Wasser aus Fukushima gewinnt Gold und Gütesiegel – „Strahlende“ Produkte

 Wer zahlt, schafft an – kauf Dir einfach ein Gütesiegel, auch wenn du aus Fukushima kommst, ob das Wasser nun radioaktiv verseucht ist oder nicht – das spielt in diesem Fall keine Rolle. Demnächst gibt es dann Kartoffeln aus Tschernobyl, natürlich Gütesiegel hochqualitativ wertvoll. Es ist kein Witz, Sie lesen richtig. englische Flagge

Der Bürgermeister von Fukushima gab am 8. April 2015 bekannt, dass Leitungswasser aus der Provinz Tohoku in Nord-Japan, nämlich aus dem Wasserreservoir ‚Surikamigawa Dam’, durch das renommierte Institut Monde Selection mit der Auszeichnung „Gold Quality Award“ versehen wurde.

Damit könnten nun endlich die letzten Befürchtungen zerstreut werden, dass das Wasser aus der Region Fukushima radioaktiv kontaminiert wäre. Bereits im April 2011, also nur einen Monat nach dem AKW-Unfall, der durch das schwere Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami ausgelöst worden war, gab es keine Verseuchung durch Caesium mehr, was aber nicht geglaubt wurde.

Diese Auszeichnung ist die zweithöchste, die vergeben wird.

Zur Erinnerung: das Wasser wird dort gespeichert, wo seit mehr als vier Jahren kontaminiertes Wasser in den Pazifik strömt. Aus lecken Tanks, aus undichten Auffangbecken, durch Niederschläge, die kontaminierte Ablagerungen von Pflanzen und Boden ins Grundwasser spülen.

Das offizielle Prüfinstitut der belgischen Regierung Monde Selection testet und bewertet jedes Jahr in verschiedenen Kategorien von Produzenten eingereichte Produkte und vergibt die Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien.

Info-Box:

Monde Selection, das Internationale Institut für Qualitätsselektionen, entwickelt nunmehr seit fast 50 Jahren einzigartiges Fachwissen beim Testen und Analysieren von Konsumgütern aus der ganzen Welt um sie mit einem international anerkannten Qualitätsaward auszuzeichnen.

Dank dieses Qualitätslabels, das anhand unseres Logos schnell zu erkennen ist, kann sich der Konsument darauf verlassen, dass das Produkt, das er zu kaufen beabsichtigt, von einer vollkommen unabhängigen Fachjury getestet und zugelassen wurde.

Dieses Label belohnt einerseits Unternehmen für ihre ständigen Bemühungen bei der Suche nach Qualitätskontrolle und -entwicklung und bildet andererseits ein wichtiges Verkaufsargument.

Für die Beurteilung von Bieren, Wassern und Erfrischungsgetränken kann Monde Selection auf die Zusammenarbeit mit den besten belgischen Spezialisten in ihren jeweiligen Fachgebieten rechnen, die meisten von ihnen sind Dozenten und chemische Ingenieure am INSTITUT MEURICE, das seit vielen Jahren ein enger Partner von Monde Selection ist. (Mehr)

Jedes Produkt wird von allen Jurymitgliedern verkostet, die sie einzeln und unabhängig auf Beurteilungsformularen bewerten.  (Mehr)

Dann werden die Punkte addiert und der Durchschnitt berechnet, um ein Endergebnis zu erhalten, ob mit einem Bronze-, Silber-, Gold oder Grand Goldqualitätsaward ausgezeichnet wird. (Mehr)

Ein solches Qualitätslabel, das auf dem ausgezeichneten Produkt abgebildet werden kann, ist ein perfektes Marketing- und Werbehilfsmittel. Es bedeutet auch eine unbestrittene Qualitätsgarantie für den Kunden. (Mehr)

Es ist das erste Mal, dass irgendein abgefülltes Leitungswasser aus der Tohoku-Region aus Nord-Japan eine Gold Quality Auszeichnung erfuhr.

Und erst das 7. Mal überhaupt. Zuvor hatte Toyama City Leitungswasser eine Auszeichnung erhalten. 

Fukushima no Mizu, übersetzt  „Fukushima Wasser“, wird von der gleichnamigen Stadt als eigene Marke von eigenen Leitungswasser verkauft – natürlich in Flaschen. Das jetzt geadelte Wasser wird seit 2006 produziert. Die 500 ml Flasche wird für 100 Yen (US $ 0,83 bzw. € 0,79) verkauft.

Aber zurück zu Monde Selection:

Da heißt es, diese jährlich durchgeführte Untersuchung von Produkten aus dem Bereich Konsumgüter ist vergleichbar mit den Michelin-Guide Sternen, die die Klassifizierung von Hotels angeben.

Dieser Vergleich hinkt schon ziemlich, weil Michelin nämlich die von ihm getesteten Häuser selbst aussucht und auch für alle dafür entstehenden Kosten selbst aufkommt.

Die von Monde Selection ausgezeichneten Produkte hingegen werden von ihren Produzenten eingereicht und es ist pro Produkt eine Prüfgebühr von etwa € 1160 zu entrichten, wobei Monde Selection Rabatte erlaubt, etwa ab dem 3. Produkt in einer Kategorie.

Während es in anderen Prüf- und Ausleseverfahren – etwa auch bei sportlichen Wettkämpfen – jeweils nur eine Gold- Silber und Bronze-Medaille gibt, verteilt Monde Selection alljährlich unzählige davon in allen Kategorien.

