel in Besitz”: Im Namen des spanischen Königs, “unseres Herrn und Gebieters Karl dem Dritten”, annektierte er sie für die Krone und nannte sie “San Carlos-Insel”. Dieser Name sollte so lange bestehen bleiben wie die Edelhölzer, aus denen die Spanier die drei Kreuze gemacht hatten, sobald sie vom Poike herabgestiegen waren.

Drei der Rapa Nui, die offensichtlich keine Ahnung hatten und denen sehr wahrscheinlich das Ganze merkwürdig und sogar lustig erschien, lieβ man ein Dokument unterschreiben, in dem die Insel übergeben wurde; sie kritzelten einige Symbole in “Rongo-Rongo” darunter. Einige Geschichtsforscher haben die Theorie, dass es die Rongo-Rongo-Schrift vorher gar nicht gab, sondern dass sie sich erst damals, in Imitation dieser spanischen Schriftstücke, zu entwickeln begonnen hatte. Nach der Ankunft der Spanier war die Insel auf allen westlichen Schiffskarten verzeichnet, und wurde immer häufiger besucht. Ihre Isolierung und die Wehrlosigkeit ihrer Bewohner wurde von vielen Besuchern brutal ausgenutzt.

Besonders schrecklich war der amerikanische Walfänger Pindos im Jahr 1811.

Eine Gruppe von Seeleuten nutzte den Landgang zum Wasserholen dazu aus, mehrere Frauen zu entführen, die sie an Bord brachten und die ganze Nacht hindurch vergewaltigten. Anstatt sie am nächsten Tag an Land zurückzubringen, warfen sie sie ins Wasser, und während die Frauen versuchten schwimmend an Land zu gelangen, vergnügte sich der erste Offizier (ein Arschloch namens Mr. Waden) damit, sie eine nach der anderen zu erschieβen. Aber das Schlimmste stand noch bevor. Obwohl die Rapa Nui mittlerweile die immer häufigeren Besucher feindlich empfingen, kam im Jahr 1862 eine peruanische Flotte zur Insel, die einen groβen Teil der Bevölkerung entführte und als Sklaven mitnahm. Fast alle starben, und die wenigen, denen es gelang zurückzukehren, brachten die Pocken und andere auf der Insel unbekannte Krankheiten mit. Die Rapa Nui begannen derart zu sterben, dass sie kaum Zeit und Kraft fanden, ihre Toten zu beerdigen.

Ende des 19. Jahrhunderts gab es auf der Insel kaum mehr als hundert Rapanui, die gesehen hatten, wie ihre Kultur praktisch ausgerottet wurde. Die wenigen Überlebenden mussten ihre Ländereien, die ihnen während mehrerer Jahrhunderte und Generationen gehört hatten, verlassen, und man zwang sie, in einem eingezäunten Bereich in Hanga Roa eingesperrt zu leben. Die mittlerweile “chilenische” Insel (das muss anderweitig ausführlich erzählt werden) wurde gemeinsam mit den überlebenden Rapanui an eine englische Schafzuchtfirma vermietet. Bis zum Jahr 1965 wurden die Rapanui nicht als chilenische Staatsbürger anerkannt und man erlaubte ihnen nicht, sich frei zu bewegen, geschweige denn, die Insel zu verlassen.

Wenn du noch nie von diesen Tatsachen gehört hast, verstehst du vielleicht jetzt die historischen Forderungen der Rapanui besser, und warum sie heute darum kämpfen, die Ländereien ihrer Vorfahren zurückerlangen und verwalten zu können, und warum sie alle Gewinne, die mit ihrer Kultur gemacht werden und mit den archäologischen Fundstellen die ihre Familie und Vorfahren mit eigenen Händen geschaffen haben, für sich beanspruchen.

Sie sind die einzigen und rechtmäβigen Erben einer Kultur von unschätzbarem Wert, die einzigartig ist auf dem Planeten, und so sind sie es auch von allen aus ihr entspringenden Gewinnen und Rechten. Sie müssen auch dazu in der Lage sein, sich in einer einzigen Stimme zu vereinigen, und zu zeigen, dass sie für ihren Anspruch auf ihre Vergangenheit und ihre Kultur kämpfen, und nicht für persönliche Interessen.

“Altes Rapa Nui, Vaterland ohne Stimme,/ vergib uns Schwätzern der Welt./ Wir sind von überallher gekommen, um auf deine Lava zu spucken. / Wir kamen voller Konflikte, Streitigkeiten, Blut,/ voller Wehklagen und Abschweifungen.” Pablo Neruda

Interview mit Lorenzo Tepano von Rapa Nui Parlaments

Text von “Ranoraraku”, am 5. April 2015 auf Facebook, auf der Osterinsel (Rapanui)

Comunidad Rapa Nui inicia protestas y bloquea sitios turísticos de la isla

Hace hoy 293 años, tres barcos holandeses que estaban buscando la “Tierra de Davis”, una supuesta isla que se creía había sido avistada frente a las Costas Chilenas, tras unos días de poco viento, el día 5 de Abril de 1722, vieron aparecer por el Norte los perfiles de una isla desconocida.
Ese día, como hoy, era „Pascua de Resurrección“ y por eso los Holandeses le pusieron el nombre de „Islade Pascua“.
Tras acercarse a ella, la rodearon por el sur pasando por fuera de los islotes hoy conocidos como los “Motu” para navegar luego hacia el Norte por delante de lo que hoy es Hanga Roa a unos 5 km de la costa.

Al día siguiente, tras una noche de truenos y relámpagos, llegó hasta ellos navegando en un bote uno de los habitantes de esa isla desconocida.
Se acababa de producir el primer contacto conocido de un Rapanui con Occidentales.

Los diferentes relatos de los marineros holandeses lo describen como de unos 50 años, tatuado de pies a cabeza, con los lóbulos de las orejas muy alargados, con perilla, alto y fuerte, también alegre, vivaz y de gestos agradables. Subió a bordo y estuvo mirando y midiendo el barco fascinado, hizo una larga ceremonia de media hora en la que puso sus brazos y cabeza sobre una mesa y luego las comenzó a levantar hacia el cielo mientras pronunciaba muchas palabras. Parecía estar dirigiéndose a “su dios”.

Al terminar se puso a saltar y a cantar, los holandeses le invitaron a beber vino, pero él se lo tiro sobre los ojos, le tocaron el violín, instrumento que le sorprendió mucho por su forma y sonido, y al escucharlo se puso a bailar con los marineros. En la tarde subió el viento y las lluvias, lo que les obligaba a alejarse de la isla por lo que mandaron a su simpático visitante de nuevo a su bote.

Al día siguiente regresó de nuevo al barco Holandés, esta vez en compañía de otros muchos habitantes de esa desconocida isla. Llegaron en botes y nadando sobre flotadores de juncos y les traían regalos de bienvenida, pollos y camotes. Ese primer Rapanui que había subido al barco, era un Tumu Ivi Átua y en su regreso al barco holandés los regalos que traía formaban parte del rito del levantamiento del “Tapu”.(prohibición) para permitirles desembarcar según la tradición Polinésica.

Los holandeses debido al mal tiempo dieron la vuelta a la isla y fondearon delante de Anakena, donde todavía estaban en pie los Moai de los Ahu Ature Huki y Nau Nau. El día siguiente por la mañana ante la actitud amigable de los isleños decidieron desembarcan en cinco botes.

Al llegar a tierra, los 135 holandeses,fuertemente armados, se formaron en una columna siendo rodeados por los curiosos Rapanui.
En su relato de ese primer desembarco en Rapa Nui, los holandeses describen la situación diciendo “se acercaron a nosotros en multitudes con sus manos vacías para recibirnos, brincando y saltando de alegría..”… “llegamos a tierra y pasamos todos por una gran multitud de habitantes quienes nos hicieron lugar con todo posible signo de gran amistad” (Capitán Cornelius Bouman).

Sin embargo apenas los holandeses empezaron a caminar, se escucharon cuatro disparos, que fueron seguidos de una descarga de más de treinta mosquetes.

Los holandeses sin provocación alguna habían disparado a bocajarro sobre la multitud que los rodeaba, que salió corriendo despavoridos. “vimos a los habitantes ir mas tierra adentro hacia las montañas”. En el suelo delante de los holandeses una docena de Rapa Nui yacían muertos, entre ellos está el Tumu Ivi Átua, el koro que había subido al barco a darles la bienvenida, hay también muchos heridos que sin comprender que ha pasado se miran las heridas que han producido en sus cuerpos los disparos.

Los Holandeses con el camino libre, llegan hasta las casas-bote de Anakena y las inspeccionan sin encontrar nada que les interese, cuando se disponen a regresar a la playa, uno de los Rapanui que parece ser un “jefe” , vestido con un tocado de plumas y con una “especie de capa”, se acerca a ellos haciendo todo tipo de reverencias”, les deja a unos metros un pollo y un racimo de plátanos como ofrenda y sale de nuevo huyendo.