Kleine Anmerkung am Rand: Auf der Seite von Monde Selection ist für 2015 weder eine Liste der ausgezeichneten Produkte zu sehen, noch wird das Fukushima-Wasser dort erwähnt.

Monde Selection gibt an, jährlich mehr als 3160 Produkte aus über 82 verschiedenen Ländern zu testen.

Alle Produkte, die 60 % der erforderlichen Punkte erreichen, erhalten eine Auszeichnung.

Bronze für 60–69 %, Silber für 70-79 %, Gold für 80-89 %, Großes Gold für 90–100 %. Darüber hinaus gibt es Trophäen für mehrfach gewonnene Auszeichnungen.

Alle Produkte, die eine Bewertung über 60 % erhalten, bekommen einen Preis – 80 % aller japanischen Produkte erhalten einen Preis.

Diese japanische Firma rühmt ihre Produkte, die schon zuvor ausgezeichnet wurden. Darunter sind eine Fertigsuppe mit braunem Reis, Ei- und Knoblauch-Pulver.

Es gibt nichts, was es nicht gibt –  Placenta-Extrakt vom Schwein für alle Frauen, die um ihre Schönheit besorgt sind – auch dieses wurde nun ausgezeichnet. 

[​IMG]Aber wen wundert noch irgendetwas? Neuerdings kann man in Japan auch Wasser in Flaschen mit Joghurtgeschmack kaufen. Und dem Test nach schmeckt es gut.

Wenn Sie etwas Prämierungswürdiges produzieren, nehmen Sie halt ein bisschen Geld in die Hand und beschaffen Sie sich eine solche Auszeichnung – weil diese doch ziemlich Eindruck macht, Zweifel ausräumt und verkaufsfördernd wirkt.

Wir möchten noch darauf hinweisen, dass fast 100 Produkte aus Fukushima, darunter Tee, Nudeln und Schokoriegel, in taiwanischen Supermärkten entdeckt und zurückgerufen wurden. Normalerweise müssen Produkte in Fukushima produziert als solche deklariert werden. Auf der Verpackung stand aber aus der Nähe von Tokio.

Inzwischen hat eine unabhängige Zeitung aus Großbritannien berichtet , dass Lebensmittel aus dem Bereich Fukushima auch in den Regalen von anderen Ländern stehen könnten. Das Problem: Die Lücken im Regulierungssystem. Die EU und Japan verhandeln seit 2013 über ein Freihandelsabkommen, dessen Abschluss sich Merkel bis Ende des Jahres wünscht. Lesen Sie dazu: Fukushima: Freihandelsabkommen mit Japan – “strahlende” Freundschaft. Alles ist denkbar, so kommt der Grüne Tee aus Fukushima und auch der Fisch wird in verschiedenen Supermärkten verkauft.

Und wenn schon das Wasser aus Fukushima in Brüssel ein Gütesiegel bekommt, wundert uns gar nichts mehr – „strahlende“ Produkte .

Fukushima tap water honoured by international institute

The Brussels-based Monde Selection has bestowed a prestigious honour on tap water from a Japanese city notorious for a nuclear catastrophe.

According to the Japan Times, Fukushima’s water won a Gold Quality Award. The second-place finish in the competition enables it to place a Monde Selection quality label on tap water from Fukushima.

The city sells its own brand of bottled tap water, called Fukushima no Mizu (which translates as „Fukushima Water“).

In March 2011, the nuclear power plant southeast of Fukushima suffered a meltdown following an earthquake and tsunami. Officials from the region insist that the water is free of cancer-causing radioactive fallout.

Meanwhile, Britain’s Independent newspaper has reported that food from the Fukushima area may soon reach store shelves in that country because of loopholes in the regulatory system.

„The alarm is being sounded after Taiwanese investigators uncovered more than 100 radioactive food products which had been produced in Fukushima but falsely packaged to give their origin as Tokyo,“ the Independent noted. More

Netzfrau Lisa Natterer

Tagesschau bestätigt Radioaktivität aus Fukushima vor Küste Nordamerikas – Fukushima radiation nearing West Coast

Mehr als 200 Matrosen der USS Ronald Reagan verklagen TEPCO – Matrosen wurden radioaktiven Partikeln ausgesetzt – Fukushima fallout suit: ‘Sailors were marinating in radioactive particles’

deutsche Flagge

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Noch 2011 hat die japanische Regierung der Bevölkerung in der Präfektur Fukushima empfohlen, das dortige Leitungswasser nicht zu trinken. Die radioaktive Belastung könnte zu hoch sein. Zuvor waren bereits erhöhte Strahlungswerte im Leitungswasser von Tokio und anderen Regionen des Landes festgestellt worden.

  2. Das muss unbedingt gestoppt werden . . wir haben nur eine Welt . . und die Lebewesen auf ihr, müssen wir schützen !!!!!

  3. JA SCHÜTZEN ,SAGE WIE DENN. DIE REGIERUNGEN MACHEN WAS DIE WOLLEN. DIESE SORGEN MIT HAARP UND CHEMTRAILS NOCH DAFÜR ,DAS ALLES SCHLIMMER WIRD. SO GEHT ALLES DEN BACH RUNTER, DENKE SEHR SCHNELL.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.