Según el relato de los holandeses, le hacen gestos a ese “jefe” de que no les van a hacer daño y entonces ese “Ariki” ordena a los suyos que ofrezcan todo lo que tienen para poder recuperar los cuerpos de los muertos.
Los Rapanui evidencian que la muerte de los suyos ha sido un hecho que les ha conmocionado terriblemente, vuelven con una bandera “Roja y blanca” , Mujeres, hombres y niños pasan delante de ellos llevando hojas de palma y poniéndose a sus pies de rodillas gritan y se lamentan de manera lúgubre, “nos dieron testimonio a través de sus más humildes posturas de cuanto deseaban nuestra amistad” , les llevaron lo único que tenían, pollos, camotes y caña de azúcar…

Los holandeses pasan allí unas horas antes de regresar a los barcos, el Ariki les invita a visitar la otra parte de la isla al día siguiente, pero esa noche el viento rola al Norte dejando a los barcos en una peligrosa situación con la costa a sotavento.
En la mañana uno de ellos rompe la amarra del ancla con lo que casi termina en las rocas, así que la flota holandesa se ve obligada a abandonar precipitadamente la isla.

Apenas fueron unas horas y dejaron tras de sí muertos y heridos. No es difícil imaginarse lo que debió suponer para los Rapa Nui su primer contacto con “occidentales” y la matanza del desembarco en Anakena, que había acontecido en uno de los territorios mas sagrados de la isla, y en el mismo sitio donde mucho tiempo atrás, había desembarcado su ancestro y primer Ariki Hotu Matua.
Como afirmó uno de los Holandeses , Behrens: “en el futuro, los hijos de sus hijos todavía hablaran de nosotros”.

Pasaron casi 50 años hasta que otro barco volvió a localizar y desembarcar en la isla. Para los Rapanui había transcurrido por tanto ya una generación y el recuerdo de lo sucedido en Anakena solo permanecía en los mas ancianos.

Cuando llegó la expedición Española comandada por González de Haedo, a pesar del trágico recuerdo, los Rapanui recibieron de nuevo cortésmente a los nuevos visitantes: “entraron a bordo de los dos buques multitud de indios de ambos sexos, en quien siempre se experimenta mucha sinceridad y cariño… ofrecen de buen afecto el miserable ropaje y muebles que les acompaña…” (Francisco Antonio Aguera).

Sin embargo la visita de los Españoles no era de mera cortesía , sino Política y tenía una clara intención de apropiarse de tierras en base de la aplicación del famoso “artículo 43”. (yo Occidental+Católico+Armas,tu Indio+Pagano+indefenso = todas tus tierras son mías)

La “toma de posesión” Española se celebró en uno de los tres Maunga (cerros) del Poike, donde subieron acompañados de muchos Rapa Nui. Allí plantaron 3 cruces y el capitán de fragata, Josef Bustillo tomó “posesión de la isla” en nombre del Rey de España “nuestro Amo y Señor Don Carlos Tercero” anexionándola a la Corona y denominándola “Isla De San Carlos”.

Nombre que vino a durar lo mismo que las valiosas maderas con que los Españoles habían hecho las tres cruces, apenas bajaron del Poike.

A tres de los Rapa Nui, que evidentemente no se estaban enterando de nada y muy probablemente aquello les parecía curioso y hasta divertido, se les hizo firmar en un documento de „entrega de la Isla“, en el que garabatearon unos símbolos “rongo-rongo”.
Hay una teoria defendida por unos pocos historiadores, según la cual el desarrollo de la escritura “rongo-rongo”, no había tenido lugar hasta entonces y surgió como imitación por los Rapanui de esos documentos escritos mostrados por los Españoles.

Tras la visita de los Españoles, la isla ya estaba presente en todas las cartas de navegación occidentales, y comenzó a ser visitada cada vez mas frecuentemente. Su aislamiento y la indefensión de su población fue salvajemente aprovechada por muchos de ellos . Especialmente terrible fue la del ballenero americano Pindos en 1811. Un grupo de marineros aprovechando su bajada a tierra para buscar agua, secuestraron a un grupo de mujeres que se llevaron al barco, donde abusaron de ellas toda la noche. Al día siguiente en vez de devolverlas a tierra, las arrojaron al agua y mientras nadaban tratando de llegar a tierra, el primer oficial, (todo un CSM) llamado Mr Waden, se entretuvo disparándolas matando a una de ellas.

Pero lo mas terrible estaba por llegar. A pesar de que los Rapanui ya recibían de forma hostil a los cada vez mas frecuentes visitantes, una flota de barcos Peruanos llegó en 1862 a la isla, donde secuestraron a gran parte de la población para llevárselos como esclavos. Prácticamente todos murieron y los pocos que consiguieron regresar trajeron consigo la viruela y enfermedades que nunca había tenido la isla.
Los Rapanui comenzaron a morir en tal manera que apenas si tenían tiempo y fuerzas para enterrar a los suyos.
A finales de 1800 en la isla tan solo quedaban poco mas de un centenar de Rapanui, que habían visto su cultura prácticamente aniquilada. A esos pocos sobrevivientes se les obligó a abandonar las tierras que habían sido suyas desde hacia centenares de años y Generaciones y se les obligó a vivir encerrados en un cercado en Hangaroa.

La isla, ya “Chilena” , (eso se merece otro relato detallado) junto con los Rapanui supervivientes fue arrendada a una Compañía Inglesa para criar ovejas. Hasta 1965 a los Rapanui no se les reconoció como ciudadanos chilenos ni se les permitía circular libremente. Mucho menos viajar fuera de la isla.

Si nunca antes sabias de todos hechos, quizás a partir de ahora entiendas mejor el porque de las reivindicaciones históricas de los Rapanui y el porqué hoy día luchan por recuperar y administrar las tierras de sus Ancestros y reclaman como suyos todos los beneficios que se obtienen de su Cultura y de todos los Yacimientos Arqueológicos que sus Familias y Antepasados crearon con sus propias manos.

Ellos son los únicos y legítimos herederos de una Cultura de valor incalculable y única en todo el Planeta, así como de todos los beneficios y Derechos que de ella se deriven.

También están obligados a saber unirse en una sola voz y a mostrar que luchan por reivindicar su pasado y su cultura y no sus intereses personales.

“Antigua Rapa Nui, patria sin voz, / perdónanos a nosotros los parlanchines del mundo. / Hemos venido de todas partes a escupir en tu lava. / Llegamos llenos de conflictos, de divergencias, de sangre, / de llanto y digresiones” Pablo Neruda.

Texto por „Ranoraraku“ 5 de Abril de 2015.

Übersetzung des Text von Ranararaku,- Netzfrau Barbara Müller (Chile) 

Chile nach Überschwemmung, das neue Fukushima?

SOS von unserer Netzfrau aus Chile – WASSER, FEUER UND VULKAN BEDROHEN CHILE

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein sehr einseitiger Bericht. Dass das Weltkulturerbe vor dem Verfall gerettet wurde ist alleiniger Verdienst von CONAF, der chilenischen Nationalparkverwaltung, die auch große Anstrengungen zur Wiederaufforstung des Insel unternimmt. Außerdem lebt die Insel überwiegend von chilenischen Subventionen und Steuerbegünstigungen (http://www.dw.de/osterinsel-k%C3%B6nnen-neue-b%C3%A4ume-die-erosion-stoppen/a-18364582). Einziger Aktivposten ist der Tourismus, und gerade dieser wurde von dieser kleinen Gruppe Extremisten sabotiert. Dass es nur eine kleine Gruppe war, erkannte man schon am Umstand, dass sie gar nicht genügend Leute hatten um alleine die wenigen Straßen zu blockieren. Deshalb fällten sie an einer Stelle einfach einen der ohnehin auf der Insel nur spärlich vorhandenen Bäume um damit die Straße zu blockieren (https://easterislandtraveling.com/blog/wp-content/uploads/2015/03/tree-cut-down-blocking-road.jpg). Der Krieg der Kurzohren gegen die Langohren, der lange vor der Ankunft der ersten Europäer zum Niedergang der Kultur führte, wird überhaupt nicht erwähnt. Die Langohren waren die Leistungsträger, aber die Kurzohren waren zahlenmäßig stärker und vernichteten die Langohren und zerstörten anschließend die meisten Steinfiguren. In weiterer Folge reduzierte sich die verbliebene Bevölkerung durch Hungersnöte. Die Kurzohren waren ja nicht mal in der Lage, Boote zu bauen um den Fischreichtum der umgebenden Gewässer zu nutzen.
    Mehr Infos: http://www.alpha64.de/osterinfo.htm
    http://www.osterinsel.de/38-kurzohren-langohren.htm

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